Goldener Ring in Russland: Susdal
Blick auf das Spasso Efimiew Kloster in Susdal, Russland |
Es dauert nur eine halbe Stunde, bis Sie auf Ihrer Reise von Wladimir nach Susdal gelangen. Diese Stadt gilt mit Fug und Recht als eine Perle des Goldenen Ringes in Russland und gehört zu den einzigartigen Sehenswürdigkeiten in Russland. Susdal wird in russischen Chroniken seit 1024 erwähnt.
Es ist eine ganz und gar märchenhafte Stadt vom Goldenen Ring in Russland mit Kathedralen aus weißem Stein und steinernen Verzierungen, mit zinnengeschmückten Klostermauern und gemütlichen ruhigen Straßen. Achten Sie bitte einmal darauf, dass die Kuppeln der Kirchen in Susdal im Unterschied vom „goldkuppeligen" Moskau silbrig schimmern. Manchmal gebraucht man auch das Adjektiv „silbrigkuppelig", wenn man von Susdal spricht. In Wirklichkeit aber gibt es da gar kein Silber. Silbrig schimmert die speziell behandelte Erle, ein Geheimnis der Meister von Susdal.
Im 11. Jahrhundert war Susdal eine große Stadt im Nordosten des mächtigen Kiewer Staates. Mitte des 11. Jahrhunderts erlebt Susdal seine Blütezeit: Es wird zur Hauptstadt des Rostow-Susdaler Fürstentums, zum großen Handels- und Handwerkszentrum. Es war die Regierungszeit des Sohnes von Wladimir Monomach, Juri Dolgoruki, der zum ersten selbständigen Susdaler Fürsten aufgestiegen war.
Traditioneller Pferdezug in Russland |
Im Jahre 1152 wurde in der außerhalb der Stadt gelegenen fürstlichen Residenz im Dorf Kidekscha am Ufer von Nerl auf Erlaß Juri Dolgorukis die "Boris und Gleb Kirche" errichtet, die den Anfang der Baukunst aus weißem Stein im Nordosten Rußlands bedeutete. Die tragischen Ereignisse der mongolisch-tatarischen Invasion fügten der Wirtschaft und Kultur dieser Region schweren Schaden zu. Susdal wurde geplündert und niedergebrannt, ein großer Teil der Bevölkerung wurde gefangengenommen und verschleppt. Nach mehreren im 14. Jahrhundert unternommenen erfolglosen Versuchen, die einstige Bedeutung und politische Selbständigkeit zurückzugewinnen, geht Susdal im 15. Jahrhundert in den Bestand des Moskauer Fürstentums ein.
Gegenwärtig werden hier auf einer Fläche von neun Quadratkilometer mehr als 200 Denkmäler der kirchlichen und der weltlichen Architektur und zahlreiche Sehenswürdigkeiten in Susdal aus dem 12, -19. Jahrhundert aufbewahrt. Susdal vermochte es, die uralte Topographie, das unnachahmliche Kolorit einer alten russische Stadt und die erstaunliche Harmonie der altrussischen Susdal, das Mariä Schutz und Fürbitte Kloster in Susdal und das Spasso Jetimjawski Kloster in Kidekscha in das Verzeichnis des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen. Die Stadt ist eine der schönsten vom Goldenen Ring in Russland.

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