Region Kaliningrad in Russland
Ein Urlaub am Baltischen Meer ist die beste Wahl für diejenigen, die südliche Hitze und glühende Sonne nicht mögen. Obwohl dieses Meer in den nördlichen Breiten liegt, ziehen das erstaunlich milde Klima und die angenehm frische Meeresluft Tausende von Touristen an. Einen Teil der südöstlichen Küste des Baltischen Meers nimmt die westlichste Region Russlands, die Region Kaliningrad, ein. Sie wird auch. Bergsteingebiet genannt, hier befindet sich das größte Bernsteinvorkommen der Welt. Dieser halbdurchsichtige goldfarbene Stein wird für die Herstellung von Schmuck gebraucht und verfügt außerdem über Heilkräfte.
Die Baltische Küste der Region Kaliningrad verfügt über schöne Sandstrände, die sich über mehrere Kilometer erstrecken, und hohe malerische Dünen. Hier liegen die bekannten Badeorte Swetlogorsk und Zeenogradsk. Diejenige, die einen einsamen Urlaub in der Natur bevorzugen, können die Schönheit der Kurischer Nehrung genießen.
Swetlogorsk
Der Badeort Swetlogorsk liegt an der hohen Küste des Baltischen Meers, gemütlich eingebettet in Dünen und Kiefernwälder. Sie ist eine Stadt mit reicher Geschichte. Im 19. Jahrhundert besuchte der Preußenkönig Friedrich Wilhelm IV. diese Gegend und war bezaubert von ihrer Romantik. Auf seinen Befehl wurde begonnen, einen bequemen Zugang zum Meer einzurichten. In den ersten Jahren des 20. Jahrhundert wurde in Rauschen, wie damals Swetlogorsk hieß, viele Sommerresidenzen, Villen, Sanatorien und Kurpensionen erbaut. Heute ist Swetlogorsk ein schöner komfortabler Badeort, der sich rasch entwickelt. Einen besonderen Charme verleihen diesem Ort die hier erhaltenen alten Bauten im Jugendstil und die Parks. Das architektonische Wahrzeichen von Swlogorsk ist der wunderschöne Wasserturm mit Sonnenuhr, der zum zentralen Kurhaus gehört. In diesem 1908 erbauten Turm wurden von Anfang an Räume für die Behandlung mit Wasser, Heilschlamm Strom und Licht ausgerichtet. Doch Swetlogorsk beeindruckt v allem durch das Meer und breite Sandstrände.
Der Badeort liegt an den hohen Hügeln, deswegen ist der Zugang zum Meer relativ steil. Er ist aber gut ausgebaut. Ein gemütlicher Pfad windet sich zum Strand hinunter. Im Sommer sind hier eine Seilbahn und ein Aufzug im Betrieb. Die Promenade in der Innenstadt bietet schöne Ausblicke auf die weißen Ufer und die grünblaue Ostsee. Sie ist wunderbar für gemütliche Spaziergänge. Am Badeort gibt es viele Cafes und Restaurants, ein Sportzentrum und ein Freizeitpark für Kinder mit verschiedenen Attraktionen. In Swetlogorsk gibt es auch viele Hotels, Kurpensionen und Privatappartements. Mit jedem Jahr wird deren Zahl größer. Die Sanatorien in der Stadt sind gut eingerichtet. Hier werden viele Krankheiten behandelt. Die an Jod und Mineralstoffen reiche Meeresluft ist besonders heilsam für Menschen mit Lungen- und Schilddrüsenerkrankungen. In den Heilprogrammen werden Wasser aus heimischen Mineralquellen und der heilsame Teilchen ausstrahlende Bernstein verwendet.
Zelenogradsk
In den Sommermonaten ist Zelenogradsk immer voll von Urlaubern. Dieser Kurort liegt an der Meeresküste am Südende der Kurischer Nehrung. Die Sandstrände hier sind die breitesten in der ganzen Region Kaliningrad. An den Sandlichtungen zwischen den Dünen kann man sogar im Frühling Sonnenbäder nehmen. Die Stadt steht im Unterschied zu Swetlogorsk nicht an hohen Hügeln, sondern auf der Ebene und verfügt über einen bequemen Zugang zum Meer. Der Urlaub in Zelenogradsk gefällt denjenigen, die Ruhe und Bequemlichkeit vorziehen. Hier gibt es eine breite Palette von Unterkünften - von kleinen Hotels über Kurpensionen bis Privatappartements. Auf Schritt und Tritt sind gemütliche Restaurants, Cafés und Baren zu findig. Zelenogradsk, das ehemalige Cranz, ist ein Badeort mit einer zweihundert Jahre alten Geschichte.
Er ist aus einem kleinen Fischerdorf entstanden und wurde zum königlichen Seebad erhoben. Im Zusammenhang mit dem zunehmenden Zufluss von Kurortsgästen in diese Gegend wurden hier im 19. Jahrhundert zahlreiche Kurpensionen, Sanatorien und Hotels erbaut. Der Bau der Stadt wurde harmonisch geplant. Bis zum heutigen Tag sind hier alte Häuser mit schön geschmückten Fassaden erhalten. Seit ihrer Gründung entwickelte sieh die Stadt als ein balneologischer Kurort. Dank des sanften Klimas werden hier das ganze Jahr über Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems. Magen-Darmtrakts, gynäkologische Krankheiten sowie Störungen und Schäden am Stütz- und Bewegungsapparat behandelt. In den Heilprogrammen werden heimische Heilschlamm-, Wasser der Mineralquellen, Ozon- und Heliotherapie verwendet.
Ausflüge in der Region Kaliningrad
Während eines Urlaubs an den Badeorten des Bernsteingebiets kann man interessante Ausflüge machen. Es lohnt sich, das Zentrum der Region, die Stadt Kaliningrad, zu besuchen. Diese alte Stadt, das ehemalige Königsberg, ist reich an historischen und kulturellen Sehenswürdigkeiten. Darunter ist besonders sehenswert die Kathedrale, an deren Mauern ist Immanuel Kant begraben. Der berühmte Philosoph lebte in Königsberg im 18. Jahrhundert. In Kaliningrad befindet sich das Museum für Bernstein. Bei dem Dorf Jantarny an der Küste des Baltischen Meers befindet sich bis 90% der Weltvorräte an Bernstein. Jedes Jahr werden hier mehr als 250 Tonnen dieses «Sonnensteins» gewonnen. Im Museum für Bernstein sind einzigartige Exemplare sowie Schmuck aus diesem schönen Stein gesammelt worden.
Es lohnt sich auch einen Ausflug in die Stadt Baltijsk, der westlichste Punkt Russlands, zu unternehmen. Hier kann man die Festung Pillau (17. bis 19. Jahrhundert), die von dem schwedischen König Gustav Adolf II. erbaute Zitadelle, und den funktionierenden alten Leuchtturm besichtigen. Im mittelalterlichen Schloss Instenburg, in der Stadt Tschernjachowsk, werden Rittershows veranstaltet. Aber das größte Interesse für die Touristen ist doch die Kurische Nehrung.
Kurische Nehrung in Russland
Die Kurische Nehrung ist ein Ort mit wunderschöner Natur. Sie ist ein enger Landstreifen, der über mehrere Kilometer verläuft und das Kurische Haff vom Baltischen Meer trennt. Einer ihrer beiden Teile gehört zu Russland, der andere zu Litauen. Die vielfältigen Landschaften der Kurischen Nehrung sind sehr schön. Sie hat eine reiche Tier- und Pflanzenwelt. Hier sind auch seltene Pflanzen, Vögel und Tiere vertreten. Auf der Nehrung befindet sich ein Nationalpark. Seine besondere Bedeutung besteht in der enger Verbindung von Kultur- und Naturlandschaft. 2000 ist der Nationalpark «Kurische Nehrung» in die Liste des UNESCO-Welterbes eingetragen als ein Ort, wo die Natur mit dem Menschen im Einklang steht.
Für diejenige, die von einem ruhigen Urlaub träumen, ist die Kurische Nehrung ein idealer Ort. Sie können eine Unterkunft in einem kleinen Touristenzentrum, Hotel oder Privatpension bekommen. Auf dem Territorium des Nationalparks befinden sich mehr als 30 Touristenzentren und zahlreiche Hotels. Den Urlaubern stehen Parkplätze, Aussichtsplattformen und Picknicksorte zur Verfügung. Einen Urlaub am Meer kann man auch mit Ökotourismus kombinieren.
Die Hauptsehenswürdigkeit der Nehrung sind die Sanddünen. Sie gehören zu den Größten in Europa. Die Dünen bildeten sich vor 150 bis 200 Jahre unter dem Einfluss von Winden, von denen sie heute zerstört werden. Heute werden Maßnahmen gegen die Zerstörung der Dünen unternommen. Für Touristen wurden in den Dünen Gehwege aus Holz eingerichtet und Aussichtsplattformen. Die schönste, 60 Meter hohe Düne trägt den Namen «Düne der Segelflieger». Von hier aus öffnet sich ein wunderbarer Blick auf das Meer, den Haff und die Wälder auf der Nehrung.
Die Wälder auf der Nehrung sind in manchen Hinsichten einzigartig. Ein großer Teil von ihnen wurde von Menschen gepflanzt. Noch im 19. Jahrhundert wurden hier zahlreiche wissenschaftliche Experimente durchgeführt, um die Akklimatisierung verschiedener Baumarten und Gebüsche am Treibsand unter dem Einfluss von der salzigen Meeresluft zu untersuchen.
Während dieser zwei Jahrhunderte wurden unschätzbare Selektionserfahrungen über unter Extrembedingungen existierende Pflanzen und Kenntnisse über selbsterneuernde Wälder gesammelt. Der Kurischen Nehrung entlang verläuft der Wanderweg vieler Zugvögel. Hier existiert viele Jahre lang eine ornithologische Station, die man auch besichtigen kann.

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