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Russland: Schwarzmeerküste

 
 

Schwarzmeerküste und der Kaukasus in Russland

Blick auf die Küste des Schwarzen Meeres vom Urlaubsort Sotschi, Russland

400 Kilometer liegen zwischen dem nördlichsten und dem südlichsten Punkt der russischen Schwarzmeerküste - der mit Steppe bedeckten Taman Halbinsel und dem subtropischen Badeort Sotschi.
Auf diesem relativ kleinen Küstenabschnitt konzentriert sich innerhalb der von Mai bis Oktober dauernden Saison der gesamte Seebadbetrieb Russlands. Dutzende von im Küstenbereich gelegenen Siedlungen und kleinen Städten, Hunderte von Hotels, Heilstätten und Ferienheimen sowie Millionen von Erholungsuchenden aus dem In- und Ausland - dies alles ist die russische Schwarzmeerküste, die auf dem gleichen Breitengrad gelegen ist wie die Badeorte der Adria und der italienischen und französischen Mittelmeerküste, an die sie übrigens in vieler Hinsicht erinnert und somit unter den Sehenswürdigkeiten in Russland sehr beliebt ist.

Woher hat das Schwarze Meer eigentlich seinen Namen? Dafür gibt es eine Reihe von Erklärungen. Die alte griechisch-römische Bezeichnung autet Pontus Euxinus - gastfreundliches Meer. Die Türken hingegen bezeichneten es als Kara-dengis - schwarzes, das heißt unfreundliches Meer. Möglicherweise verdankt das Meer seinen Namen auch dem schwarzen Schlick, der bei Stürmen ans Ufer gespült wird, oder dem Umstand, dass Metallgegenstände, die in große Tiefe hinabgelassen werden, sich schwarz verfärben. Der letztgenannte Umstand ist übrigens mit einer weiteren Bezeichnung des Schwarzen Meeres verbunden: „Meer der toten Tiefe" - in einer Tiefe von mehr als 200 Metern fehlt infolge des hier zu verzeichnenden hohen Schwefelwasserstoffgehalts jegliches Leben.

Der malerische Bergsee Riza in Sotschi, Russland

Besonders fischreich ist das Schwarze Meer nicht, dennoch findet man hier Beluga Hausen, Störe und Sternhausen. Außerdem sind hier Austern, Miesmuscheln und Krabben heimisch, hin und wieder kommen auch Aale oder Schwertfische vor, einst wurden sogar zwei Wale beobachtet. Ziemlich häufig sieht man Delphine, und zwar nicht nur im offenen Meer, sondern auch in unmittelbarer Nähe des Strandes, wo sie sich mitunter auch in ein Spiel mit Menschen einlassen. Übrigens gibt es der Nähe von Gelendshik und in der Stadt Adler Delphinarien. Im Schwarzen Meer sind auch zwei Haiarten zu Hause, glücklicherweise handelt es sich um kleine und ungefährliche Gesellen. Aus ihrer Leber wird ein Präparat hergestellt, das in der Krebstherapie Anwendung findet.


Die nördliche Schwarzmeerregion

Weinanbaugebiet Abrau Djurso, Russland

Die nördliche Schwarzmeerregion - die Taman-Halbinsel und die Gegend an dem Fluss Kuban - ist ein traditionelles Weinbaugebiet. In dem am Ufer des malerischen Sees Abrau gelegenen kleinen Ort Abrau-Djurso bei Noworossijsk existiert seit dem Ende des 19. Jh. eine Weinkellerei mit riesigen Kellern in 90 Meter Tiefe. Hier wurde erstmals russischer Schaumwein hergestellt, der dem berühmten französischen Champagner an Qualität nicht nachsteht, jedoch weitaus billiger in der Herstellung ist. Solchen Sekt und auch einheimische Weine kann man sich in zahlreichen Verkostungssälen und natürlich in Restaurants an der gesamten Küste zu Gemüte führen.

Das 1866 gegründete Anapa ist Russlands größter Familien- und Kinderferienort. Hier gibt es 40 Kilometer herrlichen Sandstrand und 10 Kilometer Geröllstrand, und das Meer wird nur ganz allmählich tiefer, was kleinen Kindern besonders gut gefällt.
Sotschi wird Russlands Sommerhauptstadt genannt. Die subtropische, einem Garten gleichende Stadt zieht sich fast 150 Kilometer weit an der Küste entlang. Zu Sotschi gehören die kleinen Badeorte Adler, Chosta, Mazesta, Dagomys und Lasarewskoje. In die mehr als 200 Heilstätten, Hotels und Ferienheime des 1898 entstandenen Schwarzmeerbads, das selbst über 300.000 Einwohner zählt, kommen alljährlich mindestens 3 Millionen Erholungsuchende. Das Stadtbild wird von Palmen, Agaven, Magnolien, Rotem Ahorn und zahlreichen Blumenbeeten geprägt. Berühmt ist das Sotschier Arboretum mit seinen über zweieinhalbtausend, aus vielen Ländern stammenden Bäumen und Sträuchern. En Park mit der Bezeichnung „Südliche Kulturen" präsentiert die subtropische Flora. Empfehlenswert ist ein Spaziergang im Küstenpark „Riviera". Wie in jedem Seebad gibt es auch in Sotschi alle Voraussetzungen für Tauchsport, Surfen, Wasserski, Yachtfahrten, Angeln und Unterwasserjagd.

 

Klimakurorte & Winterskigebiete in Russland

Sotschi - Schwarzmeerküste, Russland

Sotschi (Olympiade 2014) ist zudem ein bedeutendes Schlammheilbad und ein nicht minder wichtiger Klimakurort und gehört somit zu den Sehenswürdigkeiten in Russland. Die Mineralquellen in den Tälern der Flüsse Mazesta, Agura und Chosta werden seit alters her für Heilzwecke genutzt. Hierher kamen seinerzeit schon die alten Römer, Athener und Byzantiner. Das Schwefel-, chlor- und natriumhaltige Wasser von Mazesta ist seit 1902 bekannt. Aus über 50 Brunnen stammt das heilkräftige Wasser, das für Bäder und zum Inhalieren verwendet sowie getrunken wird. Am bekanntesten an der Schwarzmeerküste ist das kohlensaure Mineralwasser von Tschwishepse. In den russischen Schwarzmeerheilstätten werden erfolgreich Erkrankungen von Magen-Darm- Trakt, Herz, Kreislaufund Nervensystem sowie Hautkrankheiten behandelt. Als Kurort, so heißt es, könne sich Sotschi durchaus mit Nizza oder San Remo messen.

Das subtropische Seeklima, die reine, sauerstoffreiche Luft und die üppige Vegetation sind der Gesundheit überaus förderlich. Südlich der Stadt Tuapse reichen die Ausläufer des Großen Kaukasus bis dicht an die Küste heran. Besonders malerisch sind die Schluchten kleiner Gebirgsflüsschen mit zahlreichen Wasserfällen. Eine der schönsten Gegenden ist der Achschtyrski-Canon an der Msymta. Auf einer durch Felsen führenden serpentinenreichen Bergstraße gelangt man in die Siedlung Krasnaja Poljana. Unterwegs besuchen Touristen gewöhnlich eine Forellenwirtschaft, wo sie angeln können, sowie eine Imkerei des in Krasnaja Poljana gelegenen größten Bienenzuchtbetriebs Europas. Zurzeit wird neben der alten, sehr schmalen und gefährlichen Straße eine modernere und breitere gebaut. Auch einige Tunnel werden in die Felsen getrieben.

Krasnaja Poljana liegt 600 Meter über dem Meeresspiegel. In den letzten Jahren wird hier von der Regierung viel für die Entwicklung eines Wintersportzentrums getan. Die Voraussetzungen sind ideal: Schneereiche, milde Winter und zahlreiche Berghänge ziehen Sportler und Touristen an. Auch Russlands ehemaliger Präsident Wladimir Putin, ein großer Freund des Abfahrtslaufs, hat mehrfach hier geweilt, was natürlich den Bauarbeiten neuen Auftrieb gegeben hat. Der alpine Skisport findet nun auch in Russland immer mehr Anhänger, und die natürlichen Gegebenheiten des Landes erlauben es, neue Wintersportzentren ins Leben zu rufen. Ein Beispiel dafür ist Krasnaja Poljana, wo in beeindruckendem Tempo Sessellifte, Hotels, Restaurants und andere Objekte der Tourismus-Infrastruktur gebaut werden.

Die wilde und majestätische Natur des Kaukasus ist wahrhaftig beeindruckend. Schon in der Umgebung von Krasnaja Poljana erreichen die mit ewigem Schnee bedeckten Berge Höhen von über 2000 Metern. Besonders wagehalsige Skiläufer lassen sich von Hubschraubern auf über den Wolken gelegenen Gipfeln absetzen. Krasnaja Poljana zieht aber auch zahlreiche Drachenflieger in seinen Bann. Auch von einem Heißluftballon kann man sich hier hoch hinauftragen lassen und die märchenhaft schöne Bergwelt bestaunen. Beliebt ist bei Touristen auch das Wildwasser-Rafting. Dabei gibt es unterschiedliche Schwierigkeitsstufen, so dass sowohl erfahrene Sportler als auch Neulinge und Kinder auf ihre Kosten kommen. In den Bergen beträgt der Temperaturabfall je 1000 Meter 6 Grad Celsius, so dass bei 25 Grad am Strand das Thermometer in 3000 Meter Höhe nur 7 Grad anzeigt. Deshalb hat Krasnaja Poljana seinen Gästen eine einzigartige Kombination von Erholung zu bieten: Skisport und Meer. Wenn man genügend Ski gelaufen ist, kann man mit dem Auto binnen einer halben Stunde zum Baden an den Strand gelangen. Es dürfte auf der Erde nicht viele solcher Stellen geben, wo derartig unterschiedliche klimatische Bedingungen so glücklich vereint sind.


Kurort Mineralnyje Wody, Russland

Der Kaukasus, Russland

Auf der anderen Seite des Kaukasus - hierher gelangt man am besten mit dem Flugzeug - befindet sich ein weiterer höchst interessanter Ort im südlichen Russland, der Kurort Mineralnyje Wody. Nähert man sich ihm, so tauchen plötzlich mitten in der flachen Steppe die kegelförmigen, an Vulkane erinnernden Berge Smejka, Shelesnaja, Beschtau und Maschuk auf. Die Luft hier ist wunderbar klar und sauber. Die Hänge der nicht sonderlich hohen Berge sind von dichten Weißbuchen- und Eichenwäldern bestanden. Auch viele Apfel-, Birn- und Kirschpflaumenbäume sowie andere wild wachsende Obstbäume gibt es hier.

Der Kurort selbst ist auch von Kaukasus-Ausläufern umgeben. Die landschaftlichen Reize des Kaukasus - bis über die Wolken hinaufragende Felsengipfel, bläulich leuchtende Gletscher, tiefe, düstere Schluchten, Almen, reißende Gebirgsflösse mit Wasserfällen und Geröllbänken, Gebirgsdörfer (hier Aule genannt) und die alten Wehrtürme der Gebirgsbewohner - inspirieren seit jeher Maler und Fotografen. Es heißt, allein vom Anblick dieser Pracht gehe eine wohltuende Wirkung aus. In den Bergen hier gibt es rund tausend wunderschöne kleine Seen mit türkisfarbenem, völlig sauberem Wasser. Im Gebirge werden einige Hundert Gletscher gezählt. Hier befinden sich Vier- und Fünftausender, unter ihnen auch der Elbrus, ein erloschener Vulkan mit einem Doppelgipfel, der es auf 5.642 Meter bringt und gleichsam die sich lang hinziehende Baksan-Schlucht versperrt. Wer auf die Elbrus-Hänge hinauf möchte, kann sich von der Asau-Lichtung aus mit einer Drahtseilbahn bis in 3500 Meter Höhe befördern lassen.

 

Kaukasus und berühmte Kurorte in Russland

Oblast Dombaj in Russland (Kaukasus)

Am Oberlauf der Teberda befindet sich die Dombai-Wiese. Von hier aus schaffen auch nicht besonders erfahrene Touristen mit Leichtigkeit den Aufstieg zum Alikbek-Gletscher, können sie eine Wanderung zum Kluchorski-Pass (2782 Meter) und zum kleinen, aber sehr tiefen Kluchorski-See unternehmen, auf dem sogar im Hochsommer Eisschollen schwimmen.
Die Gipfel des Elbrus, des Tscheget und des Dombai sind ganzjährig mit tiefem Schnee bedeckt. Hierher kommen traditionsgemäß Touristen, Bergsteiger und Skisportler, denen Drahtseilbahnen und Hotels zur Verfügung stehen. Die malerische Baksan Schlucht kann es durchaus mit einem Alpental aufnehmen. Der von den Elbrus-Hängen herabfließende Baksan wird im Grunde genommen von Mineralquellen gespeist.

Generell ist das Mineralwasser der traditionellste und wirkungsvollste therapeutische Faktor im nördlichen Kaukasus. Die hiesigen Quellen sind schon seit alters her berühmt, unterscheiden sich sehr stark hinsichtlich ihrer chemischen Zusammensetzung und ihrer medizinischen Eigenschaften, einige von ihnen haben nicht ihresgleichen. Bereits im 19. Jh. entstanden hier die berühmten Kurorte in Russland Kislowodsk, Jessentuki, Pjatigorsk und Shelesnowodsk. Auf einem relativ kleinen Territorium sind mehr als hundert Mineralwasserquellen konzentriert. Das bekannteste Mineralwasser heißt Narsan - ein kabardinisches Wort, das „Recken-Wasser" bedeutet.

Nicht minder geschätzt ist der Heilschlamm aus dem Tambukan See. In dieser Gegend gibt es mehr als 100 mit modernen Ausrüstungen versehene Heilstätten, außerdem fast 30 Touristen- und Hotelkomplexe. Jährlich kommen über eine halbe Million Menschen hierher, die Heilung und Erholung suchen. In der Regel kann man nach einem Aufenthalt in der Kurortregion um Mineralnyje Wody seine Krankheiten für längere Zeit vergessen. Nicht von ungefähr leben nirgends so viele über hundert Jahre alte Menschen wie im Kaukasus.
 
Zu Beginn der 20er Jahre des 19. Jahrhunderts waren in den Wäldern des Kaukasus fast alle Tiere ausgestorben. Es verschwanden nur hier anzutreffende seltene Hirscharten, Wisente und der westkaukasische Steinbock. Die Einrichtung eines kaukasischen Naturschutzgebietes und einiger Gehege führte nicht nur zur Rettung der Tiere, sondern es konnten verschiedene andere Arten heimisch werden. Wildschweine, Gemsen und Rehe sind jetzt keine Seltenheit mehr, auch kann man viele Steinböcke und Wisente antreffen. Aber der Stolz der hiesigen Wälder ist der kaukasische Edelhirsch, ein beeindruckendes wohlgestaltetes und graziöses Tier. Von besonderer Schönheit ist das Männchen mit dem verzweigten und ausladenden Geweih. Hinsichtlich der Schönheit machen ihm die eleganten Rehe und die im Kaukasus heimisch gewordenen Sika-Hirsche sowie die europäischen Damhirsche Konkurrenz. Diese Tiere bewegen sich mit einer unheimlichen Geschwindigkeit, bei der sie Sprünge von 8 Meter Länge machen. In den subtropischen Wäldern der Schwarzmeerküste herrscht der kaukasische Bär. Er ist etwas feige, seine Ration besteht aus pflanzlichem Futter, und sollte er auf Menschen treffen, entsteht keine Gefahr.


Der Elbrus - Bergmassiv des Großen Kaukasus

Der Elbrus ist ein Bergmassiv des Großen Kaukasus, Russland

Der Elbrus ist ein Bergmassiv des Großen Kaukasus, der aus dem Kegel eines erkalteten Vulkans mit zwei Gipfeln besteht: dem östlichen (5 621 m) und dem westlichen (5 325 m), die durch eine tiefe Einsattelung (5 325 m) getrennt sind. Von russischer Seite wird als der höchste Punkt Europas der Elbrus angesehen und nicht der Mont Blanc, wie in der ganzen Welt angenommen wird. Ein Gipfel wurde 1829 erstmals bezwungen, und im 20. Jahrhundert wurde das Elbrusgebiet vielmals gestürmt. Dazu kam der groß angelegte Abfahrtslauf und der Tourismus. In der Nähe der Siedlungen Terskol, Elbrus und Tegenekli gibt es Touristenstationen, Berghütten, Alpinistenlager und Seilbahnen.
In der an der Schwarzmeerküste des Kaukasus gelegenen Bucht von Gelendshik existieren ausgezeichnete Bedingungen für eine Klimakurort: Es herrschen mildwarme Winter und heiße und trockene Sommer vor. Gelendschik besteht buchstäblich nur aus Sanatorien, wo neben Sonnenbädern und Bädern mit Meerwasser auch solche mit Schlamm und Wein vorkommen. Das Mineralwasser von Gelendschik ist gut für Patienten mit Niere und Magenkrankheiten. In den letzten Jahren hat sich Gelendschik aktiv entwickelt, wobei an der Uferpromenade hervorragende Einrichtungen für Unterhaltung und Freizeitbetätigung sowie Parks mit Rummelplätzen entstanden. Die frische Luft hat den Duft von Fichten und in der Umgebung der Stadt gibt es Wasserfälle, die von Felsen niederstürzen, Zypressenhaine und historische Stätten. Hier findet man zum Beispiel Siedlungsüberreste, die ein Alter von 200.000 Jahren haben.

Russland: Urlaub in Sankt Petersburg

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Individualreisen: Rundreisen in Russland

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