Architektur in Sankt Petersburg
Peter Pauls Kathedrale in Sankt Petersburg, Russland |
St. Petersburg verfügt über einzigartige Architekturensembles, Denkmäler und Kulturschätze, was die Architektur in Sankt Petersburg einzigartig macht. Vom Baubeginn an strebte Peter der Große eine „regelgerechte“, nach bestimmten "Projekttypen" errichtete Stadt mit exakter Planung an – in gewisser Weise eine Nachahmung von Amsterdam und Venedig.
Der erste Architekt der Stadt, D. Trezzini, entwarf den Plan für das Stadtzentrums. Nach seinen Plänen wurden der Sommerpalast des Zaren und das Gebäude der Zwölf Kollegien errichtet, sowie das Alexander-Newskij-Kloster gegründet.
Die Architekten Trezzini, Korobov und Eropkin entwarfen einen Generalplan für St. Petersburg. Bei der Planung der neuen Stadt legten sie das Drei-Strahlen-System zu Grunde, bei der drei Hauptachsen - die Strahlen - auf die Admiralität zuliefen. Außerdem führten sie die geometrisch exakte Planung der Wassiljewskij-Insel (Wassilij-Insel) sowie die Prunkbebauung der Newa-Ufer-Straßen durch.
Pracht und Glanz der Architektur
Gribojedow Kanal, Spas na Krovie (Christi-Auferstehungs) Kathedrale, Sankt Petersburg, Russland |
B. Rastrelli, G. Quarenghi, K. Rossi, A. Woronihin, A. Montferrand sowie viele andere errichteten die Ensembles der zentralen Plätze und Uferstraßen, die Prospekte und Straßen. Prunkvolle Paläste, Skulpturen aus Granit und Marmor sowie ornamentreiche Zaungitter schmücken die Boulevards und Parks. So entstand eine der schönsten Städte der Welt.
Unter Katharina der Großen (1762-1796) wurde St. Petersburg nochmals enorm ausgebaut. Den besonderen Glanz Petersburgs unter Katharina bilden vor allem der Winterpalast und die Admiralität, der Newskij-Prospekt und die Granituferstraßen an der Newa, der Moika, der Fontanka und am Katharinenkanal, und natürlich „Der Eherne Reiter“ (von 1782), wie Falconets Reiterdenkmal Peters des Großen inzwischen nach dem gleichnamigen späteren Gedicht Puschkins genannt wird, und das sich auf einem Felsen zwischen den Werften und Regierungsgebäuden, prachtvollen Palästen und Kathedralen erhebt.
Prunkvoller Weiterbau
Der Sieg Russlands über die Truppen Napoleons 1812 spiegelte sich in der Neubelebung des Stadtausbaus wider. In dieser Zeit errichtete man das Ensemble des Michajlowskij-Schlosses (Michael-Schloss) und des Alexandrinskij-Theaters, sowie die Gebäude der obersten Staatsbehörden – des Senats und des Synods, des Generalstabs und der Ministerien auf dem Schlossplatz. Die Gestaltung des Schlossplatzes wurde mit der Errichtung der granitenen Alexandersäule abgeschlossen. Auf dem Isaak-Platz begann man mit dem Bau der Isaak-Kathedrale.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts verbanden Dutzende Brücken die Inseln, auf den sich St. Petersburg erstreckte. Mehrere Eisenbahnlinien sorgten für eine Verbindung der Stadt mit verschiedenen Regionen Russlands und den europäischen Ländern.

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