Länder
Städte
Regionen
Karte
Moskau
22:09
26°
morgen:
+28°

Währung:
RUB / Rubel

Kurs
1€- 69.49

Russland: Sitten & Bräuche

 
 
  • Baikalsee, Sibirien, Russland
  • Kamtschatka, Sibirien, Russland
  • Sibirien, Russland
  • Schwarzmeerkueste, Russland
  • Tundra, Sibirien, Russland
  • Russische Orthodoxe Kirche, Ostern
  • Kizhi, Pogost, Russland, Weltkulturerbe
  • Russische Troika, Russland
  • Kreml, Moskau, Russland

Sitten & Bräuche in Russland

Religiöse Feste in Russland sind zum Beispiel Koljada (Theophanie), Pasha (Osterfeiertage), orthodoxe Hochzeits- und Taufzeremonien und viele andere.

Besonders in Russland wurden seit jeher alte Bräuche und Riten gepflegt. Religiöse Feste in Russland sind zum Beispiel Koljada (Theophanie), Pasha (Osterfeiertage), orthodoxe Hochzeits- und Taufzeremonien und viele andere. Bräuche sind dagegen eher weltlich und etwas weiter verbreitet, wie die traditionelle Banja (russische Sauna), das Feiern von Altneujahr und Neujahr, russische Hochzeitsfeste und vieles mehr.


Taufe in Russland

Die Taufe (Kreschtschenije) ist der wohl älteste christliche Ritus in Russland, der sowohl bei der orthodoxen Kirche als auch bei der katholischen Kirche zu den geheimnisvollsten zählt. Er bedeutet die Aufnahme eines Menschen in den Schoß der christlichen Kirche. Nach der Kreschtschenije sagt man ihm nach: "Er ist Mensch Gottes geworden", er habe also sozusagen an Gott teil. In der orthodoxen Kirche taucht man den Täufling dreimal in Wasser ein, in der katholischen übergießt man ihn einfach damit. Zur Kreschtschenije wird üblicherweise ein festlicher Tisch gedeckt und nahe Angehörige und Verwandte eingeladen.

Die Mutter und der Vater nehmen nicht an der Taufzeremonie teil. Der Ritus läuft in Russland seit Jahrhunderten praktisch gleich ab – mit Hilfe der Paten (Patentante und Patenonkel). Der Geistliche spricht das ausrufende Gebet, segnet das Wasser, zieht dem Täufling das Taufhemd an, verleiht das Leibkreuz und vollzieht die Sakramente der Salbung und der Taufe. Alle machen an diesem Tag dem Täufling Geschenke, davon die Paten traditionell natürlich die teuersten.

Eine besondere Freude an Koljada in Russland aber haben sicher immer noch die Kinder, die für jedes Liedchen ihre Leckerei bekommen.


Koljada (Weihnachtssingen in Russland)

Koljada (Theophanie) nennt man einen alten Weihnachtsritus zur Feier der Geburt Christi durch Singen - sowie ein solches Lied selbst. In der Nacht vom 6./7. Januar vor dem orthodoxen Weihnachten schlief man üblicherweise nicht, sondern ging von Haus zu Haus, ließ sich jeweils eine Kleinigkeit zu essen geben und sang eben solche Koljadki – alte tradionelle Russische Lieder zu Weihnachten und Neujahr. Mit Koljadowanije begannen Kinder und Jugendliche, sie bekamen für das Singen vor den Fenstern verschiedene Leckereien. Heutzutage wird dieser Ritus wieder ins Leben gerufen: man lernt die Lieder, verkleidet sich wie zu alten Zeiten, zieht Masken an und geht zu den Nachbarn, Verwandten und Kollegen - sowohl in der Stadt als auch auf dem Land. Eine besondere Freude an Koljada aber haben sicher immer noch die Kinder, die für jedes Liedchen ihre Leckerei bekommen.


Banja (Russische Sauna)

Banja (Russische Sauna)

Bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts war die Banja (Russische Sauna, Dampfbad) das wichtigste Bedürfnis im häuslichen Leben. Man ging oft dorthin. Heutzutage ist es eher zur Freizeitaktivität oder zum Fitness- und Wellnesselement geworden. Dabei ist die Banja einer der besten Wege, Freunde (oder auch Geschäftspartner) zu treffen und mit ihnen zu plaudern. Als optimal gilt es, die Banja einmal in der Woche bzw. alle zehn Tage aufzusuchen.

Die Hauptattribute der russischen Banja sind der Dampf, ein Bündel aus Birken- oder Eichenzweigen, duftender Tee mit Kräutern, Kwass oder Bier.

In der Banja gehört es sich nicht, laut zu sprechen oder zu fluchen. Von jeher und bis heute glaubt man in Russland an die Heilkraft der Banja, die als gutes Mittel zur Vorbeugung von Erkältungskrankheiten sowie zur körperlichen und seelischen Entspannung und zum Stressabbau gilt.

 

Ostern in Russland

Ostern in Russland ist – wie man in alten Zeiten sagte – "das Fest der Feste und die Feier der Feiern", der Tag der Erinnerungen an das Leben, den Tod und die Auferstehung Jesu Christi. Ostern in Russland wird mit verschiedenen Riten und Bräuchen gefeiert: Nachtwachen, Prozessionen rund um die Kirchen, Christosowanije, oder dem Färben von Eiern und dem Backen von runden Broten (Kulitsch). In Russland ist es besonders üblich, anderen zu diesem Fest zu gratulieren.

Ostern in Russland, mit dem traditionellen Osterbrot

Dieses "Christosowanije" ist in Russland ein so verbreiteter Brauch, dass selbst die Nicht-Gläubigen ihn hin und wieder praktizieren. Er besteht aus dem Kusswechsel mit der Begrüßungs- und Gratulationsformel "Christos woskres!" ("Christi ist auferstanden!") und der Antwort "Woistinu woskres!" ("Wahrhaftig auferstanden!") - sowie dem anschließenden Austausch von gefärbten Eiern.

Das traditionell in roten Tönen gefärbte Ei wurde seit dem 12. Jahrhundert zum unerlässlichen Attribut und Symbol des orthodoxen Osterns. Neben bemalten Hühnereiern fertigte man zu Weihnachten in Russland auch besonders schmuckvolle Geschenkeier aus Edelmetallen, Glas, Bergkristall oder bemaltem Porzellan an. Besonders berühmt für die Herstellung von solchen Eiern aus purem Gold wurde um 1900 der St. Petersburger Juwelier Carl Fabergé - nach ihm auch Fabergé-Eier genannt, die noch heute in Lizenz hergestellt werden.

Ein anderes unumgängliches Schmuckstück des Ostertisches ist das Osterbrot in Russland – Kulitsch genannt. Es wird aus Butterhefeteig gebacken, in verschiedenen Größen, aber immer rund und hoch. Oben auf dem Kulitsch wird ein Teigkreuz aufgebracht. Die Form des Kulitsch erklärt man dadurch, dass das Leichentuch Christi der Überlieferung nach auch rund gewesen sei. Zum Essen wird Kulitsch nicht längs, sondern quer geschnitten, damit der Gipfel unbeschädigt den verbleibenden Rest des Kulitsch bedecken kann.

 

Russische Hochzeit

Russische Hochzeit

Hochzeiten feierte man früher in Russland zu einer bestimmten Jahreszeit, meist im Herbst oder Winter, das heißt in der Pause zwischen den großen Fastenzeiten. Diese beliebteste Zeit für Hochzeiten in Russland begann nach Weihnachten und reichte bis zur Maslennitsa (Fastnachtswoche). Dieser Zeitraum wurde "Swadebnik" (Hochzeitszeit) genannt. Heutzutage sind bei jungen Leuten jedoch der Frühling, das Sommerende und der Herbst viel beliebter.

Der Ritus der kirchlichen Trauung in Russland wird inzwischen immer öfter vollzogen, ist allerdings nach dem Gesetz erst nach der standesamtlichen Eheschließung möglich. Die Trauung soll hier ein besonders schöner und rührender Ritus sein, wo sich das Brautpaar vor Festgemeinde und Gott den Eid schwört, sich in guten und bösen Zeiten gegenseitig treu zu sein. Man geht davon aus, dass sie ihre Zugehörigkeit zueinander durch die Trauung in einem besonderen Maße zu spüren bekommen, und sich auf ein langes Zusammenleben einstellen, denn eine Scheidung ist in der Orthodoxie offiziell verboten.

Nach der Tradition kauft gewöhnlich der Bräutigam die Eheringe, das Brautkleid und die Schuhe für seine Braut , während die Familie der Braut das Brautpaar mit der Pridanoje (Mitgift) versorgt – meist Bettwäsche, Geschirr oder Möbel. Bei der Ankunft frisch gebackener Eheleute im Hause des Ehemannes werden sie von dessen Mutter laut russischer Tradition mit Brot und Salz empfangen. Unter den Augen der Gäste bricht sich jeder ein Stück Brot ab – wer das größte Stück hat – soll demnach auch der Chef in der Familie sein. Eine moderne Hochzeit dauert in der Regel zwei bis drei Tage.


Altneujahr und Neujahr in Russland

Nahezu alle Russen feiern am 13. Januar das Altneujahr (= Neujahr nach dem orthdoxen Julianischen Kalender).

Nahezu alle Russen feiern am 13. Januar das Altneujahr (= Neujahr nach dem orthdoxen Julianischen Kalender). Bis 1918 galt in Russland der so genannte Julianische Kalender, der gegenüber dem in Europa gebräuchlichen Gregorianischen Kalender um 13 Tage nachgeht. Seit dem nachrevolutionären Dekret der damaligen sowjetischen Machthaber vom 24. Januar 1918 lebt Russland nach dem allgemein anerkannten Gregorianischen Kalender.

Am 13. Januar dieser neuen Zeitrechnung feierte man jedoch weiterhin das Altneujahr, das als "echtes" Neujahr galt. Allmählich gewöhnte man sich an den neuen Kalender - die Tradition, Altneujahr an diesem Datum zu feiern, blieb jedoch erhalten.

Das (neue) Neujahr (1. Januar) feiern viele Russen in der Regel zu Hause, mit der Familie. Bis zum Altneujahr bleibt auch der Weihnachtsbaum noch stehen. Dann deckt man gewöhnlich wieder einen festlichen Tisch, lädt Freunde und Verwandte ein oder geht selbst zu Besuch. Diese Feier läuft in der Regel lockerer und ausgelassener ab als das offizielle Neujahrfest mit dem Schlagen der Kreml-Turmuhr.


Pitije (Trinken in Russland)

Russland

Der Geschichte oder Legende nach hat der erste "Täufer" der Russen, Fürst Wladimir Krasnoje Solnischko ("Liebe Rote Sonne"), sich um das Jahr 988 nicht sofort für den christlichen Glauben entschieden. Historiker behaupten, er habe sein Land zuerst muslimisch aufbauen wollen, um sein Volk vom Heidentum abzulenken. Gesandte aus dem Osten hätten ihn auch beinahe überredet. Kaum hätte der Fürst jedoch verstanden, dass der Koran das Trinken (Pitije) verbietet, habe er die Botschafter jedoch vom Hof fortgeschickt. "Die Lustigkeit Russlands ist das Trinken",- soll er gesagt und sich entschlossen haben, seinem Volk nicht dessen einzige "Belustigung" zu nehmen. Heutige orthodoxen Geistlichen behaupten jedoch, dies "nicht der Belustigung, sondern der Gesundheit wegen" zu tun, wenn sie außerhalb der Fastenzeiten Alkohol trinken.


Allgemeine Sitten und Verhaltensweisen in Russland

Allgemeine Sitten und Verhaltensweisen in Russland ändern sich öfter und schneller als Traditionen und Bräuche. Im Moment ist Folgendes allgemein üblich und verbreitet: mit den Kindern zusammen zu wohnen, bis sie heiraten, auch wenn sie älter als 18 Jahre alt sind; meist mit 23-25 Jahren zu heiraten; bei berufstätigen Müttern die Kinder von den Großmüttern betreuen zu lassen, statt sie in den Kindergarten zu geben; im Sommer Konfitüre aus Früchten zu kochen und Gemüse einzumachen; neben der Wohnung noch eine russische Datscha (Land- oder Gartenhäuschen) außerhalb der Stadt zu haben, zumeist mit einem (Gemüse-)Garten, der oft noch zur eigenen Versorgung beiträgt.

In Russland gibt man außerdem üblicherweise seiner Begleiterin beim Ausstieg aus dem Bus die Hand; älteren Menschen überlässt man idealerweise seinen Platz in öffentlichen Verkehrsmitteln; wenn man Freunde trifft, gibt man ihnen die Hand oder küsst sich dreimal auf die Wange; zu Besuch geht man nicht nur am Wochenende und bringt auch immer etwas "zum Tee" vorbei; nahe Freunde oder Verwandte besucht man auch ohne Vorankündigung. Schlafen gehen die Russen üblicherweise recht spät, trinken oft gerne abends in der Küche Tee und führen dabei lange Gespräche; sie schämen sich nicht, bei Nachbarn etwas Salz oder Streichhölzer auszuleihen, wenn sie gerade selbst keine mehr haben. Bei einer Party trinkt man immer auf die Gastgeber. Aus Zeitnot und Liebe zur Lektüre lesen fast alle Russen in öffentlichen Verkehrsmitteln (aber auch weil es dort meist einfach zu laut ist für eine Unterhaltung).

Zu den üblichen Familienbräuchen in Russland zählt zum Beispiel, dass man die notwendige Ausstattung und Sachen für einen Neugeborenen nur nach dessen Geburt anschafft. Sehr negativ wird die Verwendung von Schimpfwörtern in der Öffentlichkeit empfunden, denn sie gelten immer noch als obszön, im Gegensatz zum amerikanischen Wortschatz, wo sie diesen Ton nahezu verloren haben. Auch ist es in Russland allgemein üblich, dem Gesprächspartner Fragen privater Natur zu stellen: über seine Familie, Einkommen, Hobbies, Gesundheit und Arbeit, und eine informelle, lockere Antwort darauf zu erwarten.

Moskau: Tourismus & Reisen

  • Stadt Stadt
  • Sehenswürdigkeiten Sehenswürdigkeiten
  • Bahnhof Bahnhof
  • Flughafen Flughafen
  • Freizeiteinrichtungen Freizeiteinrichtungen
  • Bezirk Bezirk
  • Museum Museum
  • Park\Garten Park\Garten
  • Theater Theater
  • Reiseziel Reiseziel
  • Hafen Hafen
  • Strand Strand
  • Naturschutzgebiet Naturschutzgebiet
  • Hotel Hotel

Individualreisen: Rundreisen in Russland

iFrameResize({enablePublicMethods:true,checkOrigin:false},'#affiliateiframename');

Destinationen: Weitere Reiseführer auf EU-ASIEN.DE