Sehenswürdigkeiten in Sankt Petersburg, Russland
Peter-und-Pauls-Festung in Sankt Petersburg
Peter-und-Pauls-Festung in Sankt Petersburg, Russland |
Man kann einen angenehmen Spaziergang bis zur Peter- und- Pauls-Festung durch den Alexander-Park machen, sie gehören zu den Sehenswürdigkeiten in Sankt Petersburg. Der Park wurde 1842 zum 600-Jahrestag der Eisschlacht angelegt und erhielt seinen Namen von Alexander Newski, welcher an der Spitze der ruhmreichen russischen Truppen stand. Im Park und rundherum gibt es interessante Denkmaler und zahlreiche Sehenswürdigkeiten in Sankt Petersburg.
Dies sind: eine Grotte und der Bau der orthopädischen Heilanstalt im Jugendstil zu Beginn des XX. Jahrhunderts mit einer Ikone aus Majolika vom Maler K. Petrow-Wodkin. Hier steht ein Denkmal für die Matrosen des Torpedoboots "Stereguschtschi" (Bildhauer K. Isenberg, 1911), welche im russisch-japanischen Krieg 1904-1905 gefallen waren, ohne sich dem Feinde ergeben zu haben. Links hinter den Bäumen, auf der anderen Seite des Kameno-Ostrowskij Prospekts sieht man eine aus Kacheln bestehende Kuppel und Minarette der Moschee, welche Anfang des XX. Jahrhunderts gebaut wurden. Die Architekten (N. Wassiliew und andere) bauten das berühmte Tamerlan-Mausoleum in Samarkand nach. Etwas weiter befindet sich das Schloss, gebaut im Jugendstil (Architekt A. Gauguin, 1906), das der Mätresse von Nikolaus II. der Ballerina Krzesinska gehörte. Heutzutage ist darin das Museum für politische Geschichte Russlands eingerichtet.
Die Peter und Pauls Festung in Sankt Petersburg wurde am 16. (27.) Mai 1703 auf der Haseninsel (Sajatschij ostrow) zum Schutz der im Bau begriffenen Stadt gegen die ständigen Überfalle der Schweden angelegt. Zwischen 1700 -1721 tobte der Nordische Krieg. Die Walle, einst Erdwalle, und die sechs Bastionen wurden Ende des Sommers 1703 errichtet. Zar Peter I. persönlich und seine Gleichgesinnten Menschikpw, Golowkin, Naryschkin, Sotow, Trubezkoij beaufsichtigten den Bau. Die Bastionen wurden auf die Namen dieser Persönlichkeiten getauft. Diese Namen tragen sie auch heute. Der Tag, an dem mit dem Bau der Burg begonnen wurde, gilt als der Gründungstag der Stadt. Im Sommer 1703 wurde auf dem Gelände der Burg der Grundstein für die Peter-Pauls-Kathedrale aus Holz gelegt, sie gab den Namen der Peter- und -Pauls- Festung.
Russland, Sankt Petersburg, Peter und Pauls Festung |
1733 wurde vom Architekten D. Trezzini an Stelle der Holzkathedrale eine aus Stein im Barockstil errichtet. Bemerkenswert sind deren Glockentürme mit einer 122 m langen vergoldeten Turmspitze, an welcher ganz oben eine Wetterfahne in Gestalt eines fliegenden Engels mit Kreuz befestigt ist. Bevor der heutige Fernsehturm (316 m hoch) gebaut wurde, bildete sie den höchsten Punkt in der Stadt.
Die Peter-Pauls-Kathedralein Sankt Petersburgwurde zur Grabkirche für die Mitglieder der Zarenfamilie Romanow, Peter I. war der erste, der hier seine letzte Ruhestätte gefunden hat. Am 17. Juli 1998 wurden hier die sterblichen Überreste des letzten russischen Zaren Nikolaus II., seiner Familie und Diener beigesetzt. Die Burgbastionen sind miteinander durch 12 m hohe und 20 m breite Mauern (Kurtine) verbunden. Zwischen den äußeren und inneren Mauern der Kurtine waren Kasernen zur Unterbringung von Garnisonen und zur Waffenlagerung eingerichtet. Später wurden sie als Kasematten genutzt. Eine Flucht aus dem Gefängnis ist niemandem gelungen.
Zum Gesamtbild der Festung gehört der Kommandantenbau, die Gardekavallerie, das Ingenieurhaus, die Mitte des XVIII. Jahrhunderts errichtet wurden. 1762 baut der Architekt Wist ein "Bootshaus" zur Aufbewahrung eines Bootes, des "Großvaters der russischen Flotte", welches von Peter I. eigenhändig gebaut worden war. 1806 entstand die Münze, wo Gold, Silber und Kupfer zu Münzen geprägt wurden und heute noch staatliche Orden und Medaillen geprägt werden. Zwei Festungstore: das Peterstor (Architekt D. Trezzini) und das Newator (Architekt N. Lwow) sind erwähnenswert. Vom Torbogen des letzteren ist die "Geschichte der Überschwemmungs-Katastrophen 1724, 1777, 1788, 1824, 1924, 1975" abzulesen.
Troizki-Brücke, Peter-Pauls-Kathedrale in St. Petersburg, Russland |
Mit dem Bau der Kriegsmarinefestung Kronstadt hat die Peter- und -Pauls-Festung ihre Bedeutung als Verteidigungsburg eingebüßt. Seit 1718 dient sie als politisches Gefängnis. Als erster wurde hier der Sohn Peters I. Alexei eingekerkert, hierin ist auch I. Pososchkow -Publizist, Autor des Buches "Bucher über Kargheit und Reichtum" 1726 gestorben. Später war A. Radischtschew für sein Buch "Reise von Petersburg nach Moskau" ein Gefangener der Festung. Hier schmachteten die ersten revolutionären Dekabristen, fünf von ihnen wurden am Kronwerk erhangt. An der Stelle deren Hinrichtung steht ein Granitobelisk.
Nach der Restaurierung der wahrend des Krieges stark beschädigten Festung wurde 1957 eine alte Tradition ins Leben gerufen: täglich, genau um die Mittagszeit, donnert ein Kanonenschuss von der Naryschkin- Bastion - es dient als ein genaues Zeitzeichen.
Neben der Festung ist bis in unsere Zeit hinein ein Hauschen Peters I. erhalten geblieben, welches in den ersten Monaten der Gründung Petersburgs gebaut wurde. Es ist aus Holz und unterscheidet sich kaum von einem Bauernhaus. Später wurde es zwecks Erhaltung in Stein eingefasst. Der Treppenabgang zur Newa gegenüber dem Hauschen wurde 1907 mit zwei Schi-Tse- Löwen-Frosch-Skulpturen aus der Handschnitzerei geschmückt.
Wollen wir jetzt die Peter Pauls Festung in Sankt Petersburg verlassen und den Weg in Richtung der Troitzki-Brücke fortsetzen. Die Peter-und-Pauls-Festung war im Jahre 1903 zum 200. Gründungstag von Petersburg errichtet worden. Im Geländer, in der Laterne, Obelisken 1st der Einfluss des Jugendstils (Architekt V. Schabrol und R. Patuliar) zu spüren. Die mittleren Brückenteile drehen sich. Von der Brücke bietet sich ein schöner Blick auf das linke Ufer der Newa: den Sommergarten (Letnij Sad), (Sommer Garten) das Marsfeld, die Schlossuferstraße, die Admiralität, die Isaaks- Kathedrale, die O-Spitze der Wassilij-Insel, die sogenannte Strelka (Pfeile).










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