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Russland: Ferner Osten

 
 

Ferner Osten Russland

Blick auf die Stadt Wladiwostok, Russland

Für den Europäer ist der Ferne Osten gewissermaßen das „Ende der Welt". In der Tat, von Moskau bis nach Wladiwostok sind es über 9000 Kilometer, und zwischen dem Fernen Osten und Mitteleuropa beträgt der Zeitunterschied 10 Stunden! Die Bewohner der Fernostregion fühlen sich jedoch ganz und gar nicht von der übrigen Welt abgeschnitten. Von den wichtigsten Orten des russischen Fernen Ostens - Wladiwostok und Chabarowsk - gibt es direkte Flüge nach Japan, Süd- und Nordkorea, Thailand und den USA sowie Schiffsverbindungen nach Japan und Südkorea. Durch die ganze Region führt die Transsibirische Eisenbahn mit Abzweigungen zur Grenze und zur Pazifikküste.


Der Winter & Reisen in den Fernen Osten

Die Winter im Fernen Osten sind kalt, trocken und sonnenreich, mithin der Gesundheit überaus förderlich. Dank der Trockenheit der Luft lassen sich auch strenge Fröste leichter ertragen. Die günstigste Zeit für Reisen in den Fernen Osten sind die Monate Juli, August und September. Die Verwaltungsregion Primorje - die  Region  unmittelbar an  der Pazifikküste - ist in ähnlichen Breiten gelegen wie Sotschi an der russischen Schwarzmeerküste, und die Sonne scheint hier 180-200 Tage im Jahr.


Natur im Fernen Osten in Russland

Natur im Fernen Osten, Russland

Die Natur im Fernen Osten bietet dem Europäer viel Erstaunliches. Das hat seine Ursache darin, dass auf diesem ausgedehnten Territorium Norden und Süden sowie die eurasische Landmasse und der größte der Ozeane, der stille Ozean, zusammentreffen. Hier finden wir das Meer mit sandigen Stränden, märchenhaften Unterwasserlandschaften und vorzüglichen Möglichkeiten für Spazierfahrten mit dem Schiff, die urwaldartige Taiga, Bergflüsse mit Wasserfällen und Stromschnellen, Höhlen, lianenumwundene Baumriesen an steilen Berghängen, heilkräftige Mineralquellen. Die Berge im Fernen Osten ragen nicht steil auf, sondern sind kegelförmig, mit sanft abfallenden Hängen, und erstrecken sich in parallelen Ketten von Südwest nach Nordost. Im Süden der Region Primorje sind die Berge mit besonderen Wäldern — einer  Mischung aus Nadelbäumen und breitblättrigen Laubbäumen, der berühmten Ussuri-Taiga - bedeckt.


Völker des Fernen Ostens

In der Region Chabarowsk leben 25 Völker des Nordens, 8 davon siedeln hier schon seit unvordenklichen Zeiten. Es sind dies unter anderem die Ultschen, Niwchen, Ewenen, Negidalen, Udehe und Orotschen. Die Nanaier sind die zahlreichste Volksgruppe. Mit Ausnahme der Niwchen gibt es in der Sprache all dieser Völkerschaften das Wort „nani“, was „Erdenmensch" bedeutet.

Diese „Erdenmenschen" sind traditionsgemäß mit Jagd und Fischfang befasst und für ihr originelles Kunsthandwerk bekannt. Ihre Volkskunstensembles erfreuen sich großer Beliebtheit. Die Anfertigung der althergebrachten Kleidung der Völker des Amurgebiets kann geradezu als eine Kunst bezeichnet werden, die Applikationen sowie die Bearbeitung von Leder, Metall und Stein einbeschließt. Am interessantesten sind wohl Kittel aus Fischhaut, die vom Frühjahr bis zum Herbstanfang getragen wurden.

In der Region Chabarowsk gibt es eine Stelle am Amur-Ufer in der Nähe des Dorfes Sikatschi-Aljan, wo rund 12 Jahrtausende alte Felsmalereien erhalten geblieben sind. Nach einer nanaischen Legende wurden die Zeichnungen von Frauen mit den Fingern angefertigt, zu einer Zeit, da die Steine weich waren wie Wachs und am Himmel drei Sonnen leuchteten. Seit über hundert Jahren bemühen sich Wissenschaftler aus verschiedenen Ländern, die Geheimnisse dieser Felszeichnungen zu enträtseln.

Von wundervoller Schönheit ist die Natur in der Region Chabarowsk. Nirgends in Russland wirken sich die Wälder so wohltuend auf die Gesundheit aus wie hier. Hier gedeihen übrigens Pflanzen wie Ginseng, chinesische Beerentraube und Teufelsbusch, die eine starke tonisierende Wirkung besitzen.


Der Amur & die Halbinsel Kamtschatka in Russland

Kamtschatka, Russland

Der Amur, der die Region Chabarowsk durchfließt und in dem 85 verschiedene Fischarten vorkommen, wird an Fischreichtum nur von Mississippi und Amazonas übertroffen. Daher bestehen hier ganz vorzügliche Möglichkeiten zum Angeln am Amur. Die Halbinsel Kamtschatka im Femen Osten ist eines der wenigen Gebiete auf dem Erdball, wo die jungfräuliche Natur weitgehend erhalten geblieben ist. Deshalb kommen in- und ausländische Touristen sehr gern hierher.

Ein Viertel der Halbinsel steht unter Naturschutz. Das Zentrum des Verwaltungsgebiets Kamtschatka, Petropawlowsk-Kamtschatski, liegt am Ufer der wunderschönen großen, von Vulkanen umgebenen Awatschinskaja-Bucht. Insgesamt gibt es auf der Halbinsel Kamtschatka mehr als 160 Vulkane, von denen 28 tätig sind, darunter auch die Kljutschewskaja Sopka, die mit 4750 Metern der höchste Punkt der Halbinsel ist. Die 25 Kilometer von Petropawlowsk-Kamtschatski gelegene Gruppe der Korjakskaja-Vulkane (Höhe über 3200 Meter) ist sowohl für einfachere Gebirgswanderungen als auch für schwierige Besteigungen geeignet.

Die Schneehänge der Vulkane bieten hervorragende Möglichkeiten für den alpinen Skisport. In der Nähe des Flughafens Chalaktyrski gibt es an der Pazifikküste einen Badestrand.
An der Westküste der Awatschinskaja-Bucht befinden sich drei Gruppen heißer Mineralquellen, und zwischen Karimskoje- und Kronozkoje-See erstreckt sich das weltbekannte Tal der Geysire. Im Süden der Halbinsel Kamtschatka dient der Kurilskoje-See Scharen von Lachsen als Laichplatz.

Die Gipfel des Sredinny-Gebirges - des „Mittleren Gebirges", - das den zentralen Teil Kamtschatkas durchzieht, können ohne Ausrüstung bestiegen werden, hier gibt es Gebirgsseen mit warmen Wasser und Thermalquellen. Von besonderem Interesse in dieser Gegend dürften die Siedlungen der altansässigen Bevölkerung, der Ewenen, sein.


Primorje in Russland

Region Primorje, Russland

In der Region Primorje befindet sich das Sichote-Alin-Naturschutzgebiet mit von Meteoriteneinschlägen herrührenden Kratern, die ausgezeichnet erhalten geblieben sind. In dem Naturschutzgebiet leben rund 40 Tiger, etwa 150 Gorale und 100-120 Sika-Hirsche. Die größte Kostbarkeit des Gebiets ist die unberührte Ussuri-Taiga. Das Zentrum der Region Primorje ist Wladiwostok, eine der malerischsten und interessantesten Städte des Fernen Ostens und für die Länder der asiatischen Pazifikregion gewissermaßen die am nächsten gelegene „europäische'' Stadt. Von größter Mannigfaltigkeit ist der historische Stadtkern, in dem kein Gebäude dem anderen gleicht. Da gibt es Häuser im neugotischen Stil, im Stil des Neobarocks und des Jugendstils sowie in typisch russischem Baustil.

Die Geisiere von Primorje & seine heißen Quellen, Russland

Die von russischen Seefahrern im 17. Jahrhundert entdeckte Insel Sachalin wurde erst im 19. Jahrhundert erschlossen. Heute handelt es sich um eine industriell entwickelte Region, wo die ursprüngliche Natur erhöhen geblieben ist. Es gibt klare Bergflüsse, in denen Forellen vorkommen, unberührte Wälder mit der nördlichen Tanne und der südlichen Eibe, die Edeltanne ist von Lianen umwunden, der Kurilen-Bambus wächst zusammen mit dem wilden Rosmarin. Ein von der Wissenschaft noch nicht erforschter Fakt ist der gigantische Wuchs der Pflanzen. Sogar landwirtschaftliche Kulturen erreichen mehrfache Größe im Vergleich zu dem, was auf dem Festland wächst. Am Tunaitscha-See wird besonders Fischfang von Tajmen und Rotfeder betrieben. Besonders glücklich sind Touristen, die den Durchzug des Lachses zu den Laichplätzen beobachten können. Der Fischfang ist hier nicht nur im Sommer interessant, sondern auch im Winter. Hunderte Bewohner der Insel Sachalin gehen am Wochenende zum Eisangeln.

Auf den Kurilen befinden sich mehrere Vulkane, merkwürdige glucksende Seen, Geothermische und Mineralquellen und Bademoor. Es gibt hier schöne Landschaften und Überfluss an Meeresdelikatessen. Die Kurilen liegen an der Grenze zwischen dem Ochotsker Meer und der Pazifik, und zwischen der Halbinsel Kamtschatka und der Insel Hokkaido. Die bekanntesten unter den Inseln sind Iturup, Kunaschir und Schikotan. Auf der Insel Kunaschir befinden sich der höchste Kurilen-Vulkan Tjatja und das weltbekannte Kap Stolbtschatyj, auf Iturup ist der in Russland höchste Wasserfall llja Muromez (141 m). Laut Überlieferung verbergen sich immer noch kämpfende Soldaten der japanischen Armee in dem immergrünen Bambus-Gestrüpp.

Die fernöstliche Region Russlands ist nicht nur wegen ihrer Bodenschätze und Wertpelzwerk, sondern auch wegen der Kulturdenkmäler aus dem 1. Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung berühmt. Dazu gehören die Ausgrabungen der uralten Eskimo-Siedlungen, alte Grabstätten und die Felszeichnungen - Petroglifen. Seltsame Tier- und Pflanzenarten, Unmenge der wertvollen Fischgattungen, riesige Walross- und Robbe-Lagerplätze, Nistplätze, Schönheit der Felsufer der Beringstraße, Thermal-Mineralquellen - all das lockt die Anhänger des naturfreundlichen Tourismus.

Russland: Urlaub in Sankt Petersburg

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