Altai - Das Salz der Erde
Gusseletowskije Seen, Altai Region![]()
Die Gusseletowskije Seen. Der Romanowskij Rayon in der Altairegion.
Es gab immer Menschen auf der Erde, die ihr Glück versuchen wollen. Das sind Wanderer, Reisende, Touristen... Die Natur und die Geschichte veränderten unser Land am meisten, indem sie die Landschaft in ihrer reichen Vielfalt schufen. Vor einigen Millionen Jahren zog sich hier der Weg der Gletscher hin, die ihre Spuren in Form von" Restbeständen an Kiefernwaldstreifen zurückließen. An diesem Ort traten die Gewässer des alten Meeres zurück, das beweisen die heutigen Seenketten. Diese Gegend gilt als geheimnisvoller Ort, an dem alle Jahre wieder die Zugvögelschwärme. Zu Demidows Zeiten lieferten Köhler und Salzhändler von hier aus zu Wasser das Seesalz und die Holzkohle zu den Silberschmelzwerken in Barnaul und Pawlowsk. Nach dem Zweiten Weltkrieg zogen Brachlandbauern hierher, um ein ertragreiches Neuland zu bewirtschaften.
Wo der Weg hinführen mag, überall gibt es Orte, wo der Mensch anhalten will, um sich umzusehen, sich zu erholen und neue Kräfte aus der Natur zu schöpfen. Schon längst genießen unsere Gusseletowskije Seen diesen Ruf - unsere Salz-, Bitter-, Süsswasser- und Heilschlammseen, die die heiße Steppensonne erwärmt und wo die Luft nach Kiefernnadeln duftet.
Die Prüfstelle der Naturheilressourcen im Forschungsinstitut der Kulturologie und Physiotherapie Tomsk hat das Wasser und die Bodenablagerungen des Mormyschanskoje Sees erforscht. Das Seewasser wurde als Chlorid-, natrium-, und alkalihaltig erklärt, versehen mit den wertvollen Heilbadkomponenten Bor und Borsäure. Die Bodenablagerungen sind als salzgesättigter Heilschlamm der Karatschinskaja-Abart klassifiziert worden. Sie sind bei Erkrankungen der Skelettmuskulatur, des Zentralnerven- und peripheren Nervensystems, der Verdauungsorgane, der männlichen und weiblichen Genitalien und gegen Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten indiziert. Das Kristallsalz-Sole-Peloid kann außerdem bei unspezifischen, chronischen Lungen- und Gefäßerkrankungen, Verbrennungen, Kongelations- und zur lokale Behandlung von Narbengeweben eingesetzt werden.
Die Schlammvorräte sind sehr groß. Einer der Gorkoje Seen, der kaum noch Wasser führt, sondern riesengroße Heilschlammmengen enthält, erstreckt sich auf eine Länge von 6 km und versorgt jetzt die Sanatorien Barnauls und der Kurortstadt Belokuricha mit diesem Heilmittel. Die Urlauber organisieren ihrerseits mit großem Vergnügen Selbstheilbehandlungen vor Ort im Sommercamping oder in der Zeltstadt.
Vor einigen Jahren galt die Erholung an den Gusseletowskije Seen noch als „unorganisiert". Die Erholenden mussten erst ihre Anfahrt selbstständig organisieren dann Zelte aufschlagen und danach konnten sie die Natur sowie „das Nichtvorhandensein der Zivilisation" genießen. Die Urlauber, die komfortable Bedingungen voraussetzten, waren gezwungen, sich nur mit den begeisterten Geschichten über diese Seen zu begnügen. Heute sieht das schon ganz anders aus. Am Seeufer wurde jetzt ein Sommercampingplatz angelegt, ein Cafe, ein Geschäft, für hygienische Verhältnisse ist gesorgt. Ein artesischer Brunnen versorgt alle mit sehr wohlschmeckendem Wasser. Nach dem Bad im Salzwasser stehen funktionierende Duschkabinen zur Verfügung, deren Notwendigkeit wohl keiner bezweifelt. Außerdem gibt es eine russische Banja (Sauna). Heute besteht die Möglichkeit in den Zelten zu wohnen. Dafür wurden spezielle Plätze mit Feuerstellen eingerichtet. „Wilde" Erholung, wie man das im Russischen nennt, setzt zivilisierte Naturpflege voraus. Als Zukunftsvision gilt es, die Infrastruktur weiter auszubauen; die Bildung einer richtigen Kurortzone im Bereich des Möglichen, weil es alle Voraussetzungen dafür gibt.
Wunderschön ist diese Gegend im Winter. Es läuft ein Projekt für de eines modernen Schiläuferzentrum gefrorene Wasserspiegel und ein prächtiger verschneiter Kiefernwald sind sowohl für den Schilanglauf durch den Wald al für professionelles Sporttraining attraktiv.

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