Das Kloster Kamennobrodskij Swjato-Troitskij Belogorskij in Wolgograd Gebiet
Die Geschichte dieses Heiligtums wurzelt im grauen Altertum. Der Name Kamennyj Brod (Steinerne Furt) entstand schon im XIII. Jahrhundert, als Fürst Alexander Newskij sich damals der Horde zuwandte. Er hielt am Ilowlja - Ufer an, um die Khantruppen vorbeizulassen. Als er nach Saraj-Berkke gekommen war, bat er den Khan um Nachsicht für die russischen Gefangenen, die die Furt im Fluss Ilowlja mit Steinen gepflastert hatten.
Im 19. Jahrhundert war das im heutigen Olchowskij - Rayon liegende Belogorskij Kamennobrodskij Swjato-Troitskij Kloster, eines der schönsten und reichsten im unteren Wolgagebiet. Es beginnt im Jahre 1860, als die Swjato Troitskaja Kamennobradskaja eine weibliche Gemeinde in der Steinernen Furt gründete. Das Hauptziel der Eröffnung war, die Errichtung eines Krankenhauses, welches die Bevölkerung dringend brauchte.
Das Kloster war so groß und reich, dass ihm eine Ziegelei, eine Kutschenwerkstatt und die " goldene Schneiderwerkstatt ", deren Näherinnen, die besten am Don waren, gehörten. Auf dem weiten Gelände befanden sich schöne Gärten und Teiche mit einem großen Fischreichtum. Auf der Besitzung befanden sich auch neun heilige Quellen (Silber-, Radon-, Schwefelwasserstoff-, Natrium-, Kalzium,- und Kaliumquellen), die solche bemerkenswerten Heileffekte hatten, dass die besser gestellten Familien und sogar die Angehörigen des Zarenhofes dort hinfuhren, um ihren Gesundheitszustand zu verbessern. Bis heute kann man bei der Einfahrt zum Kloster, den Zarenweg sehen.
Auf dem Klostergelände entspringen bis heute die heiligen Quellen. Es ist aber nicht mehr bekannt, welche der Heiligen sie beschützt. Sie besitzen wundertätige Eigenschaften, weswegen an den Quellen Badehäuser gebaut wurden, wo Pilger und Gäste sich mit dem heiligen Wasser waschen können.
Der Stolz des Klosters ist die Ikone " Die Drei Heiligen ", die Wohlgeruch verbreitet. Sie ist auch deswegen interessant, weil sie sich allmählich selbst reinigt. Mit der Zeit offenbaren sich noch deutlichere Details, die früher nicht sichtbar waren.
Auf dem Klostergelände gibt es auch ein Naturdenkmal, die " Riesen-Eichen". Die Krone dieser Bäume beträgt im Durchmesser 20 - 26 Meter und der Umfang des Baumstammes, etwa in Brusthöhe, beträgt 1,60 Meter. Die Eichen sind ca. 300 bis 400 Jahre alt und sind Zeitgenossen Johannes des Strengen und Zeugen der Zarizyngründung.
Die Hauptattraktion aber sind die Höhlen, die im Kreidefelsen, während des tatarisch-mongolischen Jochs, gegraben wurden.
Sie sind in drei Tiefen angeordnet und nur eine von ihnen ist erforscht. Man sagt, sie erstrecken sich über viele Kilometer. In der Erstehungszeit gab es dort große Säle, gerahmte Reliquien und sogar unterirdische Kirchen.
Bei Ausgrabungen sind von der früheren Höhlenpracht leider nur, die in den Wänden befindlichen Mönchszellen, geblieben.
Zu Sowjetzeiten war das Kloster geschlossen. Der Überlieferung nach, bevor die unterirdischen Höhlengänge zugeschüttet wurden, sind zwölf Nonnen freiwillig in die Höhlen gegangen und sind dort geblieben. Auf dem Gelände hatten sich zu der damaligen Zeit auch Weißkosaken und ehemalige Offiziere der Zarenarmee als Mönche verborgen. Während der Sowjetzeit befanden sich dort die örtliche Gemeindevertretung, ein Lazarett für Typhuskranke und eine Pferdestallung.
1992 wurde das Kloster Kammennobrodskij Swjato-Troitskij Belogorskij als Kloster für Männer wieder aufgebaut.
Im Kloster wohnen zur Zeit 4 Mönche, ein Ieromönch, 10 angehenden Mönche und manche Arbeiter vom daneben liegenden Dorf. Täglich beten die Mönche von der wundertätigen Ikone der Gottesmutter „Aller Leidvollen Freude" für das ganze orthodoxe Volk.
Vom Dorf Kamenny Brod bis zum „Heilgen Grab" sind ein paar Kilometer. Es gibt eine wunderschöne Legende darüber. Ringsum gibt es keinen Baum, kein Gebüsch. Es steht auf einer Bergkuppe nur ein Kreuz, das von der in der Nähe liegenden Straße zu sehen ist. Man erzählt, dass von mehr sieben Jahrhunderten Fürst Alexander Newskij hier war. Er kam zum tatarischen Khan mit der Bitte die Arbeit der russischen Sklaven, die zu erleichtern.
Sie werden einen interessanten Ort sehen, wo früher lustige Wettkämpfe der Kosaken stattfanden. Es ist eine besondere Gegend, in deren Zentrum sich ein riesiger Krater befindet, der von malerischen Bergkuppen umgeben ist. Besucher können sich die Frage stellen, ob hier ein Meteorit einschlug, denn wie kann man sich sonst, die Tatsache erklären, der Sand hier so verschiedene Farben hat. Rot, rosa, hellgrün und sogar türkisfarbig. In der Natur ist dieses Phänomen noch nicht gesehen worden. Aber hier, im Olchovskij Rayon ist es vorhanden. Wenn Sie im Dorf der Kosaken, der Staniza, sind, müssen Sie unbedingt auch reiten. Alle interessierten Touristen haben die Möglichkeit, wenn sie selbständig satteln können, einen kurzen Ritt zu unternehmen. Diejenigen, die nicht das Talent zum Reiten haben, können an einer Kutschfahrt teilnehmen.
Natürlich werden die lieben Gäste zu Tisch gebeten, wo sie schmackhafte Speisen probieren können. Interessant, was alles auf dem Tisch serviert wird: Wareniki, gefüllte Teigtaschen, gross, wie die Handfläche, Eintopf nach besonderen russischen Rezepten, Pilze und Fisch. Als Nachtisch wird in Streifen geschnittenes Fettgebäck angeboten. Und wer noch Appetit hat, bekommt zum Tee Honig, Sahne und Erdbeeren.

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