Kulturtourismus in Russland: Moskau
Moskauer Kreml, Russland |
Moskau ist die Hauptstadt der Russischen Föderation, das wissenschaftliche, touristische, kulturelle und geschäftliche Zentrum Russlands. Moskau wurde erstmals 1147 erwähnt. Besonders sehenswert sind der Moskauer Kreml, die Basilius-Kathedrale, die Christ-Erlöser-Kathedrale, das Novodevichy und Donskoj Kloster, Schloss- und Parkanlagen in Kolomenskoje, Kuskowo und Ostankino. Das kulturelle Leben der russischen Hauptstadt ist sehr abwechselnd reich. Am berühmtesten ist das Bolschoj Theater. Mehr als 100 Museen verfügen über reiche Sammlungen der Malerei und Plastik. Weltbekannt sind die Tretjakow-Galerie und das „Puschkin-Museum für Bildende Kunst“. Das moderne Moskau ist eine markante und dynamische Megapolis, wo sich Geschichte und Gegenwart eng verflechten. Die Stadt ist reich an kulturellen Ereignissen.
Moskauer Kreml
Der Moskauer Kreml ist das Wahrzeichen von Russland und Moskau. Innerhalb der Kremlmauern befinden sich viele historisch bedeutsame Bauwerke. Der Kreml wurde mehrmals umgebaut. Die Türme und Mauer aus rotem Ziegelstein wurden am Ende des 15. Jahrhunderts erbaut. Das Zentrum des Kremls ist der Sobornaja-Platz. Seinen Namen hat er auf Grund der hier stehenden Kreml-Kathedralen - Erzengel-Michael-Kathedrale (Archangelski Sobor), Mariä-Verkündigungs-Kathedrale(Blagoweschtschenski-Sobor)und Maria-Entschlafens-Kathedrale (Uspenski-Sobor). Auf diesem Platz steht auch der Glockenturm Iwan des Großen mit seinen goldenen Kuppeln. 1849 wurde von Baumeister Ton der Große Kremlpalast erbaut. Da befanden sich die Privat- und Repräsentationsräume der Zarenfamilie. Die Innenausstattung verkörpert verschiedene Baustile - von Renaissance bis zum russisch-bysantischen Stil.
Im Facettenpalast sind einzigartige Stücke aus Edelstein, Schmuck, Gold- und Platinum zu sehen. Hier werden die Symbole der Macht von den russischen Zaren - das Zepter und die Krone - aufbewahrt.
Die Rüstkammer, das frühere staatliche Waffendepot, ist das älteste Museum Russlands. Die erste Erwähnung ist in der Chronik aus dem Jahr 1547 zu finden. Die Rüstkammer verfügt über eine reiche Sammlung von Waffen, Kirchengegenständen, Stoffe und Porzellan aus verschiedenen Ländern.
Zarenkanone (Zar Puschka)
Erzenglekathedrale in Moskauer Kreml, Russland |
Die Zaren Kanone befindet sich im Moskauer Kreml. Sie ist ein einzigartiges Zeugnis der altrussischen Artillerie. Sie ist die größte Kanone der Welt: fast 40 Tonnen schwer mit einem Kaliber von 890 mm. Sie wurde im Jahre 1586 vom Kanonenmeister Andrej Tschochow aus Bronze gegossen und war für die Verteidigung der Übergangsstelle über die Moskwa vorgesehen. Sie kam aber nie zum Einsatz.
Zarenglocke (Zar Kolokol)
Neben dem Glockenturm Ivan des Großen im Kreml steht die größte Glocke der Welt. Die Zarenglocke wurde im 18. Jahrhundert gegossen und sollte ihren Platz im Glockenturm finden, läutete aber kein einziges Mal. Direkt nach dem sie gegossen wurde, kam es im Kreml zu einem Großbrand und die Glocke zersprang. Die misslungene Glocke ist heute im Kreml zu besichtigen.
Roter Platz in Moskau
Der Roter Platz ist einer der wichtigsten Plätze und Symbolen Russlands. Er entstand im 15. Jahrhundert. Auf Altrussisch bedeutet das Wort «rot» schön". Also wäre „Schöner Platz" die bessere Übersetzung. Auf diesem Platz wurden die wichtigsten Staatsverordnungen verlesen, hier sprachen die Zaren und Patriarchen mit dem Volk. Später wurde der Roter Platz zum Ort, wo Militärparaden und Feierlichkeiten durchgeführt werden. Hier werden auch Konzerte von den berühmten Opern- und Popstars veranstaltet.
Basilius-Kathedrale in Moskau
Basilius Kathedrale (Kathedrale zu Mariä Schutz und Fürbitte) in Moskau, Russland |
Die Basilius-Kathedrale, eines der Wahrzeichen Moskaus, steht auf dem Roten Platz neben dem Kreml. Die Kathedrale wurde im 16. Jahrhundert von den Baumeistern Barma und Postnik aus An-lass des Sieges über die Tataren erbaut. Neun Türme mit den Kuppeln bilden einen einzigartigen architektonischen Aufbau. Der Grundriss stellt ein griechisches Kreuz dar. Es wird behauptet, dass Zar Ivan der Schreckliche den Baumeistern danach die Augen ausstechen ließ, damit sie nicht noch eine so schöne Kirche schaffen können.
Lenin-Mausoleum
An der Kreml Mauer steht das Lenin-Mausoleum, das jüngste Bauwerk auf dem Roten Platz. Hier, im Trauersaal befindet sich der Kristallsarkophag mit dem Körper von Wladimir Lenin, dem Organisator der Oktoberrevolution 1917. Dieses Mausoleum wurde in 1930 aus feinem Labradorstein und dunkelrotem Granit errichtet. Über dem Eingang befindet sich eine Tribüne. Von da aus begrüßen die ersten Personen des Staates das Volk während der Paraden und Feierlichkeiten.
Bolschoj Theater, Moskau
Das Bolschoj Theater ist eines der berühmtesten Theater der Welt, es ist ein Wahrzeichen des kulturellen Lebens Moskaus. Das klassizistische Gebäude des Theaters ist in der ersten Hälfte des 19. Jahrhundert vom Baumeister Bowe erbaut. In Verbindung mit dem Bolschoj Theater stehen die Namen größter Persönlichkeiten der Kunst wie Fjodor Schaljapin, Sergej Lemeschew, Galina Wischnewskaja, Galina Ulanowa, Maja Plisetskaja, Michail Baryschnikow.
Christ-Erlöser-Kathedrale in Moskau
Christ-Erlöser-Kathedrale in Moskau, Russland |
Die imposante Christ-Erlöser-Kathedrale erhebt sich nicht weit vom Kreml. Dieses Baudenkmal hat ein einzigartiges Schicksal. Die Kathedrale wurde in 1883 von Volksspenden erbaut. 1931 auf persönlichen Befehl Stalins wurde die Kathedrale gesprengt. Hier wurde der Bau eines riesigen Sowjetspalasts geplant. Dies scheiterte aber und in der Grube war eine lange Zeit ein Freibad. 1994 wurde es entschlossen, die Kathedrale wieder neu zu erbauen. Die große Kathedrale, deren Bau im 19. Jahrhundert 45 Jahre dauerte, wurde nur in 6 Jahren wiedererrichtet.
Novodevichy Kloster, Moskau
Eines des schönsten Klosters von Moskau wurde zu Beginn des 16. Jahrhunderts gegründet und Ende des 17. Jahrhunderts vollendet. Dieses Nonnenkloster ist eng mit der Geschichte des Kreml verbunden und wurde im 16. - 17. Jahrhundert von den Frauen aus der Zaren- und Adelsfamilien genutzt. Die Hauptkathedrale des Klosters. Smolensky-Kathedrale, ist nach dem Muster von der Maria-Entschlafens-Kathedrale (Uspenski-Sobor) im Kreml gebaut. Auf dem Novodevichy Friedhof sind viele berühmte Personen bestattet.
Tretjakow Galerie in Moskau
Novodevichy Kloster (Neujungfrauenkloster) in Moskau, Russland |
Die Tretjakow Galerie gilt als weltweit beste Sammlung russischer Kunst. Sie wurde zu Ehren ihres Gründers benannt. Ende des 19. Jahrhunderts schenkte der Kaufmann und leidenschaftliche Sammler Pawel Tretjakow seine reiche Sammlung von Gemälden der Stadt Moskau. In diesem Museum kann man die lkone „Dreifaltigkeit" von Andrej Rublew (1425) ,„Die Erscheinung Christi vor dem Volke" von Alexander Iwanow bewundern. Interessant zu sehen sind auch Meisterwerke der russischen Avantgardisten Malevitsch, Chagall, Rodtschenko und andere.
Sieben Schwestern Stalins
Die sieben Schwestern Stalins - so werden die im Stalins Auftrag Mitte des vorigen Jahrhunderts erbauten Hochhäuser im Zentrum Moskaus genannt. Die monumentalste und wohl bekannteste ist die Lomonossow-Universität auf den Sperlingsbergen. In den anderen Hochhäusern befinden sich das Aussenministerium, Hotels, Büros und Wohnungen.
Fernsehturm Ostankino in Moskau
Sieben Schwestern Stalins, Moskau Fluss, Russland |
Der Fernsehturm Ostankino ist der zweithöchste in der Welt nach dem Fernsehturm in Toronto (Kanada). Seine Höhe betrug bis vor kurzem 539 m. Auf 328 Metern Höhe gibt es das rotierende panorama-restaurant, bei klarer Luft mit zu 40 km weitem Ausblick. Im 2000 brach ein Kabelbrand aus. Nach einem Tag war das Feuer gelöscht. Im Zuge der Renovierung aber wurde der Turm auf 562 m aufgehockt.
Moskauer U-Bahn
Die Metrostationen mit ihren Stationshallen waren einst als Paläste für das Volk gedacht. Die erste U-Bahnlinie wurde 1935 errichtet. Die Innenausstattung der Stationen wurde von den besten Baumeistern der Stadt ausgearbeitet. Die Stationen, Kropotkinskaja", „Krasnyje Worota", „Sokolniki“ und „Majakowskaja" wurden Mitte des 20. Jahrhunderts auf den internationalen Ausstellungen in Paris, Bruxelles und New York ausgezeichnet. Heute verfügt die Moskauer U-Bahn über mehr als 170 Stationen auf fast 280 km Länge.
Kuskowo
Kuoskowo in Moskau, Russland |
Die Schloss- und Parkanlage Kuskowo befindet sich östlich von Moskau. Das Schloss wurde im 18. Jahrhundert erbaut. Es gehörte der Grafenfamilie Scheremetjew. Bis Heute sind das Schloss, die Pavillons „die Grotte" .die Orangerie" und .die Eremitage" und das „Italienische" und „Holländische" Häuschen erhalten geblieben. Im alten Park mit seinem Teichen und Kanälen findet man 200 Jahre alte Bäume.
Kolomenskoje, Moskau
Im 16. und 17. Jahrhundert befand sich hier die Sommerresidenz der russischen Zaren. Heute gehört dieses Bauensemble zum Moskauer Stadtgebiet. Doch der Park am hohen Ufer der Moskwa bleibt von den Vororten der Metropole unberührt. Die Hauptsehenswürdigkeit ist wohl die im 16. Jahrhundert erbaute Himmelfahrtskathedrale, die 1994 in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen wurde.
Puschkins Museum für Bildende Kunst in Moskau
Puschkins Museum für Bildende Kunst ist eines der bedeutendsten Museen Moskaus. Die Sammlung besteht aus Gemälden der verschiedensten Epochen und Kunstrichtungen, Gipskopien berühmter Skulpturen, ägyptischen Artefakten, einer Graphiksammlung, einer Sammlung westeuropäischer Skulpturen, angewandter Kunst, einer numismatischen Sammlung.
Olympiastadion „Luzhniki"
Der höchste Punkt Moskaus sind die Sperlingsberge. Von der Aussichtsplattform öffnet sich ein wunderbarer Blick auf den Zentralteil der Stadt mit dem Fluss Moskwa. Alle Blicke zieht das Olympiastadion „Luzhniki“ an, auf dessen Platz Sportveranstaltungen und Konzerte durchgeführt werden.
Arbat in Moskau
Das Wort „Arbat" kam ins Russische aus den türkischen Sprachen und bedeutet "Vorort". Dieser Ort war zwar ein Vorort Moskaus im 15. Jahrhundert. Heute ist der Alte Arbat eine Fußgängerzone. wo die Musiker liefe spielen und Maler Ihre Bilder malen können. Einkaufen, Essen und Trinken - wer Moskau genießen will, muss die Vielfalt Arbats genießen.
Zirkus am Zwetnoj-Boulevard in Moskau
Der Zirkus am Zwetnoj Boulevard ist einer der ältesten in Russland und wohl der bekannteste Moskaus. Er wurde mehr als vor 100 Jahren erbaut. Auf seiner Arena traten bekannte Clowns, Dompteure, Akrobaten, Gleichgewichtkünstler und Illusionisten auf. Bekannt wurde der Zirkus wegen seiner Regisseure wie z.B. Juri Nikulin. Nach der Modernisierung in den 80-er-Jahren des vorigen Jahrhunderts lockt der Zirkus seine Zuschauer wie in früheren Zeiten an.

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