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Nationalmuseum

Koreanisches Nationalmuseum in Seoul

Koreanisches Nationalmuseum in Seoul

Am 28. Oktober 2005 hat das Koreanische Nationalmuseum in Seoul seine Pforten im neuen Museumsgebäude im Stadtteil Yongsan geöffnet. Das neue Koreansiche Nationalmuseum, das mit seiner reichen Sammlung an Nationalschätzen einen umfassenden Einblick in die koreanische Geschichte erlaubt, erstreckt sich über eine Fläche von ca. 307.572 m², wobei die Frontseite etwa 400 m breit ist. Auf einer Ausstellungsfläche von rd. 26.710 m² sind an die 11.000 Exponate zu sehen.

Das Koreanische Nationalmuseum ist das sechstgrößte Museum auf der Welt.


Ein Blick ins Museum

Eingangshalle des Koreanischen Nationalmuseum

Offener Platz (Open Plaza)

Der Offene Platz ist der erste Halt für Besucher des Koreanischen Nationalmuseums, da sich hier die Eintrittskartenschalter befinden. Der Platz teilt das Museum in den Ostflügel, den Westflügel sowie die Souvenir- und Geschenkeläden. Der Platz ist mit Granit ausgelegt und nach vorne und hinten hin offen. Die Überdachung, die die Pavillons rechter und linker Hand miteinander verbindet, bietet Schutz vor Regen und Sonnenstrahlen. Architektonisch lehnt dieses Konzept an Daecheongmaruan, ein typisches Element der traditionellen koreanischen Hanok Häuser.

Daecheongmaru ist eine Art große Diele mit leicht erhöhtem Holzfußboden, die sich im Zentrum traditioneller Häuser befindet und als Haupteingang In den Wohnbereich dient. Von hier führen Türen in die übrigen Zimmer. Vom Offenen Platz aus hat man einen Blick auf die ausgedehnte Museumsfront und die Rückseite des Museums, aber auch auf den Fernsehturm N Seoul Tower, das Wahrzeichen der Stadt Seoul.


Freilichtausstellung im Koreanischen Nationalmuseum

Der vordere Teil der Museumsanlage ist zugleich Garten und Ausstellungsraum. In der Mitte befindet sich der Teich der Reflexionen mit seinen Steinpagoden und Skulpturen. Einige hervorragende Artefakte setzen besondere Akzente in der reizvollen Landschaft. Der sanfte Linienschwung des ovalen Teiches fängt den strengen Eindruck ab, den das geometrische Design des Hauptgebäudes, das einer traditionellen koreanischen Festung nachempfunden wurde, beim Betrachter hinterlässt.

Ostflügel im Koreanischen Nationalmuseum - Ausstellungsräume

Der Ostflügel präsentiert sich als dreistöckiges Gebäude, in dem sechs Galerien (Archäologische Galerie, Historische Galerie, Galerie der Schönen Künste I, Galerie der Schönen Künste II, Galerie der Asiatischen Kunst und Galerie der Schenkungen) und 46 Ausstellungsräume untergebracht sind. Ausgestellt sind wichtige Kulturschätze aus allen Teilen der koreanischen Halbinsel und aus allen Zeitaltern. Die Exponate sind so angeordnet, dass sie aus unterschiedlichen Gesichtswinkeln betrachtet werden können.

Spezialbeleuchtung bringt die einzigartigen Farben und Linien der koreanischen Kunst gekonnt zur Geltung. Dem Besucher bietet sich die Essenz koreanischer Kunst von den hervorragendsten kunsthandwerklichen Stücken über Keramiken mit vollkommener Glasur und edler Linienführung bis hin zu Buddhastatuen mit ihrem geheimnisvollen Lächeln.

Die 10 Herausragendsten Exponate des Koreanischen Nationalmuseums in Seoul

Sitzender, vergoldeter Bronze-Maitreya in Meditationshattung (Nationalschatz Nr. 83)
F3, Galerie der Schönen Künste II, Raum der buddhistischen Skulpturen, Nr. 13.
Dies ist die größte vergoldete Statue eines meditierenden Bodhisattva in Korea. Mit einer Höhe von 93,5 cm gilt sie als ein Meisterwerk der koreanischen buddhistischen Statuen-Kunst.

Dharani Sutra (Mugujeonggwangdaedaranigyeong) (Nationalschatz Nr. 126)

F1, Historische Galerie, Raum der alten Dokumente, Nr. 16
Das älteste erhaltene Schriftstück der Welt, das mit hölzernen Druckstöcken gedruckt wurde. Es ist 650 cm lang und 6,5 bis 6,7 cm breit. Es wird auf das Jahr 751 datiert, das zehnte Regierungsjahr des Silla-Königs Gyeongdeok.

Weißer Schultertopf mit eisenbraunem Bambusblätter- und Prunusdekor unter der Glasur (Nationalschatz Nr. 166)
F3, Galerie der Schönen Künste II, Seladon-Raum, Nr. 39
Vorder- und Rückseite dieses Schultertopfes sind mit eisenbraunem Bambusblätter- und Prunusdekor geschmückt, was als typisch für die weißen Töpfe der frühen Joseon-Zeit gelten kann. Die Pinselführung ist dermaßen herausragend, dass sie eher Gemälde- als Porzellan Dekor-Charakter hat.

Seladon-Räuchergefäß (Nationalschatz Nr. 95)
F3, Galerie der Schönen Künste II, Seladon-Raum, Nr. 5
Dieses Seladon-Räuchergefäß aus der Goryeo-Dynastie weist zahlreiche dekorative Details auf und ist im Design von beeindruckender Harmonie und Ausgeglichenheit.

Vergoldetes Räuchergefäß aus der Baekje-Zeit (Nationalschatz Nr. 287)
F1, Archäologische Galerie, Baekje-Raum, Nr. 16.
Als Quintessenz der Baekje-Handwerkskunst bringt dieses Räuchergefäß das künstlerische Potential und die geistige Welt der Baekje-Zeit am besten zum Ausdruck.

Goldene Silla-Krone (Nationalschatz Nr. 191)
F1, Archäologische Galerie, Silla-Raum, Nr. 1
Diese Krone, die als repräsentativ für die Goldkronen der Silla-Dynastie gelten kann, besticht durch ihre besonders hohe Eleganz und die zahlreichen Jade-Ornamente.

Sehando von Kim Jeonghui (Nationalschatz Nr. 180)
F2, Galerie der Schönen Künste I, Gemälde-Raum, Nr. 14
Dieses Gemälde stammt von Kim Jeonghui (Künstlername: Wandang), einem Gelehrten und Künstler der späten Joseon-Dynastie. Der Künstler vollendete dieses Werk 1844 während seines Exils auf der Insel Jeju. Es war ein Geschenk für einen seiner Schüler, der ihm bei zwei Gelegenheiten seltene Bücher aus Peking hatte zukommen lassen.

Zeremonialgefäße  in Form berittener Krieger (Nationalschatz Nr. 91)
F1, Archäologische Galerie, Silla-Raum, Nr. 19
Die berittenen Krieger, die beide in Gyeongju ausgegraben wurden, weisen ähnliche Stilmerkmale auf. Realistisch, wenn auch etwas grob gearbeitet, scheinen diese Kultgefäße speziell als Grabbeigaben konzipiert worden zu sein.

Genre-Bilder-Album von Kim Hong-do (Nationalschatz Nr. 527)
F2, Galerie der Schönen Künste I, Gemälde-Raum, Nr. 8
In diesem Album mit 25 Genre-Bildern stellt der Joseon-Künstler Kim Hong-do (Künstlername: Danwon) auf humorvolle Weise das Leben des einfachen Volkes dar. Die Album-Blätter zeigen eine Dorfschule, einen tanzenden Jüngling, einen Ringkampf, eine Dreschszene auf dem Feld und eine Schmiede.

Zehnstöckige Steinpagode aus dem Gyeongcheonsa Tempel (Nationalschatz Nr. 86)
F1, am Ende der Straße der Geschichte.
Diese 13,5 m hohe Steinpagode wurde Ende der Goryeo-Dynastie für den Gyeongcheonsa Tempel in der Provinz Gyeonggi-do angefertigt. Die Pagode, die von einem japanischen Minister außer Landes geschmuggelt worden war, wurde 1918 an Korea zurückgegeben.

Kontakt:
Tel.:02-2077-9047
www.museum.go.kr
Anfahrt: zu Fuß 5 Min. von Ichon, Linie 1 od. 4, Ausgang 2
Öffnungszeiten: 09:00-18:00 (Di., Do., Fr.); 09:00-21:00 (Mi./Sa.); 09:00-19:00 (So.,feiertags)
Geschlossen: montags, 1. Januar (montags geöffnet an Neujahr nach Mondkalender und Chuseokfeiertage)
Preis: Erwachsene (19-64) W2.000, Schüler (7-18) W1.000, frei für Kinder bis 6 und Senioren ab 65.
Letzter Einlass: eine Stunde vor Schließzeit.

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