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Lhasa: Sehenswürdigkeiten

Wichtige Sehenswürdigkeiten in Lhasa


Potala-Palast

Der Potala-Palast liegt auf dem Roten Hügel an der Beijing-Zentralstraße (Beijing Zhonglu) in Lhasa und gilt als der am höchsten gelegene Palast der Welt. Mit dem Bau des Palastes wurde im 7. Jahrhundert unter der Herrschaft von Songtsan Gampo angefangen. Im 17. Jahrhundert ließ der 5. Dalai Lama ihn neu errichten. Das Hauptgebäude mit 13 Etagen ist 117 Meter hoch und besteht aus zwei Teilen, dem Roten und dem Weißen Palast. Der Rote Palast beansprucht die zentrale Lage für sich und beherbergt vor allem die Stupahalle des Dalai Lama verschiedener Generationen und buddhistische Kapellen für unterschiedliche Zwecke. Der Weiße Palast dient als Wohn- und Arbeitsstätte aller Dalai Lamas. Im Potala-Palast werden große Mengen von wertvollen Kulturgegenständen aufbewahrt, z. B. Sutren auf Pattra-Blättern aus Indien, die heilige Schrift Kangyur, das goldblättrige Album und der Stempel, die der Kaiser der Qing-Dynastie dem Dalai Lama verlieh. Der Potala-Palast steht unter nationalem Denkmalschutz und wurde in die Welterbeliste aufgenommen.


Jokhang-Kloster

Das Jokhang-Kloster befindet sich in der Mitte der Altstadt von Lhasa. Es wurde im 7. Jahrhundert erbaut. An der Haupthalle mit vier Etagen sind die hanchinesischen und tibetischen Baumerkmale sowie die von Indien und Nepal festzustellen. Das Kloster verkörpert das buddhistische Weltall. Die Große Gebetshalle in der Mitte symbolisiert das Zentrum des Kosmos. Die Shakyamuni-Halle ist das schönste Bauwerk des Klosters. Darüber hinaus sind hier wertvolle Kulturgegenstände wie Wandgemälde in einer Länge von rund tausend Metern, Stickereien und Thangkas verwahrt. Vor dem Kloster steht die Tafel für die Tang-Tubo-Allianz.


Ramoche-Kloster

Das Ramoche-Kloster liegt 500 Meter nördlich vom Jokhang-Kloster und dient als die Tantrische Universität Gyuto. Es wurde in der Mitte des 7. Jahrhunderts auf einem Gelände von 4000 Quadratmetern gebaut. Hier werden die Statuen von Shakyamuni, Akshobhya und Maitreya beherbergt. In der Haupthalle steht eine vergoldete Statue von Shakyamuni. Man glaubt, dass diese Statue dem Aussehen und der Größe von Shakyamuni im achten Lebensjahr entspräche. Das Kloster ist im tibetischen und han-chinesischen Stil gebaut. Die unteren Teile der Hallen sind Überreste älterer Bauten und weisen die Tubo-Merkmale auf. Die goldenen Dächer sind stark durch Han-Stil ausgeprägt.


Norbulingka

Auf Tibetisch bedeutet das Wort „Schatzgarten". Er befindet sich in der westlichen Vorstadt von Lhasa und wurde in den 1740er Jahren erbaut. Vom 7. Dalai Lama an dient Norbulingka als die Sommerresidenz des Dalai Lama. In über 200 Jahren wurde die Anlage kontinuierlich ausgebaut.

Jetzt ist Norbulingka eine große Palastanlage im tibetischen Stil. Dazu gehören der See-Palast, der Kelzang Potrang, der Chensel Potrang und der Tagtu Migyur Potrang, der während der Herrschaft des 14. Dalai Lama gebaut wurde und als das luxuriöseste Bauwerk im Palast gilt. Norbulingka ist ein Baukomplex mit Funktionen von Kloster, Palast und Villa.


Barkhor-Straße

Als die am vollständigsten erhaltene Straße von Lhasa wurde Barkhor um den Jokhang-Kloster angelegt. Hier ist der beste Platz, Lhasas Religion, Wirtschaft, Kultur, Handwerk, Sitten und Gebräuche zu studieren. Der Barkhor-Markt wird interessanter, wenn die Dunkelheit hereinbricht und die Straßenlichter eingeschaltet werden. Die Geschäfte bleiben offen, der Marktschrei mit Musik ist ununterbrochen und die Lokale bieten verschiedene Spezialitäten an. Es ist ein unvergessliches Erlebnis.


Drepung-Kloster

Das Drepung-Kloster, gegründet im Jahr 1416, liegt an einem Hang des Bergs Gephelusel im Westen von Lhasa. Drepung gehört zu den sechs großen Klöstern der Gelugpa-Sekte, ist mit einer Fläche von 250 000 Quadratmetern das größte Kloster in Tibet und auch eines der „drei großen Klöster" von Lhasa (dazu zählen noch das Gandan-Kloster und das Sera-Kloster). Im Drepung lebten einst zehntausend Mönche und eine große Menge buddhistischer Gelehrter wurde hier herangebildet. Der 5. Dalai Lama wohnte auch hier, bevor er den Potala-Palast bezog. Das Kloster beherbergt unzählige historische Kulturgegenstände und buddhistische Schriften. Zurzeit steht es unter nationalem Denkmalschutz.


Gandan-Kloster

Das Gandan-Kloster liegt im Landkreis Dagze, 60 Kilometer von Lhasa entfernt, und ist das erste Kloster der Gelugpa-Sekte und eines der drei großen Klöster von Lhasa. Anfang des 15. Jahrhunderts wurde das Kloster unter Leitung von Tsongkhapa, Begründer der Gelben Sekte, gebaut. Zu den wichtigen Bauten des Klosters zählen u. a. die Tsogchen (Versammlungshalle), das Wohngemach von Tsongkhapa und das Yangpachen-Kloster. Das Gandan-Kloster ist unter nationalen Denkmalschutz gestellt worden.


Sera-Kloster

Das Sera-Kloster liegt am Fuß des Bergs Sera-usel im Norden von Lhasa. Es wurde 1419 von Tsongkhapas Jünger Shakya Yeshe gebaut. Im Kloster gibt es rund 10 000 vergoldete Buddha-statuen aus Kupfer, die meistens in Tibet hergestellt, teilweise aus Flachland Chinas und Indien gebracht wurden. In der Haupthalle und den Gebetshallen von Dratsang (Schule des esoterischen tibetischen Buddhismus) sind viele farbige Wandgemälde aus der Entstehungszeit erhalten.


Yangbajain

Yangbajain liegt 90 Kilometer nordwestlich von Lhasa entfernt und hat eine Fläche von 40 Quadratkilometern. Das Gebiet ist geologisch aktiv und reich an geothermischer Energie. Mit zahlreichen Thermoquellen ist Yangbajain als „Museum der Erdwärme" bekannt. Hier findet man das erste Dampffeld auf dem chinesischen Festland und das berühmte Erdwärmekraftwerk. Der Dampf steigt zwischen Bergen und Tälern und erzeugt eine großartige Landschaft.


Chakpori-Hügel

Der Name ist Chakpori Zhopanling (Institut des Berges des Medizinkönigs zur Rettung der Lebewesen) zu verdanken, das sich einst auf dem Hügel befand. Der Hügel misst 3725 Meter, steht an der rechten Seite des Potala-Palastes und ist der beste Platz, von dem aus der Potala fotografiert wird. An der östlichen Seite des Hügels sieht man in einer Höhle eine alte sonderbare Tempelanlage, in der die Statuen von Songtsan Gampo, Prinzessin Wencheng und Bhrikuti Devi sowie zwei berühmten Beamten Thonmi Sambhota und Gar Tongtsen verehrt werden. Hinter dem Hügel ist die berühmte Wand der zehntausend Buddhas.


Tsurpu-Kloster

Das Tsurpu-Kloster liegt 70 Kilometer westlich von Lhasa im Landkreis Doilungdeqen. Es wurde 1187 gebaut und ist das Hauptkloster der Karma-Kagyu-Sekte, der schwarzen Sekte des tibetischen Buddhismus. Mit der Haupthalle als Mittelpunkt umfasst das Kloster die Gebetshalle, die Buddhahalle, die Beschützerhalle, ein buddhistisches Institut und eine Schule des esoterischen tibetischen Buddhismus. Das Kloster beherbergt eine Anzahl von einmaligen Kulturgegenständen wie Stelen, Buddhastatuen und die Mütze von Dusum Khyenpa.


Naga-Königssee-Park

Der Park befindet sich nicht weit vom Roten Hügel, auf dessen Vorderseite der Potala-Palast emporragt, und ist der erste Park Lhasas im modernen Sinne. Der See kann auf die Zeit des 5. Dalai Lama zurückdatiert werden, der Mitte des 17. Jahrhunderts für den Bau des Potala-Palastes hier Erde holen ließ. Es heißt, der See sei dem Naga-König und acht Drachen gewidmet worden, die der 6. Dalai Lama hierher eingeladen hatte. Die Parkanlage umfasst einen Kinderspielplatz, eine Rasthalle sowie Grünflächen und Blumenbeeten. Man kann hier rudern, Picknicks machen oder sich ganz einfach erholen.


Museum Tibet

Das Museum Tibet hat eine Fläche von 10451 Quadratmetern und liegt in der südöstlichen Ecke des Norbulingka in Lhasa. Es wurde im Oktober 1999 fertiggestellt. Das Museum befasst sich mit Schutz der Kulturgegenstände, akademischer Forschung und Bildung und bewahrt eine große Anzahl von Raritäten auf, zu denen vor allem prähistorische Kulturrelikte, handgeschriebene tibetische Werke, Thangkas, Musikinstrumente, Ritualgeräte und Tongefäße zählen, die einen ausgeprägten nationalen Charakter aufweisen.


Lhasa-Fluss

Lhasa-Fluss ist ein Nebenfluss des Yarlung Zangbo und wird als Mutter der Stadt Lhasa betrachtet. An Feiertagen oder am Wochenende kommen die Einwohner von Lhasa in Scharen zum Ufer des Flusses. Sie schlagen Zelte auf, angeln, schwimmen oder genießen ganz gemütlich eine ruhige Zeit, indem sie Buttertee trinken und unterschiedliche Speisen einnehmen, die sie von zu Hause mitgebracht haben.


Namco

Namco bedeutet auf Tibetisch Himmelssee und ist einer der drei heiligen Seen Tibets. Der See liegt 4718 Meter über dem Meeresspiegel, erstreckt sich von Westen nach Osten 70 Kilometer und von Norden nach Süden 30 Kilometer und hat eine Fläche von 1920 Quadratkilometern. Er ist der größte See Tibets, der zweitgrößte Salzsee Chinas und der am höchsten gelegene See der Welt. Er liegt in den Bergen 60 Kilometer nordwestlich von der Stadt Damxung und ist im Herzen der Tibeter heilig. Jedes Mal im Jahr des Schafs kommen Pilger tausend Kilometer weit hierher, um sich an dem Umwandlungsfest am Namco zu beteiligen.

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