Die Metro in Moskau
Metro in Moskau |
Die Moskauer Metro ist das bequemste Verkehrsmittel und bringt Sie schnell und ohne Staus praktisch zu jedem Punkt der Stadt. Allerdings ist sie zu den Hauptverkehrszeiten auch recht voll. Außerhalb der Spitzenzeiten kann man die U-Bahn jedoch nicht nur als Verkehrsmittel benutzen, sondern auch damit eine kurze Rundreise unternehmen. Nicht ohne Grund gilt die Moskauer Metro mit ihren kunstvoll gestalteten Stationen als die schönste in der ganzen Welt und ist zählt somit zu den Sehenswürdigkeiten in Moskau. Eröffnet wurde die sehenswerte U-Bahn bereits 1935 und zählt järlich mehr als 2,5 Milliarden Fahrgäste. Es gibt dort also wirklich etwas zu bewundern.
Geöffnet ist die U-Bahn zwischen 5:30 und 1:30 Uhr. Die Umsteigezugänge zu den anderen Linien schließen bereits um 1:00 Uhr. Für die Fahrt benutzt man Magnetkarten. Eine Karte für eine Fahrt kostet zurzeit 13 Rubel (nach derzeitigem Stand nur etwa 33 Cent). Das U-Bahn-Netz von Moskau teilt sich nicht in Preiszonen auf, so dass Sie damit beliebig lange herumfahren können, bis Sie sich irgendwann entschließen auszusteigen. Kostengünstiger wird es, wenn Sie gleich eine Karte für fünf oder noch mehr Fahrten erwerben.
Ein Monatsticket für alle öffentliche Verkehrsmittel mit bis zu 70 Fahrten mit der Metro kostet aktuell 500 Rubel (zurzeit knapp 12,70 Euro).
Vorsicht, die Türen schließen sich
Metro in Moskau |
Die Metro in Moskau hat viele Gesichter, sie ist so vielfältig, wie auch ihre Fahrgäste. Ihr Leben ist rasant und voller Ereignisse, von den schlagzeilenträchtigen und bedeutenden bis zu den kleinen und unauffälligen. Wie viele feine Nuancen, Eigenarten und manchmal auch Paradoxen birgt eine, wie es scheinen mag, eine gewöhnliche Untergrundbahn in sich. Die Moskauer U-Bahn wurde am 15. Mai 1935 um 7.00 Uhr für den öffentlichen Verkehr freigegeben. Die Züge rollten von der U-Bahn-Station ,,Sokolniki" bis ,,Ochotnyj Rjad" und später bis zur Station ,,Park Kultury" und ,,Smolenskaja".
13 wunderschön erstellte und großzugig architektonisch ausgestaltete palastähnliche, mit Licht überflutete U-Bahn-Stationen eröffneten fahrgastfreundlich die Türen ihrer Eingangshallen. Der Moskauer U-Bahn wurde zeitnah der Titel der weltweit prächtigsten U-Bahn zu erkannt: Zur Ausstattung der U-Bahn-Stationen wurden 20 Arten von Marmor und Granit verwendet. Kein geologisches Museum ist in der Lage, die Schönheit natürlicher Bodenschätze so zu präsentieren, wie es der Moskauer U-Bahn gelungen ist. Besonders breite Verwendung fand Grobrosenmarmor von der südlichen Küste des Baikalsees. Das Alter dieses Marmors betragt annähernd zwei Milliarden Jahre. Das ist immerhin die Hälfte des Erdenalters. Der weiße Marmor wurde vom Uralgebirge, Kaukasus, aus Altai und Mittelasien hergebracht. Mit dem Lukullan aus Armenien wurden die U-Bahn-Stationen ,,Belorusskaja", ,,Plostschad Revoluzii", ,,Elektrosawodskaja" und ,,Aeroport" geschmückt. Quarzit in himbeerfarbiger Schattierung kann man in der U-Bahn-Station ,,Baumanskaja" sehen.
Kasse in der Moskauer U-Bahn |
Als Star unter allen Moskauer U-Bahn-Stationen gilt die 1938 fertig gestellte ,,Majakowskaja". Im selben Jahr wurde ihr Layout in einer internationalen Sonderschau in New York erfolgreich ausgestellt. Zur Ausschmückung von Wanden und Säulen wurde Marmor von zwei Typen verwendet: Halbedelrotstein und grün-schwarzer Diorit. 33 Mosaikbilder von Alexander Dejneka an der Decke führen in die Welt der sowjetischen Luftfahrt ein.
Die Moskauer U-Bahn-Wagen haben erst 1956 ihre Fahrgäste ,,angesprochen", indem die U-Bahn-Stationen angesagt wurden. Die Radinfizierung aller U-Bahn Strecken wurde 1965 abgeschlossen.
1961 wurden zur Bezahlung der Fahrten mit der U-Bahn Fünfkopekenstücke verwendet. Zum Münzenwechsel wurden auf den U-Bahn-Stationen Spezialautomaten aufgestellt. Dann wurden Fünfer durch Jetons ersetzt, als Fahrtkosten bis auf 15 Kopeken verteuert wurden. Gegenwärtig soll man eine Fahrkarte erwerben, um die U-Bahn zu besteigen.
Die Untergrundbahn hat noch eine Sehenswürdigkeit parat. Es handelt sich um eine Einschienenbahn, die unter den öffentlichen Verkehrsmitteln der Hauptstadt genau so selbstverständlich geworden ist, wie die Metro, der Autobus, die Straßenbahn. Die Moskauer Einschienenbahn gilt als umweltfreundlichstes Verkehrsmittel in Moskau. Außerdem fallen die Baukosten für die Einschienenbahnlinien im Vergleich zu den Metrobaukosten um das Vierfache geringer aus. Und schon die ersten Erfahrungen haben gezeigt, dass sich Einschienenbahnlinien dreimal so schnell fertig stellen lassen. Die Fahrtkosten schlagen wie bei der Metro mit 19,00 Rbl. zu Buche. Gegenwärtig sind acht Züge statt zwei im Verkehr. Die Bahn wird von 7.00 Uhr bis 23.00 Uhr betrieben.
| Linienname | Eröffnungsjahr |
| Sokolnicheskaya | 1935 |
| Zamoskvoretskaya | 1938 |
| Arbatsko-Pokrovskaya | 1938 |
| Filyovskaya | 1935 |
| Koltsevaya | 1950 |
| Kaluzhsko-Rizhskaya | 1958 |
| Tagansko-Krasnopresnenskaya | 1966 |
| Kalininskaya | 1979 |
| Serpukhovsko-Timiryazevskaya | 1983 |
| Lyublinskaya | 1995 |
| Kakhovskaya | 1969 |
| Butovskaya | 2003 |

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