Sabah - Land unter dem Wind
Sabah Foundation Building |
Sabah, auch „Das Land unter dem Wind" genannt, da es unterhalb des Taifungürtels liegt. Es liegt im östlichen Teil von Nordborneo, ist Malaysias zweitgrößter Staat mit einer Fläche von 74.500 km2. Im Westen grenzt Sabah an das Südchinesische Meer und im Osten stößt es an die Sulusee und Celebessee. Seine Küstenlinie ist 1.440 Kilometer lang.
Sabah ist bergig und mit dichtem tropischem Regenwald bedeckt. Seine Bevölkerung beträgt 2,8 Millionen Einwohner, die ein buntes Gemisch aus 32 verschieden ethnischen Gruppen sind.
Kota Kinabalu ist die Hauptstadt von Sabah. Es liegt in einer fruchtbaren Tiefebene, wo sich die meisten Geschäfts- und Verwaltungsaktivitäten konzentrieren. Sie ist der östliche Eingang nach Malaysia mit direkten Flugverbindungen nach Brunei, Hong Kong, den Philippinen, Singapur, Südkorea, Indonesien und Taiwan.
Wirtschaft in Sabah
Sabahs Wirtschaft ist abhängig von Ackerbau, Forstwirtschaft, Produktion und Tourismus. Exportiert werden Palmöl, Kakao, Kautschuk, Baumstämme, gesägtes Nutzholz und Rohöl.
Geschichte von Sabah
Im 9. Jahrhundert wurde Sabah von den Häuptlingen der verschiedenen Stämme regiert, die meistens nur Macht über ihr eigenes Gebiet hatten, was die Geschichte von Sabah so einzigartig macht. Es gab einige Handelsverbindungen mit China und später mit den Spaniern und Portugiesen.
Im 15. Jahrhundert wurde Sabah ein Satellitenstaat vom Sultanat Brunei. 1704 überließ der Sultan von Brunei das Land östlich von Marudu Bay dem Sultan von Sulu.
Anfang 1880 wurde das Land von dem amerikanischen Händler Moses gepachtet. Dieser Pachtvertrag ging danach an Alfred Dent, einem Engländer. Dent gründete die North Borneo Chartered Company und 1881 unterzeichnete er einen Abkommen mit Brunei und Sulu, das die Pacht in eine Überlassung umwandelte.
Die britische North Borneo Chartered Company hatte bis zur japanischen Besetzung Kontrolle über das Land. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Sabah eine britische Kronkolonie. 1963 wurde das Land unabhängig und schloss sich Malaysia an.
Bevölkerung in Sabah
Tänzerinnen aus Sabah in ihren Kostümen |
Die drei Hauptgruppen der Eingeborenen von Sabah sind die Kadazan-Dusun, die Murut und die Bajau. Die Kadazan-Dusun machen ein Drittel der Bevölkerung aus und leben auf den Ebenen des Hinterlandes. Sie sind hauptsächlich Reisfarmer aber viele haben sich auch schon an andere Geschäfte gewagt. Die Reisernte ist ein wichtiges Ritual, begleitet von religiösen Zeremonien, die von einer weiblichen Priesterin geleitet werden, die Bobohizan genannt wird.
Die Muruts, die in einer Hinterlandregion nahe der Grenzen zu Sarawak und Kalimantan leben, sind Bauern und Jäger. Viele von ihnen leben noch in Langhäusern. Hochzeiten bei den Murut sind komplizierte Angelegenheiten, verbunden mit ausgedehnten Festen.
Die Bajaus bilden die zweitgrößte Eingeborenengruppe und leben hauptsächlich an den Ost- und Westküsten. Die Ostküsten-Bajaus sind Seenomaden, die nur an Land kommen, um ihre Toten zu begraben. Die Westküsten-Bajaus sind Bauern und für ihre geschickten Reitkünste bekannt. Diese hübsch gekleideten Sabah Foundation Building "Cowboys des Ostens" bringen eine unverwechselbare Sabah-Note in jedes örtliche Fest.
Verkehrsmittel (Sabah)
Flugzeug
Malaysia Airlines (MAS) hat reguläre Flüge von Kuala Lumpur, Johor Bahru, und Kuching nach Kota Kinabalu. Andere große Fluglinien bieten auch Flüge aus Singapur, Brunei, Jakarta, Manila, Hong Kong und Taipeh an.
Straße
Es gibt ein sehr gutes Straßennetz, welches die größten Städte miteinander verbindet. Die großen Städte werden mit Expressbussen angefahren, währen mit Minibussen die kürzeren Strecken und der Stadtbereich bedient werden. Gemeinschaftstaxis, Minibusse, normale Busse und Boote sind die üblichen öffentlichen Verkehrsmittel. Für reisen zu weiter entfernten Städten, bietet MAS tägliche Flüge nach Labuan, Sandakan, Lahad Datu und Tawau an.
Schiene
Außer der Strecke von Beaufort und Tenom gibt es keine weiteren Bahnverbindungen.
Flüsse
In den inneren Regionen bilden die Flüsse die Straßen, die mit Langbooten oder Sampans (kleine Boote) die Verbindungen zu an Flüssen gelegenen Gemeinden und Dörfern ermöglicht.

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