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Historische Kleinstädte

Historische Kleinstädte in Russland

Die Nordländer in Russland sind sehr gastfreundlich und herzlich.

Als verlangsame die Geschichte ihren Lauf, um die Gemütlichkeit nicht zu zerstören. Im ruhigen und gelassenen Alltag kleiner Städte besteht ein gewisser Reiz. Die Provinz bewahrt eine einzigartige Atmosphäre der vergangen Jahrhunderten. Sie ist das wahre Herz und die Seele Russlands. Gastfreundlich begrüßen mittelrussische Städte ihre Gäste. Leise plätschern die Wellen der Flüsse. Die Holzhäuser sind bis zum Dach in Grün gebettet. Vergoldete Zwiebeltürme der Kirchen glänzen in der Sonne. Es ist das Geläut der Kirchenglocken zu hören.

Hier verflechten sich die Geschichte und das Moderne. Sollten Sie als Tourist sich von einem komfortablen Hotel aus auf einen Spaziergang durch die kleinen Gassen und malerischen Uferstraßen begeben, sehen Sie unterwegs hier und dort einen alten Kreml, orthodoxe Kirchen oder historische Stätte. Überall gibt es besuchenswerte und manchmal auch außergewöhnliche Museen wie z.B. das Museum für Mäuse, das Lebkuchen-Museum, das Walenki-Museum und viele andere.

Blick auf das Ufer von Myschkin, Russland

Mittelalterliche Festungen im Norden und in Sibirien beeindrucken auch heute mit ihrer Mächtigkeit. Dicke Mauern beweisen, dass die russischen Vorfahren es verstanden, ihre Heimat zu verteidigen. Aber die Tore öffnen sich vor Ihnen und Sie werden sehen, dass harte Nordländer sehr gastfreundlich und herzlich sind.
Von Generation zu Generation werden die Geheimnisse der alten Handwerke weitergegeben. Sie können ein Andenken an Ihre Reise kaufen - einen farbenfrohen Schal aus Pawlowsky Posad, eine lackierte Schatulle aus Palecha oder hauchdünne Spitzen der Meisterinnen aus Balachna. Manche Souvenirs können Sie während eines Festivals der Handwerker mit eigenen Händen anfertigen.

Unvergessliche Eindrücke bekommen Sie, wenn Sie in Russland eines der Feste feiern. Zur russischen Neujahr-Tradition gehören Fahrten mit Pferdeschlitten und andere Belustigungen. Masleniza (Butterwoche) ist ein Fest in Russland zur Begrüßung des Frühlings. Während der Masleniza wird ausgelassen gefeiert und gegessen. Es wird auch eine Strohpuppe, der personifizierte Winter, im Feuer verbrannt. Neben dem orthodoxen Ostern sind das die wichtigste Fest. Aber das ganze Jahr über werden in verschiedenen Städten und Dörfern Feste gefeiert.
Kein Fest kommt in Russland ohne ein üppiges und vielfältiges Festmahl aus. Auf den Tisch werden Pirogi (Blechkuchen), Bliny (Pfannkuchen), Gesalzenes, Stör, Fleisch in Tontöpfen, Kwas, Liköre und Medowucha (traditionelles russisches alkoholhaltiges Getränk auf Honigbasis) serviert.


Stadt Sergiew Possad, Russland

Sergej-Dreifaltigkeits-Kloster in Sergiew Possad, Russland

Nur eine Fahrtstunde von Moskau entfernt liegt eine wunderbare Stadt, das "geistige Herz Russlands". Sie heißt Sergijew Possad und wird auch der "russische Vatikan" genannt. Hier befindet sich die weltbekannte Sergius-Dreifaltigkeit-Lawra. Dieses Mönchskloster wurde im 14. Jahrhundert vom ehrwürdigen Sergej Radonezhskij gegründet. Die Lawra steht auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes. Talentierte Baumeister des Mittelalters haben hier ein architektonisches Meisterwerk aus Kirchen, Glockentürmen und Profangebäuden geschaffen.

Die größte Kirche des Klosters ist die Entschlafens-Kathedrale in Sergiew Possad, die in ihren Zügen die gleichnamige Kathedrale im Moskauer Kreml wiederholt. In der weißen Dreifaltigkeits-Kathedrale sieht man Ikonen von Andrej Rublev. Beeindrucken die Pracht und Schönheit der Wandmalereien des Refektoriums und der Zarengemächer.
Sergijew Possad ist bekannt als die "Hauptstadt des Spielzeugsreiches". Nach einer Legende schnitzte der ehrwürdige Sergij selbst Spielzeuge für die Kinder. Auch heute schaffen die Holzschnitzer im Dorf Bogorodskoje die bekannten Bogorodskoje Spielzeuge. Wenn man ein aus Holz oder Birkenrinde geschnitztes Spielzeug in der Lawra kauft, glaubt man, eine gottgefällige Tat vollzubringen. Die Ausstellung des Stadtmuseum macht die Touristen mit der hundertjährigen Geschichte russischer und ausländischer Spielzeuge bekannt.
Von großem Interesse sind die unterirdischen Mönchzellen, die sich in den Höhlen in der Stadtumgebung befinden. Besuchenswert ist auch der Wasserfall Gremjatschij, der für sein heilendes Wasser bekannt ist und auch im Winter nicht zufriert.

Wladimir, Russland

Stadt Wladimir, Russland

Ein strahlender Schatten des ehemaligen Ruhmes zeichnet Wladimir, die alte Hauptstadt des mächtigen Wladimir-Susdaler Fürstentums aus. Das Wahrzeichen der Stadt ist das Goldene Tor, die ehemalige festliche Einfahrt zur Stadt. Dieses Meisterwerk der Baukunst des 12. Jahrhunderts steht in der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes.

An einem hohen Hügel steht die Entschlafens-Kathedrale in Wladimir, eine Perle der russischen Architektur. Ihre Mauern sind mit über sechshundert Jahre alten Fresken bemalt. Eine bekannte Sehenswürdigkeit in Wladimir ist auch die Dmitrievsky-Kathedrale. Im Vergleich zu der Uspensky-Kathedrale (Entschlafens-Kathedrale) ist sie relativ klein, wirkt aber elegant und feierlich. Ihre Mauern sind mit feinen Steinmetzearbeiten beschmückt. Hier sind über 1000 Steine eingearbeitet. Dieses Baudenkmal steht unter UNESCO-Schutz. Nicht weit von Wladimir, hinter den mit Türmen versehenen Mauern, erhebt sich das Bogoljubow-Kloster. Zu seinem Ensemble gehört unter anderem ein altes Fürstenschloss, das früher dank seiner märchenhaften Pracht bekannt war.

Wunderschön ist die Kirche Pokrow an der Nerl. Sie ist in die mittelrussische Landschaft mit ihren Flüssen und Auen harmonisch eingebettet. Ihre elegante Silhouette ist von weitem zu sehen. Nicht weit von Wladimir entfernt befindet sich die Stadt der Meister, Gus-Hrustalnyj. Hier werden Exkursionen organisiert, während deren man die ganze Produktionskette und das Herstellen der Glaserzeugnisse sehen kann. Das Kristall-Museum stellt etwa 2000 einzigartige Ausstellungsstücke vor. Hier gibt es wahre Meisterwerke der russischen Glasbläserkunst.

Stadt Susdal in Russland

Mariä Schutz Nonnenkloster in Susdal, Russland

Auch wie vor vielen Jahrhunderten erklingt vom Glockenturm der Gemächer der Erzpriester das melodische Geläut einer Turmuhr mit Glockenspiel. Auf ihrem Zifferblatt stehen altrussische Buchstaben, denn damals waren Ziffern in Altrussland noch nicht üblich.

Die Märchenstadt Susdal heißt ihre Gäste herzlich willkommen. Sie ist ein Reservat des russischen Altertums, wo die einzige Atmosphäre einer mittelalterlichen Stadt bewahrt worden ist. Im historischen Teil der Stadt ist der Bau von mehr als drei Stockwerke hohen Häusern nicht erlaubt. Hier gibt es keine Industrie. Susdal ist eine Museumstadt. Hier gibt es über hundert Baudenkmäler. Die bedeutendsten sind der Kreml mit der Muttergottes-Geburts-Kathedrale, die Boris und Gleb-Kirche, das Erlöser-Jewfimi-Kloster und das Maria Schutz und Fürbitte Kloster. Das letztere ist durch sein Glockengeläut bekannt.

Es gibt es viele Kirchen und Kathedralen in Susdal. Deswegen wird Susdal oft die "heilige Stadt" genannt. Vom Poklonnaja Berg aus eröffnet sich eine schöne Aussicht auf die in der Sonne glänzenden goldenen Zwiebeltünnen.

Am anderen Ufer des Flusses Kamenka kann man im Freilichtmuseum für Holzbaukunst ein Dorf des 19. Jahrhunderts sehen. Hier sind mit Holzschnitzereien geschmückte Häuser, Wirtschaftsbauten, Handelsläden, Windmühlen und Kirchen ausgestellt.

Gäste der Stadt sollten unbedingt das Medowucha (traditionelles russisches Alkoholgetränk auf Honigbasis) probieren. Die Stadt galt früher als Zentrum der Honigherstellung. In Susdal werden regelmäßig Handwerkerfeste organisiert. Auf diesen Festen kann man zusehen, wie die Meister Holz schnitzen und bemalen oder Tonspielzeuge herstellen. Man kann sich auch im Handwerk auf die Probe stellen, z.B. selbst an einem Webstuhl arbeiten.

Stadt Aleksandrow. Pereslavl-Zalessky

Die "Fortuna" im Botik Museum, Pereslavl-Zalessky, Russland

Ein wahrer Schmuck der populären Touristenroute der Goldene Ring ist die Stadt Aleksandrow. Umgeben von malerischen Landschaften Mittelrusslands erheben sich weiße Mauern und Türme einer majestätischen Festung. Das ist der Aleksandrow-Kreml. Jedes Jahr kommen viele Touristen, um ihn zu besichtigen. Dieses imposante Baudenkmal der mittelalterlichen Architektur ist gut erhalten. Das Highlight des Kreml ist die Kreuzigungskirche. Zu verschiedenen architektonischen Epochen gehören die Dreifaltigkeits-Kathedrale, die Entschlafens-Kirche sowie andere Bauten. Dabei schließen sie sich in ein einheitliches und hannonisches Ensemble ein.

Im Kreml befindet sich auch das Museum "Aleksandrowskaja sloboda", das sorgfältig die Gegenstände aus der ehemaligen Zarenresidenz aufbewahrt. Sie sind von Geheimnissen und Legenden aus der Regierungszeit von Iwan dem Schrecklichen, eines der kaltblütigsten Zaren Russlands, umwoben. Am Ufer des Sees Pleshcheevo steht ein kleines gemütliches Städtchen Pereslavl-Zalessky, eines der ältesten in Russland. Der See ist fast vollkommen oval und beeindruckt mit seiner Schönheit und der Klarheit des Wassers. Hier gründete der russische Zar Peter der II. den Anfang der russischen Militärflotte. Eines der ersten Schiffe dieser Flotte, die "Fortuna", kann man im örtlichen Museum "Botik" sehen.

In der Stadt sind zahlreiche historische und architektonische Denkmäler erhalten, z.B. Kirchen, Kathedralen und vier Klöster. In einem der Klöster, dem Gorizkij-Kloster, befindet sich das Pereslawler kunsthistorische Museum. In der Stadt gibt es auch außergewöhnliche Museen wie z.B. das Bügeleisenmuseum und das Teekannenmuseum. Nicht weit von Stadt entfernt kann man das Museum der Dampflokomotiven besichtigen.


Tutaew. Kalyazin. Swiyazhsk, Russland

Fjodorowskij Kloster, Pereslavl Zalessky, Russland

In Tutaew erhebt sich am Ufer der Wolga die große Auferstehungs-Kathedrale. Sie gilt zu Recht als ein architektonisches Meisterwerk des 17. Jahrhunderts. Ihre Mauern sind mit schönen Holzschnitzereien und Kachelsteinen beschmückt. Die Innenausstattung beeindruckt mit ihrer altrussischen Ikonen, vergoldeten Kirchengegenständen und Holzskulpturen. Die hier befindlichen Freskenmalereien gehören zum nationalen Vermögen. Hier kann man die fast drei Meter hohe Ikone aus dem 15. Jahrhundert "Barmherziger Erlöser" sehen. Sie ist das geistliche Heiligtum der Stadt.

Tutaew ist durch die Herstellung von Glocken bekannt. Sie gelten als besten in Russland. Alte Traditionen werden bewahrt. Touristen können den Technologieprozess der Glockengießerei kennen lernen und das Geläut verschiedener Glocken - von ganz kleinen bis zu ganz großen - hören. Von anderen Städten an der Wolga unterscheiden sich Kaljasin und Swijazhsk dadurch, dass sie von Wasser umgeben sind. Es sind echte Inselstädte. Denjenigen, die sich Kaljasin mit dem Schiff nähern, öffnet sich von weitem aus eine bizarre Aussicht. Aus dem Wasser erhebt sich ein hoher eleganter Glockenturm.

Im 20. Jahrhundert wurde hier eine Wassersperre erbaut und der größte Teil von Kaljasin wurde überschwemmt. Von der alten Stadt sind nur wenige Straßen, drei Kirchen, Klosterinseln und der Glockenturm der Nikolsky-Kafhedrale erhalten geblieben. Er steht auf einer kleinen Insel und ist die einzige Erinnerung an die Schönheit dieser Stadt. Die Stadt Swijazhsk wurde auf einem Hügel erbaut und konnte dem Schicksal von Kaljasin entrinnen. Heute ist sie eine Inselstadt, die in vergangenen Jahrhunderten stehen geblieben ist. Die Stadtplanung der Stadt stammt aus dem Mittelalter.  Es gibt zahlreiche sehenswerte Klöster in Swijazhsk und Profanbauten.

Eine mächtige mittelalterliche Festung erhebt sich an dem hohen Ufer der Wolga. Es ist der Kreml in Jurjew-Polskij. Bis in unsere Tage ist ein zwei Kilometer langer und praktisch ideal runder Erdwall aus dem 12. Jahrhundert erhalten geblieben. Von den Sehenswürdigkeiten der Stadt wirken besonders beeindruckend die Georg-Kathedrale und das Erzengel-Michael-Kloster.


Myschkin & Pljos in Russland

Russischen Provinz

Tief in der russischen Provinz versteckt, liegt das ruhige, seinem Namen entsprechend, Städtchen Myschkin (vom russischen Wort "Maus"). Es versteckte sich vor der Hektik des modernen Lebens und konnte so seinen Lebensstil, seine Architektur und Eigenart bewahren. Ein Wahrzeichen der Stadt ist das einzigartige Museum für Mäuse. In einem alten Haus werden mehr als fünftausend Ausstellungsstücke aus aller Welt ausgestellt. Über das Leben in der russischen Provinz erzählen zahlreiche Museen. Das sind das Museum für Holzbaukunst, das Landeskundemuseum, das Museum der Miniaturplastik, das Leinen-Museum und das Wodka-Museum.

Im Walenki-Museum, dem Museum für traditionelle russische Filzschuhe, werden unter anderem Walenki ausgestellt, die manchmal eher wie festliche Stiefel aussehen und nicht wie die täglichen Schuhe eines Dorfbewohner. Das größte Ausstellungsstück ist 2 Meter hoch. Sollen Sie eine Schmiede oder Töpferstätten in Myschkin besichtigen, bekommen Sie ein exklusives Andenken angefertigt.

Im ethnographischen Museum werden Maschine und Geräte aus verschiedenen Zeiten vorgestellt von einer Dampflokomobile über Limonade- und Wurstherstellungsmaschinen bis zur Flugzeugturbine. Die kleine Stadt Pljos nennt man dank ihren Sandstränden, Laub- und Nagelwäldern sowie der sauberen Luft die "russische Schweiz". Sie ist ein Poem der russischen Natur. Hiesige Landschaften begeisterten viele russische Maler wie Isaak Levitan, llja Repin und andere. Vom hohen Ufer aus bietet sich eine unvergessliche Aussicht auf die breite Wolga.

Die Stadt liegt auf Hügeln. Die Stadtplanung von Pljos ist aus dem 18. Jahrhundert. Die Hauptstraße zieht sich parallel zu dem Fluss. Jedes neue Haus am Ufer wird in den Traditionen des 18. Jahrhunderts erbaut. Die Häuser auf den Hügeln erbaut man in dörflichen Traditionen. Mit Holzschnitzereien verzierte Häuschen und zwei- bis dreistöckige Gebäude bilden ein einheitliches historisches Stadtbild. In der Stadt gibt es das Levitan-Museum, das einzige Museum für Landschaftsbilder in Russland. Hier werden Originale der schönsten Landschaftsbilder ausgestellt. Besuchenswert ist auch das Museum für Volkshandwerk in Pljos, wo man Werke der russischen Meister sehen kann. In Pljos werden interessante Ausflüge organisiert wie z.B. "Bei der Wirtin zu Gast". Während dieser Exkursion in einem russischen Bauernhaus lernt man die Traditionen und den Alltag des Altrusslands kennen. Im malerischen Pljos genießt man die schönen Landschaften und erholt sich von der Hektik großer Städte im einschläfernden Rhythmus der früheren Jahrhunderte. Im Sommer gibt es hier einen Yacht-Club. Im Winter sind besonders atemberaubende Fahrten auf dem Eis der Wolga mit einem Luftkissenfahrzeug populär.


Stadt Rostov Velikij, Russland

Glockenturm in Rostov Velikij, Russland

Das feierliche Geläut der Kirchenglocken hört man über mehrere Kilometer. So begrüßt Rostov Velikij seine Gäste. Alleine am Glockenturm der Uspensky-Kathedrale befinden sich fünfzehn Glocken. Die größte von ihnen wiegt mehrere Tonnen. Sehr populär sind in Rostov auch die "kleinen Glockenbrüder" - Glöckchen und Schellen. Ohne sie kann die klassische russische Troika (Dreigespann) nicht auskommen. Dieses unentbehrliche Gespannzubehör kann man auf einer speziellen Ausstellung im Kreml-Museum sehen.

Der Kreml, ein Zeugnis der russischen Baukunst, ist das Wahrzeichen und der ganze Stolz der tausendjährigen Stadt. Seine Türme und Mauern spiegeln sich malerisch im dunklen Gewässer des Sees Nero. Ein echtes Meisterwerk ist die Lackmalerei und die Miniaturmalerei auf Emaille (Finift) aus Rostov. Diese Technik war schon im Mittelalter bekannt. Mit Finift verzierter Schmuck wurde genauso hoch wie aus Edelsteinen geschätzt. Auch heute schaffen die Rostover Meister elegante Juwelierwaren mit Porträts und Kopien bekannter Bilder in Miniatur. Gäste der Stadt können diesen einzigartigen Schmuck als Andenken an die Reise kaufen.

Beeindruckend ist die Aussicht auf die Stadt Uglitsch von der Wolga aus. An einem hohen Ufer erheben sich, von Kieferwäldern umgeben, die Kreml-Mauern. Von weitem aus sieht man die große Christi-Verklärungs-Kathedrale aus weißem Stein. Neben ihr befindet sich die elegante Kirche zu Ehren der Geburt des Heiligen Johannes des Täufers. Blaue Zwiebeldächer mit goldenen Sternen krönen die bekannteste Kirche in Uglitsch, die Dimitrij-Blut-Kirche. Sie wurde im Andenken an den Tod des letzten Erben der Rurik-Dynastie, den Zarewitsch Dimitri erbaut.

Das historisch-musikalische Museum "Das Geläut von Uglitsch" in einer alten Villa lädt ein, schöne Melodien zu hören. Die Volkslieder werden mithilfe von 25, in einen Miniaturglockenturm eingebauten Glöckchen von Kindern gespielt. Interessant ist die Ausstellung im Museum "Die Geschichte des russischen Vodka". Hier kann man unter anderem den echten russischen Vodka probieren und Erzeugnisse von den besten Herstellern Russlands erwerben.

Ipatij Dreifaltigkeitskloster in Kostroma, Russland

Stadt Kostroma in Russland

Die Zeit verlangsamt sich in Kostroma. Es tut gut, in einer Gartenlaube am Ufer der Wolga zu sitzen und dem Plätschern der Wellen zuzuhören oder durch die ruhigen Straßen und Parks dieser Stadt mit ihrer reichen Geschichte spazieren zu gehen. Mit Kostroma ist eine der wichtigsten Entwicklungsetappen Russlands verbunden. In dieser Stadt begann im Jahre 1613 die dreihundert Jahre lange Herrschaft der russischen Zarendynastie der Romanows, als Michail Romanow zum Zaren gewählt wurde. Dieses historische Ereignis geschah im Ipatjew-Kloster. Von weitem sieht man seine weißen Mauern, Tünne und goldenen Zwiebeltürme. Tausende Touristen kommen hierhin, um das malerische Bild zu genießen und das den Abdruck historischer Ereignisse aufbewahrende Gestein zu berühren. Die ältesten Bauten - das Kloster zu Christi Erscheinen und die Dreifaltigkeitskathedrale -sind mehr als 350 Jahre alt.

Die Innenstadt ist ein einheitliches architektonisches Ensemble aus dem 18. bis 19. Jahrhundert. Am Hauptplatz kommen mehrere Straßen zusammen. Hier befindet sich der elegante Feuerwachturm, das Wahrzeichen der Stadt. An der Brücke über die Wolga erhebt sich eines der schönsten Gebäude der Stadt, die fünftürige Auferstehungskirche im Walde. Sie ist aus Ziegelsteinen erbaut. Ihre Mauern sind mit Steinmetzearbeiten und farbenprächtigen Malereien beschmückt.
Sitten und Bräuche eines nördlichen Dorfes kann man im Museum für Holzbaukunst in Kostroma kennen lernen. Es versetzt uns in die vergangenen Jahrhunderte zurück und präsentiert echte Holzhäuser, Windmühlen und Banja (russisches Badehaus).


Stadt Tula

Kreml, Tula, Russland

Tula hat viele Beinamen. Diese Stadt wird die "Heimat des russischen Lebkuchens", die "Gewerhauptstadt" und die "Stadt der Meister" genannt. Aber vor allem ist sie eine schöne Stadt. Hier sind mehr als 120 alte Straßen erhalten geblieben. Viele Häuser sind echte Meisterwerke der hölzernen Baukunst. Fensterverkleidungen mit eleganten Holzschnitzereien zeigen die Kunst der Handwerker aus Tula. Es ist von Interesse, dass viele Holzschneider auch geschickte Waffenmeister waren. Im Waffenmuseum lernt man die Geschichte der Waffenherstellung in Russland. Hier werden sowohl alte Ausstellungsstücke, als auch moderne Waffen wie z.B. Kleinstmaschinenpistolen und MP's fürs Schießen unter Wasser sowie das Schießmesser eines Geheimagenten vorgestellt.

Manche Ausstellungsstücke sind wirklich zu bestaunen. Das sind z. B. ein echter, mit winzigen goldenen Hufeisen beschlagener Floh, eine 3 mm lange Flinte, die sich laden und entladen lässt, sowie eine aus einem Streichholz gebaute Kalaschnikow. Die Waffenmeister aus Russland sind weit über seine Grenzen hinweg bekannt. Handwerker aus Tula und der Ural Stadt Slatoust schaffen echte Meisterwerke. Stahlstich gehört zum dekorativen Kunstgewerbe. Auch im Lebkuchenmuseum gibt es viel Außergewöhnliches. Der kleinste Pfefferminzkuchen ist klein wie eine Münze, der größte wiegt 16 Kilogramm. Nach einer Museumsführung können Sie die Erzeugnisse der Tula Bäcker kosten und erwerben.

Russische Lebkuchen werden traditionell zum Tee serviert. Den Tee trinkt man hier aus dem Samowar. Im Museum "Tula Samowars" können Sie eine große Artenvielfalt dieses unentbehrlichen Gegenstands der russischen Teetradition kennen lernen. Sie sehen den Samowar in Form einer Schüssel, einer Vase, eines Glas oder eines Ei. Es gibt hier einen Kaffeekanne-Samowar, Reisesamowar, einen bemalten Samowar und viele andere.

Wie in jeder historischen Stadt lernt man Tula kennen, wenn man einen Besuch im alten Kreml macht. Früher war der Kreml eine Festung. Jetzt ist er das Wahrzeichen der Stadt und eine der interessantesten Sehenswürdigkeiten. Nicht weit von Tula befindet sich das Anwesen Jasnaja Poljana, der Gutshof des russischen Schriftstellers Leo Tolstoi, des Autors vom "Krieg und Frieden".

Ufer von Twer, Russland

Gebiet Twer, Russland

Sinmal kämpfte Twer mit Moskau um den Titel der russischen Hauptstadt. Heute ist sie eine provinzielle Stadt, die aber immer noch die gewisse Erhabenheit einer Hauptstadt besitzt. Die Altstadt wurde nach einem großen Brand im 18. Jahrhundert nach dem Muster Sankt Petersburgs wieder aufgebaut. In den vergangenen 200 Jahren ist ihr Bild praktisch unverändert geblieben. Sehr schön ist der Reisepalast. Früher übernachteten hier oftmals die russischen Zaren auf ihrer Reise von Petersburg nach Moskau Heute befinden sich im Palast ein Museum und eine Bildergalerie. Ein Hauch von Moskau verspürt man in der Straße Trchswiatskaja. Sie erinnert uns an die Moskauer Fußgängerzone Arbat mit ihren Handelsständen, bunten Matrjoschkas und farbenfrohen Schals.

Einen gemütlichen Spaziergang genießt man auf der Uferpromenade, der Uferstraße von Stepan Rasin. Zweistöckige rosa und blaue Häuser mit Bögen und Stuckschnecken sehen wie ein architektonisches Bild von Sankt Peterburg des 19. Jahrhunderts aus.

Wie die anderen russischen Städte ist auch Twer zu Recht auf zahlreiche Denkmäler der orthodoxen Kultur stolz. Besonders sehenswert ist die im Jahre 1564 erbaute Kirche der Weißen Dreifaltigkeit. Das Wahrzeichen von Twer, die alte Brücke über die Wolga, wurde vor kurzem hundert Jahre alt. Ihre durchbrochene Gestalt beeindruckt die Gäste der Stadt mit ihrer Leichtigkeit und Eleganz.

Die Twerer Umgebung ist eine Region malerischer Landschaften. Hier entspringt der größte russische Fluss, die Wolga. Hier liegen auch der wunderschöne Seliger-See und der Waldaj-See. Nicht ohne Grund bevorzugten reiche Adelige in der Hektik einer großen Stadt die Möglichkeit, sich in diesen ruhigen und schönen Ort zurückzuziehen. In vielen, wie kleine Paläste aussehenden Villen, befinden sich heute Museen. Kleine Städtchen im Wolgaoberlauf sind echte Perlen des Großraums Twer.

Die Stadt Gorodez ist für Erzeugnisse seiner Handwerker, Spielzeuge aus Ton bekannt. In Stariza, einer altrussischen Stadt, und Torzhok, dem bekannten Zentrum der Goldenstickerei, sind majestätische Kathedralen aus dem 12. Jahrhundert zu sehen. Kaschin, eine gemütliche provinzielle Stadt, deren Stadtplanung den Umriss eines Herzens bildet, ist von malerischen Flusslandschaften umgeben. Wegen seiner zahlreichen Flüsse und Kanäle nennt man Wyschni Wolotschek oft das "russische Venedig". Schöne Aussichten auf die am Ufer des Seliger See liegenden Stadt Ostaschkow kann man vom Schiff aus genießen. Alle diese Städte der Region Twer tragen den Titel das "Denkmal des Stadtbaus".


Stadt Pskow, Russland

In Pskow, der Stadt mit einer hundertjährigen Geschichte, tauchen Sie ins raue Mittelalter ein. Pskow, einer der Vorposten Russlands im Nord-Westen, befand sich in ständiger Bereitschaft, feindliche Angriffe abzuhalten. Von daher galt die Pskower Festung als die beste in Russland. Auch heute beeindrucken uns ihre mächtige Mauern und Türme von Pskow. Die ständige Kriegsgefahr hat die Pskower Baukunst deutlich beeinflusst. Profane Bauten und Kirchen, schon damals aus Stein gebaut, versetzen mit ihrer Mächtigkeit und Größe in Staunen. Ihre schlichte Schönheit ist nicht weniger attraktiv, als die Eleganz der Kirchen und Kapellen in Mittelrussland. Viele Denkmäler in der Region Pskow sind Kirchen und Klöster und einzigartige Sehenswürdigkeiten in Pskow. Deswegen bilden die Pilger den größten Teil der Touristen.

Die älteste Kirche der Stadt und der wichtigste Sakralbau im Großraum Pskow ist die Dreifaltigkeitskathedrale. Hier kann man die Mosaikikone die "Dreifaltigkeit" und eine wunderschöne siebenreihige Ikonostase sehen. In der Kathedrale wird auch das Dowmont-Schwert aufbewahrt. Dieses Symbol der Macht wurde jedem neuen Pskower Fürsten überreicht.

Wie ein weißes Schiff sieht das Mirosch-Kloster in Pskow aus. Im Mittelalter war das Kloster ein wichtiges Kulturzentrum. Hier befanden sich eine reiche Bibliothek sowie eine Ikonenwerkstatt. Im Kloster wurde eine der bekanntesten Chronik in Altrussland geführt. Den ältesten Sakralbau des Mirosch-Klosters, die Kirche zu Christi Erscheinung, schmücken schöne Fresken und Ikonen. Nicht weit von der Stadt entfernt befinden sich das Kloster Pechory, eines der schönsten und geheimnisvollsten Klöster Russlands. Das Kloster ist in einem tiefen Tal erbaut, allen Verteidigungstaktiken zuwider. Aber keine einzige Belagerung konnte den Widerstand der Lawra-Verteidiger brechen. Das Freilichtmuseum ist durch eine Sammlung von Pskower Malerei bekannt. Die Ikonenkollektion wird in vielen europäischen Ländern ausgestellt. In der Pskower Umgebung befinden sich die Puschkin-Gedenkstätten. Im Dorf Michajlowskoje lebte und wirkte dieser russische Dichter.


Stadt Isborsk. Staraja Ladoga

Alte Festung in Staraja Ladoga, Russland

Heute ist sie eine ruhige Stadt. Nur in unserer Phantasie stellen wir uns das Donnern der Geschütze, das Zischen der Geschoße und die Schläge der Mauerbrecher vor. Heute schlafen nördliche Heldenstädte. Gdov, Porchov, Ostrov und andere Festungen beschützen viele Jahrhunderte lang den Frieden im russischen Staat. Auch in unserer Zeit erinnern die Befestigungen an die glorreiche Geschichte dieser Region. Die Zeit selbst konnte sie nicht besiegen. Die Mauern von Isborsk scheinen aus dem Berg zu entstehen. Die Festung harmoniert mit der rauen Majestät der nördlichen Natur. Ihre mächtigen, bis zu 4 Metern dicken Wände konnten vielen Belagerungen standhalten. In der Festung kann man auch die Nikolski-Kathedrale mit einem Glockenturm aus dem 14. Jahrhundert sehen. Hinter der Kathedrale, in der östlichen Festungsmauer, befindet sich eine Galerie, das so genannte Versteck. Die Galerie führt zu einem unterirdischen Brunnen, aus dem die Stadtbewohner während einer Belagerung das Wasser bekamen. In der Festung sind manche, mit ihrer Mächtigkeit beeindruckende Türme erhalten geblieben. In einem der Türme gibt es eine Aussichtsplattform. Von hier aus genießt man einen wunderschönen Blick auf das Tal und den Gorodnitscheskoje-See.

Am Ufer der Flusses Volchov erhebt sich noch eine sehenswerte Festung. Hohe felsige Flussufer machten diese Stadt uneinnehmbar. Sie heißt Staraja Ladoga, eine der ältesten russischen Städte. Heute ist sie eine der geheimnisvollen heiligen Stätte des nördlichen Russlands. Mit romantischem Flair sind die Kirchen aus dem 12. und 13. Jahrhundert, Höhlen und unterirdische Gänge umgeben. Irgendwo in einem dieser Gänge soll sich der goldene Sarg von dem Begründer Russlands Rurik befinden. Beeindruckend sind auch historische Aufführungen, die regelmäßig in Staraja Ladoga stattfinden. Die Festungsmauern und die Umgebung schaffen eine passende Kulisse für eine Inszenierung einer mittelalterlichen Schlacht. In der Eremitage in Sankt Petersburg, dem größten Museum Russlands, werden mehr als 40000 Ausstellungsstücke aus Staraja Ladoga aufbewahrt. Aber den wahren Geist der lebendigen Historie und die Mächtigkeit Alt-Russlands können Sie nur hier, zwischen den alten Steinen spüren.

Russland: Adygei Kultur