Sehenswürdigkeiten in Moskau: Die Kathedrale zu Mariä Schutz und Fürbitte in Moskau (inoffizieller Name: Basilius-Kathedrale)
Kathedrale zu Mariä Schutz und Fürbitte in Moskau (Basilius Kathedrale) |
Diese Kathedrale ist für Moskau genauso eine „Visitenkarte“ wie der Eiffel-Turm für Paris oder der Big-Ben für London und zählt zu den einzigartigen Sehenswürdigkeiten in Moskau. Die Kathedrale ist in den Jahren 1555-1561 von den Baumeister Barma und Postnik (einige Vermutungen zufolge handelt es sich um und dieselbe Person ) auf Geheiß Iwan des Schrecklichen zum Zeichen des Sieges über das Khanat Kasan errichtet worden. Einer Legende zufolge ließ Zar Iwan, als er die Kathedrale erblickte, die Baumeister blenden, damit diese nie mehr woanders ein solches Wunderwerk bauen können.
Laut Auftrag sollte die Kathedrale aus acht separaten Kirchen bestehen, welche die Tage der entscheidenden Kämpfe um Kasan versinnbildlichen sollten. Die Erbauer der Kathedrale haben die gestellte Aufgabe schöpferisch aufgefasst und eine originelle wie komplizierte Komposition hervorgezaubert. Die Kathedrale ist aus Ziegelsteinen und ihre Fundamente, der Sockel und eine Reihe von Baukonstruktionen aus dem weißen Stein gefertigt worden. Im Jahre 1588 wurde über der Gruft des in Moskau verehrten Narren in Christo ein Nebenaltar an die Kathedrale angebaut, der Nebenaltar Basilius des Seligen, welcher der gesamten Anlage denn auch zu ihrem zweiten Namen verhalf.
In den 70er Jahren des 17. Jahrhunderts wurde ein zeltförmiger Glockenturm errichtet. Die Kathedrale hatte anfangs ein strenges Aussehen, dennoch besaß sie schon damals ihre ganz eigenen Wesenszügen: die Vielfalt der Komposition und das Fehlen einer akzentierten Hauptfassade. Eine wichtige Rolle spielten die dekorativen Elemente. All das verlieh dem Gebäude den Charakter eines unikalen Bauwerks, eines Monuments, einer Art Denkmal für den Ruhm des Russischen Staates, und verkörperte zugleich die Ideen von einer „Kathedralenstadt“, einem „himmlischen Jerusalem“.
Basilisus Kathedrale im Winter, Moskau |
Acht Zwiebeltürme, die sich um das zentrale Zeltdach gruppieren, bilden auf dem Plan einen achtzackigen Stern. Die Zahl acht symbolisiert den Tag Auferstehung Christi, der einem altjüdischen Kalender zufolge der achte Tag gewesen ist, und die Wiederkunft des Herren, welche das jüngste Gericht und das Himmelreich verkündet. Der achtzackige Stern ist auch das Sinnbild der Mutter Gottes. Der Stern wird durch zwei aufeinandergelegte Quadrate gebildet. Das Quadrat symbolisiert die vier Himmelsrichtungen und die vier Evangelien. Die aufeinander gelegten Quadrate versinnbildlichen die Verkündung der vier Evangelien in die vier Himmelsrichtungen.
Die innere Umgehungsgalerie ist in ihrer Bemalung dem paradiesischen Garten Eden nachempfunden. Innen ist die Kathedrale ganz klein. Daher wurde der Gottesdienst zu großen kirchlichen Feiertagen auf dem Roten Platz zelebriert. Das Analogien wurde auf der Richtstätte errichtet, während die Kathedrale zu Mariä Schutz und Fürbitte gleichsam den Altar bildete. Die Kathedrale wurde mehrmals restauriert. Im Jahre 1929 wurde sie zwar geschlossen, jedoch nicht abgerissen. Seit 1991 werden dort manchmal Gottesdienste durchgeführt. Heute ist die Basiliuskathedrale eine Zweigstelle des Staatlichen Historischen Museums. Besuchen Sie kurz das kleine Museum in der Kathedrale. Die Ausstellung, zu der unter anderem einzigartige Ikonen gehören, wird Sie sicherlich interessieren.

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