Kulturtourismus in Russland: Der „Goldene Ring“
Dreifaltigkeits-Sergius-Kloster in Sergijew Posad, Russland |
Die Sergius-Dreifaltigkeit-Lawra, Pereslavl-Zalessky, Rostov Weliky, Uglitsch, Myschkin, Kaljasin, Jaroslawl, Wladimir. Die Uspensk Kathedrale Wladimir. Das Goldene Tor Wladimir. Die Dmitrievsky-Kathedrale Kunsthandwerk. Das russische Kolorit.
Als der „Goldene Ring" wird eine Kette alter russischer Städte bezeichnet, die nördlich von Moskau liegen. Das ist eine der befragsten Reiserouten Russlands. Die Städte des „Goldenen Rings" sind reich an historischen und kulturellen Denkmalern. Dazu gehören schöne orthodoxe Kirchen mit einzigartigen Fresken und Ikonen, alte Klöster und Festungen, verschiedene Museen. Manche Sehenswürdigkeiten des „Goldenen Rings" stehen auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes - die Sergius-Dreifaltigkeit-Lawra, Baukunstwerke von Suzdal und Wladimir, der historische Stadtkern von Jaroslawl. Sollen Sie eine Reise im „Goldenen Ring" unternehmen, können Sie die Schönheit der alten Denkmäler genießen, vieles über die russische Geschichte, Kultur und geistliche Tradition lernen.
Die Sergius-Dreifaltigkeit-Lawra, Russland
Heiliger Nikolaus Kloster, Pereslawl-Zalessky, Russland |
Ungefähr 70 km nord-östlich von Moskau liet die Stadt Sergiev Posad. Sie ist wegen der Sergius-Dreifaltigkeit-Lawra, des orthodoxen Klosters mit reicher Geschichte, bekannt. Die Lawra wurde im 14. Jahrhundert von Sergej Radonezhskij, einem der bedeutendsten russischen Geistlichen, gegründet. Mehrere Jahrhunderte lang war die Sergius-Dreifaltigkeit-Lawra Zentrum des geistlichen Lebens Russlands, dessen Bedeutung für Russland mit der vom Vatikan für Westeuropa verglichen werden kann. Heute befinden sich hier ein Männerkloster, ein geistliches Seminarium und ein Museum, das über die orthodoxe Geschichte Russlands erzählt. Das Kloster gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Pereslavl-Zalessky, Russland
In diesem alten Städtchen gibt es viele schöne Kirchen. Nebenan befindet sich der Pleshcheevo-See, der als Heimat der russischen Flotte gilt. Vor drei Jahrhunderten lernte hier der russische Zar Peter der Große das ABC der Schifffahrt. Sein Segelmacher ist bis heute erhalten geblieben und im lokalen Museum zu sehen. In Pereslavl-Zalessky gibt es auch andere interessante Museen, wie z.B. das Museum für Bügeleisen.
Stadt Rostov Veliky in Russland
Spaso Jakovlevskiy Kloster, Rostow Weliky, Russland |
Rostov Veliky ist die älteste Stadt im Nord-Westen Russlands. Zum ersten Mal wurde sie in einer Chronik im Jahr 862 erwähnt. Heute ist es ein kleineres gemütliches Städtchen am Ufer des malerischen Sees Nero. Am Boden dieses Sees liegt eine 20 m dicke Schicht von Schlamm, der als Dünger verwendet wird. Im Nero-See spiegeln sich die Türme des weißen Rostover Kremls.
Uglitsch, Russland
Diese Stadt am hohen Wolga-Ufer ist nicht nur wegen ihrer Baudenkmäler interessant. Hier spürt man den Atem der Zeit, denn Uglitsch ist eng in die russische Geschichte eingeflochten. Am Ende des 16. Jahrhunderts fand hier Zarewitsch Dimitri seinen geheimnisvollen Tod. Dimitrii war der Sohn des Zaren Ivan des Schrecklichen, der als der grausamste Zar in der russischen Geschichte bekannt ist. Das Volk vermutete, dass der Zarewitsch getötet wurde und machte einen Aufstand, der brutal unterdrückt wurde. Die Glocke, die läutete, um alle zum Aufstand aufzurufen, wurde „bestraft" - sie wurde gepeitscht, ihr Klöppel wurde ausgerissen und sie wurde nach Sibirien verschickt. Viele Jahre später wurde die Glocke .freigesprochen* und wird jetzt im Kreml von Uglitsch aufbewahrt.
Städtchen Myschkin in Russland
Uglitsch, Goldener Ring Russland |
In diesem alten gemütlichen Städtchen gibt es ausgewöhnliche kleine Museen. Den Stadtnamen kann man aus dem Russischen als „die Stadt einer Maus* übersetzen, deswegen errichteten die Einwohner das einzigartige Museum für Mäuse, wo eine Sammlung verschiedener Abbildungen dieses kleinen grauen Tieres dargestellt wird. Außerdem gibt es in Myschkin das Walenki-Museum, das über diese traditionellen russischen Winterschuhe erzählt, und das Peter Smirnovs Museum, des Erfinders des weltbekannten Wodkas.
Stadt Kaljasiri in Russland
Diese kleine Stadt an der Wolga ist wegen des Glockenturms der Nikolsky-Kathedrale bemerkenswert. Dieser Turm steht mitten eines Stausees. In den 30-ern Jahren des 20. Jahrhunderts wurde der Stadtteil, wo sich die Kathedrale befindet, während der Errichtung eines Wasserkraftwerks überschwemmt. Heute ist dieser, sich aus dem Wasser erhebene Glockenturm, ein trauriges Denkmal an die Zeiten in der russischen Geschichte, als die Religion verfolgt und die Kirchen zerstört wurden.
Stadt Jaroslawl, Russland
Myschkin, Goldener Ring Russland |
Jaroslawl ist die größte Stadt des „Goldenen Rings" eine alte Stadt mit reicher Geschichte. 2010 wird sie tausend Jahr alt. Hier sind der Kreml, schöne Kirchen und Klöster aus dem 16. Jahrhundert erhalten. Das Im 12. Jahrhundert gegründete Erlöserkloster beherbergt das älteste erhaltene Bauwerk der Stadt - das Christi-Verklärungs-Kloster, das zugleich die Funktion des Kremls hat. Das Wolga-Ufer in der Stadtmitte ist mit feinen Gusseisengittern aus dem 19. Jahrhundert beschmückt.
Kostroma in Russland
In Kostroma wurden im Mittelalter wunderbare Stoffe gewoben. Auf dem Stadtwappen aber sieht man ein goldenes Schiff, dessen Segel vom Wind gefüllt sind. Und das ist nichtzufällig - Kostroma war früher ein großes Handelszentrum Alt-Russlands, hierher kamen Kaufleute aus allen Ecken Europas. Bis in die heutigen Tage hat Kostroma die schöne Atmosphäre einer alten Kaufmannsstadt aufbewahrt. Eins der Baudenkmäler von Kostroma ist das Ipatjew-Kloster.
Stadt Pljos, Russland
Tolgskiy Mariä Opfer Kloster, Jaroslawl, Russland |
Pljos ist eine kleine Stadt an der Wolga. Am Ende des 19. Jahrhundert war sie unter den russischen Intellektuellen sehr populär. Damals lebte in dieser Stadt der russische Maler Isaak Levitan. Hier wurden seine bekanntesten Werke geschaffen. Heute befindet sich In Pljos das Levitan-Museum.
Stadt Jurjew-Polskij
Die alte russische Stadt Jurjew-Polskij wurde von Fürst Juri Dolgoruky gegründet und ist ihm zu Ehren so genannt. Fürst Juri Dolgorukij gründete auch Moskau. Im 13. Jahrhundert wurde in Jurjew-Polskij die Georgier-Kathedrale, eins der bemerkenswertesten Denkmälern des „Goldenen Rings“ erbaut. In der Stadt befindet sich bis heute ein hoher Erdwall des Kremls aus dem 12. Jahrhundert.
Die Kirche Pokrow-an-der-Nerl
Ipatij Dreifaltigkeitskloster in Kostroma, Russland |
Die Kirche Pokrow-an-der-Nerl ist ein Meisterwerk der russischen Baukunst. Sie befindet sich nicht weit von der Stadt Wladimir. Diese im 12. Jahrhundert erbaute Kirche steht auf einer künstlichen Erhöhung am Zusammenfluss von zwei Flüssen. Ihre Außenform ist von Harmonie und Eleganz erfüllt, sie kann mit einem weißen Segel verglichen werden.
Museumsstadt Suzdal, Russland
Diese Museumsstadt ist ein wahres Juwel des „Goldenen Rings". Ihr historisches Bild blieb seit zweieinhalb Jahrhunderte praktisch unverändert. Hier befinden sich mehr als 200 Baukunstdenkmäler des vergangenen Jahrtausends - der Kreml, alte Handelsstätten sowie viele Kirchen und Klöster. Der besondere Reiz von Susdal besteht im Geläute seiner Kirchenglöcken. Diese Musik füllt das Herz und beruhigt die Seele.
Stadt Wladimir. Die Uspensk Kathedrale
Museumsstadt Suzdal, Goldener Rind, Russland |
Wladimir war die Hauptstadt des russischen Staates im 12-13 Jahrhundert. Die bekanntesten Architekturdenkmäler in Wladimir, das auch Museum unter freiem Himmel genannt wird, sind das Goldene Tor, die Uspensky- und Dmitrievsky-Kathedralen aus weißem Stein. In Uspensky- Kathedrale kann man die Fresken von den russischen Ikonenmalern Andrej Rublev und Daniil Cherny bewundern (Anfang des 15. Jahrhunderts).
Stadt Wladimir. Das Goldene Tor
In Wladimir ist ein Denkmal aus dem 12. Jahrhundert, das Goldene Tor aus weißem Stein erhalten. In den alten Zeiten begann hier die Hauptstraße der Stadt. Seine Eichenflügel waren mit vergoldetem Kupfer geschmückt, der Bogen wurde mit Fresken bemalt, in der Kirche über dem Tor fanden Gottesdienste statt. Heute befindet sich hier das militärhistorische Museum.
Stadt Wladimir. Die Dmitrievsky-Kathedrale
Mariä Entschafens (Upenski) Kathedrale, Wladimir, Russland |
Die im 12. Jahrhundert erbaute Dmitrievsky-Kathedrale ist wegen ihrer feinen Steinmetzarbeiten an ihren Mauern sehenswert. Hier sind mehr als ein Tausend geheimnisvolle Bilder zu sehen. Unter anderem finden wir hier den Zaren Solomon und David, Alexander Makedonskij und die russischen Fürsten. Oben ist die Kathedrale von einem durchbrochenen Kreuz und einer Wettertaube gekrönt. Die Restaurationsarbeiten an der Kathedrale dauerten eine lange Zeit, heute aber haben die Touristen wieder die Möglichkeit, die Schönheit der Kathedrale zu genießen.
Kunsthandwerk in Russland
Der „Goldene Ring" umfasst Städte und Dörfer, wo von jeher gute Handwerker leben. Die Handwerkertraditionen werden bis Heute bewahrt. In Gus-Hrustalnyj werden Kristallerzeugnisse hergestellt, in Palecha Schatullen aus Holz bemalt, in Rostov Velikij emaillierter Schmuck angefertigt. Die weltbekannten russischen Matroschkas wurden schon vor 100 Jahren in Sergijev Posad erzeugt. Solche originelle Andenken können auch für Sie schöne Erinnerungen an Russland werden.
Das russische Kolorit
Während der Reise im „Goldenen Ring* werden Sie die Gelegenheit haben, die russischen kulturellen Traditionen und das nationale Kolorit kennen zu lernen. Auf der ganzen Reiseroute gibt es viele kleinere Restaurants mit russischer Nationalküche. In den Städten des „Goldenen Rings" werden Abende der Volkskunst und Auftritte der Volksensembles veranstaltet, sowie vielfältige Volkskunstfestivals durchgeführt.

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