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Taiwan: Ureinwohnerfeste

 
 

Feste der Ureinwohner in Taiwan

Fest im Taroko Nationalpark

In Taiwan existieren heute 10 Ureinwohnerstämme: die Ami, Atayal, Saisiat, Puyuma, Bunun, Paiwan, Yami (Tao), Rukai, Zou und Shao. Wegen ihrer langandauernden Verbindung mit der Natur und dem Vertrauen auf die Freigebigkeit des Bodens, der Wälder und des Wassers für den Lebensunterhalt, zeigen die Ureinwohner ihre Verehrung gegenüber dem Himmel, der Erde, den Geistern und den Gottheiten mit Ritualen, Gesängen, Tanz, Wettbewerbsveranstaltungen und ähnlichem. Jeder Stamm hat seine unterschiedlichen Rituale und Festlichkeiten - die Amis das Erntefest, die Saisiat opfern den Kleinen Geistern, die Bunum das Ohr-Schießen Fest, die Puyuma das Affenfest, die Yami (Tao) das Fest des Fliegenden Fisches usw. Alle sind verschieden und daher äußerst interessant für Touristen.

Das Erntefest der Ami ( Juli-August) in Taiwan

Jedes Ami-Dorf setzt die Zeit für sein eigenes Erntefest an. Diese beinhalten auch feierliche Rituale für die Aufnahme der Jungen in den Kreis der Erwachsenen, Fischfang-Rituale, Tänze zum Willkommen, für die Ernte und die Pflanzen. Früher dauerte das Fest 15 Tage, aber nun haben die Ami es erheblich vereinfacht und verkürzt. Auch moderne Aktivitäten sind dazugekommen, einschließlich Wettrennen, Tauziehen und Bogenschießen als Wettbewerbe. Besucher können generell daran teilnehmen.

Das Ohr-Schießen Fest der Bunum (April-Mai)

Dieses wichtigste jährliche Fest der Bunum findet gewöhnlich im späten April oder im frühen Mai statt. Es schließt eine Zahl von Aktivitäten neben dem "Ohr-Schießen" ein: z.B. Rituale für das Säen, Jagen, Braten und Zerteilen von einem Schwein.
Für das "Ohr-Schießen" gehen die Jugendlichen, die in ein bestimmtes Alter gekommen sind, in die Berge zum Jagen. Sie schneiden die Ohren der Tiere ab, die sie getötet haben und hängen diese auf Ständer oder Bäume, wo die anderen Männer des Dorfes später die Aufgabe haben, nach ihnen mit Pfeil und Bogen zu schießen. Kleinere Jungen, begleitet von ihren Vätern, nehmen auch an diesen Bogenschützen-Übungen teil.

Opfern für die "Kleinen Geister" durch die Saisiat ( im 10 Mondmonat jedes zweite Jahr)

Ein regelmäßiges Fest, das sich zeitlich nach der Ernte richtet, wird jedes zweite Jahr von dem Stamm der Saisiat gefeiert, ein jeweils größeres einmal in 10 Jahren. Es wird etwa in der Mitte des 10. Mondmonats veranstaltet und dauert drei Nächte und vier Tage. Es wird gesungen und getanzt, was nur für kurze Rituale unterbrochen wird. Der Hauptort ist bei Xiangtianhu im Landkreis Miaoli. Das ganze Fest ist zur Besänftigung der "Kleinen Geister" von den Saisiat ausgedacht worden. Ihre früheren Nachbarn, die Pygmäen, hatten ihnen geholfen, die Landwirtschaft zu erlernen. Später haben sie diese freundlichen Nachbarn nach geheimer Absprache ausgerottet. Nun wollen sie die Geister der unglücklichen Pygmäen, vor denen sie sich im Nachhinein fürchten, besänftigen. Das Fest startet am ersten Tag mit der Begrüßung der Geister durch die Älteren Stammesmitglieder mit Wein und Fleisch, gefolgt von der Unterhaltung der Geister am zweiten Tag und der Verabschiedung der Geister in der Dämmerung des dritten Tages, wobei auf Baumrinde geschlagen wird. Danach wird der geopferte Reiswein, das Schweinefleisch und die Reiskuchen unter die Beteiligten aufgeteilt.

Die Kriegsrituale der Zou in Taiwan

Das Mayasvi oder Kriegsritual ist das heiligste Fest des Stammes der Zou. Es wird abwechselnd in zwei Dörfern im Landkreis Chiayi, in Dabang oder Tefuye abgehalten. Das Hauptanliegen ist die Verehrung der Stammesgötter des Krieges, das Streben nach Sieg und Schutz vor den Feinden. Das Ritual dient auch dazu, die Moral der Krieger zu heben und zu stärken. Zur Begrüßung der Gottheiten wird getanzt und gesungen, sie werden unterhalten und verabschiedet. Das dauert drei Tage und zwei Nächte und wird um Mittemacht des letzten Tages beendet.

Das Affenfest der Puyuma in Taiwan ( spät im Dezember)

Die Puyuma sind der kriegerischste Stamm der Ureinwohner Taiwans. Das Affenfest ist ihr charakteristischstes. Es feiert den Übergang der jungen Müssen in den Stand des Erwachsenen und ist bekannt als das "Affen-Durchstechen Fest". Puyuma Jugendliche müssen sich nach der Tradition einer Zeit rigorosen Trainings unterziehen. Der wichtigste Teil davon ist, einen Affen mit einem Bambusstab zu töten. Heute wird dafür allerdings sie ein Ersatz aus Rattan hergestellt. Der vollständige Prozess beinhaltet vier Versuche. Nachdem sie absolviert sind, wird von den jungen Männern verlangt, sich einem "großen Jagdritual" zu unterziehen, wofür sie für 5 Tage in die Wildnis zum Jagen gehen müssen. Diejenigen, die erfolgreich sind, werden als Erwachsene anerkannt und dürfen heiraten.

Das "Fliegende Fische Fest" der Yami (Tao) (Februar-Juni)

Die Kultur der Yami (Tao) auf der Orchideeninsel ist fest verbunden mit den Fliegenden Fischen, die mit der japanischen Meeresströmung jedes Jahr von Februar bis Juni kommen. Das bringt den Yami einen reichen Fischfang. Sie glauben daran, dass der Fisch ein kostbares Geschenk der Götter ist. Die Saison des Fliegenden Fisches wird jedes Jahr gespannt erwartet und das Fest generell im Februar oder März abgehalten. Es beginnt mit einem feierlichen Ritual und mit der Bitte um einen reichen Fang. Die Rituale werden von Männern des Stammes vorgeführt, die ihre traditionellen Lendenschurze, silberne Helme und Halsketten aus Silber tragen. Frauen haben nicht die Erlaubnis daran teilzunehmen.

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