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Sri Lanka: UNESCO-Welterbestätten

 
 

UNESCO-Welterbestätten in Sri Lanka

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Die kompakte Fläche Sri Lankas enthält erstaunliche sieben UNESCO-Welterbestätten - die gleiche Anzahl wie das mit Kulturerben vollgepackte Ägypten. Sechs Kulturstätten zeugen von einer Zivilisation mit über 2.000 Jahren schriftlich belegter Geschichte und das siebte, eine Naturstätte, präsentiert stolz die höchste Biodiversität außerhalb des Amazonasbeckens.

Von kolossalen, altertümlichen Monumenten und eindrucksvollen Felsbildern in großflächigen Stadtruinen bis zu Königpalästen in den Wolken aus dem 5. Jahrhundert n. Chr., die Welterbestätten repräsentieren die reiche Geschichte der Insel und ihren Beitrag zur Zivilisation. Die größte und archäologisch spektakulärste liegt im von der UNESCO ernannten Kulturdreieck, das Gebiet, das durch die Verbindung der altertümlichen Hauptstädte Anuradhapura, Polonnaruwa und Kandy entsteht. Es ist ein lebendiges Vermächtnis, in dem Besucher buddhistische Mönche und ehrfürchtige Gläubige sehen und das hypnotische Murmeln religiöser Bittgebete hören können - all dies erweckt die bröckelnden Steintempel, Granitstatuen und gewaltigen Dagobas der altertümlichen Städte Sri Lankas zum Leben.

Durch die Kulturerbestätten können Besucher einige der entscheidenden Geschehnisse aus der Vergangenheit der Insel wieder erleben - die Einführung des Buddhismus, der Könige zu erstaunlichen baulichen Leistungen inspirierte, die komplexen Palastintrigen, die wiederholten Invasionen und Eroberungen, und schließlich die Kapitulation gegenüber den europäischen Kolonialmächten.

Die srilankischen Kulturerbestätten führen Sie auf eine spirituelle Reise, die Sie seelisch bereichert und erstaunt, inspiriert und erfrischt. Die kompakten Maße der Insel machen es möglich, selbst bei einem äußert kurzen Besuch mehrere dieser Wunder im Kulturdreieck zu besuchen.


Die heilige Stadt Anuradhapura, Sri Lanka

In der nördlichen Zentralprovinz, 206 km von Colombo entfernt, liegt die heilige Stadt Anuradhapura - ein magischer Ort. Diese riesige Kulturerbestätte birgt einige der ältesten archäologischen Schätze Sri Lankas und ist ein eindrucksvolles Erinnerungsstück an eine uralte Zivilisation.

Die Stadt war einst eine der großartigsten Klosterstädte, die die Welt je gesehen hat. Sie wurde im 4. Jahrhundert v. Chr. erbaut und begann ihre Blütezeit mit der Ankunft des Buddhismus, ein entscheidendes Ereignis, das die Stadt in ein großes Zentrum buddhistischen Pilgertums und Lernens verwandelte. Die großen Könige von Anuradhapura waren die Schirmherren eines goldenen Zeitalters in der Geschichte der Insel. Sie bauten kolossale Dagobas, deren Ausmaße mit den ägyptischen Pyramiden konkurrierten.

Der Ruhm der Stadt breitete sich weit aus und sie wird in Schriftstücken aus dem alten Griechenland, Rom und China erwähnt. Die häufigen Invasionen aus Südindien, unter der Anuradhapura zu leiden hatte, führten die Stadt jedoch langsam zu ihrem Niedergang im 10. Jahrhundert n. Chr.

Angesichts der Größe des alten Anuradhapura ist man überwältigt. Im Zentrum der altertümlichen Stadt liegt das Mahavihara, das älteste Kloster der Stadt. Gläubige kommen immer noch hierher, um zu meditieren. Sie werden vom Sri Maha Bodhi angelockt, der von dem ursprünglichen Baum, unter dem Buddha erleuchtet wurde, gezüchtet wurde. Die Thuparama Dagoba, die im 3. Jahrhundert v. Chr. errichtet wurde, war die erste in Sri Lanka erbaute Dagoba und bewahrt das rechte Schlüsselbein Buddhas auf. Vor der Jetavana Dagoba aus rotem Ziegel zu stehen - die einst das dritthöchste Bauwerk der Welt war- ist ein ehrfurchtgebietendes Erlebnis. Die Abhayagiri Dagoba ist immer noch mit Erde und Pflanzen bedeckt, während die berühmtere Ruvanvalisaya Dagoba voll restauriert wurde und nachts wunderschön beleuchtet wird. Die prächtigen Kuttam Pokuna oder „Doppelbäder" mit ihren Steintreppen sind gut erhalten, aber alles, was vom Brazen Palace - einst ein neunstöckiger Bau mit 1.000 Zimmern - übrig bleibt, sind 1.600 Granitsäulen. Im Isurumuniya-Felsentempel befindet sich eine berühmte Skulptur in indischem Stil aus dem 5. Jahrhundert n. Chr., die als die Liebenden bekannt ist.

Anuradhapura ist von drei ausgedehnten Wasserreservoirs, sogenannten Tanks umgeben - dem Basawakkulama, dem Tissa Wewa und dem Nuwara Wewa. Als Teil des ausgereiften Bewässerungssystem, das ab dem 4. Jahrhundert v. Chr. entwickelt wurde, bringen sie bis heute lebensspendendes Wasser auf die Felder der Trockenzone, ein lebendiges Zeugnis der baulichen Fähigkeiten der Herrscher des Altertums. Die erhöhten Wälle der Tanks eignen sich perfekt für einen Abendspaziergang und zur Beobachtung von Vögeln und bieten zudem großartige Aussichten auf die Dagobas der Stadt.


Die mittelalterliche Hauptstadt Polonnaruwa

Im 12. Jahrhundert n. Chr. gehörte die mittelalterliche Hauptstadt Polonnaruwa zu den größten Stadtzentren Südasiens. Heute bieten die gut erhaltenen Ruinen die Chance, den Glanz dieser Zeit neu zu erleben und die Kunst der frühen Handwerker der Insel zu bewundern.

Polonnaruwa liegt 214 km von Colombo entfernt und war die zweite altertümliche Hauptstadt der Insel. Viele der noch existierenden Ruinen verdanken ihren Bau Parakramabahu dem Großen, der letzte einer Folge von Kriegerkönigen, der die Stadt aufwendig ausbaute. Ihm wird auch das Meer von Parakrama, ein gewaltiger künstlicher See westlich der Stadt zugesprochen.

Im Herzen der altertümlichen Stadt liegen die Überreste des Royal Palace und der Council Chamber. In der Nähe befindet sich das Vatadage oder Reliquienhaus, ein wundervoll dekorierter Rundbau mit einer verblüffenden Ähnlichkeit mit Stonehenge. Weitere Stätten umfassen das Gal pota (Steinbuch) - eine 9 m lange Granitplatte, auf denen die Errungenschaften eines Königs festgehalten wurden - den Lankatilaka-Schrein und die äußerst anmutigen Buddhastatuen im Gal Vihara, der Inbegriff srilankischer Bildhauerkunst. In dieser Stätte findet man zudem zahlreiche Hindu-Tempel im charakteristischen Stil Südindiens.

Polonnaruwas alter Glanz weckt noch immer Begeisterung. Es liegt in sanft hügeligem Waldgebiet und die Affen, Rieseneidechsen und die Fülle an Vögeln scheinen hier zahmer als in den anderen Regionen der Insel zu sein. Sogar die Popgruppe Duran Duran aus den 1980ern war offensichtlich beeindruckt, da ihr Musikvideo zu Save a Prayer 'm Polonnaruwa gedreht wurde.


Die Höhlentempel von Dambulla, Sri Lanka

Die bemerkenswerten Höhlentempel von Dambulla wurden in einen 160 m breiten Granitvorsprung gehauen. Diese Meisterstücke buddhistischer Kunst befinden sich im Zentrum der Insel, 148 km von Colombo entfernt, und liegen auf der Hauptstraße in Richtung Norden nach Anuradhapura und Polonnaruwa. Jeder ist mit Wandmalereien geschmückt, die Szenen aus dem Leben Buddhas darstellen und es gibt vergoldete Statuen von Buddha in verschiedenen Posen.

Im 1. Jahrhundert v. Chr. boten die Höhlen einem König, der vor einer südindischen Invasion floh, Zuflucht. Als er seinen Thron wieder beanspruchte, ließ der dankbare König Tempel in den Höhlen bauen, die ihm Schutz geboten hatten. Diese wurden von den nachfolgenden Herrschern verschönert, insbesondere während der Blütezeit Kandys im 17. und 18. Jahrhundert.

Insgesamt gibt es fünf Höhlen. Höhle Nummer 2, Maharaja Vihara, ist mit einer Länge von 50 m, einer Höhe von 7 m und einer Tiefe von fast 25 m die größte und spektakulärste. Die spirituelle Energie in Dambulla ist fast greifbar und die ausgestellte buddhistische Kunst ist einmalig in Sri Lanka. Ein zusätzlicher Bonus ist die majestätische Aussicht von der Spitze des Felsen.


Sigiriya, Sri Lanka

Sigiriya ist teils hedonistisches Lustschloss, teils Festung und teils heiliges Gebäude und eine der ehrfurchtgebietendsten archäologischen Stätten der Insel sowie eine der führenden Touristenattraktionen. Einige betrachten Sie sogar als eine der ältesten Touristenattraktionen der Welt, mit frühen Besuchern, die ihre Eindrücke in Form von Malereien auf einer Wand hinterließen, die als das erste interaktive Buch der Welt bezeichnet wird. Die Stätte liegt nördlich von Dambulla, 169 km von Colombo entfernt, und besteht aus einem steilen Felsen, der auf 200 m ansteigt, mit den Ruinen eines Palastes auf der Spitze und einem ausgedehnten Lustgartenkomplex am Fuß.

Die Blütezeit Sigiriyas dauerte nur zwei Jahrzehnte im 5. Jahrhundert n. Chr. an, nach einem Machtkampf zwischen zwei Brüdern und einem Vatermord, bei dem der regierende König von seinem Sohn Kasyapa lebendig eingemauert wurde. Aus Angst, dass sein besiegter Bruder aus dem Exil zurückkehren könnte, um Rache zu üben, siedelte Kasyapa die Hauptstadt nach Sigiriya um.

Der größenwahnsinnige, jedoch spirituelle Kasyapa hatte eindeutig ein Auge für Schönheit. Die Lustgärten umfassen eine Reihe symmetrischer Becken, Kanäle und Springbrunnen, die noch nach 1.500 Jahren Wasser speien. Ein Stück den Felsen hinauf sieht man die berühmten Sigiriya-Fresken, die 21 barbusige Jungfrauen abbilden, die die himmlischen Nymphen darstellen, aber sicher den Frauen Kasyapas nachempfunden wurden. Auf halber Strecke trifft man auf ein Paar riesige Löwentatzen, Teil des ursprünglichen Einganges, der von Besuchern verlangte, durch das offene Maul eines Löwen zu gehen. Der Gipfel bietet eine spektakuläre Aussicht auf den Dschungel ringsum und umfasst die Fundamente der Palastanlage einschließlich eines Badebeckens. Aber all dies war vergebens. Kasyapa stieg von seinem Palast in den Wolken herab, um sich auf dem Rücken eines Elefanten seinem Bruder zu stellen, und nahm sich schließlich angesichts der sicheren Niederlage das Leben.


Die königliche Stadt Kandy, Sri Lanka

Zwischen grünen Bergen im Norden des Berglandes der Insel, 116 km von Colombo entfernt, liegt die königliche Stadt Kandy, die Hauptstadt des letzten unabhängigen Königreiches Sri Lankas. Sie überlebte zwei Jahrhunderte kolonialer Einfälle durch die Portugiesen und die Niederländer, bevor sie den Briten im Jahr 1815 zum Opfer fiel. Das Vermächtnis dieser stolzen Geschichte lebt bis heute in Form der charakteristischen Architektur, Kunst und Tänze der Stadt weiter.

Kein Tourist sollte die heilige Zahnreliquie Buddhas, die sich im Dalada Maligawa oder Zahntempel befindet, verpassen. Es wird erzählt, dass sie bei der Beerdigung Buddhas vom Scheiterhaufen gestohlen und im Haar einer Prinzessin nach Sri Lanka geschmuggelt wurde. Die Zahnreliquie ist von großer spiritueller Bedeutung. Jedes Jahr im Juli oder August findet die Esala Perahera (Perahera bedeutet „Prozession") statt, eine spektakuläre Zurschaustellung mittelalterlichen Prunkes, an der geschmückte Elefanten, Feuertänzer und Trommler aus Kandy teilnehmen.

Spazieren Sie um den herrlichen See, das Prunkstück der Stadt, und erkunden Sie zahlreiche Tempel auf den Hängen der Berge - man kann seine Zeit in Kandy auf viele angenehme Arten verbringen. Ein weiteres Muss ist, Zeuge der pulsierenden Trommelrhythmen und bunten traditionellen Tänze bei einer kulturellen Aufführung zu werden, genauso wie ein Streifzug durch die Royal Botanical Gardens von Peradeniya, 6 km südlich der Stadt. Kandy ist auch der beste Ort Sri Lankas, um meditieren zu lernen.


Die niederländische Festung in Galle, Sri Lanka

Die niederländische Festung in Galle aus dem 17. Jahrhundert, in der Nähe des südlichsten Punktes der Insel, 116 km von Colombo entfernt, darf sich die besterhaltene Meeresfestung Südasiens nennen. Wenn man durch die imposanten Steinbasteien eintritt, die die zum Meer gewandte Landzunge umranden, begibt man sich auf eine Zeitreise. Innerhalb der Festung spürt man, dass sie den Charme der alten Welt ausstrahlt. Die engen Straßen sind mit niederländischen Kolonialvillen gesprenkelt und es gibt glücklicherweise keinen Fahrzeugverkehr. Man findet mehrere Museen und Antiquitätenläden, die Kuriositäten aus der Kolonialzeit der Insel ausstellen. Von den zahlreichen Kolonialgebäuden ist das faszinierendste vermutlich die Dutch Reformed Church, in der kunstvoll gemeißelte Denkmäler für die niederländischen Siedler der Stadt aufgestellt wurden. In der Festung befinden sich auch einige der exklusivsten Boutique-Unterkünfte der Insel, die in ehemaligen Villen, die nach der Restauration wieder ihren kolonialen Glanz erhielten, eingerichtet wurden.

Die Portugiesen errichteten die erste Festung in Galle. Diese wurde von den Niederländern im Jahr 1640 besetzt, die Befestigung wurde anschließend erweitert und das Gitterstraßensystem eingerichtet. Weitere Ausbauten wurden während der britischen Zeit vorgenommen. Der Passagierhafen gewann zwar an Bedeutung, aber mit dem Bau eines Hafendamms in Colombo, glitt Galle langsam in den maritimen Untergang.

Spazieren Sie bei Sonnenuntergang den massiven Festungswall entlang.

Erleben Sie die ruhige Atmosphäre einer längst vergangenen Zeit und sehen Sie gleichzeitig, wie das Leben weitergeht: Kinder lassen Drachen steigen, spielen Softball und Kricket und Pärchen schmusen im Schutz von Regenschirmen. Sie alle scheinen das magische Ambiente der Festung noch zu steigern.


Sinharaja Forest Reserve, Sri Lanka

Feucht, mysteriös und von Leben wimmelnd - so ist das Sinharaja Forest Reserve, das sich 120 km südöstlich von Colombo befindet und den letzten großflächigen Abschnitt unberührten Regenwaldes der Insel darstellt. Sinharaja ist mit knapp über 11.000 Hektar, die im Feuchtgebiet in der südlichen Ecke des Berglandes liegen, eine ökologische Schatzkammer. Sein schwindelerregender Facettenreichtum an Flora und Fauna platziert es unter die obersten "Biodiversity Hotspots" der Welt.

Hier gibt es über 130 Vogelarten, einschließlich 34 der 36 Arten, die in Sri Lanka endemisch sind. Es gibt außerdem eine umfangreiche Reptilienpopulation und unzählige Insektenarten, von denen viele noch nicht klassifiziert wurden. Zu den hier beobachteten Säugetieren gehören Weißbartlanguren und Riesenhörnchen. Im Sinharaja lebt auch der scheue Leopard.

Man erkundet Sinharaja vorzugsweise zu Fuß, wodurch man eine wahrhaft authentische Dschungelerfahrung erlebt. Startpunkte für Ausflüge sind Deniyaya im Osten oder Kudawa im Norden.

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