Sehenswürdigkeiten in Sankt Petersburg, Russland
Alexander Newski Kloster in Sankt Petersburg
Alexander-Newski-Kloster in Sankt Petersburg, Russland |
Das Alexander Newski Kloster in Sankt Petersburg ist der älteste Architekturkomplex von Petersburg, der am Ende des Newski Prospekt am Newa-Ufer liegt. Das Kloster war für höhere geistliche Hierarchien gedacht. Vor der Revolution gab es in Russland nur vier Kloster, darunter das Alexander-Newski, gegründet 1710 von Peter I. Den Namen erhielt das Kloster vom russischen Heiligen, Fürsten Alexander Newski, der an der Spitze der Nowgoroder Truppen im Jahre 1240 in der Nahe dieses Ortes das schwedische Kriegsvolk geschlagen hatte. 1724 waren auf Anordnung Peters I. die Gebeine vom Alexander Newski ins Kloster überfuhrt worden, dadurch entstand eine Gedenkstätte. Dort ruhen Persönlichkeiten der ruhmreichen russischen Kriegskunst.
Im Unterschied zu den altrussischen Klostern diente das Alexander Newski Kloster nicht als Festung, daher hat es keine Festungsmauern. Die halbkreisförmige Steinmauer zäunt nur den Gedenkfriedhof vom Alexander Newski Platz her ein. Die Klosteranlage wurde von zwei Bildhauern -P. Trezzini (Barock) und I. Starow (Klassizismus) geschaffen. Hinter dem Paradetor befinden sich die Nekropole.
Links liegt der St.-Lasar- Friedhof. Als eine der ersten war hier 1716 Zarevna Natalija, die Schwester Peters I, beigesetzt. Hier ruhen Koryphäen der russischen Kultur und Gründer von Petersburg: M. Lomonossow, D. Fonwisin, G. Quarenghi, I. Starow, A. Woronichin, A. Sacharow, K. Rossi, F. Schubin, M. Koslowskij...
Rechts vom Eingang - der Friedhof der Tichwinsker Gottesmutter. Hier sind der Fabeldichter I. Krylow, F. Dostoewskij, die Komponisten M. Glinka, P. Tschaikowskij, M. Musorgskij, N. Rimskij-Korsakow, der Maler A. Ivanow, der Bildhauer P. Klodt, der Gelehrte S. Lebedew und viele andere, deren Namen jedem Russen bekannt und teuer sind, begraben.
Alexander-Newski-Kloster, St.-Lasar-Friedhof in Sankt Petersburg |
Hinter dem kleinen Fluss Monastyrka ragen die Bauten des Klosters empor. Links - die alleeerste Maria- Verkündungskirche (Arch. D. Trezzini, T. Schwertfeger, 1717-1722). In dieser Kirche sieht man unter den Gruften vieler Berühmtheiten eine Grabplatte mit schlichter Aufschrift: "Hier ruht Suworow" - diese Grabinschrift hat er sich noch zu Lebzeiten ausgesucht. Im Klostergebäude wurde 1930 ein Stadtskulpturen-Museum eingerichtet. Hier kann man Autorenmodelle und Entwurfe bekannter Monumente, zum Beispiel die "Rossbändiger" von Klodt, das Reiterdenkmal Alexanders III. vom Bildhauer Trubetskoj, das Lenin-Denkmal vom Finnischen Bahnhof sehen. Hier wurden viele Grabdenkmäler solch hervorragender Baumeister wie I. Martos, F. Gordejew und anderer von verschiedenen Friedhöfen Petersburgs hingeschafft.
An der südlichen Seite des Klosterhofes befinden sich die Klosterzellen und die Fjedorow- Kirche (Architekt P. Trezzini, 1742-1750). In der Mitte des Klosters steht die erhabene Heilige Dreieinigkeit-Kathedrale im klassischen Stil (Arch. I. Starow, 1780). Über dem Haupteingang und den Seiteneingängen sind die Reliefpanneau von Schubin zu sehen.
Gleich allen Kathedralen in Russland war auch dieses Kloster ein Kulturzentrum. Bereits 1720 arbeitete hier eine Druckerei, ein Jahr später - die Slawische Schule für Kinder der Geistlichen, in der Rechtschreibung, Arithmetik, Religion unterrichtet wurden. Bis in unsere Zeit hinein funktionieren das Seminar und die Geistliche Akademie.

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