Erster Stock im Koreanischen Nationalmuseum
Archäologische Galerie
In dieser Galerie sind verschiedene Artefakte aus alter Zeit zu sehen. An die 4.500 Ausstellungsstücke werden in zehn Räumen im Koreanischen Nationalmuseum zur Schau gestellt. Einige der Exponate reichen bis in die Altsteinzeit zurück, andere stammen aus der Zeit der Drei Königreiche und aus der Zeit des Vereinten Silla-Reiches. Die Galerie zeigt sowohl ornamentale Kunstgegenstände als auch Gegenstände des alltäglichen Gebrauchs. Dazu gehören z.B. Faustäxte aus der Altsteinzeit, die für die Jagd auf große Tiere gebraucht wurden, neusteinzeitliche Kammmuster-Gefäße mit eindrucksvollen Mustern aus diagonalen Linien und Funde aus dem Grab des Baekje-Königs Muryeong, der die chinesische Kultur auf der koreanischen Halbinsel einführte.
Repräsentative Exponate, die sich kein Besucher entgehen lassen sollte, sind z.B. das entenförmige Gefäß im Ausstellungsraum der Drei Königreiche (nach altem Glauben sollen Enten die Verstorbenen ins Jenseits geleiten), das vergoldete Räuchergefäß aus der Baekje-Zeit im Baekje-Ausstellungsraum, dessen Design das Utopia des Taoismus zum Ausdruck bringt, und die prachtvolle Goldene Krone - ein Meisterstück des fortgeschrittenen Kunsthandwerks der Silla-Zeit.
Historische Galerie im Koreanischen Nationalmuseum
In der Historischen Galerie trifft der Besucher auf das Hauptkulturerbe Koreas: Das koreanische Alphabet Hangeul, Drucksätze aus beweglichen Metalllettern, wertvolle antike Inschriften, Dokumente und Karten. Anhand von repräsentativen Kulturschätzen wird der Entstehungsprozess von Hangeul dokumentiert, alte, in Hangeul gedruckte Dokumente werden gezeigt und auch die Dharanl Sutra (Mugujeonggwangdaedaranigyeong), die koreanische Holzdruckstock-Technik illustriert.
Die Dharani Sutra wurde in der Seokgatap Pagode im Bulguksa Tempel entdeckt. Die Sutra soll Mitte des 8. Jhs. hergestellt worden sein, womit sie das älteste auf der Welt noch erhaltene Schriftstück darstellt, das mit hölzernen Druckstöcken gedruckt wurde. Zu den stolzen Kulturschätzen Koreas gehören auch die metallenen Lettern aus der Goryeo-Dynastie und die zu etwa 30 Anlässen erfolgte Herstellung von Metalllettern während der Joseon-Dynastie.
Die Straße der Geschichte
Die Straße der Geschichte ist die Haupthalle im Koranischen Nationalmuseum, die die einzelnen Galerien miteinander verbindet. 155 m lang, 25 m breit und mit der Archäologischen und der Historischen Galerie zu beiden Seiten gleicht sie einer gepflegten Prachtstraße. Die Straße der Geschichte ist gleichzeitig Halle und Ausstellungsraum. Im Zentrum befinden sich Steinarbelten wie das Bukgwandaecheopbi Steinmonument, die Tempellateme mit zwei Löwen aus dem Godalsa Tempel und die zehnstöckige Steinpagode aus dem Gyeongcheonsa Tempel. Diese Steinmonumente, die normalerweise im Freien ausgestellt würden, schaffen ein Gefühl strahlender Größe im Inneren des Gebäudes.







