Mamajew-Hügel in Wolgograd Gebiet
Diese Anhöhe heisst seit langem Mamajew-Hügel. Eine von zahlreichen Legenden verbindet diesen Namen mit dem Namen des mongolischtatarischen Heersleiters Mamaj, der einer Überlieferung nach sein Lager auf diesem Hügel aufgeschlagen hat. Bis heute gibt es viele interessante Geschichten bezüglich der Bezeichnung dieses Hügels. Noch eine eher prosaische Geschichte berichtet darüber, dass bis zum Krieg dieser Hügel in Stalingrad, russisch Bugor genannt wurde und Mamaj vom türkischen übernommen wurde.
Weltbekannt ist der Hügel nicht wegen seiner Legenden, sondern dank der jüngsten heroischen Geschichte. In den Tagen der Stalingrader Schlacht wurde erbittert um jedes Viertel, um jede Strasse, um jedes Haus gekämpft. Wahrscheinlich gibt es kaum ein Stückchen Land, auf dem nicht das Blut der Verteidiger vergossen wurde. Aber die erbitterten Kämpfe haben sich 1942-1943 auf und um den Mamajew-Hügel, dem höchsten Punkt der Stadt, zugetragen. Von den 200 Tagen der ehemaligen Stalingrader Schlacht wurden 140 Tage und Nächte um diese Höhe gekämpft. Hier haben die Verteidiger den Schwur abgelegt: "Keinen Schritt zurück ", " Hinter der Wolga gibt es für uns keinen Boden!", "Auf Leben und Tod!". "Die Höhe 102", so wurde der Hügel auf den topographischen Karten damals bezeichnet, wurde symbolisch die " Haupthöhe Russlands " genannt.
"Der Mamajew-Hügel blieb sogar bei Schnee ganz schwarz. Es taute hier schnell und der Schnee vermischte sich mit dem Abfall des Artilleriefeuers", erinnerte sich W.I.Tschujkow.
Auf Beschluss vom ZK der Kommunistischen Partei und der Sowjetregierung wurde auf dem Mamajew-Hügel eine Gedenkstätte zu Ehren der gefallenen Helden der Stalingrader Schlacht errichtet. Die Einweihung fand am 15. Oktober 1967 statt. Ewgenij Wutschetisch hatte den ausgeschriebenen Wettbewerb gewonnen.
Der Memorialkomplex ist nicht nur den Heldentaten der Verteidiger des Mamajew-Hügels, sondern auch den Heldentaten des ganzen Sowjetvolkes, die diesen Kampf gewonnen haben, gewidmet. Deshalb gilt die Gedenkstätte als Denkmal der Zeit seiner Schaffung, der damaligen Zeit, wo die Romantik der Heldentaten im Grossen Vaterländischen Krieg herrschte.
Wenn Sie den Ausflug zum Mamajew-Hügel machen, beginnend an der Figurengruppe bis zur Hauptskulptur " Die Mutter Heimat ruft ", würden Sie nicht nur verschiedene Ereignisse der Stalingrader Schlacht kennen lernen, sondern auch die besondere Atmosphäre erleben. Die Bewunderung und eine grosse Dankbarkeit den Helden gegenüber, aber auch Trauer und Bitterkeitsgefühle, Freude und Siegesstolz. Solche Gefühle kann der Mamajew-Hügel bei seinen Besuchern hervorrufen, obwohl einige Besucher nie an diesen Kämpfen teilgenommen und keine Angehörigen verloren haben.
Die Besichtigung des Komplexes beginnt an der Figurengruppe " Das Gedenken der Generationen ", die Figuren gehen, um sich vor den Menschen zu verbeugen, die ihr Leben und ihre Freiheit verteidigt haben. Über eine Pyramidenpappelallee, die als Soldaten " Schulter an Schulter" stehen, erreichen Sie das erste Monument des Ensembles " Auf Leben und Tod ". Es stellt eine der ersten Verteidigungsperioden der Stalingrader Schlacht dar. Danach folgen die Mauer-Ruinen, die halb zerstört, von Granatsplittern durchschlagen und von Feuersbrand versengt sind. Die Inschriften an den Mauer-Ruinen sind Dokumenten der damaligen Zeit entnommen, z.B.: Explosionen, Schreie, Maschinenpistolen Feuer stösse, Nachrichten des Informationsbüros und Kriegslieder.
Der Heldenplatz besteht aus sechs Skulpturen, die über die Heldentaten der einfachen Stalingrader Verteidiger, den Soldaten, Marinesoldaten und Krankenschwestern, erzählen. Neben dem Heldenplatz liegt der " Saal des Ruhmes ", in dem ein ewiges Feuer brennt und wo auf den metallenen Trauerfahnen auf halbmast, die Namen der Helden genannt werden, die während der Schlacht gefallen sind. Nicht weit davon sehen Sie den "Platz der Trauer". Die Figur "Trauernde Mutter" symbolisiert die Trauer aller Mütter, die ihre Söhne verloren haben. Ein Rotbanner verdeckt das Gesicht ihres Sohnes, aber vielleicht ist es ihr Mann oder Vater? Fast jede Familie könnte in diesem Gefallenen ihre getöteten Familienmitglieder erkennen.
Der Hügel wird von der Skulptur " Mutter Heimat ruft " gekrönt, die Höhe der Skulptur beträgt 52 Meter und ihr Gewicht achttausend Tonnen. Das Schwert ist eine Kopie vom Original, dem Schwert des russischen Fürsten Gawriil Pskowskij. Das Schwert ist 29 Meter lang und wiegt vierzehn Tonnen. Auf dem Himmelshintergrund sieht die "Mutter Heimat" wie ein fliegender Vögel aus, und man kann sie von verschiedenen Stadtpunkten, und auch von der Wolga aus sehen.

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