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Mongolei: Sitten & Bräuche

 
 

Traditionen, Sitten und Bräuche der Mongolei

Traditionelles Viehtreiben in der Mongolei

Bis zur heutigen Zeit bewahrte die Mehrheit der Mongolen ihre nomadische Lebensweise, sogar in der Hauptstadt leben viele Menschen weiterhin in Jurten („Ger“), die leicht von Ort zu Ort zu transportieren sind, da dies zu den Sitten & Bräuchen der Mongolei gehört. Eine Jurte ist nach einem einheitlichen Prinzip gebaut: Der Eingang befindet sich immer auf der südlichen Seite, im westlichen Teil der Jurte leben die Männer und werden Gäste empfangen, der östliche Teil dagegen ist für die Frauen und die Küche vorgesehen. Gegenüber dem Eingang wird der familieneigene Altar mit Ikonen und Bildern von Vorfahren platziert. Dabei wird auf eine erstaunliche Sauberkeit viel Wert gelegt. Die das Benehmen in einer Jurte betreffenden lokalen Bräuche und Sitten sind ziemlich verwirrend, deswegen sollte man beim Besuchen einer traditionellen Behausung auf das Verhalten des Hausherren achten (Ein Hausherr, im Gegensatz zu einer Hausherrin, sitzt immer bei den Gästen).

Mongolen sind äußerst freundliche und gastfreundliche Menschen. Die zur Hilfe für Wanderer und Reisenden verpflichtenden Gesetze der Steppe, werden hier strikt eingehalten. Wenn ein Viehhalter eine lange Reise eintritt, nimmt er unbedingt noch ein zweites Pferd mit, dabei aber legt er keine Nahrungsvorräte an, denn die mongolischen Nomaden leben nach einem ungeschriebenen Gesetz der Gastfreundlichkeit „mein Haus ist dein Haus“. Ein mongolisches Sprichwort lautet: „Glücklich ist, wer immer Gäste empfängt und fröhlich ist der Hausherr, bei dessen Behausung immer Pferde seiner Besucher angeleint stehen“.

Üblicherweise wird ein Gast, selbst auch ein vorbeifahrender Mensch, ins Haus für eine lange Zeremonie mit Bewirtung und gemächlichem, gesetzten Gespräch eingeladen. Dabei wird auf den Tisch alles gestellt, was die Familie bieten kann. Die Bewirtung kann nach unseren Maßen bescheiden erscheinen, jedoch ist es tatsächlich alles, was diese Leute üblicherweise besitzen.


Tisch-Sitten der Mongolei

Essen sollte mit der rechten Hand genommen und überreicht werden. Man sollte nicht mit der linken Hand etwas geben oder nehmen. Das Einhalten einer Vielzahl von einheimischen Sitten und Bräuchen in der Mongolei kann bestimmte Schwierigkeiten bereiten, allerdings verzeihen die Mongolen nachsichtig kleine Verstöße, und reagieren darauf üblicherweise mit einem gutmütigen Lachen. Allerdings sind Umgänglichkeit und Respekt den unbekannten Menschen gegenüber unabdingbar. Sollte der Gast eine Schwierigkeit haben, löst dieses bei den Einheimischen eine Aktivitätsexplosion aus: Jeder bietet seine Hilfe an. Dabei geht es üblicherweise keineswegs um eine Belohnung, solche Angebote können einen Mongolen ernsthaft kränken. Erwiderte Aufmerksamkeit, die von einer ehrlichen Dankbarkeit zeugt, wird aber mit Freude wahrgenommen.


Traditionen

Überall trifft man auf Haufen von Steinen mit über ihnen zusammengebundenen Stoffstreifen. Das sind die „Owo“ – die heiligen Steine, die als ein Anerbieten an die Götter oder als Kennzeichnung eines heiligen Ortes oder Ereignisses zusammengelegt werden. (Das Wort „Owo“ bedeutet oft „böse Ortschaften“, von einer Besichtigung derer abgeraten wird). Lautes Sprechen, das Anzünden von Lagerfeuer und das Kochen von Essen sind in der Nähe dieser Steine verboten, ganz zu schweigen von dem Zerstören solcher Pyramiden. Manche „Owo“ dürfen nur Mönche besuchen, und das erst nachdem sie eine entsprechende Vorbereitung absolviert hatten.

Mongolei: Land & Leute, Natur 1

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