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Syrien: Palmyra

Palmyra in Syrien

Wie eine Fata Morgana taucht Palmyra aus dem Sand der Wüstensteppe auf. Der Besucher wird von diesem einzigartigen Anblick vollkommener Schönheit seiner Naturerscheinungen fasziniert sein. Die Ruinen von Palmyra (Tempel, Kolonadenstraße, Triumphbogen, Theater, Bäder und Agora, etc.) sind Zeugen genialer menschlicher Schöpfungskraft, unglaublich aber wahr, was Menschengeist und Hände vor undenkbarer Zeit hervorgebracht haben. In den ersten drei Jahrhunderten n. Chr. war Palmyra ein blühendes Königreich, wobei man sich vor allem an seine legendäre Königin Zenobia erinnern mag. Palmyra war zentraler Schnittpunkt der Handelskarawanen, die von Asien über die Seidenstraße bis zum Mittelmeer zogen und galt außerdem als wichtiges Handelszentrum. Über Palmyra wurden große Mengen an Duftstoffen, Elfenbein, Seidenstoffen, Glaswaren und Kleinkunst transportiert.

Der Tempel des Baals, Palmyra

Dieser Tempel wurde im ersten Jahrhundert n. Chr. geweiht. Sein Hof, dessen Ausmaße auf den Betrachter einen immensen Eindruck machen, führt hinauf zu einem majestätischen, an der höchsten Stelle errichteten Gebäude, dem Allerheiligsten, der Cella. Vor der Cella befinden sich der große Opferaltar und ein Wasserbecken für rituelle Waschungen der Priester, sowie der Reinigung von Kultgegenständen. Das Innere der Cella besteht aus zwei gegenüberliegenden Nischen (Thalamoi) mit reich verzierten Decken aus Monolithen. Abbildungen der Tierkreiszeichen, bzw. geometrische Motive, auch die Palmyrenische Göttertrias, dienen der Ausschmückung der Ni schen. Ihre Eigenständigkeit zeugt von ihrer syrisch-arabischen Bauweise.


Die Stadt Palmyra

Palmyra wird von langen, sich kreuzenden Straßen durchzogen, die zu den verschiedenen Zentren des antiken öffentlichen Lebens führen, wie zum Beispiel zum Theater, zur Arena, zu Bädern und dem Bogentor mit seinen drei Eingängen. Die von Säulen gesäumte Kolonadenstraße ist mehr als einen Kilometer lang und 11 Meter breit. Sie besticht durch ihren schönen, einheitlichen Stil und die reich verzierten korinthischen Kapitelle.


Der Tempel des Baal Schamin, Palmyra

Dieser Tempel wurde im Jahr 150 n. Chr. für den Gott des Himmels und der Fruchtbarkeit erbaut. Die Decke der langgestreckten Halle, die man durch ein Säulenportal betritt, stützt sich auf sechs prachtvolle korinthische Säulen. Dieses Bauwerk befindet sich noch annähernd in seinem ursprünglichen Zustand.


Die Grabstätten in Palmyra

Die riesigen Friedhöfe (Nekropolen) erstrecken sich ringsum die Stadt, wobei die aufschlussreichsten Grabstätten an den östlichen Hügeln zu finden sind. Man unterscheidet grundsätzlich zwei Grabarten:
1) Turmgräber, bestehend aus mehreren Stockwerken
2) Unterirdische Hausgräber, deren Bauweise an die einstmaligen Wohnungen erinnern, sind mit die schönsten und am reichsten ausgeschmückten unterirdischen Gräber.


Die Zitadelle Fachreddin Al-Ma'ni, Palmyra

Hierbei handelt es sich um ein bemerkenswertes Bauwerk errichtet auf einer nahegelegenen Erhebung, von der aus man die gesamte Oase überblicken kann. Die von einem tiefen Wassergraben umgebene Zitadelle ist nur über einen schmalen Steg zu erreichen.


Palmyra heute

Das moderne Palmyra liegt mehrere hundert Meter von den antiken Stätten entfernt, umgeben von Palmen- und Olivenhainen. Die Bewohner dieser Oase waren einstmals Aramäer bzw. Araber. Im Museum von Palmyra können zahlreiche historische Funde der Grabungsstätten besichtigt werden.


Die Heilquelle (Afqa)

Nachdem die Jahrtausende alten Thermen in den letzten Jahren nutzbar gemacht worden waren sprudelt nun gleichbleibend 33°C warmes Wasser, Sommer wie Winter aus einer Karstquelle. Die Grotte stellt eine Art „Emanatorium" dar, deren aus dem Wasser aufsteigende Schwefeldämpfe aufgefangen werden.


Schrift und Sprache in Palmyra

Die palmyrenische Schrift besteht aus 22 Buchstaben und wird von rechts nach links geschrieben. Bei der Sprache der Inschriften handelt es sich, wie aus zuverlässigen Quellen geschlossen werden kann, um einen aramäischen Hauptdialekt, der als „Reichsaramäisch" bezeichnet wird. Nach der Entstehung des Islam wurde dieser durch das Arabische ersetzt.

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