Länder
Karte
Taschkent
00:35
21°
morgen:
+33°

Währung:
UZS / Som

Kurs
1€- 4,914.12

Usbekistan: Kaschkadarja

 
 

Provinz Kaschkadarja in Usbekistan

Geografische Lage: Die Provinz Kaschkadarja gehört zu den südlichsten Regionen Usbekistans und grenzt im Norden an die Provinz Samarkand, im Nordosten an die Republik Tadschikistan, im Osten und Südosten an die Provinz Surchandarja, im Süden an Turkmenistan, im Nordwesten an die Provinz Buchara, teilweise an die Provinz Navoi.

Zu den Großstädten der Provinz können die Städte Karschi, Shaxrisabz, Koson, Kitob, Kamaschi, Muborak, Guzor, Yakkabog gezählt werden. Das Verwaltungszentrum der Provinz - die Stadt Karschi - ist eine der ältesten Ortschaften auf dem Territorium Usbekistans.

Die Provinz Kaschkadarja ist sehr reich an natürlichen Ressourcen. Hier liegen die größten Vorkommen von Kohlenwasserstoffen Usbekistans. Insbesondere wurden Erdöl und Gas in den Bezirken Guzor, Nishon, Mirishkor, Mubarak und Koson erkundet und werden gefördert.

Hier gibt es auch große Lagerstätten von Gold, Silber, Aluminium, Wolfram, Eisen, Molybdän, Granit, Kohle, Marmor u.a.

Die Provinz Kaschkadarja gehört zu den größten Industrieregionen Usbekistans.
Nach dem Umfang des herangezogenen Kashkadarja in Zahlen Territorium: 28,6 Tsd. km2
Bevölkerung: 2,4 Mio.
Verwaltungszentrum: Stadt Karschi Bezirke: Dechqonobod, Kasbi, Kitob, Koson, Mirishkor, Muborak, Nishon, Chiroqchi, Shaxrisabz, Yakkabog, Kamaschi, Karschi und Guzor

Investitionskapitals nimmt Kaschkadarja ebenfalls einen der führenden Plätze ein. Aufgrund der durchgeführten Maßnahmen wurde ein erheblicher Anstieg der Industrieproduktion in der Provinz in den vergangenen wenigen Jahren erreicht. Mit hohem Tempo entwickelt sich auch die Textilindustrie. In Kaschkadarja funktioniert eine Reihe von sehr großen Produktionsunternehmen des Landes. In der Landwirtschaft nehmen die Farmerbetriebe immer mehr an Bedeutung zu. Neben ihnen funktionieren auch spezialisierte landwirtschaftliche Genossenschaften.

Der Provinz Kaschkadarja kommt ein besonderer Stellenwert im Außenhandelsumsatz Usbekistans zu.


Die lebendige Verbindung der Zeiten

Kaschkadarja ist eine Region mit einer einzigartigen historischen und kulturellen Vergangenheit. Hier hat sich die größte Zahl der Denkmäler - mehr als achthundert erhalten. Shaxrisabz wurde in das Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen.

In der Provinzhauptstadt Karschi befinden sich neben der alten Siedlung Yerkurgan eine Vielzahl geschichtsträchtiger Orte, die auf das 14.-20. Jh. zurückgehen. Das sind die Medrese Odina, die Moscheen Kokgumbaz, Bekmir, Kilitschboj, Hodschakurban, Magson und Tschamgar, das Minarett Hodschi Ubajd Dscharrocha, die Ziegelbrücke über die Flüsse Kaschkadarja, Sardoba, die Festung Karschi u.a. Die Einwohner Usbekistans können sich hier mit ihren Ursprüngen vertraut machen.

2006 hat die Stadt Karschi ihren 2700. Gründungstag feierlich begangen. Bei einer seiner Reisen hat der Präsident Usbekistans besonders darauf hingewiesen, dass dieses Land viele große Menschen hervorgebracht hat und insbesondere allein in Karschi - der früheren alten Stadt Nasaf - Dutzende Gelehrten und Dichter gelebt haben. Sie haben uns ein unschätzbares geistiges Erbe hinterlassen, einen großen Beitrag zur Weltwissenschaft und Kultur geleistet.

Das heutige Karschi ist eine moderne Stadt, die sich von Tag zu Tag verändert. In der Stadt gibt es eine staatliche Universität, eine Ingenieurtechnische Hochschule, die Filiale der IT-Universität Taschkent, drei Theaterhäuser, zwei Museen, eine Vielzahl von Kultur- und Bildungszentren, Kinos und Bibliotheken.

Die zweitgrößte Stadt in der Provinz ist Shaxrisabz. Sie ist in der ganzen Welt dadurch bekannt, dass sie die Heimat von Amir Timur ist, und hier die Seidenstraße verlief. Heute gehört Shaxrisabz zu den Industrie- und Kulturstädten des Landes. Die hier befindlichen majestätischen Baudenkmäler wurden vom berühmten Kriegsherrn Amir Timur und seinem Enkelsohn Ulugbek gebaut.

Shaxrisabz ist eines der ältesten Handwerkszentren. Die mit Goldfäden bestickten Kopfbedeckungen der lokalen Meister - duppi - wurden mit Goldmedaillen internationaler Ausstellungen in Kanada, der Türkei und Japan ausgezeichnet. Die meisterhaft ausgeführten Kupfer- und Töpfereierzeugnisse haben Preise bei vielen Ausstellungen gewonnen.

Die Handwerker der Siedlungen Kamaschi, Chiroqchi, Dschejnau u.a. sind für ihre Teppiche bekannt. Die usbekische Teppichkunst wurde durch verschiedenen Fertigkeiten bereichert, die den Völkern zu eigen waren, die diese Region bewohnt haben. Dieses Gewerbe entwickelt sich auch heute erfolgreich. Hier werden nicht nur florlose Teppiche, die unter den Einheimischen als arabi-gilam (der arabische Teppich) bekannt sind, sondern auch

Vorhänge und vieles Andere hergestellt. Neben der Schafswolle wird auch Kamelwolle verwendet. Die Farbgestaltung basiert auf einer Mischung von leuchtenden und Kontrastfarben. Verschiedene Herstellungsarten machen es möglich, Teppiche in großer Vielfalt herzustellen.


Hier liegt das berühmte Maidanak- Observatorium

„Usbekistan ist das Heimatland großer Wissenschaftler, darunter auch Astronomen, die weit über die Grenzen unserer Republik hinaus bekannt sind", erzählt der Direktor des Astronomischen Instituts der Akademie der Wissenschaften der Republik Usbekistan Herr Schuchrat Egamberdyev. „Das Maidanak-Observatorium erfreut sich heute eines großen Interesses in der wissenschaftlichen Welt. Das an den Ausläufern der Alay-Bergkette liegende Observatorium steht den besten internationalen Sternwarten auf den kanarischen und havaischen Inseln in nichts nach.

Hier werden in klaren Nächten Signale von Hunderten Himmelskörpern empfangen, dadurch werden die Verpflichtungen gegenüber internationalen Programmen erfüllt, die auf ein Monitoring von einzigartigen astrophysischen Objekten gerichtet sind. Zum Beispiel können von Maidanak aus Details auf der Mondlandschaft genau betrachtet werden. Wenn man aber das Teleskop auf die Orbitalstation der ISS richtet, kann man ein Meter große Details oder zum Beispiel den Kosmonauten betrachten, der in den Weltraum ausgestiegen ist. Die günstigen Bedingungen, multipliziert mit Erfahrungen und Kenntnissen der usbekischen Astronomen, ermöglichen, die spannendsten Probleme des Weltalls zu erforschen. Zum Beispiel wurde eine detaillierte Datenbank mit Informationen über junge Sterne gesammelt, deren Alter lediglich ein paar Dutzende Millionen Jahre beträgt. Es wurde ein Kooperationsvertrag mit dem Konsortium der Universitäten Südkoreas geschlossen. 2007 ist das Astronomische Institut in das Internationale Programm zum Monitoring der globalen Klimaerwärmung der Erde aufgenommen worden. Für diese Zwecke wurde ein spezieller Teleskoproboter installiert. Mit Hilfe des Bordprozessors nimmt er eine autonome Ansteuerung des Monds und die Registrierung seines Aschelichts vor. „...Die Geschichte der Vergangenheit und der Gegenwart von Kaschkadarja, wie jeder Region, ist eine Verbindung der Zeiten. Jeder muss daran denken, wessen Erben wir sind. Die Erinnerung an die eigenen Wurzeln, Kultur, Geistigkeit, Geschichte im Ganzen fordern uns auf, eine behutsame Behandlung von Traditionen und Sitten zu ermöglichen, die Liebe zum Heimatland über Jahrhunderte hinweg zu bewahren. Die uralten Städte Usbekistans, darunter auch Shaxrisabz und Karschi, sind nicht bloß Architektur- und Kulturdenkmäler. Sie sind die Geschichte, die zur Erkenntnis des eigenen Platzes in der unglaublich großen Welt führt. Wir sollen das Vermächtnis der großen Ahnen an die künftigen Generationen weitergeben, die eigene Vergangenheit schätzen und helfen eine große und helle Zukunft aufzubauen.

Usbekistan: Sehenswürdigkeiten & Kultur

  • Reiseziel Reiseziel
  • Flughafen Flughafen
  • Museum Museum
  • Sehenswürdigkeiten Sehenswürdigkeiten
  • Freizeiteinrichtungen Freizeiteinrichtungen
  • Park\Garten Park\Garten
  • Einkaufen Einkaufen
  • Hotel Hotel

Individualreisen: Rundreisen in Usbekistan

Destinationen: Weitere Reiseführer auf EU-ASIEN.DE