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Sankt Petersburg: Schlossplatz

 
 
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Sehenswürdigkeiten in Sankt Petersburg


Schlossplatz in Sankt Petersburg

Winterpalais - Eremitage in Sankt Petersburg

Der Schlossplatz - der Hauptplatz von Sankt Petersburg - ist mit einem Trolleybus oder Autobus ab der Metrostation "Newskij- Prospekt" (drei Haltestellen) erreichbar, man kann diese Strecke zu Fuß zurücklegen (den Newskij- Prospekt runtergehen). Das Gesamtbild des Platzes begann sich noch zu Lebzeiten Peters I. herauszubilden. Unter Elisabeth Petrowna, seiner Tochter, war das Winterpalais - ein Meisterwerk des russischen Barocks (Architekt B. Rastrelli, 1754-1762)-vollendet. Dieses 200 m lange und 160 m breite Gebäude hat 1057 Sale. Es bildet einen rechteckigen Innenhof, dessen Paradefassade mit den drei Torbögen auf den Platz blicken. Vom hell-grünen Hintergrund der Wände heben sich lustige weiße Säulen, Pilaster, Friese, Fenstersimse, in Dachhöhe liegende Balustrade mit dekorativen Skulpturen aus Stein und Vasen ab. Von  1905 war das dreistockige Palais das höchste Gebäude in Petersburg, bis der Ukas des Zaren Nikolaus I. abgeschafft wurde, der es verbot, Bauten zu errichten, die höher als das Winterpalais waren.

Unter Katharina II. wird an die östliche Stirnwand des Winterpalais die Kleine Eremitage (Baumeister Vallin de la Motte, 1764-1767) angebaut, die mit dem Winterpalais durch eine Galerie oberhalb des Torbogens verbunden wird. Es handelt sich um das Privatappartement der Zarin, wo die erste Kunstwerksammlung untergebracht wurde. Für die immer größer werdende Sammlung wird an der Newa demnächst ein neues Gebäude für die Eremitage errichtet, wo die Bibliothek Voltaires ihren Platz findet. Dem neuen Gebäude schließt sich das Eremitagetheater an (Architekt D. Quarenghi 1783-1787). Die letzteren Bauten weisen klassizistischen Baustil auf. Den Paradeeingang zu der Neuen Eremitage vom Palais-Platz schmücken Granitfiguren der Atlanten (Baumeister A. Terebenew). Etwa zwei Jahrzehnte brauchte Katharina die Große, um einen Architekturkomplex der Zarenresidenz zu schaffen.

Die prächtigen Innenräume des Palais waren nach einem verheerenden Brand von 1837 neu gestaltet. Vom ersten Blick an wird man von der Paradetreppe oder der Jordan-Treppe des Palais (Architekt V. Stassow) fasziniert: Treppen aus weißem Marmor, Skulpturen, vergoldete Stuckverzierungen an den Wanden, gigantische Deckenleuchte "Olymp". An der Schaffung der Enfiladen von Festsaalen und Galerien beteiligten sich viele talentierte Architekten (A. Montferrand, A. Brullow), Bildhauer, Maler, Schnitzer. Das Winterpalais ist nicht nur ein unschätzbares Architekturdenkmal, sondern auch eine Herberge für zahlreiche Kunstwerke des Staatlichen Museums - der Eremitage.

Die Eremitage ist ebenso berühmt wie Louvre, Prado oder das Britische Museum. Die Eremitage war 1764 im Winterpalais mit den in Berlin gekauften 225 Gemälden gegründet worden. Seit dieser Zeit wachst die Sammlung, 1774 zahlt sie bereits 2080 Gemälde und sie vergrößert sich weiterhin.

Das Museum besteht aus thematischen Sälen. Zu jedem Themenkreis gibt es den eigenen Saal: westeuropäische Kunst, Antike, orientalische Kunst, Geschichte der russischen Kultur, Numismatik und andere mehr. Heute beherbergt die Eremitage über 2,7 Millionen Gemälde, Skulpturen, Zeichnungen, Gravuren, Gegenstände der angewandten Kunst, Möbel, historische Kostüme, Münzen, Medaillen, Waffen und andere Gegenstände aus allen Epochen der Zivilisation. Um sich alle Exponate der Eremitage anzusehen, muss man sie Dutzende Male besuchen. Allein die Werke der westeuropäischen Kunst nehmen 125 Sale des Museums ein. Unter den Meisterwerken der Eremitage sind die Gemälde von Leonardo da Vinci, Michelangelo, Tizian, Raffael, Rubens, El Greko, Velaskes. Das Museum verfügt über die größte Gemäldesammlung von Rembrandt. Reichhaltig ist der französische Impressionismus vertreten..

Triumphbogen zum Schlossplatz in Winterpalais, Sankt Petersburg

Die Südseite des Schlossplatzes wird von den Bauten des Generalstabes (Architekt J. Felten, 1770-1780) beherrscht. Zu Beginn des XIX. Jahrhunderts waren sie umgebaut und durch einen Triumphbogen (Architekt K. Rossi) zu einer Einheit verbunden. Der Triumphbogen wurde mit dem Kampfwagen (Bildhauer S. Piminov und V. Demut-Malinovskij) geschmückt. Der Triumphbogen des Generalstabes und die Arkade des Winterpalais bilden eine geschlossene Bauweise.

Zum Gesamtbild verhalf die Errichtung der Alexander-Saule (O. Montferrand, 1830-1834) in der Mitte des Platzes, sie war ebenso wie der Triumphbogen von Rossi zu Ehren des Sieges über Napoleon errichtet worden. Eine riesige 25,6 m hohe und 600 Tonne  schwere Säule war aus einem Stück Rotgranit gehauen, mit dem Fundament ist sie 47,5 m hoch. Sie ist höher als die Trojansäule in Rom und Vandomsäule in Paris. Sie ist am Fundament nicht befestigt, halt sich durch ihr eigenes Gewicht. Die Saule krönt eine Bronzefigur eines Engels mit Kreuz, unter seinen Füßen - eine Schlange (Bildhauer B. Orlowskij). Der Engel tragt die Zuge des Imperators Alexander I. - dem Sieger über Napoleon.

Am westlichen Rand des Schlossplatzes, an der Grünanlage, befindet sich das Reisebüro der Stadt. Hier kann man sich eine interessante Rundfahrt durch Stadt und Vororte von Petersburg mit Bussen oder Motorschiffen kaufen. Die Gaste werden von Reiseführern, mit Sprachkenntnissen in Englisch, Französisch und Deutsch, betreut. Die Rundfahrt dauert 1 bis 6 Stunden. Die Abfahrt erfolgt vom Schlossplatz. Außer den allgemeinen Rundfahrten werden auch thematische Ausflüge angeboten.

Neben dem Schlossplatz fließt die Moika, die  historische Stadtmitte überquert und vom Newski- Prospekt aus zum Marsfeld führt. Jede Flusskrümmung lässt ein neues Bild eröffnen. Die kunstvoll gearbeiteten Gitter aus Gusseisen, zahlreiche Brücken und Stege schmücken den Kai, im stillen Wasser spiegeln sich die jahrhundertealten Bäume und Häuser wider. Das Haus Nr. 12 am Moika-Ufer war Anfang des XVIII. Jahrhunderts gebaut und gehörte im XIX. Jahrhundert der Familie Wolkonskij. In dieser Wohnung lebte der große russische Dichter Alexander Puschkin seine letzten Tage, seit 1925 ist hier ein Museum eingerichtet. Seine Bibliothek, welche etwa 4,5 Tausend Bücher in 14 Sprachen zahlt, zieht die größte  Aufmerksamkeit auf sich.

Schlossplatz (Dvorzowaja Ploschad) in Sankt Petersburg

In diesem Hause arbeitete Puschkin an der "Geschichte von Peter dem Großen", beendete die Erzählung "Die Hauptmannstochter", schrieb seine letzten Gedichte und eine Abhandlung für die Zeitschrift "Sowremennik" (Zeitgenosse). Von hier aus fuhr er am 27. Januar 1837 zum Duell mit Dantes, wo er tödlich verwundet wurde. Zwei Tage lang litt der Dichter unter schwersten Leiden. An diesen Tagen versammelten sich vor dem Eingang des Hauses Hunderte von Menschen und warteten auf Nachrichten über den Gesundheitszustand von Puschkin. Der Dichter W. Shukowski hangte Berichte an die Tür, aus denen die Menschen erfahren konnten, wie es um die Gesundheit Puschkins stand. Am 29. Januar verschiedet Puschkin. "Die Sonne der russischen Dichtung ist untergegangen", schrieb seine Zeitgenossin E. Karamsina.

Am Moika-Ufer gibt es noch ein Haus, das besondere Aufmerksamkeit verdient. Dies ist das Schloss von Jussupow (Nr. 94). Das Bauwerk wurde Mitte des XVIII. Jahrhunderts errichtet. 1830 ist es nach dem Umbau durch den Architekten A. Michailow in den Besitz des reichsten Magnaten -des Fürsten Jussupow übergegangen, dem über 50 Paläste, vier davon in Petersburg, gehörten. Die klassische Fassade mit Portikus geht auf die Moika hinaus. Der Besitzer sparte nicht mit Geld für die innere Ausgestaltung des Palastes. Im Palast fanden Konzerte der bekanntesten Musiker statt, im Theater von Jussupow war zum ersten Mai die Oper von M. Glinka "Ein Leben für den Zaren" ("Ivan Sussanin") vorgeführt. Im diesem Haus hat am 30. Dezember 1916 eine Gruppe von Verschwören adliger Herkunft mit F. Jussupow an der Spitze den Favoriten der Zarenfamilie G. Rasputin umgebracht.

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