Sehenswürdigkeiten in Moskau: Christ-Erlöser-Kathedrale in Moskau
Erlöserkathedrale in Moskau, Russland |
Rechts von der Kathedrale führt die malerische Pretschistinka-Straße nach oben. Sie bewahrt alle Epochen des einstigen Moskau auf: Man sieht hier sowohl Gemächer aus weißem Stein als auch alte Gutsbesitzeranwesen und prachtvolle Mietshäuser, die mit außerordentlichem Geschmack errichtet worden sind. In grauer Vorzeit eilte an der Stelle des heutigen Gogol-Boulevards ein rauschender Bach an der Sohle einer tiefen Schlucht der Moskwa entgegen. Im Frühjahr führte er Hochwasser und bereitete so den Moskauern allerhand Ärger: Der Teufel hat ihn gegraben! murrten sie, wenn sie mit Müh und Not über eine schmale Holzbrücke das andere Ufer erreichten. Und so erhielt der Bach auch einen Namen, nämlich Tschortoyi (vom russischen „tschort“ = Teufel und „rytj" = Graben) und die am nächsten gelegene Straße hieß nun Bolschaja Tschertolskaja. Früher fuhr man auf dieser Straße zum Gottesdienst in das Jungfrauenkloster, in dem die Smolensker Ikone der Mutter Gottes, eines der im orthodoxen Moskau am meisten geehrten Heitligtümer aufbewahrt wurde. Der fromme Zar Alexej Michajlowitsch hielt es für Gotteslästerung, Kreuzesprozessionen entlang der Straße mit einem solchen unpassenden Namen durchzuführen und so ließ er 1658 die Bolschaja Tschertolskaja Straße in Pretschistinka zu Ehren der Ikone der heiligen Jungfrau (Russisch: „Ikona pretschistoi Boshej Maten„) umbenennen.
erster Entwurf von Wittberg |
Die Erlöserkathedrale in Moskau wurde auf Erlaß des Zaren Alexander I. anlässlich des Sieges über Napoleon errichtet. Man hatte sich zunächst für einen Entwurf von Wittberg entschieden doch nachdem man den Grundstein für die Kathedrale auf den Worobjowy-Bergen gelegt hatte, mussten die Arbeiten eingestellt werden, denn der Grund dort begann sich abzusenken. Nach dem Tode des Zaren wählte der Bruder des Verstorbenen, Nikolaus I., das Projekt des Architekten Konstantin Ton: eine fünfkuppelige Kathedrale im „russisch-byzantinischen Stil", d. h. im Sinne der Traditionen der russische Baukunst. Man wählte einen Hügel, von dem die Kathedrale in ganz Moskau zu sehen war.
Im Jahre 1839 legte der Metropolit Filaret feierlich den Grundstein für die Kathedrale, die Jahre lang aus friwilligen Spenden des Volkes gebaut wurde. Die Kirche wurde von den überaus bekannten Malern F. Brüllow, I. Kramskoi und W. Surikow bemalt. Herrliche Hochreliefs stellten Ereignisse aus dem Alten Testament und der russischen Geschichte dar. In einer Galerie waren Marmorplatten mit den Namen von Trägen des Georgkreuzes und den Beschreibungen der wichtigsten Schlachten des Krieges von 1812 untergebracht. Im Jahre 1883 wurde die Kathedrale eingeweiht.
1931 wurde die Kathedrale auf persönliche Weisung von Stalin für der den Abriß frei gegeben, damit man an dieser Stelle ein reisiger 415 Meter hoher Palast der Sowjets mit einem 80 Meter hohen Leninstandbild errichtet könnte. Die Behörden fassten den Beschluß, die Kathedrale abzureißen und am 5. Dezember 1931 wurde die Kathedrale gesprengt. Mit Marmorplatten aus dieser Kathedrale wurden mehrere U-Bahn-Stationen gestaltet. Der Palast der Sowjets wurde nie gebaut und dem Platz entstand daraufhin das Freibad „Moskau„. Erst 1994 wurde von der Bischofskonferenz der russischen orthodoxen Kirche der Beschluß gefasst, die Kirche weideraufzubauen. Die Kathedrale wurde neu errichtet und im Jahre 2000 eingeweiht. Bei der neuzeitlichen Kathedrale handelt es sich um eine Kombination aus dem einstigen Entwurf von K. Ton und modern Technologien. Auf der Hauptkuppel der Kathedrale ragt das 7 Tonnen schwere Kreuz. Die feierlichen Gottesdienste in dieser Kathedrale zelebriert der russische Patriarch Kyrill I.
Polytechnisches Museum in Moskau:
Adresse: Nowaja pl., 3/4
Metro: Kitaj-Gorod
Tel.: +7 (495) 623 0756
Öffnungszeiten: Täglich 10.00-18.00, außer Montag.
Eintrittskarten:
- Erwachsene - 200 Rubel.
- Schüler und Studenten - 80 Rubel.

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