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Ulan Bator: Museen & Tempel

Museen und Tempel in Ulan-Bator


Das buddhistische Gandan-Kloster

Adresse: Bezirk Bayangol, Gandantegchilin-Kloster.
Tel.: 975/ 11 360167.
E-mail: mbcqgandan@maqicnet.mn.
Geöffnet von 9:00 bis 16:00 Uhr.
Entrittskarte: 2.500 Tugrik.


Die spezielle Schule beim Chebzsun-Dambo-Kloster in Ulan Bator, die sich mit dem Studium der höheren buddhistischen Dogmatik beschäftigende, gründete 1809 eineigenes spezielles Kloster und nannte es Gondan zu Ehren des gleichnamigen Klosters in Tibet.

Mit der Zeit wurde Gandan zum wichtigsten buddhistischen Kloster der Mongolei. Ende des 19. Jahrhunderts verfügte das Kloster über ein großes Territorium, auf dem unter anderem rund 14.000 Lama-Mönche lebten. Ende der 30er-Jahre der 20. Jahrhunderts blieb Gandan vom gemeinsamen Schicksal aller mongolischen Klöster nicht verschont: Es wurde geschlossen. 1949 kam man den Bittgesuchen der Gläubigen entgegen und öffnete das Kloster wieder, dabei musste es praktisch wieder neu aufgebaut werden. 1990, nach dem Ende der Restauration, konnten zwei Tempel, Zogchin und Dzu, wieder besucht werden.

Der dritte Tempel, der dreistöckige Megdzhid-Janraiseg im Gandan-Kloster, entstand Anfang des 20. Jahrhunderts. Das bedeutendste Heiligtum dieses Tempels ist die 13 Meter hohe vergoldete Statue der Göttin Janraisig (Sanskrit: Avalokiteshvara).
Beim Gandan-Kloster residiert seit 1970 die Buddhistische Religionsakademie, deren Bibliothek über 50.000 Bücher und Manuskripte beheimatet.


Der Bogd-Khan-Tempel/Museum (Der Winterpalast)

Adresse: Khan-Uul Bezirk, Chinggis Avenue.
Geöffnet: Sieben Tage die Woche von 10:00 bis 18:00 Uhr.
Eintrittskarte: 2.500 Tugrik.
Tel.: 976/ 11 343071.


Dieser Palast in Ulan Bator diente dem letzten Imperator der Mongolei, dem achten Bogd-Khan, seiner Heiligkeit Dshebsundumba VII., als Residenz. Dem Winterpalast lagen
die Baupläne, die der russische Zar Nikolai der 2. dem mongolischen Bogd-Khan schenkte, zugrunde. Der Sommerpalast wurde 1893-1903 im chinesischen Stil gebaut, die Winterresidenz des Bogd-Khanes entstand 1903.

Auf dem Territorium des Kloster-Baukomplexes befindet sich die einzigartige Trommel- Klausur mit der zwischen den sechs Säulen direkt unter dem Dach des Pavillons hängender großen Trommel. Ein weiteres Highlight ist das „Dou-Gun“-Bauwerk mit dem vierstöckigen Dach, das reichlich mit malerischem Ornament dekoriert und mit grünfarbener Stuckatur-Dachpfanne beschmückst ist. Vor dem „Geheiligten Tor“ des Bogd-Khan Palastes wurde das hölzerne „Triumph-Tor“ errichtet.

Das „Triumph-Tor“, ein Symbol der Befreiung von der Macht des mandschurischen China und der Wiedererlangung der Unabhängigkeit der Mongolei, wurde 1912-1919 nach der „108-Riegel-Methode“, d.h. absolut ohne Nagel, gebaut.

Im Winterpalast befinden sich die Gegenstände, die dem Bogd-Khan gehörten, die einzigartigen von den Herrschern verschiedener Länder geschenkten Jagdtrophäen, die von den altertümlichen Handwerkern geschaffenen Kultgegenstände des tibetischen Buddhismus, wie Skulpturen, Ikonen und buddhistische Tankas (Stoffmalerei).


Der Chyjin-Lama-Kloster/Museum

Adresse: Genden-Straße 7.
Geöffnet: Sieben Tage die Woche von 10:00 bis 18:00 Uhr.
Eintrittskarte: 2.500 Tugrik.
Tel.: 975/ 11 324788.


Das Kloster wurde zwischen 1904 und 1908 zu Ehren des Choyjin Lama, des Staatsorakels der Mongolei und des Bruders des achten Bogd-Khan, errichtet und gehört zu den besten mongolischen Bauwerken aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts. Bis 1938 fanden in dem Kloster Gottesdienste statt, seit 1942 ist es ein Museum.

Der Kloster-Baukomplex besteht aus fünf Tempel, in denen unikale Werke der zentralasiatischen Handwerker aus dem 17.-19. Jahrhundert ausgestellt sind. Die Ausstellungsexponate werden in den Tempel-Museen des Architekturensembles des letzten Khans aufbewahrt, wobei alles so belassen wurde, wie es damals im „Tempel der Barmherzigkeit“ war. Reichlich und vielfältig ist hier buddhistische Kunst, Kunstwerke mongolischer Meister, Kostüme und Masken für die religiöse Zam-Zeremonie, Musikinstrumente, Gussarbeit, buddhistische Ikonografie, Schnitzerei- Näharbeit- und Konturapplikationerzeugnisse präsentiert.


Das „Naturkundemuseum“

Adresse: Revolutionaries- Avenue, J.Sambuu-Straße (nahe der Straßenkreuzung nord-östlich des Regierungsgebäudes).
Öffnungszeiten Oktober-Mai: Mi - So von 10:00 bis 16:30, Mo und Di geschlossen. Im Sommer: Sieben Tage die Woche von 10:00 bis 16:30.
Eintrittskarte: 2.000 Tugrik.
Tel.: 976/ 11 327177.
E-mail: mon_nut_museum@mbox.mn


Das „Naturkundemuseum“ ist eines der populärsten Museen in Ulan Bator und der Mongolei.

Die Sammlung seiner Kollektion begann 1924, als auf die Initiative der Akademie der Wissenschaften der Mongolischen VR das erste Museum der Mongolei eröffnet wurde. In sein jetziges Gebäude zog das Museum 1954 ein. Die umfangreiche einzigartige Exponatensammlung veranschaulicht die mongolische Naturgeschichte. Unter den Exponaten sind Skelette der fossilen Tiere und Muster der Rohstoffe der Mongolei, die Nailakhi-Steinkohle, Edelsteine, das Basaltgestein der erloschener Vulkane, zahlreiche Tierbälge, persönliche Gegenstände des Bogd-Khan und die mit der Hunnen-Zeitperiode im 3. Jahrhundert v. Chr. datierten archäologische Funde.

Das Museum ist wegen seiner paläontologischen Abteilung weltweit bekannt. Die zwei hier ausgestellten vollständig erhaltenen Saurierskelette (16 und 10 Meter lang) wirken sehr beeindruckend. Außerdem kann man in dieser Museumsabteilung ein Blick auf die versteinerten Eier der vor 65-70 Jahren ausgestorbenen Saurier und die versteinigten Holzexemplare werfen.

Des Weiteren, wird in dem „Naturkundemuseum“ eine beeindruckende Blankwaffenkollektion ausgestellt. Vielfältig präsentieren sind die traditionellen Kunstgewerbeerzeugnisse der Mongolen.

In der ornithologischen Galerie sind Bälge mehr als 200 Vögel ausgestellt und in der Tierwelt-Abteilung findet man den Diarahmen eines Irbis und das Balg eines im Süden der Gobi-Wüste gefangenen Mazalaj-Bärs.

Die reichen Ausstellungen des Museums geben einen Einblick in die Flora und Fauna der Mongolei und stellen die Paläontologie, Anthropologie und Geografie des Landes vor. Im Erdgeschoss des Museums befinden sich viele Souvenirshops und Bücherläden, in denen Touristen Antiquitäten, traditionelle mongolische Souvenirs und verschiedene Druckerzeugnisse über die Mongolei kaufen können.


Das „Nationale Historische Museum“

Adresse: Bezirk Sukhbaatar, Commerce-Straße 2.
Tel.: 976-11-325656.
E-mail: mmmh@mongolnet.mn.
Geöffnet: Mo, Do, Fr, Sa und So von 10:00 bis 16:00 Uhr, Di von 10:00 bis 14:30, Mi geschlossen.
Eintrittskarte: 2.500 Tugrik.


Die sich in dem Museum befindende Kollektion gibt einen Einblick in die mongolische Geschichte vom Paläolit bis zu den heutigen Tagen. Hier werden archäologische Funde, Fotos und Schemen der fossilen Fundstellen und Ausgrabungsorte, Münzen, Waffen, Volkskleidung, Haushaltsgegenstände, religiöse Kultgegenstände und Bronze-Statuetten ausgestellt.


Das „Zanabasar Kunst Museum“

Adresse: Barigachdyn talbaj, Bezirk Chingeltei, Commerce-Avenue.
Geöffnet: Sieben Tage die Woche von 9:00 bis 18:00 Uhr.
Eintrittskarte: 2500 Tugrik.
Tel.: 976/ 11 323986.


Das Gebäude des 1965 eröffneten Museums wurde 1905 errichtet. Die hier ausgestellten Exponate sind die Kunstwerke aus der alten Chingisiden-Hauptstadt Karakorum, Gegenstände religiösen Charakters und eine umfangreiche Bilder- und Skulpturkollektion. Hier sind die einzigartigen Kunstwerke Undur - Zanabazars, des ersten Bogd-Khan von 1635-1724, zu sehen: Die Skulpturen „Weiße Tara“ und „Grüne Tara“, Bodi-suburgan und andere. Ein weiteres Highlight des „Zanabasar Kunst Museums“ ist seine reiche Sammlung buddhistischer Ikonografie aus dem 13.-18. Jahrhundert, Konturapplikationen, Ritus-Masken und –Kostüme und die Wiedergabe der aus dem 3. Jahrhundert v. Chr. bis 8. Jahrhundert n. Chr. datierten Felszeichnungen.


Die „Zentrale Staatsbibliothek“

Adresse: Bezirk Sukhbaatar, Chinggis Avenue 4.
Tel.: 976/ 11 323100.


In den Archiven der Staatsbibliothek werden viele unikale altertümliche Bücher aufbewahrt. Zum Beispiel, befinden sich dort zwei indische Bücher, dessen Entstehungszeitpunkt über 2.000 Jahre zurück liegt. Das eine von ihnen wurde auf Papyrus-Blättern, und das andere auf Palm-Blättern geschrieben. Es sind mehrere mongolischen Bücher zu finden, die mit den „neun Kostbarkeiten„ (den in Pulver zerbröselten Perlen, Korallen, Türkis, Nacre, Lapis, Eisen, Kupfer, Silber und Gold) beschriftet, mit Seidennieten gestickt und mit Applikationen und verschiedenen Details geschmückt sind. Das aus 10 Bänden bestehende „Sandujnzhud“-Buch wiegt 500 kg und besteht aus silbernen Blättern mit auf ihnen geprägten und vergoldeten Buchstaben. Diese preislosen Werke der Volkskönner werden völlig berechtigt zu den ausgezeichneten Erzeugnissen des Kunstgewerbes gezählt.


Die „Galerie der Schönen Künste“

Adresse: Bezirk Sukhabaatar, Sukhabaatar-Straße 3, das „Zentale Kulturpalast.
Tel.: 976/ 11 327177.
Geöffnet: 9:00-13:00 Uhr und 14:00-18:00 Uhr.
Eintrittskarte: 2000 Tugrik.


Die Galerie wurde 1990 eröffnet und zeigt moderne Malerei und traditionelle mongolischen Aqarellbilder.


Das „Mongolische Teatermuseum“

Tel.: 976/ 11 326820.
Geöffnet von 10:00 bis 18:00 Uhr.
Traditionelle Kleidung, nationale Musikinstrumente, altertümliche Fotagrafie-Bilder, Masken für den Zam- Fest.


Das „Mongolische Militärmuseum“

Adresse: Bezirk Bayanzurkh, Lkhagvasurens-Straße 2.
Tel.: 976/ 11 454292.

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