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Sri Lanka: Feste & Veranstaltungen

 
 

Feste & Veranstaltungen in Sri Lanka

Die uralte Kultur Sri Lankas schenkt der Insel ein Vermächtnis bunter Feste, die mit dem Buddhismus, Hinduismus, Islam und Christentum in Verbindung stehen. Kaum ein Monat geht ohne eine einzigartige Feier vorbei, deren Wurzeln in der Tradition der Insel liegen. Darüber hinaus werden diese Feste von einem Volk gefeiert, das eine besondere Begabung für Prunk und Rituale hat.


Januar

Jeder Vollmond in Sri Lanka ist als Poya bekannt, ein buddhistischer Feiertag, an dem sich die Gläubigen weiß kleiden, um im Tempel von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang zu beten, meditieren und religiösen Predigten zuzuhören. Jeder der 12 Poya-Tage hat einen eigenen Namen und betrifft das Leben Buddhas und den Buddhismus.

Duruthu Poya, der erste Vollmond im gregorianischen Kalender, gedenkt des ersten von drei Besuchen Buddhas in Sri Lanka. Der Kelaniya Raja Maha Viharaya oder Kelaniya-Tempel in der Nähe von Colombo veranstaltet eine Perahera, wörtlich "Prozession", um an dieses symbolische Ereignis zu erinnern. Die Perahera ist ein spektakulärer Bestandteil der Feste in Sri Lanka, an dem eine Reihe traditionell gekleideter Tänzer, Trommler, Peitschenschläger, Akrobaten und geschmückter Elefanten teilnehmen. Für Besucher ist sie eines der interessantesten kulturellen Highlights.

Thai Pongal, das hinduistische Erntefest, wird am 14. Januar in den Häusern und Tempeln der Hindus im ganzen Land gefeiert Im Kovil (Tempel) zu beten, ist für die Anhänger dieser Glaubensrichtung obligatorisch. Auch zu Hause werden spezielle Rituale abgehalten, wie das Kochen und der zeremonielle Verzehr eines traditionellen süßen Reisgerichtes, das Pongal genannt wird. Beim Kolam, einem Brauch kreativer Natur, werden aufwendige Motive mit Mehl auf dem Boden angefertigt. In ländlichen Regionen folgt darauf das Madu Pongal. Nutztiere werden gewaschen und gefüttert, ihre Stirn mit glückverheißender roter Farbe bemalt und sie werden schließlich mit Kränzen aus Ringelblumen geschmückt.

Colombos größtes Open-Air-Kunst-Festival, Kala Pola, findet am dritten Sonntag im Januar auf der Ausstellungsfläche des Viharamahadevi Park in den Cinnamon Gardens in Colombo statt. Srilankische Künstler und Bildhauer von der ganzen Insel bekommen die Chance, ihre kreativen Kunststücke in festlicher Atmosphäre mit Musik und Liedern auszustellen.

Ende Januar ist dem sehr beliebten Galle Literary Festival gewidmet, eine spezielle viertägige Veranstaltung, die Weltklasse-Schriftsteller und Besucher aus aller Welt willkommen heißt, um an Reden, Workshops und literarischen Veranstaltungen an verschiedenen Orten in und um diese Kulturstadt teilzunehmen.


Februar - März

Der Unabhängigkeitstag, der die Unabhängigkeit Sri Lankas von Großbritannien im Jahr 1948 feiert, fällt auf den 4. Februar. Paraden, Tänze, Prozessionen und nationale Spiele werden überall auf der Insel organisiert. Das Hauptereignis findet jedoch in Colombo statt und wird vorwiegend von Politikern besucht.

Seit ihrer Einführung im Jahr 1979 hat sich die Gangaramaya Navam Perahera zu einem der schönsten Feste Sri Lankas entwickelt. Sie findet am Abend des Navam Poya im Gangaramaya Vihara im Herzen Colombos statt und ist eine beliebte Touristenattraktion, die von Podesten am Straßenrand des Prozessionsweges aus beobachtet werden kann. Man kann auch Zeuge der faszinierenden Vorbereitungen während des Tages werden, insbesondere der Ankunft von über 100 zahmen Elefanten im Viharamahadevi Park.

Das hinduistische Fest Maha Sivarathri oder "Die Große Nacht Shivas" wird Ende Februar oder Anfang März in den Häusern und Tempeln der Hindus im ganzen Land gefeiert. Dies ist das bedeutendste religiöse Fest des Jahres für die Shivaiten, die die Mehrheit der Hindus in Sri Lanka darstellen. Es ist ein hoch symbolischer Anlass, bei dem die Umgarnung des Gottes Shiva durch seine Gemahlin Parvati mittels Selbstkasteiung gefeiert wird. Poojas finden tagsüber in den Kovils statt und Besucher dürfen daran teilnehmen. Jeder hinduistische Haushalt hält die ganze Nacht Wache.


April

Das srilankische Neujahrsfest, das in der Regel zwischen dem 13. und 14. April stattfindet, ist ein nicht religiöses Fest, das von der gesamten Bevölkerung gefeiert wird. Es war ursprünglich ein Erntedankfest und beginnt nicht um Mitternacht des festgelegten Tages, da die präzisen („glückverheißenden") Zeitpunkte, wie bei vielen Ereignissen in Sri Lanka, astrologisch bestimmt werden. Man glaubt, dass das neue Jahr nicht beginnt, wenn das alte Jahr endet, sondern einige Stunden später. Der Zeitraum zwischen dem alten und neuen Jahr heißt Nona gathe oder „neutrale Zeit", während der alle Tätigkeiten unterbrochen werden. Wenn das neue Jahr beginnt, beginnen die Tätigkeiten von Neuem: Ein Feuer wird entfacht und neue Kleider werden angezogen. Anschließend kommt das Gana-denu oder „Geben und Nehmen", bei dem Geld ausgetauscht wird.

Am Höhepunkt des Festes wird Öl mit einer Kräuterpaste gemischt und ein angesehener Älterer salbt den Kopf jedes Familienmitgliedes. Während der Festtage werden sowohl drinnen als auch draußen traditionelle Spiele, wie Kotta pora (Kissenschlacht) und Havari hengima (die Perücke verstecken), in den Häusern und Dörfern gespielt, die Familien und ganze Gemeinden zusammenbringen. Viele Läden sind für bis zu einer Woche über Neujahr geschlossen, da die Menschen in Massen mit Geschenken und speziell zubereitetem Festessen zu Familien und Freunden reisen.


Mai

Das bedeutendste buddhistische Vollmondfest - Vesak Poya - bei dem die Geburt, die Erleuchtung und der Tod (Parinirwana) Buddhas gefeiert werden, findet im Mai statt. Große Pandals (Bambus-Bilderrahmen) mit Bildern, die Ereignisse aus dem Leben Buddhas darstellen, werden in den Straßen aufgestellt und mit blinkenden, bunten Lampen beleuchtet. Bemerkenswert sind auch die Dansalas (Buden) am Straßenrand, an denen den Passanten kostenlose Speisen und Erfrischungsgetränke angeboten werden.

Unter der üppigen und auffälligen Vesak-Dekoration sieht man aufwendige Papierlaternen in verschiedenen Formen und Größen und kleine Kokosöllampen aus Ton (Pol-thel pahana) flackern überall auf der Insel. Wenn man Sri Lanka zu dieser Zeit besucht, verpasst man auf keinen Fall die rührenden und wunderschönen Laternendekorationen vor jedem buddhistischen Haus, Laden und Tempel.


Juni

Poson Poya ist das zweitwichtigste Fest nach Vesak, da es der Einführung des Buddhismus in Sri Lanka im Jahr 247 v. Chr. gedenkt. Im Fokus dieses Festes stehen Anuradhapura, die altertümliche Hauptstadt des Landes, und der Mihintale-Tempel auf dem Berg, der über 1.840 Stufen erreicht werden kann und in dem König Devanampiyatissa im dritten Jahrhundert v. Chr. zum Buddhismus bekehrt wurde. Während des Poson wird der Berg beleuchtet und die Gläubigen erklimmen die Stufen zu Tausenden, um dem Ereignis zu huldigen.


Juli - August

Sri Lankas berühmtestes Fest ist die prächtige Kandy Esala Perahera, die in Kandy, der Hauptstadt des Berglandes, über 10 Tage von Ende Juli bis Anfang August gefeiert wird und deren Höhepunkt der Esala Poya ist. Die Ursprünge der Perahera gehen bis ins dritte Jahrhundert v. Chr. zurück, aber die moderne Veranstaltung kommt aus der Mitte des 18. Jahrhunderts, als der König von Kandy erließ, dass die heilige Zahnreliquie Buddhas, die im Dalada Maligawa oder „Zahntempel" aufbewahrt wird, einmal im Jahr in einer Prozession ausgestellt werden solle, damit das Volk sie verehren kann.

Heute strömen Tausende - einschließlich vieler Besucher - während dieses schillernden zehntägigen Festes in Scharen nach Kandy, wo die Straßen der Stadt unter einem mit Sternen übersäten Vollmondhimmel fließenden Strömen aus Feuer, Farben und stilisierter Bewegung ähneln, die vorwiegend durch brennende Fackeln und geschmückte, farbenfrohe Elefanten entstehen, die von dem Maligawa-Elefant, auf dessen Rücken sich die goldene Schatulle mit der Reliquie befindet, angeführt werden.

Die Luft ist erfüllt von dem pulsierenden Dröhnen eines Heeres von Trommeln, dem ätherisch klingenden Heulen der Blasinstrumente, dem bösartigen Knallen der Peitschen und sogar dem gelegentlichen Trompeten eines Elefanten. Es gibt auch leisere Beiträge von Stelzenläufer, Akrobaten und den ästhetischsten und traditionell bedeutsamsten Darstellern, den Tänzern.

Im Südosten der Insel wird der heiligen Stätte Kataragama während des einzigartigen jährlichen Esala-Festes Leben eingehaucht, das des Sieges des sechsgesichtigen, 12-armigen hinduistischen Kriegsgottes Skanda über eine Armee von Dämonen in Kataragama gedenkt. Natürlich pilgern viele hinduistische Gläubige zu dem Schrein, aber auch Buddhisten, Muslime und einige Christen verehren diesen Gott. Während der 10-tägigen Festlichkeiten zeigen Pilger ihre Ergebenheit, indem sie erstaunliche Akte der Selbstkasteiung und Selbstdemütigung durchführen. Zu diesen gehören, barfuss über heiße Kohlen zu laufen und sich selbst mit Haken zu durchspießen.

In Dondra, dem südlichsten Punkt Sri Lankas, nur fünf Kilometer von Matara entfernt, findet im Juli ein beachtenswertes Fest statt, das dem Gott Vishnu gewidmet ist und bei dem es Tänze aus dem Tiefland, traditionelle Rituale, eine Perahera und eine Kunsthandwerksmesse gibt. Im gleichen Monat beginnt am Esala-Poya-Tag ein siebentägiges Fest mit einer Perahera in Unawatuna in der Nähe von Galle, die Gläubige hinunter zum Dorf und Strand führt. In Bellanwilla, knapp südlich von Colombo, wird während der einwöchigen Poya-Festlichkeiten eine weitere Perahera im historischen Rajamaha Vihara veranstaltet.

Hindus feiern im Juli ein Fest, das als Vel bekannt ist und des Triumphes des Gottes Murugan (eine weitere Form des Kriegsgottes Skanda) über die bösen Mächte gedenkt. Ein prächtiger versilberter Streitwagen, der eine Statue des Gottes Murugan trägt, verlässt einen Kovil im Pettah-Bezirk von Colombo und wird zu einem Schrein in einem anderen Bezirk, Bambalapitiya, gezogen. Musiker und Gläubige folgen ihm, zerschlagen Kokosnüsse und singen Lobeslieder auf den Gott Shiva. Entlang des Weges gibt es Buden, die den Passanten süße Delikatessen, Souvenirs und Kunsthandwerk verkaufen.

Der Munneswaram-Tempel, drei Kilometer von Chilaw entfernt, steht ebenfalls im Fokus dieser hinduistischen Festlichkeit im Juli, die mit Feuerläufen zu Ehren des Gottes Shiva gefeiert wird, während ein weiteres, kleineres Fest im Küstenschrein von Udappuwa veranstaltet wird.

Das Nallur-Fest im August in Jaffna ist das längste Fest der Insel. Es erstreckt sich über 25 Tage mit pulsierenden Festwagenparaden, Trommeln, Tanz und Akten der Selbstdemütigung und wird zu Ehren des Kriegsgottes Skanda gehalten.

Das Hikkaduwa Beach Festival bringt Ende Juli für vier Tage Leben in diese Stadt mit Strandspielen, Kulturveranstaltungen und Musikaufführungen für die ganze Familie. Internationale DJs, regionale Tänzer und Musiker bringen die Veranstaltung in die Schlagzeilen. Tagsüber gibt es viele lustige Veranstaltungen - Sandburgenbauen, Wettbewerbe, Drachenfliegen, Strandrugby und sogar Filme - ein Spaß für jedermann.


Oktober - November

Mit dem hinduistischen Fest Deepavali, auch Lichterfest genannt (in Indien und anderen Orten als Diwali bekannt), wird ein Abschnitt des epischen Gedichtes, dem Ramayana, gefeiert - die Heimkehr des Helden, des indischen Prinzen Rama, am Ende eines 14-jährigen Exils in den Wäldern nach seinem Sieg über Lankas bösen König Ravana. Der Legende nach hieß das Volk Rama mit leuchtenden Lichterketten willkommen und das ist genau das, was es noch heute tut. Gläubige aus dem ganzen Land tragen neue Kleider und kochen süße Speisen, um Lakshmi, die Göttin des Reichtums günstig zu stimmen, die auch mit dem Fest assoziiert wird.


Dezember

Der Dezember bringt die Sri Pada-(Adam's Peak)-Pilgerzeit, die bis zum srilankischen Neujahrfest andauert (Mitte April). Buddhistische, hinduistische, muslimische und christliche Pilger erklimmen den 2.234 m hohen Berg zu einem Tempel, der, je nach den verschiedenen Glaubensrichtungen, den „Fußabdruck" Buddhas, des Gottes Shiva oder Adams trägt. Dies ist ein weiteres Beispiel dafür, wie die verschiedenen Glaubensrichtungen in Sri Lanka die gleichen Stätten und Symbole teilen. Der Aufstieg beginnt im Dorf Dalhousie kurz nach Mitternacht, um den Gipfel bei Sonnenaufgang zu erreichen, wenn sich ein außergewöhnlicher dreieckiger Schatten der Spitze, der als Ira-sevaya oder „Dienst der Sonne" bekannt ist, in spektakulärer Weise abzeichnet. Die Pilger zeigen mit dem Läuten einer Glocke an, wie oft sie den Gipfel bereits besucht haben.

Unduwap Poya gedenkt des Pflanzens eines Ablegers des Bobaums, unter dem Buddha erleuchtet wurde, in Anuradhapura im Jahr 288 v. Chr., den die Tochter des Kaisers Asoka aus Indien mitbrachte. Heute ist er eine der heiligsten Reliquien der srilankischen Buddhisten und wird als der älteste dokumentierte lebendige Baum der Welt angesehen. Gläubige strömen hierher, um zu beten, und binden bunte Tücher, die Versprechen, Münzen und Schwüre tragen, an seine starken Äste.


Muslimische Feste in Sri Lanka

Muslimische Feste folgen dem islamischen Mondkalender. Da der Mondkalender entweder 354 oder 355 Tage im Jahr hat, ist er kürzer als der übliche Sonnenkalender oder das gregorianische Jahr. Dies bedeutet, dass die islamischen Feiertage sich in jedem Solarjahr um 10 bis 12 Tage verschieben und daher kein festes Datum haben. Jede muslimische Feierlichkeit schließt in der Regel Gebete und Predigten in einer Moschee, die Verteilung von Almosen an Freunde und Dorfbewohner und Familienfeiern ein. Muslimische Feste werden normalerweise ohne große öffentliche Zurschaustellung gefeiert und mit wenig Einbindung der Welt außerhalb der muslimischen Gemeinschaft.

Die bedeutendsten Feste in Sri Lanka sind: Milad-ul Nabi oder der Geburtstag des Propheten Mohammed, Id ul-Fitr oder das Ende des Ramadan und Id ul-Allah oder der Haji-Festtag. Am Milad-ul Nabi feiern die Muslime die Geburt des wichtigsten Propheten im Islam, indem sie sich Vorträge über sein Leben und seine Lehren anhören. Mit dem Id Ul-Fitr geht der Ramadan, der heilige Fastenmonat, mit Festlichkeiten, die häufig drei Tage andauern, zu Ende. Die Feierlichkeiten um das Id ul-Allah, ein Fest zum Gedenken an Abrahams Bereitschaft, seinen Sohn Ismail als Akt des Gehorsams gegenüber Gott zu opfern, erstrecken sich häufig über vier Tage. Während des Id sagen Muslime spezielle Gebete auf, tauschen Geschenke zwischen Familienangehörigen und Freunden aus und bereiten besondere Fleischgerichte, die mit der ärmeren muslimischen Gemeinde geteilt werden, zu.

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