Kaliningrader Gebiet
Swetlogorsk (Rauschen)
Swetlogorsk ist ein unikaler Ostsee-Kurort. Die erste Erwähnung der Siedlung gehört zu 1228. In der Zeit der Deutschordensritter bekam der Ort den Namen Russemoter, seit 16. Jahrhundert hieß der Ort Rauschen. Mehr als fünf Jahrhunderte lebte diese Fischersiedlung ruhig und still. Seit 1813 kamen hierher Sommergäste und Touristen aus verschiedenen deutschen Ländern und sei 1840, als der König Friedrich Wilhelm IV die Siedlung unter seine Schirmherrschaft genommen hatte, kamen Sommergäste von dem ganzen Europa. Im 19. Jahrhundert wurden erste Villen und Häuser gebaut, allmählich wurde Rauschen ein modischer Kurort. Während des zweiten Weltkrieges wurde die Stadt fast nicht zerstört, was sie besonders attraktiv für russische Touristen macht. Heute ist das ein reizvolles Reiseziel.
Zelenogradsk (Cranz)
Der älteste Kurort an der Ostsee-Küste. Er wurde im 13. Jahrhundert als ein kleines Fischerdorf gegründet. Im 19. Jahrhundert wurde Dr. Kessel aufmerksam auf ein gesundes Klima dieser Gegend. Hierher kamen Sommergäste aus Deutschland, Polen, Russland zur Kur. In Sankt Petersburg wurde 1812 ein Reiseführer herausgegeben, in dem Kranz als Kurort erwähnt wurde. In Cranz wurden zahlreiche Villen und Pensionen gebaut, Tausende Menschen verbrachten hier ihre Urlaubszeit und Wochenenden. Heute ist Zelenogradsk der zweite bedeutende Kurort an der Küste, der über eine breite Infrastruktur und schöne Hotels verfügt.
Baltijsk (Pillau)
Das ist die westlichste Stadt von Russland. Lange Zeit war Baltijsk sowie für ausländische als auch für russische Touristen geschlossen. Baltijsk von heute ist ein Stützpunkt der russischen Baltischen Flotte und hat eine wichtige strategische Bedeutung. Diese Hafenstadt wurde 1497 gegründet. 1626 verordnete der schwedische König Gustav Adolf, die Zitadelle Pillau aufzubauen. Die Festung kann man auch heute besichtigen. Zwei Jahrhunderte war die Zitadelle uneinnehmbar und wurde nur einmal von Napoleons Truppen erobert. Später diente die Zitadelle als ein Modell für den Aufbau der Festung Kronstadt. Der Große Kurfürst legte hier den Grundstein zum Bau der preußischen Flotte. Pillau besuchte auch Peter der Erste. Die Hauptsehenswürdigkeit von Baltijsk ist der alte Leuchtturm, 23 Meter hoch, der 1813 nach dem Entwurf vom berühmten deutschen Architekten Schinkel gebaut wurde. Andere Sehenswürdigkeiten sind das Denkmal von Peter der Ersten, das Gebäude des Amtsgerichtes, in dem jetzt das Museum der Baltischen Flotte untergebracht ist, der alte Wasserturm.
Jantarnyj (Palmnicken)
Unsere Region nennt man oft eine Bernsteinregion von Russland. Darum ist dieser Ort so attraktiv für Touristen. Jantarnyj ist ein kleines Städtchen, 50 Km von Kaliningrad entfernt, das durch seine größten Bernsteinvorkommen weltweit bekannt geworden ist. Das Städtchen trägt den Namen, der vom russischen „Yantar" - Bernstein - abgeleitet ist. Preußen kannten Bernstein schon lange. Von hier führten Wege in verschiedene Länder der Welt. Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Bernstein-Gewinnung industriell begonnen. Einer der Gründer dieser Gewinnungsweise war Morris Becker. Touristen haben eine Möglichkeit, einen Bernstein-Tagebau zu besichtigen. Bernstein lagert in der Tiefe von 40-50 Metern in der Schicht des so genannten „blauen" Tons, dessen Quadratmeter 700 bis 800 g Bernstein enthält. Zu besichtigen sind auch ein kleines privates Museum der Siedlung Jantarnyj, eine Bernsteinmanufaktur mit vor Ort hergestellten Schmucksachen und Souvenirs aus dem wunderbaren Sonnenstein sowie eine Kirche, die Ende des 19. Jahrhunderts von Morris Becker finanziert wurde.
Sovetsk (Tilsit)
Sovetsk liegt am Fluss Neman, der eine Grenze zwischen Russland und Litauen bildet, und an der Hauptstraße Kaliningrad - Riga. Tilsit wurde 1807 weltweit bekannt, als hier der russische Zar Alexander I und Napoleon einen Frieden geschlossen haben. Das Symbol der Stadt ist die Königin-Luise-Brücke. Die Königin Luise spielte eine große Rolle in der Geschichte des Tilsiter Friedens und war besonders beliebt von der Bevölkerung von Ostpreußen. Das Zentrum von Sowetsk hat einen Teil von seinem geschichtlichen Erbe erhalten, hier stehen viele deutsche Gebäude.
Tschernjschowsk (Insterburg)
Die Stadt wurde 1336 als ein Fort des Deutschen Ordens gegründet und spielte immer eine große Rolle in der Geschichte von Ostpreußen. Die Ruine vom Schloss Insterburg ist ein Zentrum des Kulturlebens von Tschernjachowsk. Hier werden regelmäßige Rittertourniere, Konzerte und Theateraufführungen durchgeführt. Die Stadt ist auch bekannt als ein Zentrum der Pferdezucht.
Nicht weit von Tschernjachowsk liegt Majewka (Georgenburg), das größte und bedeutenste ostpreußische Landgestüt, bereits um 1400 als bischöflich samlaendisches Gestüt erwähnt. Und heute ist in Georgenburg eines der größten Gestüte in Westrussland, wo bis heute Trakehner, Hannoveraner und Holsteiner gezüchtet werden.
Jedes Jahr findet in Georgenburg das Springwettebewerb - «CSI***** Stud Georgenburg» statt. Das Wiederauferleben des Springwettbe- werdes in Georgenburg fand erst im Jahre 1997 statt. Aber schon im Jahre 2002 erhielt das Springwettbewerg in Georgenburg den höchsten Status-CSI****.

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