Sehenswürdigkeiten in Sankt Petersburg, Russland
Dekabristen Platz ( Früher Senats Platz) in Sankt Petersburg
Dekabristen-Platz (Früher Senats-Platz, Denkmal Peters 1., St. Petersburg |
Wenn man die Admiralitäts-Grünanlage vom Schlossplatz her geht, liegt links die majestätische Isaaks- Kathedrale und geradeaus - der Senatsplatz (heute Dekabristen- Platz), der westlich mit einem ausgedehnten Gebäude abschließt, wo vor der Revolution 1917 der Senat und der Synode ihren Sitz hatten. Dieser einzigartige Baukomplex wurde 1829-1834 von K. Rossi aus einzelnen Gebäuden geschaffen, er schloss die vereinzelten Bauten durch Arkaden und aus mehreren Saulen bestehende Portiken in klassischer Reihenfolge zu einer Einheit zusammen. Das Gebäude schmücken allegorische Figuren, welche Gerechtigkeit, Glaube, Weisheit und andere Tugenden darstellen (Bildhauer S. Pimenow, V. Demut-Malinovskij und andere).
Den architektonischen Mittelpunkt des Platzes bildet das Reiterdenkmal Peters I., welches hier 1782 aufgestellt wurde. Es handelt sich um eines der größten Skulpturenwerke der europäischen Kunst des XVIII. Jahrhunderts. Das Monument errichtete der französische Bildhauer E. Falconet und seine Schülerin Marie Kollo schuf den Kopf Peters. Das Denkmal wurde vom Gießmeister E. Hailow in Bronze gegossen.
Das Reiterdenkmal Peters und der Sockel bilden ein einheitliches Ganzes und ähneln einer mächtigen Woge aus Stein. Dieses riesige ca. 1600 t schwere Monument aus Granit nennt man den "Donner-Stein". Man hat ihn auf der Karelischer Landenge, 15 km von der Stadt entfernt, gefunden. Es kostete einen enormen Arbeitsaufwand, um diesen Steinbrocken zum Aufstellungsort zu transportieren. Über Land wurde er mit Hilfe von Spezialrillen auf Kupferkugeln und per Fluss - mit einem extra dafür gebauten Schleppkahn - transportiert. Der Transport dauerte ca. zwei Jahre, parallel erfolgten die Schleifarbeiten am Stein.
Ein großes eindrucksvolles Denkmal. Stolzer Sitz, herrischer Gesichtsausdruck, energische Geste verleihen dem Zaren und Reformator eine einmalige Gestalt. Auf dem Sockel die kurze Inschrift: "Peter dem Ersten von Katharina der Zweiten. Anno 1783".
Auf dem Senats-Platz bäumten sich am 14. Dezember 1825 zum ersten Mai die ersten russischen Revolutionäre (Dekabristen) gegen die Selbstherrschaft des Zaren auf. Sie weigern sich, dem neuen Zar Nikolaus I. Treue zu schwören, und stellten die ihnen treuen Truppen vor dem Reiterdenkmal Peters auf. Der Zar befahl, auf die Aufständischen das Feuer zu eröffnen, viele von ihnen wurden erschossen.
Links von Senat und dem Synode liegt ein monumentales Bauwerk, die ehemalige Manege der Kavalleriegarde, die sich den Konnogwardeiski Boulevard entlang zieht. Sie schließt die sich vom Schlossplatz öffnende Perspektive ab. Die Manege war 1804 -1807 nach dem Entwurf des Architekten D. Quarenghi gebaut. Ihre dem Platz zugewandte Fassade ist mit klassischem Portikus aus dorischen Säulen geschmückt. Zu beiden Seiten des Portikus stehen Skulpturen von Dioskuren mit Rossen - der Zwillingsbruder Kastor und Polydeukes als Sinnbild für Kriegerfreundschaft.
Diese Nachbildungen von antiken Statuen wurden 1809 vom Bildhauer P. Triskorni ausgeführt. Nach der Restaurierung 1977 wurde die Manege in die Zentrale Ausstellungshalle verwandelt, wo diverse Ausstellungen der modernen Kunst und Wohltätigkeitskonzerte stattfinden.

Bestpreisgarantie

