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Palästina: Nablus

Städte in Palästina: Nablus

Die Stadt Nablus, etwa 63 Kilometer nördlich von Jerusalem, ist die zweitgrößte Stadt in der West Bank. Nablus ist eine blühende Handels- und Industriestadt und besitzt zudem eine Vielzahl an archäologischen Sehenswürdigkeiten wie Ruinen aus unterschiedlichen Ausgrabungen. Besucher waren vor allem von dem römischen Theater in der Nähe des Stadtkerns begeistert. Die Stadt hat über das ganze Jahr viele Besucher. Nablus ist in der ganzen Welt bekannt für seine exquisiten Oliven und sein Olivenöl. In der Altstadt kann man stundenlang über die Märkte spazieren Nablus ist außerdem berühmt für seine Süßwaren. Es gibt beispielsweise Kanafeh, hergestellt aus einer vorzüglichen Kombination aus geschmolzenem Käse, gemahlenem Getreide und einer Zucker-Honigsoße. Eine weitere sehenswerte Stätte ist der Jakobsbrunnen, zwei Kilometer östlich von Nablus nahe des Ortes Balata.

Dort hat Jesus der Geschichte nach eine samaritische Frau gebeten, für ihn Wasser aus dem Brunnen zu holen. Heute befindet sich der Jakobsbrunnen in einem griechisch orthodoxen Kloster und ist für die Öffentlichkeit zugänglich. Nablus hat ein Samariterviertel im Westen der Stadt. Die Geschichte der Samariter geht zurück bis in das Jahr 721 v. Chr.. Die Samariter folgen der Torah, weichen aber bei Abrahams Opfer des Isaac und dem Altar des Joshua von dem nördlichen Judentum ab. Die Samariter haben den Berg Gerzim in der Region Nablus als Ort dieser Vorkommnisse bestimmt.

Seife ist in Nablus über Jahre aus Natron und Olivenöl hergestellt worden. Obwohl die Art der Herstellung sich über die Jahre gewandelt hat, ist Seife aus Nablus noch immer für seine Reinheit berühmt und wird daher in den gesamten Mittleren Osten exportiert. Einige traditionellen Seifenfabriken in Nablus bieten Touren an, in denen den Besuchern gezeigt wird, wie Seifen hergestellt wird. Von besonderer Bedeutung ist eine der frisch renovierten türkischen Bäder in Nablus. Die Badehaustradition stammt aus der Antike und hat seinen Ursprung im römischen Zeitalter. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts fand ein wichtiger Teil des sozialen Lebens in und um die öffentlichen Badehäuser (hammams) statt. Heutzutage bewahren zwei öffentliche und renovierte Badehäuser diese Tradition, sie bieten die Möglichkeit, alle Sorgen zu vergessen und sich einfach zu entspannen. In beiden "hammams" können es sich die Besucher einige Zeit mit preiswerten Getränken und einer Wasserpfeife gut gehen lassen.

Sebastia

Die antike königliche Stadt Sebastia, auch bekannt als Samaria, ist eine der größten archäologischen Stätten in Palästina. Es liegt 12 Kilometer nordwestlich von Nablus und die Ruinen des antiken Sebastia strecken sich über einen Hügel, von dem aus man das heutige Sebastia sehen kann. Ausgrabungen in Sebastia haben ergeben, dass dort erstmalig in der Kupferzeit um 4000 v. Chr. gesiedelt worden war. Die Stadt selbst erreichte nie politische Bedeutung, bis König Omri seine königliche Stadt dort errichten ließ und sie Samaria nannte. Die sichtbaren Überreste de antiken Samaria sind unter anderem römische Gräber, ein hellenistischer Turm, eine severanische Basilika und die Türme am Herodion - Tor am Eingang einer Allee gesäumt von 600 Reihen auf beiden Seiten. Nach der religiösen Überlieferung wurde der Kopf von Johannes dem Täufer in Sebastia gefunden und zu seinen Ehren ist an dieser Stelle eine Kreuzfahrerkirche errichtet worden, welche später in eine Moschee umgewandelt wurde.

Teil Balata

Teil Balata, oder auch Shechem, befindet sich drei Kilometer östlich von Nablus und war eine der ersten und mächtigsten kanaanäischen Städte. Viele Male zerstört und wieder aufgebaut, befinden sich die heutigen Überreste dieser antiken Stadt auf einem Hügel auf 525 Metern über dem Meeresspiegel. Ein Festungstempel auf dem Gipfel des Hügels ist der größte und beeindruckendste erhaltende Tempel aus der kanaanäischen Zeit in Palästina. Weitere sichtbare Ruinen sind zwei monumentale Stadttore, massiven Stadtmauern und ein Regierungspalast mit einem kleinen privaten Tempel, Wächterhütten, einem Versammlungsraum, Wohnviertel und einer Großküche.

Jenin, Tulkarem und Qalqiliia

Die nördlichen Abschnitte von Jenin, Tulkarem und Qalqiliia, welche sich am Rand des Mittelgebirges und der Küstenebene im Westen befinden, gehören zu den mittleren Gebieten Palästinas. Diese Region spielte eine wichtige Rolle in der Vergangenheit als Knotenpunkt zwischen dem Mittelmeer und den nördlichen Gebieten. Die geschichtsträchtige Via Maris verlief durch eben diese Region wie auch andere inländische Routen, die die Berglandschaften mit der Küste verbanden Hunderte Ausgrabungsstätten und Funden gehen auf diese Region zurück. Die Stätten (Teil Taannek, Teil Jenin, Khirbet Bal'ama, Teil Dothan, Khirbet es-Samra, and Wadi Qana) bieten ein Fülle an Informationen über die kulturelle Geschichte der Region, von der prähistorischen bis in die heutige Zeit. Die Region ist durch ihr kulturelles und natürliches Landschaftsbild, eine Kombination aus hügeligem und flachem Terrain, geprägt Die Verschiedenheit dieser Regionen zeigt sich in den unterschiedlichen landwirtschaftlichen Erzeugnissen: Oliven, Mandeln, Feigen und Zitronen.

Teil Taannek

Teil Taanek ist ein birnenförmiger Hügel, der sich 178 Meter über dem Meeresspiegel befindet. Zu finden ist es am nördlichen Ende der Nablus Höhe und südlich des Marj Ibn Amer, acht Kilometer südlich von Teil el-Mutesellim (Megiddo) Die Stätte ist an einer strategischen Stelle errichtet worden zwischen der Berglandschaft und der Ebene auf der Verbindungsstraße zwischen Jenin und Haifa, westlich des historischen Passes, Wadi Hasan, und südlich von el-Yamoun Das neuzeitliche palästinensische Dorf Taanek, am südöstlichen Anstieg des Teil gelegen, trägt noch immer seinen antiken Namen „Taannach". Dieser Name wurde wahrscheinlich erstmalig in den Amarna Briefe um etwa 1350 v. Chr. verwendet Taannek fand Erwähnung als eine eroberte Stadt in der topographischen Liste von Thutmose dem Dritten, der einen militärischen Vorstoß nach Asien im Jahre 1468 v. Chr durchführte Laut den Taannek Briefen 5-6 wurde die Stadt dem Befehl des ägyptischen Herrschers, der in Megiddo residierte, unterstellt, erhielt sich aber den Status eines unabhängigen Stadtstaates (Glock, 1983). Taannek wurde ein weiteres Mal im Jahre 918 v Chr. von den Truppen des Shishak I. erobert, im Zuge dessen Eroberungszugs durch Palästina. Dieser Ort ist einige Male in der Bibel als eine kanaanäische Stadt erwähnt worden, die Joshua vergeblich zu erobern versuchte Später dann fand man Taannek weitere Male in den Aufzeichnungen des Eusebius aus dem vierten Jahrhundert v Chr. und in Aufzeichnungen der Kreuzfahrer aus dem Mittelalter wieder.

Khirbet Bal'ama und der Wassertunnel

Khirbet Bal'ama liegt südlich von Jenin, etwa zwei Kilometer südlich des Jeniner Stadtkerns. Dort befand sich einst eine befestigte kanaanäische Stadt, die strategisch günstig die historische Route von Wadi Baläma zwischen Arraba Piain und Marj Ibn Amer überwachte. Die Stätte ist uns heute mit ihrem antiken Namen Ibleam aus den ägyptischen königlichen Archiven bekannt, zudem trug sie im klassischen Zeitalter den Namen Belmont und im Mittelalter den Namen Beleismum. Der Wassertunnel von Khirbet Baläma besteht aus drei Teilen, dem Bogengang am untersten Eingang, den aus dem Fels geschlagenen Tunnel, der in westlicher Richtung weiter in die Tiefe führt, und dem nur teilweise ausgebauten schmalen Tunnelgang. Die Gesamtlänge des bekannten Teils beträgt 115 Meter, davon sind 105 Meter in den Fels geschlagen und darauf folgen 57 Treppenstufen.

Letzte Ausgrabungen brachten Tongefäße zum Vorschein, zu dem metallene Gegenstände, Glasobjekte, Münzen und einige Inschriften. Diese Funde lassen auf Zivilisation aus der Bronzezeit, der Eisenzeit, der persischen, hellenistischen, römischen, umayya- dischen, Kreuzfahrer-, Mamluken-, und osmanischen Zeit schließen.

Die Kirche von Burqin, die Kirche der 10 Aussätzigen

Das Dorf Burgin liegt etwa fünf Kilometer westlich von Jenin, am nördlichen Ende der Arraba Ebene. Burgin wurde in verschiedenen historischen Quellen erwähnt. Im 16 Jahrhundert wurde es als ein kleines Dorf beschrieben Archäologische Gutachten in Burgin haben Zeugnis dafür abgelegt, dass dieser Ort in der frühen, mittleren sowie auch späten Bronzezeit, der Eisenzeit, In der römischen, der byzantinischen, ummayadischen, ayyubidischen, mamlukischen und frühen osmanischen Zeit von Menschen besiedelt war. Die St. Georgs Gemeinde befindet sich am nördlichen Anstieg zum historischen Zentrum des Dorfes, von dem aus man das Wadi Burgin überblicken kann. Es gehört zur griechisch orthodoxen Gemeinde. Die Kirche ist dem Heiligen Georg (al-Khader) gewidmet, einer der bekanntesten Heiligen sowohl unter Christen als auch unter Muslimen.

Teil Dothan

Teil Dothan liegt auf der östlichen Seite der Arraba Ebene, in etwa acht Kilometer nördlich von Jenin und einen Kilometer östlich der Verbindungsstraße zwischen Nablus und Jenin, inmitten einer fruchtbaren und dauerhaft bewässerten Ebene am südlichen Fuße des Teils.

Wadi Qana

Im Wadi Qana wurde im Jahre 1980 eine Höhle gefunden. Sie besteht aus einem Netzwerk natürlicher Höhlen. Ausgrabungen in der Höhle brachten Überreste aus der Jungsteinzeit, der Kupferzeit und der frühen Bronzezeit zum Vorschein.

Die Höhle wurde als Begräbnisstätte benutzt. Viele Dinge wurden dort gefunden, wie zum Beispiel Töpfereien, Feuersteine, Steingegenstände, Elfenbein- schmuck und Knochen. Jungsteinzeitliche Überreste wie Tonkrüge der Yarmukianischen Kultur wurden in allen Teilen der Höhle gefunden Der Großteil der Gegenstände stammt aus der Kupferzeit, beispielsweise Töpfereien, Basalt, Metall, Knochen, Elfenbeinschmuck und Menschenskelette Die wertvollsten Funde aus
diesem Zeitalter sind Metallgegenstände aus Kupfer und erstmalig auch aus silberlegiertem und reinem Gold. Acht solcher Gegenstände sind in der Höhle gefunden worden. Diese Funde dokumentieren die frühste bekannte Herstellung solcher Gegenstände in Palästina.

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