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Syrien: Maalula

Maalula in Syrien

Eingebettet zwischen steil aufragenden Felsen des Qalamungebirges liegt der kleine Ort Maalula. Wie eine gezackte Krone erheben sich die baumlosen Gipfel über dem Dorf. Von Damaskus aus beträgt die Entfernung 56 km. Man erreicht den Ort auch über die Autobahn in Richtung Horns, 6 km entfernt ab der Ausfahrt.

Maalula liegt 1500 m über dem Meeresspiegel. Die Ansiedlung kann auf lange Geschichte und bewegte Ereignisse zurückblicken. Dieser geschichtsträchtige Ort hat etwas Märchenhaftes mit den ihn umgebenden bizarren Felsen und den daran wie Vogelnester klebenden würfelförmigen Häusern. Die häufig gelb oder blau gestrichenen Häuser sind derart übereinander geschachtelt, dass die Dächer der unteren Gebäude wie Gassen oder Eingänge der oberen aussehen.

Hier treffen sich Vergangenheit und Gegenwart. Das massive Gestein und die darin eingehauenen Höhlen haben eine sich über Jahrtausende erstreckende Geschichte erlebt: von der aramäischen Epoche, in der Maalula zum Königreich Horns gehörte, bis zur römischen Zeit mit dem Namen Seleukopolis und dem anschließenden byzantinischen Zeitalter, in dem Maalula vom 4. bis 17. Jh. als Sitz eines Metropoliten eine bedeutende religiöse Rolle in der Christenheit spielte.

Aber nicht nur Steine und Altertümer berichten von vergangenen Zeiten, selbst die Bewohner Maalulas sind wandelnde Geschichte und Bewahrer eines interessanten Kulturerbes. Hier sprich man noch Aramäisch, das vom 1. Jh. v. Chr. bis 7. Jh. n. Chr. im Nahen Osten Verkehrssprache war. In dieser Sprache hat auch Jesus seine Botschaft verkündet. Berühmt ist Maalula auch wegen seiner Klöster, die zu besichtigen es sich lohnt. Das Klöster des Mar Sarkis, (des heiligen Sergius) wurde im 4. Jh. n. Chr. auf den Ruinen eines heidnischen Tempels errichtet und im Stil der Märtyrerkirchen gebaut. Dieses Kloster gehört zu den ältesten der Welt und ist zwei syrischen Märtyrern, Sergius und Bacchus, beide 297 n.Chr. zur Zeit des römischen Kaisers Maximinus getötet, geweiht.

Besichtigen Sie nun zusammen mit dem Strom der christlichen und muslimischen Pilger das Kloster der heiligen Thekla. Hier ruhen die Überreste der Heiligen, Tochter eines Seleukidenprinzen, die von St. Paulus bekehrt wurde.

Es gibt weitere archäologische Stätten von Klöstern, Kirchen und Tempeln, von denen jedoch nur wenige Reste erhalten sind. Moderne und Tradition treffen in Maalula aufeinander. Hier der Bauer, der sein Feld pflügt und bestellt wie es bereits seine Groß und Urgroßväter getan haben, da nach der neuesten Mode sportlich gekleidete junge Burschen und Mädchen. Falls Sie das Dorf anlässlich religiöser Feste besuchen, können Sie Zeuge traditioneller Bräuche und folkloristischer Veranstaltungen werden, vor allem am 14. September, dem Fest des Kreuzes, am 22. September, dem Fest der heiligen Thekla, oder am 7. Oktober, dem Fest des heiligen Sergius. Diese Mischung aus Vergangenheit und Neuzeit, Legende und Heiligtümern und dazu landschaftlicher Schönheit hat Maalula zu einem der beliebtesten Ziele von Touristen aus aller Welt gemacht.

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