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Mongolei: Geschichte

 
 

Geschichte der Mongolei

Dschingiskhan

Mongolische Stämme besiedelten das Territorium der Mongolei von jeher. Im Laufe der archäologischen Ausgrabungen in der Wüste Gobi und anderen Regionen der Mongolei, wurden Menschenreste gefunden, die mit einer 500.000 Jahre zurückliegenden Zeitperiode datiert wurden. Das Wort „mongol“ wurde von den Chinesen in der Zeit der Tang-Dynastie-Herrschaft (618-907 n. Chr.) erstmals fixiert.

Zu dieser Zeit überwogen in der Mongolei Stämme der Turkvölker Ujguren, die sich unter dem Einfluss des Christentums befanden. Nachdem sie ihre Kontrolle über das Land etablierten, halfen sie den mit ihnen befreundeten Herrschern der chinesischen Dynastien Teng, Aufstände zu unterdrücken. Sie beherrschten den größten Teil der Mongolei bis 840 n. Chr., bis sie von den Kirgisen, deren Nachfahren jetzt die chinesische Provinz Sinczjan bewohnen, zerschlagen wurden.´

Bis zum 12. Jahrhundert ähnelte das Land etwa einem instabilen Bündnis sich gegenseitig bekriegender Clans, bis der 20-jährige mongolischer Herrscher Namens Timuchin erschien und die Mehrheit der mongolischen Stämme um sich vereinen konnte. 1189 erhielt er den ehrenvollen Namen Chingis Khan, was „der allgemeine Zar“ bedeutet. Während die Europäer diesen Namen mit Mitleidlosigkeit und Grausamkeit assoziieren, ist er für die Mongolen die Personifikation der Kraft, der Einigkeit, des Gesetzes und der Ordnung. Chingis machte die heutige Karakorin zur Hauptstadt und richtete seine stärkste Kavallerie auf den berühmten mongolischen Pferden Takhi gegen China und Russland. Zum Zeitpunkt seines Todes 1227 erstreckte sich das mongolische Imperium von Peking bis zum Kaspischen Meer. Der mongolische Staat verbreitete sich bedeutend, indem er die Territorien Chinas (Ulus des Großen Khanes), Zentralasiens (Chagataj Ulus), des Iran (der Staat der Ilkhanen) und Russlands (Dzuchi Ulus oder Goldene Horde) in sich einverleibte.

Kublai Khan (1216-1294), der Enkel Chingis Khans, beendete die Eroberung Chinas, machte der Regierung der chinesischen Sung-Dynastie (960-1279) ein Ende und wurde zum ersten Imperator der chinesischen Yuan -Dynastie (1271-1368). Nach der Hauptstadtverlagerung von Karakorum nach Peking im Jahre 1260, wurde die Mongolei zur chinesischen Provinz Juan. Die Durchdringung des Buddhismus begann. Kublai Khan erkannte, dass die Mongolei ihre Grenzen nicht mehr ausdehnen konnte. Statt die Kriege fortzusetzen und neue Territorien zu erobern, konzentrierte er sich auf die Erhaltung der Einigkeit seines umfangreichen Imperiums. Das war die Blüteperiode für die Mongolei: Das Reich erstreckte sich von Korea bis nach Ungarn und im Süden – bis nach Vietnam. Das war das größte Imperium von allen, die jemals existierten.

Nach dem Tod Kublai Khans 1294 wurde die Mongolei immer mehr und mehr von den Leuten abhängig, die unter ihrem Joch standen. Die Unzufriedenheit mit dem, dass die priviligierte Klasse von den Steuern befreit wurde, kam auf. Wegen der inneren Fehde und der daraus resultierenden Machtkämpfe, fing das große Reich an, in Teile zu zerfallen Mitte des 14. Jahrhunderts wurden die Mongolen aus Peking vom ersten Imperator der Ming-Dynastie verdrängt. Und nach dem Fallen der Yuan-Dynastie wurden mehr als 60.000 Mongolen zu einer Rückkehr in die Mongolei gezwungen. Die Einigkeit der Mongolen war geschwächt: Es rückte die lange Periode der inneren Fehde zwischen den Clans und des Zerfalls heran. Als Ergebnis des antimongolischen Aufstandes wurde die Chingisiden -Dynastie in China gestürzt, und China trennte sich von der Mongolei.

Die von jahrhundertelangen Kämpfen geschwächte Mongolei wurde nun selbst zum Expansionsobjekt. 1663 okkupierten die mandschurischen Stämme die Innere Mongolei (heute ein autonomer Bezirk Chinas), und 1691 wurde die Mongolei in den chinesischen Staat, an dessen Spitze die mandschurischen Quing -Dynastie stand, eingegliedert. Ihre Unabhängigkeit konnte die Mongolei 1911, nach der Xinhai -Revolution in China, wieder erlangen. Daraufhin wurde Urga zur Hauptstadt ernannt. Der russische Baron Ungern wurde zum Diktator des unabhängig gewordenen Staates; 1921 erhielt die Mongolei eine eigene Nationalregierung. Die Revolution in Russland 1917 war ein Schlag für die mongolische Aristokratie. Die Schwäche Russlands sich zu Eigen gemacht, richteten 1919 die chinesischen Feldherren ihre Heere gegen die Mongolei und belagerten die Hauptstadt. Anfang 1921 kamen die zurückziehenden Truppen der Weißen Garde in die Mongolei und verdrängten die Chinesen. Grausamkeit sowohl der chinesischen, als auch russischen Truppen löste eine starke Widerstandswelle bei den Mongolen aus. Während die Bolschewiken immer mehr und mehr die Kräfte der Weißgardisten in Sibirien unterdrückten, baten die mongolischen Nationalisten sie (die Bolschewiken) um Hilfe.
Ihre Kräfte vereinigt, belagerten sie im Juli 1921 Ulan-Bator. Daraufhin wurde der buddhistische geistige Führer in seiner Macht wiederhergestellt und die geschaffene Mongolische Volkspartei (die erste politische Partei in der Geschichte des Landes und einzige im Laufe der nachfolgenden 69 Jahre) formierte die Regierung.

Am 26 November 1924 wurde Mongolische Volksrepublik (MVR) ausgerufen und die Mongolei wurde zur zweitgrößten kommunistischen Macht der Welt.

Die Mongolei baute den Kommunismus vollkommen selbständig auf, solange bis Stalin 1920 die absolute Macht in seinen Händen konzentriert hatte. Die stalinistischen Repressionen versenkten die Mongolei ins absolute Horror, besonderes gnadenlos war die gegen die religiös tätigen Personen gerichtete Regierungskampagne. Während der Abschwächung des sowjetischen Regimes Anfang der 80er Jahre kam an die Spitze der Macht in der Mongolei Djambin Batmonkh, der von den Gorbatschew Reformen inspiriert, mit einer Dezentralisierungspolitik begann. Der Zerfall der Sowjetunion führte zum endgültigen Austritt der Mongolei aus der Einflusszone des Kremls. Am 30. Juni 1996 wurde die Mongolische Demokratische Koalition geschaffen, die 75 Jahre dauernde Periode der kommunistischen Regierung wurde praktisch reibungslos beendet.

Im Laufe einiger nachfolgenden Jahre führten die sich abwechselnden Regierungen eine pro-westliche Reform- und Privatisierungspolitik mit der Heranziehung des ausländischen Kapitals durch, jedoch hält bis jetzt die schwierige wirtschaftliche Lage des Landes an, die Mongolei ist mit Elend und Hunger konfrontiert. Die ausländische Hilfe hat einige wirtschaftlichen Probleme gelöst, dennoch kämpft die Mongolei immer noch mit den dunklen Seiten ihrer wiedererlangten Freiheit.

Mongolei: Land & Leute, Natur 1

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