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Malaysia: Übersicht

 
 
Gunung Api, Malaysia
  • Gunung Api, Malaysia
  • Nashornvogel, Malaysia
  • Hotel, Malaysia
  • Ubudiah Moschee, Kuala Kangsar, Malaysia
  •  Feste & Events Malaysia
  • Essen und Trinken, Malaysia
  • Melanau, traditionelles Haus, Malaysia
  • Strand, Malaysia
  • Niah Nationalpark, Malaysia
  • Orang Utan, Malaysia

Malaysia – Touristeninformationen


Malaysia liegt knapp oberhalb des Äquators, etwa zwischen dem 1. und dem 8. Grad nördlicher Breite. Es besteht aus insgesamt 13 Bundesstaaten und drei Bundesterritorien. Die malaysische Halbinsel, auch Westmalaysia genannt, verteilt sich auf die neun konstitutionellen Monarchien Perlis, Kedah, Perak, Selangor, Negeri Sembilan, Johor, Kelantan, Terengganu und Pahang, die zwei Bundesstaaten Penang und Malakka sowie die zwei Bundesterritorien Kuala Lumpur und Putrayaja. Die zwei, auf der Insel Borneo gelegenen Bundesstaaten Sarawak und Sabah und das, aus mehreren Inseln bestehende, Bundesterritorium
Labuan bilden zusammen Ostmalaysia.

Malaysia hat insgesamt vier Landesgrenzen: Westmalaysia grenzt im Norden an Thailand, Ostmalaysia im Südosten an Kalimantan, den indonesischen Teil Borneos. Zudem wird das Sultanat Brunei auf seiner Landseite von Ostmalaysia voll eingeschlossen. Ganz im Süden Westmalaysias liegt – vom Festland durch die Straße von Johor abgetrennt – der Stadtstaat Singapur. Die Insel Sumatra liegt westlich der malaysischen Halbinsel und wird von dieser durch die – für den weltweiten Schiffsverkehr enorm wichtige – Straße von Malakka getrennt.


Malaysia: Daten und Fakten

Größe: Mit ca. 330.000 km² ist Malaysia ungefähr so groß wie Deutschland.

Hauptstadt: Kuala Lumpur (rund 1,6 Millionen Einwohner)

Politik
Malaysia ist eine konstitutionelle, parlamentarisch-demokratische Wahlmonarchie. Das repräsentative Staatsoberhaupt ist der König, der alle fünf Jahre aus den Reihen der Herrscher der neun Sultanate ausgewählt wird. Dieses System ist einzigartig. Der parlamentarische Regierungschef ist der Premierminister.

Nationalfeiertag 31. August (Unabhängigkeitstag 1957)

Einwohner
Rund 28 Millionen Einwohner leben im Land, davon 20 Millionen in West-Malaysia. Die Bevölkerung setzt sich wie folgt zusammen: 57 Prozent sind Malaien, 24 Prozent Chinesen, ca. elf Prozent
indigene Völker, zehn Prozent Inder und sieben Prozent andere.

Sprache
Malaiisch ist die Landessprache. Aufgrund der britischen Kolonialzeit spielt die englische Sprache jedoch eine besondere Rolle. Sie dient als Geschäftssprache und ist für die meisten Malaysier
die Zweitsprache. Insgesamt werden ca. 140 verschiedene Sprachen bzw. Dialekte gesprochen, darunter Kantonesisch, Hokkien, Mandarin, Tamil und Hindi.

Religion
Ein sehr offener Islam ist die offizielle Religion (ca. 60 Prozent der Bevölkerung sind sunnitische Muslime). Alle anderen Weltreligionen können in Malaysia frei ausgeübt werden.

Währung
Die malaysische Währung ist der Ringgit – abgekürzt RM oder MYR. Ein Ringgit zu 100 Sen ist derzeit (Stand: Januar 2014) etwa 0,2 Euro wert (1 Euro = ca. 4,5 Ringgit). Der Ringgit ist frei konvertibel und darf – ebenso wie jede andere Währung – in unbegrenzter Höhe ein- oder ausgeführt werden. Bargeld lässt sich bei allen Geschäftsbanken, in großen Hotels und bei registrierten Geldwechslern eintauschen. Letztere sind
fast überall zu finden, haben in der Regel länger geöffnet und bieten meist günstigere Wechselkurse als Banken und Hotels. Viele Kaufhäuser akzeptieren auch Reiseschecks.

Darüber hinaus lässt sich die Urlaubskasse mit EC-Karte und PIN an malaysischen Geldautomaten (ATM) problemlos auffüllen. Größere Hotels, Restaurants, Kaufhäuser und Mietwagenfirmen
in den Städten und den wichtigsten touristischen Zentren nehmen die gängigen Kreditkarten als Zahlungsmittel entgegen.

Zeitzonen
Mitteleuropäische Zeit +7 Stunden (Mitteleuropäische Sommerzeit +6 Stunden)

Einreisebestimmungen
Zur Einreise benötigen EU-Staatsangehörige lediglich einen Reisepass, der bis sechs Monate nach dem Ende des geplanten Aufenthalts gültig ist. Sie können sich dann visumfrei drei Monate lang in Malaysia aufhalten. Visa für einen längeren Aufenthalt sind bei den Einwanderungsbehörden der einzelnen Bundesstaaten erhältlich. Auch bei Inlandsreisen zwischen West- und Ost-Malaysia findet meist eine Pass- und Zollkontrolle statt.

Impfbestimmungen
Impfungen sind für die Einreise nach Malaysia nicht vorgeschrieben und nur notwendig, wenn der Reisende aus einem Infektionsgebiet kommt. Eine Malaria-Prophylaxe ist in der Regel nicht erforderlich, da die
Küstengebiete der Malaysischen Halbinsel und die vorgelagerten Inseln malariafrei sind. Sie ist lediglich bei längeren Aufenthalten in einem der tiefen Dschungelgebiete in Sabah auf Borneo empfehlenswert.

Anreise
Aufgrund der zentralen Lage zwischen Asien und Australien nutzen mehr als 50 internationale Fluggesellschaften Malaysia als Drehkreuz. Neben der nationalen Fluglinie Malaysia Airlines steuern auch Lufthansa, Cathay Pacific, Emirates, Etihad Airways, Oman Air, Qatar Airways, Turkish Airlines, Singapore Airlines, Sri Lankan Airlines, Thai Airways und Kuwait Airlines das Land direkt an. Ab Ende März 2014 bietet Lufthansa erstmals Nonstop Flüge nach Kuala Lumpur von Frankfurt an. Als einzige Fluggesellschaft fliegt Malaysia Airlines fünf Mal pro Woche mit der Boeing 777 nonstop von Frankfurt nach Kuala Lumpur. Die Flugzeit beträgt ca. 12 Stunden. Zweimal täglich fliegt Singapore Airlines von Frankfurt und einmal täglich von München nach Singapur und von da aus weiter nach Malaysia (Kuala Lumpur, Langkawi, Penang, Kuching und Kota Kinabalu).
Der 1998 eröffnete Kuala Lumpur International Airport (KLIA) liegt 75 Kilometer vor den Toren der Hauptstadt bei Sepang. Er ist über die moderne, im 15-Minuten-Takt verkehrende Schnellbahn KLIA Ekspres mit Kuala Lumpur verbunden. Sie bringt Reisende in nur 28 Minuten komfortabel ins Zentrum der Hauptstadt.

Insgesamt finden sich in Malaysia neben dem KLIA fünf weitere internationale Flughäfen, über die Reisende in die touristischen Zentren des Landes gelangen. In West-Malaysia sind dies Kuantan an der Ostküste sowie die Urlaubsinseln Penang und Langkawi. Über die Flughäfen von Kuching in Sarawak und Kota Kinabalu in Sabah ist auch Ost-Malaysia an den weltweiten Flugverkehr angeschlossen.

Klima in Malaysia
Malaysia hat ein ausgeglichenes, tropisches Klima, das es seiner tropischen Lage verdankt. Die durchschnittliche Tagestemperatur im malaysischen Tiefland liegt zwischen 27 und 32 Grad Celsius. Dazu kommt eine Luftfeuchtigkeit von 70 bis 85 Prozent. Malaysia ist eine Destination, die man ganzjährig besuchen kann. Allerdings hat man zwischen November und Januar an der Ostküste der Halbinsel Malaysia eventuell starken Wellengang und Regenfall. Aus diesem Grund werden zu diesem Zeitpunkt Aktivitäten wie Schnorcheln und Tauchen nicht empfohlen. Generell kühler ist es in den höheren Lagen. Auf den – schon bei britischen Kolonialherren als Entspannungsort beliebten – Cameron Highlands herrschen meist milde Temperaturen wie im mitteleuropäischen Frühjahr.

UNESCO Welterbestätten in Malaysia
Vier Welterbe-Stätten finden sich in Malaysia: die Städte Malakka (malaysisch: Melaka) und Georgetown sowie der Kinalablu-Park mit dem höchsten Berg Malaysias, dem Mount Kinabalu (4.095 m) und der Nationalpark Gunung Mulu mit dem größten Höhlensystem der Welt.


Malaysia: Die Halbinsel


Westküste

Kuala Lumpur
Kuala Lumpur ist die Hauptstadt der Föderation Malaysia. Über den neunen internationalen Flughafen ist sie einfach zu erreichen. Seit dem 19. Jahrhundert ist Kuala Lumpur stetig gewachsen: Mit über 1,6 Millionen Einwohnern bildet die Stadt heute den Knotenpunkt der Nation und ist aus Handel, Finanzwesen, Technologie und Tourismus nicht mehr weg zu denken. Für Reisende bietet die Hauptstadt unzählige  Sehenswürdigkeiten: Museen für Kunst, Raumfahrt, nationale Geschichte und Kultur, Moscheen und Tempel bilden nur einen Ausschnitt der gegebenen Möglichkeiten. Imposante Gebäude wie die 452m und 88 Stockwerke hohen Petronas Twin Towers, übrigens die höchsten Twin Towers der Welt, und der Königspalast Istana Negara sind bei einer Stadtbesichtigung ein „Muss“. In den vielen Parkanalagen kann
man verschiedene Arten der Flora und Fauna wie Vögel, Schmetterlinge und Orchideen beobachten.

Nicht grundlos ist Kuala Lumpur als Stadt, die niemals schläft bekannt: Einkaufszentren haben hier sieben Tage die Woche von 10 Uhr morgens bis 22 Uhr abends geöffnet.

Putrajaya
Putrajaya bildet das Zentrum der Bundesregierung und wurde als Modellstadt entworfen. Alte koloniale Gebäude bilden einen Kontrast dazu. Die künstlich intelligente Anordnung vereint Regierungsgebäude und Ministerien mit Seen, Garten- und Parkanlagen. Putrajaya-City ist in Bezirke nach Funktionen wie Handel, Wohnen und Freizeit eingeteilt. Um Natur zu schnuppern, können Besucher in den Parks verschieden Regenwaldthemen bewandern, diese sind zum Teil natürlich oder künstlich geschaffen. Die futuristisch wirkende Stadt ist faszinierend und eine Besichtigung wert.

Malakka
Malakka hat einen besonderen kulturellen Reiz. Die historische Innenstadt zählt zum UNESCO-Weltkuturerbe. Hier vereinen sich multikulturelle Gebräuche und Traditionen zu einem einzigartigen Lebensstil. Im alten Stadtkern gibt es viele historische Gebäude, die in kleinen Gässchen versteckt liegen. Auch in Malakka gibt es viel Sehenswertes, unter anderem die portugiesische Siedlung, das alte holländische Verwaltungsgebäude Stadthuys und die Festung Porta Santiago.

Penang
Penang besteht aus einer Insel und einem Küstenstreifen. Die Insel Penang mit ihrer Hauptstadt Georgetown kann als Kulturhochburg bezeichnet werden. Genau wie in Malakka zählt auch hier die Altstadt zum UNSECO Weltkulturerbe. Kirchen, Tempel und Moscheen liegen eng beieinander. Bekannt ist die Stadt für die koloniale Architektur, die Schmetterlingsfarm und den vielfältigen Kräutergarten. Neben den zahlreichen Shoppingmöglichkeiten und Sehenswürdigkeiten bietet Penang tolle Hotels und ein ausgeprägtes Nachtleben.

Langkawi
Die Inselgruppe Langkawi, die aus 99 Inseln besteht, begeistert nicht nur durch die schönen Strände, sondern vor allem auch wegen des glasklaren Wassers. Die Inseln sind eines der wichtigsten klassischen Badeziele, da die Temperatur auch in der Regenzeit bei angenehmen 29 bis 30 Grad liegt. Neben idyllischen Rückzugsorten weist Langkawi viele Touristenattraktionen auf: Von der Langkawi Sky-Bridge kann man 700 Meter in die Tiefe blicken, Abenteuertouren geben Einblick in den Dschungel und die Seilbahn bringt Besucher auf den zweithöchsten Berg von Langkawi, den Mount Mat Cincang. Langkawi ist sowohl mit dem Flieger
als auch mit der Fähre zu erreichen.

Cameron Highlands
Die Cameron Highlands sind von Kuala Lumpur in 3,5 Stunden mit dem Auto zu erreichen. Sie sind vor allem wegen ihrer Landschaft und Teeplantagen sehenswert. Außerdem herrschen hier auch in der heißen Zeit angenehme Temperaturen von circa 25 Grad.


Ostküste

Wer einmal Natur und Kultur in einer anderen Form erleben möchte, ist hier genau richtig: Ursprüngliche Landschaftsbilder, Fischzucht und Handwerk bilden hier das Hauptaugenmerk. Die ländliche Atmosphäre ist optimal, um die Seele baumeln zu lassen und zu entspannen.

Die drei Sultanate Kelantan, Terengganu und Pahang bieten einen bunten Mix aus Stränden, Dschungel und kulturellen Sehenswürdigkeiten wie Moscheen oder Tempeln.

Kelantan
Die Hauptstadt Kota Bharu bietet Touristen einige Möglichkeiten, in die malaiische Kultur einzutauchen. Im Kulturzentrum „Gelanggang Seni“ können sich Neugierige täglich von Schattenspielen, traditionellen Tänzen sowie Tellerkreisel- und Drachenflugwettbewerben verzaubern lassen.

Auch die Vielfältigkeit des lokalen Kunsthandwerks ist beachtlich: die malaiische Batik mit wachsbemalten, eingefärbten Stoffen besticht durch geometrische Formen, Blatt- und Blumenmuster sowie leuchtende Farben. Aus verschiedensten Holzarten gefertigte Schnitzereien werden mit komplizierten, verschlungenen Mustern versehen. Aufwendig designte Silberwaren wie Fruchtschalen, Ohrringe oder Colliers werden von den Silberschmieden aus den Stadtteilen Sireh, Marak und Badang hergestellt. Einigen Handwerkern kann man bei ihrer Arbeit zusehen.

Der „Gunung Stong“, ein 1433 Meter hoher Berg im Stong State Park, bietet Abenteuerlustigen und Naturliebhabern zahlreiche Möglichkeiten sich auszutoben. Vor allem der siebenstufige „Jelawang“-Wasserfall – einer der höchsten Malaysias – ist sehenswert. Eine der längsten liegenden Buddha-Statuen Südostasiens kann im Wat Photivihan-Tempel in Kampung Jambu, zirka zwölf Kilometer entfernt von der Hauptstadt, begutachtet werden.

Terengganu
Neben den, wie in Kelantan, verbreiteten kulturellen Aktivitäten und dem Kunsthandwerk sticht Terengganu vor allem auf Grund der langen Sandstrände an der 240 Kilometer langen Küste hervor.

Am Rantau Abang – 60 Kilometer von der Hauptstadt Kuala Terengganu enfernt – bietet sich Urlaubern, vor allem in einer Vollmondnacht bei Flut, ein atemberaubendes Schauspiel. Zwischen Mai und September kommen dann riesige Lederschildkröten an Land um ihre Eier abzulegen. Unter Einhaltung einiger Regeln können diese faszinierenden Lebewesen dabei beobachtet werden.

Die Insel Redang und der Perhentian-Marinepark sind mit die schönsten Inseln Malaysias. Erstere ist von Merang aus innerhalb von zwei Studen, letzterer von Kuala Besut aus in etwa einer Stunde per Boot erreichbar. Weiße Sandstrände und weite Waldgebiete bieten Erholung und Erkundungsmöglichkeiten zugleich. Das kristallklare Wasser erlaubt uneingeschränkte Sicht auf die ausgedehnten Korallenbänke und die farbenfroh Tierwelt unter Wasser – Ideal für begeisterte Taucher. Wer nicht abtauchen will, der kann beim Schwimmen, Schnorcheln oder Kanufahren die Zeit auf dem Wasser genießen. Der wichtigste traditionelle Wirtschaftszweig in Terengganu ist der Fischfang. Kleine Fischerdörfer wie Marang liefern einen Einblick in die täglichen Abläufe der Dorfbewohner. Traditioneller Bootsbau – aus dem Gedächtnis und ohne Zeichnungen – lässt sich auf der Insel Duyung begutachten.

Pahang
Pahang ist eine Region der Superlative. Der flächenmäßig größte Staat Westmalaysias mit über 1,5 Millionen Menschen besitzt mit dem Sungai Pahang den wohl längsten Fluss der malaiischen Halbinsel und den höchsten Berg mit Namen Gunung Tahan. Die weite Dschungel- und Berglandschaft Pahangs wartet mit einigen Höhlen auf, die den erkundungsfreudigen Touristen mit allerlei Sehenswürdigkeiten belohnen. So beherbergt die Charah-Höhle bei Panching eine aus dem Fels gehauene schlafende Buddha-Statue, während man in einer der 30 Höhlen des Gunung-Senyum-Komplexes auf Steinformationen trifft, die sieben versteinerten Wasserfällen gleichen.

Wer eine moderne Abwechslung zu Wald und Höhlen sucht, der ist auf den Genting Highlands genau richtig. Der in 2.000 Metern Höhe gelegene Ferienort bietet Spielkasinos, Show-Lounges, Diskotheken, Themenparks, eine Sporthalle, einen 18-Loch-Golfplatz und sogar einen Reitclub. Übernachtungen auf dem Berg sind in Apartments, Bungalows und Hotels möglich.


Die Insel Borneo, Malaysia

Sarawak
In dieser Region Malaysias sind noch heute viele eingeborene Bevölkerungsgruppen ansässig, die meist als Bauern oder Fischer in den Küstenregionen leben und arbeiten. So bilden die Iban mit mehr als 700.000 Einwohnern (Stand 2010) die größte Bevölkerungsgruppe. In der Vergangenheit waren sie für die von ihnen betriebene Piraterie und Kopfgeldjagd bekannt, wobei noch heute Schädelhaufen von diesen Praktiken zeugen. Traditionell leben die Iban in Langhäusern, die die ganze Dorfgemeinschaft sowie sämtliche Wohn-, Arbeits- und Lagerräumlichkeiten beherbergen. Solche Langhäuser sowie Kunst, Kunsthandwerk, Tanzund
Musikaufführungen verschiedener Stämme können im Sarawak Cultural Village, dem sogenannten „lebenden Museum“, in der Nähe des Santubong Fishing Village bestaunt werden. Auch in Sachen Natur gibt es in Sarawak viel zu entdecken. Der naturschöne Nationalpark Gunung Mulu (UNESCO Weltnaturerbestätte) sowie die Sarawak Chamber, die größte Höhlenkammer der Welt, begeistern jeden Besucher. In den Niah-Höhlen im Niah-Nationalpark wurde neben 1.200 Jahre alten Felszeichnungen bei archäologischen Grabungen auch ein menschlicher Schädel gefunden, dessen Alter auf 39.000 bis 45.000 Jahre datiert werden konnte. Riesige Regenwälder bieten einen geeigneten Lebensraum für Tiere. Von den 550 Vogelarten ist vor allem der Nashornvogel als Wappentier von Sarawak bekannt.

Sabah
Sabah liegt im Norden Borneos. In dieser Region befindet sich auch der Mount Kinabalu, der höchste Berg in Südostasien: Über 29.000 Bergsteiger haben ihn bereits bezwungen. An der Küste entlang und auf den Inseln finden sich kilometerlange Strände mit kristallklarem Wasser. Dieses Paradies lädt sowohl zum Baden als auch Tauchen und Schnorcheln ein. Ein „Hotspot“ sind Tauchgründe der Insel Sipadan. Diese lobte schon Jacques-Yves Cousteau zu Lebzeiten als ein „unberührtes Kunstwerk“. Besonders hervorzuheben sind wohl die unzähligen Schildkröten, denen man zwangsläufig auf Tauchgängen bei Sipadan begegnet. Weitere nennenswerte Tauchspots um Sabah sind: Mabul, Kapalai, Lankayan, Mataking und Layang Layang.

In Sabah gibt es außerdem verschiedene Nationalparks und Tier-Auffang-Stationen, die es möglich machen, zum Beispiel Affen oder Schildkröten einmal aus nächster Nähe zu sehen.

„Sepilok Orang Utan Sanctury“ ist die größte Auffangstation, wo verletzte, verschreckte Tier aufgenommen und für das Leben im Regenwald ausgebildet werden. Über das Land verteilt finden sich einige weitere, zum Teil kleine, Stationen. Malaysia ist das einzige Land Südostasiens, das im Tierschutz ein aktives Programm realisiert und kann somit als Vorreiter auf diesem Gebiet gesehen werden. Des Weiteren bietet der Turtle Islands Park eine Gelegenheit bei dem Fortpflanzungsprozess von Wasserschildkröten hautnah dabei zu sein: Wenn die kleinen Schlüpflinge stark genug sind, können sie von der eigenen Hand aus ins Wasser gesetzt werden.


Was tun in Malaysia?

Einkaufen
Kleidung, Kosmetik, Elektronik – Malaysia ist ein weltweit beliebtes Shoppingziel. Kuala Lumpur wurde 2012 von CNN Travel als viertbeste Einkaufsstadt der Welt ausgezeichnet. Bei der zugrundeliegenden Umfrage schlug Kuala Lumpur Paris, Hongkong und Dubai – nur hinter New York, Tokyo und London blieb Malaysias Hauptstadt zurück. Geschäftige Ladenstraßen und große Einkaufszentren bieten Reisenden eine breite Produktpalette. Bunte, turbulente Nachtmärkte und Basare stellen ein besonderes Einkauferlebnis für Landesfremde dar. Hier können Lebensmittel, handwerkliche Waren und Kleidung erstanden werden – feilschen ist dabei erlaubt, auch wenn die Preise vergleichsweise niedrig sind. In allen Städten gibt es zahlreiche Einkaufmöglichkeiten.

Essen
Die multikulturelle Bevölkerung Malaysias ist der Grund für die kulinarische Vielfalt. Essen gehen ist in diesem Land ein Erlebnis der besonderen Art: Kreative Zubereitungsweisen malaiischer, chinesischer, japanischer, thailändischer, indischer und vietnamesischer Gerichte und Desserts stehen auf dem Programm. Dabei kann man genauso in 5-Sterne-Restaurants wie in Einkaufszentren oder an Straßenständen etwas essen. Vergleichsweise ist die Küche in Malaysia für Touristen ein preislich günstiges Vergnügen.

Die malaiische Küche verwendet Kokosnuss, Chili, Zitronengras, Limettenblätter, Gewürze und Kurkuma als Grundzutaten. Es gibt außerdem viele traditionelle Gerichte wie Nasi Campur (Fleischgericht mit Reis und verschiedenen Beigaben) und Laksa (Reisnudeln in würzig scharfer Fischsuppe). Eine typische Beilage ist ein scharfes Sambal aus Garnelenpaste. In Malaysia existiert außerdem eine große Vielfalt an exotischen Früchten. Hierbei sind Banane, Guave, Mango und Pampelmuse, die den meisten Touristen bekannt sind, nur einige wenige Fruchtsorten. Ergänzt werden diese zum Beispiel noch durch Karambole (Sternfrucht),
Durian (fußballgroße, dornige Frucht; einzigartiger Geschmack) und Rambutan (rote, pelzige Frucht).


Nationalparks in Malaysia

Flora und Fauna
Fast 60 Prozent des Landes sind mit dichten Wäldern besetzt. Nicht weniger als 5.000 Baumarten sind in Malaysia heimisch. Allein die fast 50 Meter hohen Urwaldriesen gliedern sich in 400 Arten auf. Tropische Farbenpracht entfalten rund 40.000 Arten von Blütenpflanzen, davon 32.000 in den Urwäldern von Sabah und Sarawak.

In Malaysia gibt es mehr als 600 Vogelarten, darunter Exoten wie der Fregattvogel, der Papagei oder der Nashornvogel (Wappentier des Bundesstaates Sarawak). Die rund 250 Säugertierarten sind in den Wäldern heimisch, z.B. Gibbons, Makaken und Orang Utans. Weitere exotische Säuger, die in Malaysia leben, sind Elefanten, Sumatra-Nashörner, Tiger, Leoparden, Malaien-Bären, Tapire, Fledermäuse, Flughunde etc.

Zu den rund 150 Amphibien- und 300 Reptilienarten zählen kleine Geckos sowie Riesen-Meeresschildkröten. Dazu wimmeln in Seen und Flüssen fast 300 verschiedene Sorten Süßwasser-Fische. Darüber hinaus gibt es in Malaysia etwa 100.000 Insektenarten.

Die natürlichen Attraktionen Malaysias sind unzählbar: Ur- und Regenwälder, Kalksteinhöhlen, Maritimes Leben und Wildtiere sind in ihrer ganzen Vielfalt vertreten. Touristen können diese Naturereignisse in verschiedenen Nationalparks erleben.

Taman Negara
Über einen Flussweg gelangen Besucher zum Hauptquartier des beliebtesten Nationalparks des Landes. Pfade zum Dschungeltrekken und versteckte Beobachtungspunkte versprechen einmalige Entdeckungen. Die weltlängste Hängebrücke mit etwa 500 Metern in 40 Metern Höhe bietet einen atemberaubenden Blick auf den umliegenden, 130 Millionen Jahre alten, Regenwald. Tiere wie Elefanten, Tiger und Wildschweine werden meist in der Nähe der Salzleckstellen gesichtet. Aber auch Fische und Vögel haben hier ihr Zuhause.

Kinabalu Nationalpark
Die Landschaft in diesem Nationalpark ist hauptsächlich durch den 4095 Meter hohen Mount Kinabalu geprägt. Der Gipfel des höchsten Berges Südostasiens lockt Abenteurer: Der Aufstieg dauert circa zwei Tage, übernachten können Bergsteiger in Gipfelnähe. Auf Wanderpfaden können Besucher außerdem Vögel und Pflanzen bestaunen. Eine eindrucksvolle Vertreterin letztgenannter Art ist die seltene Rafflesie, deren Blüten einen Durchmesser von bis zu 1,20 Meter erreichen können.

Für den Besuch ist eine Genehmigung erforderlich. Es existieren im ganzen Land weitere National- und Marineparks, die Tier-, Pflanzen- und Höhlenbesichtigungen möglich machen.


Aktivurlaub in Malaysia

All diejenigen, die während des Urlaubs nicht nur entspannen, sondern sich auch hin und wieder ordentlich austoben wollen, finden in Malaysia zahlreiche Gelegenheiten. Profi- und Freizeittauchern bieten die Ostküste Westmalaysias und die Küsten Ostmalaysias viele verschiedene Möglichkeiten, die dortige Unterwasserwelt kennenzulernen. Pulau Rawa und Pulau Tengah sind berühmt für ihre weißen Korallenriffe. In den  Gewässern um Labuan finden sich vier Schiffswracks, darunter das „Cement Wreck“, was aufgrund des üppigen Korallenbewuchses ein attraktives Fotoobjekt darstellt. In den Gewässern um Pulau Sipadan können unter anderem viele Schildkröten, Riffhaie, Barrakuda-Schulen oder Büffelkopf-Papageifische beobachtet werden.

Die klaren Meeresgewässer bieten sich ebenfalls für Schnorchel-Trips, Wasserskifahrten oder das Windsurfen an.

Wer lieber auf Flüssen unterwegs ist, kann seinen Adrenalinpegel in Stromschnellen rund um den Staat Sabah bei abenteuerlichen Wildwasserfahrten in die Höhe treiben. Zur gemächlicheren Erkundung des Landesinneren über Wasserwege bieten sich Fluss-Safaris und –Kreuzfahrten in Malakka, Kuala Berang (Terengganu), Taman Negara und Sarawak an. Auch Bergsteiger und Wanderfreunde kommen in Malaysia nicht zu kurz. Anfänger können auf gut markierten Übungsstrecken an den Bergen Gunung Jerai (Kedah), Gunung Korbu (Perak) und Gunung Angsi (Negeri Sembilan) das Handwerk lernen. Fortgeschrittene und Profis können sich auf dem – mit 2187 Metern – höchsten Berg Westmalaysias, Gunung Tahan (Pahang), oder dem Gunung Kinabalu (Sabah) beweisen.

Urlauber, die sich statt in luftige Höhen lieber in die Tiefe begeben, kommen nicht um eine Höhlenwanderung herum. Verschiedenste Kalkstein-, Dolomit-, Sandstein-, Unterwasser- und Flusshöhlen bieten abwechslungsreiche Szenerien. In vielen Höhen kann man exotische Lebewesen wie blinde Welse (Logan’s Cave) oder Falltürspinnen (Batu Caves) antreffen. Das versteinerte Skelett einer Raubkatze findet man an der Decke der Gua Harimau in Perak. Prähistorische Wandmalereien können in den Niah Caves (Sarawak) betrachtet werden. Unerfahrene Höhlenwanderer können sich über verschiedene Veranstalter an Führer wenden
und so ein einzigartiges Abenteuer erleben.

4x4-Offroad-Fans dürften sich vor allem an der Ostküste Westmalaysias wohlfühlen. Die meist gefahrenen Routen sind dort: Gua Musang (Kuantan), Tasik Kenyir (Terengganu), Endau Rompin (Johor) sowie Tasik Chini und Cameron Highlands (Pahang). Jährlich werden verschiedene Wettbewerbe wie die „National Challenge“ und die „Rainforest International Challenge of Malaysia“ abgehalten.

Freunde des Angelsports finden in den Seen, Teichen, Flüssen und im Meer rund um Malaysia eine riesige Auswahl an Fischarten. Viele der besten Angelplätze befinden sich tief im Dschungel, in Seen und Weihern hoch in den Bergen, abgelegen von den ausgetretenen Pfaden. Ausgezeichnete Gebiete sind: Temenggor Lake, Cenderoh Lake und Bukit Merah Lake in Perak sowie Kenyir Lake in Terengganu. Hochseeangeltouren bei Langkawi, Pankor oder Perhentian führen Angeler zu beispielsweise zu Thunfischen, Schnappern oder Haien. Sportfischer können sich in den Gewässern vor Sabah und Sarawak mit Bonitos, Fächerfischen
oder dem schwarzen Marlin messen.

Malaysia bietet über 600 tropischen Vogelarten einen Lebensraum – und somit für Touristen eine einzigartige Umgebung zur Vogelbeobachtung. Geeignete Gebiete finden sich sowohl auf der Halbinsel als auch auf der Insel Borneo, dabei kommen einige Arten überall vor, mache nur in bestimmten Bereichen. Es können drei verschiedene Lebensräume unterschieden werden: die Regenwälder, die Bergwälder und die Mangroven. Der Kuala Selangor Nature Park zum Beispiel, bietet über 130 Vorgelarten um einen Mangovensumpf und außerdem Unterbringung für Besucher. Weitere Hotspots der Vogelbeobachtung sind Fraser’s Hill, die Cameron Highlands oder der Taman Negara Nationalpark. Die Beobachtungsplätze sind gut zu erreichen, spezielle Exkursionen sind schnell und einfach vor Ort buchbar.

Kultur- und Kunstbegeisterte kommen außerdem auch nicht zu kurz: Eine große Anzahl öffentlicher Feste ist Schauplatz für traditionelle Tänze und Musik. Der Nationalfeiertag Merdeka, das Straßenfest Penang und das Festival „Colours of Malaysia“ beispielsweise geben Einblicke in die kulturelle Vielfalt des Landes und verzaubern Neugierige durch anmutige Tänze, Farbenpracht und Gastfreundschaft. Ein Highlight stellt auch die Ausstellung von Drachen im Wind Ende Mai in Kelantan dar.

Weitere Informationen im Internet unter: www.tourismmalaysia.de sowie unter Visit Malaysia

Malaysia: Truly Asia