Kulturtourismus in Russland: Asiatischerteil, Sibirien und Ural
Tobolsker Kreml, Tobolsk, Russland |
Sibirien nimmt ein riesiges Territorium ein, das mehr als die Hälfte Russlands und fast ein Viertel ganz Asiens umfasst. Die Eroberung Sibiriens von Russen war eine spannende Abenteuergeschichte seitdem 16Jh.
Die zahlenmäßig kleinen indigenen Urvölker Sibiriens bewahren bis in die heutigen Tage ihre exotischen Kulturen - die in-digen Sprachen, religiösen Vorstellungen und Riten, traditionelle Formen der Landnutzung. Ausserdem gibt es hier unikale archäologische Sehenswürdigkeiten sowohl auch viele Denkmäler der russischen Geschichte.
Von dem europäischen Teil Russlands ist Sibirien durch das Ural-Gebirge getrennt. Die Ural-Region ist unter anderem für die Geschichts- und Ethnographie-Interessierten von großer Bedeutung.
Wenn Sie Sibirien und seine Kultur kennen lernen möchten, unternehmen Sie Sibirien eine Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn quer durch Russland.
Grenze zwischen Europa und Asien
Die geographische Grenze zwischen Europa und Asien läuft am östlichen Hang des Uralgebirges. Heute erinnern nur symbolische Obelisken an die Grenze zwischen den Kontinenten. Hier können Sie lustige Erinnerungsfotos machen, auf den einer von Ihren Füßen in Europa steht, der andere aber sich in Asien befindet.
Tobolsker Kreml
Tobolsk ist die älteste russische Stadt in Sibirien. Aus der hölzernen Festung erwuchs eine Stadt, die erste Hauptstadt Sibiriens. Die Hauptsehenswürdigkeit der Stadt ist der sehr schöne und für Sibirien untypische Kreml aus weißem Stein. Vor kurzem wurde der Kreml restauriert und Ist heute eine wahre Perle der sibirischen Region. Im Kreml erhebt sich die elegante Sophien-Entschlafens-Kathedrale.
Stadt Ekaterinburg
Ekaterinburg ist heute die fünftgrößte Stadt in Russland, die Hauptstadt der Region Ural. Ekaterinburg ist auch ein Finanz- und Bankenzentrum, sowie das kulturelle und wissenschaftliche Zentrum des Ural. Für das kulturelle Leben der Stadt sorgen mehrere Theater, Kunstgalerie und viele Museen. In der Stadt gibt es eine Vielzahl an Sehenswürdigkeiten. Die Geschichte der Stadt ist unzertrennlich mit dem Namen des letzten russischen Zaren Nikolaj dem Zweiten verbunden, der hier im Jahre 1918 samt Familie von den Bolscheviken erschossen wurde. An der Stelle des Ipatiev-Hauses, wo die Zarenfamilie 1918 den Tod gefunden hat, steht heute eine Kirche.
Kasli-Gießerei in Russland
Kasli ist eine kleine Stadt im Südural. Sie Ist durch ihre Gusseisenkunst bekannt. Die Traditionen der Kasli-Giesserei sind im 19Jh.entstanden. Meisterstücke aus Kasli sind mehr als 100 Jahre lang weltbekannt. Vasen und Plastiken, Kaminverzierungen zeichnen sich aus durch Feinheit und hohe Qualität.
Newjansker Turm
Das kleine Städtchen Newjansk liegt nördlich von Ekaterin bürg. Hier giebt es einen sehenswerten 60-m hohen Turm, der oft mit dem Turm aus dem italienischen Pisa verglichen wird. Er wurde im 18Jh.gebaut mit der Höhe von 60 Meter, Fallgrad vom geraden Winkel mehr als 2 Meter. Laut der Legende, in den Kellern des Turms wurden illegal goldene und silberne Münzen gefertigt.
Ruinen Arkaim
Von großem Interesse sind die Ruinen der unbekannten alten Stadt Arkaim südlich von Tscheliabinsk. Hier gibt es über 70 archäologische Denkmäler aus verschiedenen Zeiten. Wissenschaftler meinen, diese Stadt sei 1 tausend Jahr älter als Troja. Hier wurde vermutlich das Pferd zum Haustier gezähmt. Der erste Zweiradkampfwagen und der erste Erz-Ofen für Kupferverhüttung sollen auch hier errichtet worden sein. Heute kann man den interessanten Führungen in Arkaim anschliessen.
Steinerne Idole in Russland
Im Südsibirien liegt die Republik Tuwa, das Existenzgebiet der bedeutendsten alten sibirischen Kulturen. Man glaubt, dass Dschingis-Khan in Tuwa geboren wurde und seine Mutter eine Tuwinerin war. Vielleicht deswegen hat der größte der in Steppen bei Tuwa feindlichen Idole diesen Namen bekommen. Tuwiner glauben, dass diese Idole eine enorme energetische Kraft besitzen, die der Mensch nützen oder schaden kann.
Zentrum Asiens in Russland
Die Hauptstadt der Teilrepublik Tuwa in der Russischen Föderation ist Kysyl. Kysyl ist sehenswert wegen seiner buddhistischen Kathedrale, dem Nationalmuseum von Tuwa und der einzigartigen Klinik, wo die Kranken nach den Schamanistischen Traditionen behandelt werden. Im Zentrum der Stadt, auf dem Ufer des JenisseJ erhebt sich das Denkmal „Zentrum Asiens".
Kunst des Kehlkopfgesangs, Russland
Tuwa ist eine dieser seltenen Weltgegenden, in denen der Kehlkopfgesang, die traditionelle tuwinische Gesangs Technik, zur Meisterschaft entwickelt wurde. Kehlkopfgesang unterscheidet sich von westlichem Obertongesang sowohl musikalisch durch seine ethnische Tradition, wie auch technisch durch besondere Arten den Grundton zu erzeugen.
Schamanismus in Russland
Schamanen sind zentrale religiöse Funktionsträger sibirischer Kulturen. Sie vermitteln in magischer Naturverbundenheit über veränderte Bewusstseinszustände zwischen den Kräften der sichtbaren und unsichtbaren Welt. Heute sind die schamanistischen Traditionen am besten in Tuwa, Burjatien und Jakutien erhalten.
Stadt Irkutsk, Russland
Irkutsk liegt im Ostsibirien, rund 60 km vom Baikalsee, dem tiefsten und reinsten See der Welt, entfernt. Sie ist eine der ältesten Städte Sibiriens. Heute ist Irkutsk eine der industriell erschlossensten Regionen Russlands. In der Innenstadt gibt es viele architektonische Denkmäler, besonders malerisch sind altertümliche Holzhäuser mit Holzschnitzereien im Stil des sogenannten sibirischen Barocks.
Iwolginskij Dazan
Südlich vom Baikalsee liegt die autonome Teilrepublik Burjaten, die als Zentrum des russischen Buddhismus gilt. Der Buddhismus, und zwar Lamaismus, seine tibetische Sonderform, kam In diese Region im 17. Jahrhundert. Hier wurden zahlreiche lamaistische Dazans gegründet. 40 Kilometer von der Hauptstadt Burjatiens Ulan-Ude liegt Iwolginsker Dazan, der wichtigste buddhistische Tempel Russlands. Bei dem Dazan funktioniert auch das buddhistische Institut.

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