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Russland: Religion

 
 
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Religion in Russland


Verbreitung der Religion in Russland

Kiril I. (bürgerlicher Name Wladimir Michailowitsch Gundjajew) - Patriarch von Moskau und der ganzen Rus

Am weitesten mit fast 60% ist in Russland die Mitgliedschaft in der (Russisch-)Orthodoxen Kirche verbreitet, außerdem gibt es noch Islam, Protestantismus, Katholizismus, Judentum, Buddhismus sowie andere Glaubensrichtungen. Etwa ein Drittel (32%) der Bevölkerung bezeichnet sich selbst als Atheisten bzw. gehört keiner Konfession an.

Russland ist von der Verfassung her ein sekulärer Staat, die Religion in Russland und der Glaube in Russland ist formell von der Staatsmacht getrennt. Nichtsdestotrotz erlebt die Russisch-Orthodoxe Kirche neuerdings wieder größeren Zulauf, und spielt eine zunehmende Rlle im kulturellen und gesellschaftlich-politischen Leben des Landes.


Besonderheiten der Orthodoxie

Die Heilige Schrift und die Heilige Überlieferung bilden die Glaubensgrundlage der Orthodoxie. Die Grundprinzipien der Orthodoxie sind durch zwölf Eigenschaften des Glaubenssymbols gekennzeichnet. Die wichtigsten Postulate der orthodoxen Lehre sind die Dogmen der Dreifaltigkeit Gottes, der Darstellung Gottes, der Sühne sowie der Auferstehung und Himmelfahrt Christi. Man geht davon aus, dass die Dogmen weder in ihrem Wesen noch in ihrer Form verändert bzw. präzisiert werden können.

Die Orthodoxie in Russland zeichnet sich durch einen komplexen und detaillierten Ritus aus. Gottesdienste sind in der Regel zeitaufwendiger als bei den anderen christlichen Konfessionen und beinhalten mehr festgelegte Bräuche. Dieses genaue Abhalten des Gottesdienstes (Liturgie) bildet ein zentrales Element der Orthodoxie. Das bedeutendste Fest ist hier Ostern - allerdings anders berechnet und nach dem orthodoxen Kalender gelegt. Gottesdienste werden eigentlich in der Nationalsprache durchgeführt, in manchen Konfessionen jedoch verwendet man auch "tote" Sprachen, so wie eben auch in der Russischen Orthodoxen Kirche das so genannte Altkirchenslawisch.

Die orthodoxe Geistlichkeit besteht aus dem Weißen (verheiratete Gemeindepfarrer) und dem Schwarzen Klerus (im Zölibat lebende Mönche). Es existieren sowohl Männer- als auch Frauenklöster. Zum Bischof in Russland kann nur ein Mönch werden.

Kirchliche Feiertage in Russland

Die wichtigsten kirchlichen Feiertage in Russland sind das orthodoxe Weihnachten (07. Januar), Palmsonntag (Sonntag vor Ostern), Ostern (etwa April – Mai) sowie Dreifaltigkeit (Juni).
 

Nikita Kloster in Pereslawl Salesski (Goldener Ring Russland)

Kurzgeschichte der Russisch-Orthodoxen Kirche

Die Orthodoxe Kirche in Russland ist eine Richtung der christlichen Kirche, die sich nach der im 11. Jahrhundert vollzogenen Teilung der Kirche in Westlich und Östlich verselbständigte und reorganisierte.

Die Russische-Orthodoxe Kirche wurde 988 unter dem ersten christlichen Fürsten der Kiewer Rus, Wladimir I., als Metropolie der Konstantinopler Kirche mit ihrem Zentrum in Kiew gegründet. Nach der Invasion durch Tatar-Mongolen im Jahr 1299 zog der Sitz (Kanzel) der Metropolie nach Wladimir und 1325 weiter nach Moskau um. Seit 1448 ist die Russisch-Orthodoxe Kirche faktisch autokephal - eigenständig und von Byzanz unabhängig. Damals nämlich wurde der Bischof Iona von Rjazan von einer russischen Synode zum ersten "Metropoliten von Kiew und ganz Russland" gewählt - ohne Einverständnis des byzantinischen Patriarchen. Seit dem endgültigen Untergang des Byzantinischen Reichs im Jahr 1553 bis heute beansprucht die Moskauer Metropolie-Kanzel die Anerkennung als "Drittes Rom".

Das Kirchenkulturerbe und die kirchlichen Sehenswürdigkeiten in Russland

Traditionelle Prozession auf den Straßen in Russland

Es gibt sehr viele prächtige orthodoxe Kathedralen in Russland, die zum kulturellen Erbe des Landes zählen und bei einer Reise nach Russland unbedingt besucht werden sollten. Einige davon stehen auch den Gläubigen offen. Zu den Sehenswürdigkeiten der Orthodoxen Kirche in Russland, ohne welche die russische Kultur fast unvorstellbar wäre, gehören die architektonischen Kirchen-Denkmäler: die Museums-Kathedralen des Moskauer Kremls, das Nowodewitschij-Kloster in Moskau, Sergijew-Possad, die Pokrowa-na-Nerli-Kirche in St.-Petersburg, die älteste Holzkirche in Kischi und viele andere.

Dazu kommen Meisterwerke russischer Ikonenmalerei, wie die Fresken des großen Dionys in der Roschdestwenskij-Kathedrale des Ferapontow-Klosters, die Andrej Rubljow-Fresken in der Uspenskij-Kathedrale in Swenigorod und viele andere - und natürlich die kunst- und wertvollen Kirchenutensilien.

Wenn Sie sich entschlossen haben, eine der offenen Kathedralen, Kirchen oder Pfarreien zu besuchen, so werden Ihnen hier einige einfache praktische Etiketteregeln sehr nützlich sein.



Einige praktische Hinweise für den Kirchenbesuch in Russland

Beim Besuch einer Kirche in Russland sollten Frauen eine Kopfbedeckung tragen.

Beim Besuch einer orthodoxen Kathedrale in Russland, eines Klosters oder eines Hofs sollten Männer besser auf Shorts und kurze Hosen sowie Frauen auf Hosen, Shorts, Mini- oder Schlitzröcke sowie auf dekolletierte Kleidung verzichten, und vor allem nicht ohne Kopfbedeckung eintreten.

Frauen sollten daher am besten einen Rock und eine Kopfbedeckung beim Besuch in der Kirche in Russland tragen, da sie sonst eventuell nicht in die Kathedrale hineingelassen werden. (Heutzutage werden in den Kathedralen des Öfteren sogar Kopftücher und manchmal auch Röcke verkauft bzw. einfach ausgegeben. Man sollte jedoch besser im Voraus an seine eigene Bekleidung denken). Frauen mit aufgetragenem Lippenstift dürfen die Heiligtümer nicht mit ihren Lippen berühren.

Männer dagegen dürfen während des Besuchs von geöffneten Kathedralen gerade keine Kopfbedeckung tragen.

Während der Gottesdienste dürfen die Kathedralen nicht zu kulturell-touristischen Zwecken besichtigt werden. Oft sind private Foto- oder Filmaufnahmen ohne schriftliche Genehmigung der kirchlichen Kathedralverwaltung nicht gestattet,- daher empfiehlt es sich, die erforderlichen Vorkehrungen im Voraus zu treffen.

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