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Taiwan: Traditionelle Feste

 
 

Traditionelle Feste in Taiwan

Laternenfest in Taiwan

Chinesisch Neujahr

(vom ersten bis zum fünfzehnten des ersten Mondmonats)
Chinesisch Neujahr ist das größte Fest für alle chinesischen Menschen. Wie in der westlichen Welt ist das Motto des Neujahrsfestes "weg mit dem Alten, herein mit dem Neuen". Der beste Platz, um die Atmosphäre des Neujahrsfestes in Taiwan zu spüren, ist die alte Dihua Straße, die mit Menschen gefüllt ist, die Sachen für den Feiertag kaufen: konserviertes Fleisch, Bonbons, Kekse, Feuerkracher oder auch glücksbringende Frühlingsverse, um sie an ihre Türe zu kleben.

Die Menschen kehren wegen der Feierlichkeiten in ihre Heimatstädte und - Dörfer zurück und bringen die festliche Atmosphäre mit sich, so dass auch das kleinste Dorf angefüllt ist mit dem Geist des Festes. Die Aktivitäten zum Chinesischen Neujahr sind festgelegt durch althergebrachte Regeln. Am Abend des Neujahrfestes erledigt jede Familie eine gründliche Hausreinigung, um "das gesamte schlechte Schicksal hinauszufegen". Danach macht die Familie Neujahrskuchen (nian gao). Die Aussprache klingt wie "jährlicher Aufstieg" (Beförderung) Um ein glückliches Schicksal zu beschwören, werden dazu noch die glucksverheißenden Sprüche und gedruckte Neujahrssymbole an die Türen angeklebt. Am letzten Tag des Mondmonats unternehmen die Familien große Anstrengungen, "sich alle um den Herd zu versammeln" und sie verbringen den Abend zusammen, um die Nacht festzuhalten. Dort nimmt die Familie gemeinsam ein Festmahl ein. Das bedeutet, die Familie möge im kommenden Jahr, ebenso wie in dieser Nacht, zusammenhalten. Die Speisen, die langes Leben, Reichtum und Glück symbolisieren, sind vorbereitet. Fisch gehört immer zum Menü, weil die chinesische Aussprache (yu) ähnlich klingt wie das Wort Reichtum'.

Nach der Beendigung des Neujahrs-Festessens, schenken die älteren Mitglieder der Familie den jüngeren rote Umschläge mit Geld. Wenn es auf Mitternacht zugeht, beginnt man mit dem Abbrennen der Knallkörper. Bis Schlag Mitternacht ist die Luft mit dem Lärm der ohrenbetäubenden Explosionen, die das Neue Jahr willkommen heißen, erfüllt. Am ersten Tag des neuen Jahres werden alle Freunde und Verwandten angerufen, um ihnen gute Wünsche und Grüße für das kommende Jahr zu vermitteln.

Am zweiten Tag kehren die verheirateten Töchter in ihr Elternhaus zurück, um ihre Eltern zu besuchen. Am vierten Tag wird der Gott des Reichtums willkommen geheißen, in der Hoffnung, dass im neuen Jahr der Wohlstand wachsen möge. Am fünften Tag öffnen die meisten der Geschäfte und Ämter wieder. Am neunten Tag finden die Feiern zum Geburtstag des Jadekaisers, der höchsten taoistischen Gottheit, statt.

Das Laternenfest in Taiwan

(am 15. Tag des 1. Mondmonats)
Das Laternenfest in Taiwan wird volkstümlich das "Kleine Neujahr" genannt. Gemäß der Sitte kennzeichnet es das Ende der Neujahrszeit. Einen besonderen Inhalt erhält das Laternenfest durch die Verehrung der Ahnen. Dazu gehört das Erraten von "Laternenrätseln", das Verspeisen von Yuan-xian (gefüllte Dampfnudeln ), natürlich das Tragen von Laternen durch die Straßen und das Freilassen von Heißluft - "Himmels-Laternen". In Yanshui im Landkreis Tainan führt man Laternen mit der "Bienen-Korb-Raketen-Technik" vor.

Yuan Xiao Laternenfest in Taiwan

Die Laternenfeste werden zu dieser Zeit überall in Taiwan veranstaltet. Die größten davon finden in Taipeh und in Kaohsiung statt. Das Laternenfest in Taipeh wird an mehreren Tagen auf dem Gelände der Chiang Kai-shek Gedächtnishalle abgehalten.

Seinen Höhepunkt erreicht es an dem eigentlichen Tag des Laternenfestes mit einer Laternen-Beleuchtungszeremonie und einem Laternen-Rätselwettbewerb. Am sehenswertesten ist die Beleuchtung einer riesigen Laterne in der Form des Tieres, das das Tierkreiszeichen für das neue Jahr symbolisiert. Das Jahr 2000 war das Jahr des Drachens, 2001 das der Schlange, 2002 das Jahr des Pferdes usw. Kunstvolle traditionelle Laternen säumen die Straßen um die Chiang Kai-shek Gedächtnishalle. Und an den Straßenrändern werden Vorführungen gezeigt und traditionelle handwerkliche Arbeiten verkauft. Das begeistert jedes Jahr Millionen von Besuchern. Das Laternenfest wird jährlich, seit 2001 in Kaohsiung, gefeiert. Der Präsident Chen Shiu-bian entzündete dort die Laternen, die beide Seiten des Liebesflusses umrahmen. Und auch hier lassen sich jedes Jahr mehrere Millionen Zuschauer mitreißen

Himmelslaternen von Pingxi

Ureinwohnerin im Balou Dorf

Pingxi ist eine relativ isolierte Siedlung im Landbezirk Taipeh. In alter Zeit benutzten die Menschen Heißluftlaternen, um Nachrichten zu übermitteln. Heute werden die Laternen nicht mehr zur Nachrichtenübermittlung benutzt, aber die Tradition wird weitergeführt. Am Abend des Laternenfestes werden die Laternen jedes Jahr freigelassen, um die Götter um ein gutes Schicksal zu bitten.

Bienenkorb-Feuerwerkskörper von Yanshui

Auch in Yanshui, einer Stadt im Verwaltungsbezirk Tainan, werden Laternen am Abend des Laternenfestes freigelassen. Aber die Hauptattraktion ist das Abfeuern von Tausenden von Feuerwerksraketen von bienenkorbartigen Ständern. Die Legende aus alter Zeit berichtet von einer Krankheit, die verheerend unter der Bevölkerung in Yanshui gewütet hatte. In ihrer Verzweiflung luden die Bewohner Guan-Gong, den Gott des Krieges, ein aus seinem Tempel heraus zu kommen und einen Rundgang durch die Straßen zu machen. Vom 13. bis 15. des ersten Mondmonats wurde er in seiner Sänfte durch die Straßen getragen. Die Menschen schössen entlang seines Prozessionsweges Feuerwerke ab, um die Seuche zu vertreiben. Mit Erfolg: Die Epidemie verschwand. Von diesem Tag an veranstalten die Bewohner der Stadt jedes Jahr einen Umzug mit Guan-Gong und schießen dabei zu seinen Ehren Feuerwerkskörper und Feuerwerksraketen in die Luft. Ein wirklich beeindruckender Anblick.

Matsu Kultur Festival in Taiwan

(am 23. Tag des 3. Mondmonats)
Matsu ist die Göttin des Meeres. Sie wurde von ihren Anhängern nach Taiwan mitgebracht, als diese im 17. Jahrhundert einwanderten. Seitdem ist sie die populärste Göttin auf der Insel. Ihr Geburtstag am 23. Tag des dritten Mondmonats ist wahrscheinlich das wichtigste religiöse Fest in Taiwan. An diesem Tag sowie an mehreren Tagen davor und danach sind die Matsu-Tempel Schauplätze quirliger Aktivitäten und feierlicher Rituale. Pilgergruppen bringen ihre eigene Götterstatue zu einem Besuch. Außerdem finden Straßenprozessionen für die Götter statt und Theatergruppen treten auf. Die berühmteste Pilgergruppe ist die aus dem Zhenlan-Tempel aus dem Landbezirk Taichung. Sie wandert mit ihren religiösen Figuren nach Xingang im Landbezirk Chiayi. Tausende von Anhängern begehen dieses acht Tage dauernde Fest in völliger Hingabe.

Drachenbootfest in Taiwan

(am 5. Tag des 5. Mondmonats)
Das Drachenbootfest ist neben dem Neujahrsfest und dem Mitteherbst- Mondfest eines der größten jährlichen Feste nach dem traditionellen chinesischen Kalender. Der Tradition gemäß wird das Fest zum Gedenken an die Selbstaufopferung des Dichters und Staatsmannes Qu Yuan aus der Zeit der Streitenden Reiche (403-222 v. Ch.) begangen. Er ertränkte sich aus Kummer über die korrupte Politik seiner Tage im Miluo Fluss. Die Anwohner der umliegenden Dörfer liefen damals schnell zum Fluss und sprangen in ihre Boote in dem vergeblichen Versuch, ihn zu retten. Das ist der Ursprung des heute noch gefeierten Drachenbootrennens. Die Menschen warfen auch Reisbällchen in den Fluss, damit die Fische diese fressen und Qu Yuans Körper nicht berühren. Zongzi (gefüllte Reiskugeln in Bambusblättern) sind die heutigen Delikatessen, die anlässlich dieses Ereignisses zubereitet werden. Das Drachenbootrennen hat sich zu einem internationalen Ereignis in Taiwan entwickelt. Jedes Jahr finden große Ruderwettbewerbe mit internationalen Teilnehmern statt. Diese Bootsrennen werden in allen Teilen der Insel abgehalten. Es gibt noch andere Bräuche, die charakteristisch für das Fest sind. Zweige von der Johannisblume (Artemisia), dem Schilfrohr (Calamus) und dem Bengalischen Feigenbaum (Banyan) werden an die Türen gehängt, um Seuchen abzuhalten.

Bilder von Zhong Kui, dem Dämonenfänger, werden angeklebt, um das Böse fernzuhalten. Parfümierte Beutel werden um die Nacken der Kinder gehängt, um Krankheiten von ihnen abzuhalten.  Und Erwachsene konsumieren aus dem gleichen Grund Shung-huang-Wein (Kräuterschnaps).

Geisterfest in Taiwan

(am 15. Tag des 7. Mondmonats)
Der ganze siebte Mondmonat ist der Geistermonat. Am ersten Tag dieses Monats öffnen sich die Tore der Unterwelt und die Geister können für einen Monat herauskommen, um die Welt der Lebenden zu genießen und an Festessen teilnehmen zu können. Überall in den Tempeln werden komplizierte Rituale, Zeremonien und große Feiern für die "Hungrigen
Geister" abgehalten. Die größte und aufregendste dieser Feierlichkeiten wird in der nördlichen Hafenstadt Keelung abgehalten. Einen ganzen Monat dauern die Aufführungen und die Opfergaben in Form von Speisen oder dem Verbrennen von Papiergeld. Die Feierlichkeiten erreichen am 15. Tag des Mondmonats einen Höhepunkt, wenn die Wasserlaternen ausgesetzt werden. Diese Laternen erleuchten Flüsse und andere Wasserwege und weisen damit der Legende nach verlorenen Fischern den Weg auf die Erde.

Rettung aller Seelen

Am 15. Tag des siebten Monats - dem Geistermonatstellt jede Familie Geschenke für die hungrigen Geister vor die Tür: Nahrungsmittel, Obst, Blumen und Räucherstäbchen. Außerdem werden Rituale für ihre Rettung abgehalten. Auch taoistische Priester führen in den Tempeln Zeremonien für die Errettung durch.

Aussetzen der Wasserlaternen in Taiwan

Brennende Laternen werden auf dem Wasser ausgesetzt, um die Wassergeister an das Ufer zu führen. Dort werden sie eingeladen, die dargebotenen Speisen zu probieren und um ihnen zuzeigen, dass alles für sie vorbereitet wurde. Die Laternen wirken wie Gebete für die frühe Reinkarnation der von der Dunkelheit befallenen Seelen.

Ringen mit den Geistern

Diese ist eine der Hauptaktivitäten und enthusiastischsten des Geisterfestivals. Das größte dieser Ereignisse findet in Toucheng an der Nordwestküste statt. Als die frühen chinesischen Siedler kamen, um das Land urbar zu machen, wurden sie immer wieder von naturbedingten und vom Menschen gemachten Katastrophen heimgesucht, die ihnen das Leben kostete. Die Nachkommen fürchteten, dass die Seelen der Opfer verloren gehen würden, da sie ohne Bleibe wären, zu der sie hätten zurückkehren können.

Sie dachten sich deshalb zu deren Gedenken die "Mit den Geistern ringen" Zeremonie aus. Hohe Plattformen sind aufgebaut, gestützt von 12 langen eingefetteten Masten mit Fahnen auf der Spitze. Oben auf der Plattform sind 13 Fahnenstangen aufgerichtet. Ganz oben ist eine goldene Tafel und ein Banner angebracht. An den Masten hängen heilige Dinge für die himmlischen Gottheiten. Um Mittemacht umfasst ein Team von fünf Teilnehmern, wenn der Startgong ertönt, die eingefetteten Stangen und die Teilnehmer klettern eilends auf die Spitze hinauf. Der erste, der die Spitze erreicht und die Tafel und das Banner herunterholt, wird zum Sieger erklärt.

Das Mondfest oder Mitteherbstfest in Taiwan

(am 15. Tag des achten Mondmonats)
Das Mitteherbst-Mondfest ist das romantischste aller chinesischen Feste. Es finde in der Erntezeit statt. In den alten Tagen war es die Zeit, in der die Menschen für die großzügigen Ernteerträge dankten. Alle Legenden der Jahreszeit stehen in einem Zusammenhang mit dem Mond.

Die Aktivitäten des Tages schließen die Verehrung des Mondes in Verbindung zur Erde ein, dazu gehört auch die Freude an dem Anblick des Mondes in der Nacht und sogar das Essen von Mondkuchen und Granatäpfeln, die rund wie der Mond sind. Alle runden Dinge, der Mond eingeschlossen, symbolisieren Ganzheit und Gemeinschaft.

Die Sitte des Familien-Barbecue im Mondschein wird von den Menschen in Taiwan streng eingehalten.

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