Länder
Städte
Karte
Ulan Bator
10:10
12°
morgen:
+15°

Währung:
MNT / Tugrik

Kurs
1€- 2,876.48

Mongolei: Kultur & Kunst

 
 

Kultur und Kunst in der Mongolei

Trotz der Urbanisierung, bleiben für Mongolen die Prinzipien des Steppenlebens weiterhin bestimmend und auch Kultur und Kunst in der Mongolei sind ein wichtiger Bestandteil des Lebens. Sogar in den Städten lebt die Mehrheit der Mongolen in Geren, den weißen, leicht von Ort zu Ort transportierbaren Zelten aus Wolle. Solche Behausungen entsprechen immer einer vorgegebenen Ordnung: Die Tür richtet sich nach Süden, innen nahe der hinteren Wand und etwas zum Westen befindet sich der verehrte Platz für Gäste, der hintere Teil ist für die ältesten Angehörigen und für die wertvollsten Gegenstände vorgesehen, da befindet sich auch der Familienaltar mit Buddha-Bildern, Familienfotos und daneben stehenden Koffern. Fragen Sie einen Einheimischen, und er wird Ihnen über Dutzende von allen möglichen mit der traditionellen mongolischen Behausung verbundenen religiösen Regeln, dem Volksglauben und den Vorurteilen erzählen.

Die Mongolen zählten schon immer zu den Anhängern des tibetischen Buddhismus. Im Laufe ihrer Geschichte pflegten die Mongolei und Tibet enge und tiefe Beziehungen. Jeder mongolischer Buddhist nimmt sich vor, einmal in seinem Leben in die Stadt Lhasa zu pilgern. Tibet, seinerseits, ließ sich im Sinne der Aufrechterhaltung seiner Macht, von verschiedenen mongolischen Stämmen unterstützen.

Im Jahre 1921, als die Kommunisten an die Macht kamen, gab es in der Mongolei 110.000 Lamas (Mönche), die in 700 Klöstern lebten. Seit 1930 wurden Tausende von Mönchen verhaftet und nach Sibirien verbannt; man hat nie mehr was von ihnen gehört. Die Klöster wurden geschlossen und entweiht, zudem fielen alle religiösen Riten und Zeremonien unter Verbot. Die Glaubensfreiheit konnte erst 1990 wieder eingeführt werden. Von diesem Moment an begann die phänomenale Wiedergeburt des Buddhismus (und anderer Religionen). Man öffnete die Klöstern wieder, und selbst manche Ex-Führer der Kommunistchen Partei wurden zu Lamas.

Klöstern und Tempel (Sün) besitzen immer einen tibetischen Namen.

Malerei, Musik und Literatur in der Mongolei sind stark vom tibetischen Buddhismus und der nomadischen Lebensweise inspiriert. Beispielsweise die Zam–Tänze sind zum Vertreiben der bösen Geister bestimmt, ihre Anfänge liegen im Nomadentum und Schamanismus. In der kommunistischen Zeit waren sie verboten und sie erleben jetzt ihre Wiedergeburt.

Die traditionelle Musik schließt ein breites Spektrum an Instrumenten und Gesangsarten mit ein. Im mongolischen Gesang Khumi geben die speziell dafür ausgebildeten Männer-Stimmen harmonische Obertöne aus der Kehltiefe von sich, mehrere Töne gleichzeitig produzierend.

Die mongolische Volksmusik und Tänze wären ohne den Auftritt eines „Schlangen-Menschen“, einer altertümlichen Tradition, unvorstellbar.

Die Mongolei verfügt über ein reiches Literaturerbe. Allerdings, ist es denen, die nur europäische Sprachen beherrscht, kaum bekannt.

Mongolei: Land & Leute, Natur 1

  • Reiseziel Reiseziel
  • Flughafen Flughafen
  • Naturschutzgebiet Naturschutzgebiet
  • Sehenswürdigkeiten Sehenswürdigkeiten
  • Museum Museum
  • Theater Theater
  • Hotel Hotel

Individualreisen: Rundreisen in Mongolei

Destinationen: Weitere Reiseführer auf EU-ASIEN.DE