Sehenswürdigkeiten in Sankt Petersburg
Isaaks Platz in Sankt Petersburg
St. Isaaks-Kathedrale in Sankt Petersburg, Russland |
Der Isaaks- Platz war als Architekturkomplex zu Beginn des XX. Jahrhunderts abgeschlossen und gehört mittlerweile zu den einzigartigen Sehenswürdigkeiten in Sankt Petersburg. Zu den ältesten Bauten des Platzes gehören das Haus von Mjatlew (XVIII. Jahrhundert) und das Lobanowski-Rostowski- Haus, dessen Paradeeingang mit Löwenfiguren geschmückt (Architekt O. Montferrand, 1819) ist.
Der Platz erhielt seinen Namen von der grandiosen St. Isaaks- Kathedrale - der größten orthodoxen Kathedrale in der Welt. (St. Isaak war der Himmelsschutzpatron (Schutzengel) Peters I., der am 30. Mai 1672 am Tage von St. Isaak Dalmatski geboren wurde). Die Kathedrale ist 102 m hoch, sie nimmt eine Flache von 1 ha ein. Sie kann bis 14 Tausend Menschen aufnehmen. Ihre Kuppel ist aus 20 km Entfernung zu sehen. Vorgänger dieser Kathedrale waren drei Kirchen aus den XVIII. Jahrhundert, die erste war aus Holz. Der Bau der Kathedrale begann 1818 nach dem Entwurf von O. Montferrand, vollendet wurde sie 40 Jahre später, 1858.
Am Bau und Verzierung der Kathedrale beteiligten sich viele namhafte Architekten,Bildhauer, Maler. Bei der Schaffung von monumentalen Hochreliefen aus Bronze wurde zum ersten Mai die von B. Jacob! entwickelte plastische Galvanotechnik eingesetzt. Von außen ist die Kathedrale mit Granit und Graumarmor verkleidet. Sie schmucken 112 Granitsaulen, über 100 kg Gold wurde für die Vergoldung verbraucht. Die Innenausstattung ist mit Marmor, Malachit, Lasurit und Mosaikbildern aus Farbschmelze geziert. An der Erbauung der Kathedrale beteiligten sich 440 Tausend Baumeister.
Reiterdenkmal von Nikolaus I. in Isaaks Platz, Sankt Petersburg |
Auf der südlichen Seite des Platzes steht gegenüber der Isaaks- Kathedrale der ehemalige Marienpalast, der 1844 vom Architekten A. Stackenschneider für die Tochter Nikolaus I. Marie gebaut wurde. Als Vorgänger für den klassischen Bau diente ein Schloss im Barockstil, wo einige Zeit der vor der französischen Revolution geflohene Prinz Konde lebte, später war hier eine Militärschule eingerichtet, die der Dichter M. Lermontow absolvierte. Im Marienpalais hatte der Staatsrat - das gesetzgebende Organ des Landes - zwischen 1906-1907 seinen Sitz. Nach der Februarrevolution von 1917 fanden hier die Sitzungen der Provisorischen Regierung statt. Vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges war hier die Industrieakademie untergebracht. Nach dem Krieg hat sich im Schloss die Stadtregierung von Leningrad etabliert, und jetzt arbeitet dort die Gesetzgebende Versammlung von Sankt Petersburg.
1859 war im Zentrum des Platzes ein einzigartiges Reiterdenkmal von Nikolaus I. (Bildhauer P. Klodt) aufgestellt. Ein 6 m hohes Bronzemonument hat nur zwei Stützpunkte - die Hinterhufen des Pferdes. Der Zar ist in Uniform der Kavalleriegarde dargestellt, der Bildhauer betont damit seine Neigung zum Kasernendrill, seinen Hochmut und seine Grausamkeit. Den Sockel schmücken allegorische Gestalten: Glaube, Weisheit, Gerechtigkeit und andere, die Wesenszuge der Gemahlin und der Tochter des Zaren widerspiegeln. Große Hochbilder stellen die bedeutendsten Ereignisse aus der Regierungszeit des Zaren Nikolaus I dar.
Den Isaaks- Platz schließt das Hotel "Astoria" ab, das zu Beginn des XX. Jahrhunderts errichtet wurde, und das schlichte Hotel "Angleter" (wo der russische Dichter S. Essenin ums Leben gekommen ist).

Bestpreisgarantie

