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Sri Lanka: Tierwelt

 
 

Tierwelt in Sri Lanka

Elefanten Safari auf Sri Lanka

Wenn die Sonne hinter dem entfernten Horizont versinkt, kommen die Elefanten langsam aus dem Gebüsch und bewegen sich feierlich auf das glitzernde Wasser eines Sees zu. Es ist September, gegen Ende der Trockenzelt und die meisten Wasserquellen sind schon lange versiegt. Das Minneriya-Becken, führt jedoch auch während der dürren Monate Wasser. Das nun freiliegende Seebett blüht auf und das frische Wachstum zieht Elefantenherden von nah und fern an.

Diese sanften, charismatischen Riesen kommen hier jedes Jahr zu dieser Zeit zusammen und ihre Zahl übersteigt manchmal 300. So viele beieinander zu sehen - beim Spielen, Fressen, Schwimmen, auf Partnersuche - kann man nur als atemberaubend beschreiben. Die Tatsache, dass dieses Spektakel ganz in der Nähe des geografischen Zentrums einer recht kleinen, dicht besiedelten und kompakten Insel stattfindet, symbolisiert die grundlegende Bedeutung des Elefanten.

Der srilankische Leopard ist eines von derzeit 8 anerkannten Unterarten des Leoparden (Panthera Pardus Kotiya) wurde bislang nur auf Sri Lanka gesichtet.

"Die überfüllte ökologische Bühne"

Elefanten sind zwar die beliebtesten Wildtiere Sri Lankas, stellen aber eigentlich nur einen Schauspieler auf einer überfüllten ökologischen Bühne dar. Sri Lanka ist zum Beispiel einer der besten Orte der Welt, um den scheuen Leoparden zu beobachten, und einer der einzigen Orte, an denen die Großkatze der oberste Räuber des System ist - der König des srilankischen Dschungels. Seine auffällige Fellfärbung, sein geschmeidiger, kräftiger Körper und seine anmutigen Bewegungen machen die Beobachtung zu einem aufregenden Erlebnis - zum Beispiel im Yala National Park in der südöstlichen Küstentrockenzone.

Das letzte Mitglied der „großen Drei" Sri Lankas ist der Lippenbär, ein struppiger, trottender Bewohner der Trockenzonenwälder, dessen verlängerte Schnauze und säbelartigen Klauen Ideal angepasst sind, um Termiten aus ihren Hügeln zu ziehen. Im Mai und Juni ziehen sie sich auf die Bäume zurück - ein fantastischer, wenn auch widersprüchlicher Anblick! - um die süßen, gelben Früchte des Palu-Baumes zu fressen. Der Wasgamuwa National Park ist einer der besten Plätze der Insel, um einem Lippenbären zu begegnen.

"Pelzige, geschuppte und gefiederte Kreaturen"

Sri Lankas vielfältige Wälder wimmeln von schwindelerregendem Reichtum an anderen pelzigen, geschuppten und gefiederten Kreaturen. Es gibt fünf Hirscharten, die von dem winzigen Fleckenkantschil - nur 30 cm hoch und mit verlängerten Eckzähnen bewaffnet - bis zum Sambar reichen, einer großen, stattlichen Spezies, bei der dem Hirschbullen ein eindrucksvolles, ausladendes Geweih wächst. Letztere sieht man am besten In der hohen, offenen Region, die die Horton Plains umgibt, wo sie sich an kühlen Abenden versammeln, um die langen Gräser zu fressen - und in der Menge Schutz vor Leoparden auf der Lauer zu suchen.

Zibetkatzen, Mungos, Stachelschweine und drei andere Kleinkatzenarten durchstreifen den Waldboden, während die Bäume von den Primaten beherrscht werden. Der weit verbreitete Ceylon-Hutaffe Ist ein urbildlicher Affe - aktiv, akrobatisch und mehr als nur ein bisschen spitzbübig. In Polonnaruwa leben sie in den Ruinen altertümlicher Tempel und Paläste, wo die Jungen auf 1.000 Jahre alten Steinwänden herumturnen. Graue Languren, Mitglieder des Stammes des Affengottes Hanuman aus dem hindulstischen Epos, dem Ramayana, bewohnen die trockenen Tiefebenen und werden häufig in großen Scharen gesehen. Sie laufen mit einwärts gerichteten Füßen, wenn sie offenes Gelände überqueren, ihre langen Schwänze halten sie dabei halb erhoben In unbewusster Nachahmung eines Fragezeichens.

Graue Languren in Sri Lanka

Der dröhnende Ruf des Bärenaffen, eine Unterart des Weißbartlanguren, der seinen Namen aufgrund seiner struppigen Gestalt erhielt, hallt am frühen Morgen häufig über die bewaldeten oberen Hänge der zentralen Berge. Die Loris, die kleinsten und auch ungewöhnlichsten Primaten der Insel, sind rätselhafte Nachträuber mit spindeldürren Beinen und großen, leuchtenden Augen. Sie haben einen einzigartigen, schrillen Ruf, der die Stille der tropischen Nacht durchdringt und einem Schauer über den Rücken laufen lässt.

Noch durchdringender ist der blutgerinnende Schrei des Nepaluhus, der regional als Ulama oder „Teufelsvogel" bekannt ist. Er gehört zu der größten und einer der seltensten der 12 Eulenarten Sri Lankas und ist Teil einer großen avifaunistischen Gemeinschaft von 482 Arten, die entweder Bewohner oder Besucher der Insel sind, einschließlich 26 endemischer Arten (als Insel ist Sri Lanka der Lebensraum einer Vielzahl endemischer Arten, die sich In Isolation von den Populationen des Festlandes entwickelten und daher ihre eigenen, markanten Charakteristiken aufweisen).

Die Vogelwelt Sri Lankas Ist erstaunlich, weshalb Ornithologen und Amateurvogelbeobachter aus der ganzen Welt in Scharen hierher strömen, um solch schillernden Exemplaren zu begegnen, wie einem farbenprächtigen Pfau, der wie ein Höfling stolziert, um die Hennen mit seinen aufgerichteten schimmernden Schwanzfedern zu beeindrucken, oder einem Weißbauchseeadler, der von seinem Hochsitz auf einem halb unter Wasser liegenden Baum herabschießt und niedrig über ein Seebecken im Landesinneren fliegt, um einen Fisch aus dem glitzernden Wasser zu pflücken. Und nicht zu vergessen einen srilankischen Paradiesschnäpper, der von Ast zu Ast huscht, wobei seine erstaunlich langen Schwanzfedern hinter ihm wie eine kastanienbraune Schleife auf- und abhüpfen.

Nashornvogel in Sri Lanka

Es wurde beobachtet, wie Nashornvögel In hohlen Baumstämmen nisten, komplett eingeschlossen bis auf ein kleines Loch, das ausreicht, damit Ihre Partner Nahrung hineinschieben können, während lärmende Sittichschwärme den blauen Himmel grün sprenkeln. Im Sinharaja Forest Reserve und anderen Wäldern des Feuchtgebietes gibt es vorwiegend artengemischte Jagdschwärme. Viele Arten fliegen gemeinsam durch den Wald, pflücken Insekten aus der Luft, ziehen Larven aus Baumstämmen und nippen Blütennektar.

Die Insel wimmelt zudem von einer unglaublichen Vielfalt kleinerer Kreaturen, die man bequem aus dem Liegestuhl am Pool oder beim Spaziergang durch die Stadt beobachten kann. Schmetterlinge fliegen und flattern mit filigranen Flügeln, die leuchtend gefärbt sind, um Aufmerksamkeit zu erregen, oder mit gedeckteren Farben getönt sind, um selbige zu vermelden. Farbenfrohe Großlibellen schweben auf starren, durchsichtigen Flügeln, während ätherische Kleinlibellen zwischen dem Blattwerk tanzen. Spinnen warten, wie kleine Edelsteine, geduldig in hauchdünnen Netzen, die durch Tautropfen im frühen Morgenlicht schimmern.

Seltener Surgeonfisch in Sri Lanka

"Die Unterwasserwelt ist eine kaleidoskopische Ansammlung"

Durch die tropische Nacht weht eine frische Brise, die Küste wird vom Licht des Vollmondes erhellt, ein kleiner Abschnitt des Strandes beginnt leicht zu zittern. Plötzlich kommt aus den fließenden Sandkörnern erst eine, dann noch eine und noch eine winzige schwarze Gestalt hervor, ihre gebogenen Panzer glänzen leicht.

Diese Kreaturen sind gerade geschlüpfte Lederschildkröten, perfekte Miniaturnachbildungen ihrer Eltern, die umgehend den Strand hinunter in Richtung Meer wuseln und damit einen bemerkenswerten Überlebenskampf beginnen, der, genau wie die Insel an deren Ufern sie ihr Leben beginnen, eine perfekte Mischung aus Ozean und Land, Wasser und Erde darstellt.

Weiter vor der Küste ist die Vielfalt der Tierwelt nicht weniger außergewöhnlich. Die Unterwasserwelt ist eine kaleidoskopische Ansammlung aus Fischen und Korallen. Neonblau, leuchtendes Lila, strahlendes Gelb und alle Farbtöne dazwischen kann man in den tiefen Meereshöhlen, um uralte versunkene Schiffswracks und an den steilen Felswänden, die in endlose blaue Tiefen stürzen, schweben sehen. Man kann diese Schatzkammer des Lebens das ganze Jahr über besuchen, da die Bedingungen an mindestens einer der Küsten immer ideal sind.

Jenseits der Wasserlinie durchbrechen Wale die Oberfläche und gewähren einen verlockenden, flüchtigen Blick oder erlauben eine längere Beobachtung. Einem dieser mysteriösen, riesigen Tiere in die Augen zu blicken, es zu beobachten, während es einen beobachtet, ist, als schaue man zurück zum Anbeginn der Zeit. Blauwale, die größten Tiere unseres Planeten, werden vor der Südküste der Stadt Mirissa von November bis Mai beobachtet, genau wie Buckel- und Pottwale, während an der Nordwestküste vor der Kalpitiya-Halbinsel Delfine zu Dutzenden durch das leuchtend blaue Meer springen, sich drehen und herumtollen - und Zuschauern, wenn sie Glück haben, sogar erlauben, das warme Wasser mit ihnen zu teilen.

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