Koreanische Küche
Songpyeon, Küche in Korea |
Korea ist eine Halbinsel in Ostasien und verfügt über ein gemäßigtes Klima mit vier deutlich unterscheidbaren Jahreszeiten. Auf drei Seiten von Wasser umgeben, ist die einheimische Küche reich an Meeresprodukten. Da gleichzeitig 70% der Landoberfläche bergig sind, werden auch vielfältige Kräuter, Pilze und andere Wildgemüse verwendet. Die verschiedenen Jahreszeiten tragen zur Vielfalt und zum Reichtum an Zutaten bei.
Hansik (Koreanische Küche) ist gesund und die frischen Zutaten aus der Natur sind gut aufeinander abgestimmt. Die meisten Gemüse werden nur leicht blanchiert, weshalb sie ihre natürlichen Nährstoffe behalten. Die gedämpften oder gekochten Gerichte zeichnen sich durch ihren geringen Fettanteil und ihre niedrige Kalorienzahl aus. Durch all diese Charakteristika ist Hansik die ideale Ernährungsweise für den gesundheitsbewussten Mensch von heute. Traditionelle Gerichte und Würzsaucen wie Kimchi oder Jeotgal (eingelegte Meeresfrüchte) müssen lange ziehen, weshalb sie als typische Slow Foods gelten.
Hansik, die Energie von Philosophie und Wissenschaft
Koreanisches Essen gibt Energie, doch Koreaner meinen mit Energie nicht nur die Stärkung des Körpers, sondern auch Kraft für Geist und Seele. Der koreanische Volksmund weiß, dass „Essen und Medizin von derselben Wurzel" wachsen, woraus folgt, dass es keine bessere Medizin als das Essen selbst gibt. Diese traditionellen Überzeugungen zeigen deutlich, wie wichtig die richtige Ernährung für das seelische und körperliche Wohlbefinden der Koreaner ist.
Yin, Yang und die Fünf Elemente
Korean Food |
Traditionell erklären die Prinzipien von Yin & Yang sowie die Theorie der Fünf Elemente alles Wachstum und alle Wechselwirkungen der Welt. Himmel und Erde ist einer der Gegensätze, der durch Yin und Yang geschaffen wird. Diese beiden Grundmächte erschaffen auch die traditionellen fünf Elemente, nämlich Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser. Diesen Elementen wiederum werden Grundfarben zugeordnet, und zwar in der Reihenfolge der Elemente blau, rot, gelb, weiß und schwarz.
In der koreanischen Küche werden daher sogar die Farben der Zutaten aufeinander abgestimmt, um Harmonie zu erzeugen. Die Zutaten müssen zudem so kombiniert werden, dass der Körper die Nährstoffe besonders gut aufnehmen kann und der Appetit angeregt wird. Hierfür müssen die fünf Geschmacksrichtungen salzig, scharf, süß, bitter und sauer allesamt aktiviert werden.
Harmonie der Speisen
Wenn verschiedene Gerichte miteinander harmonieren, können Sie die positiven Effekte noch steigern und negative Aspekte ausgleichen. So wird Ginseng in die Hühnersuppe Samgyetang getan, um im Sommer Stress abzubauen und Saeujeot (gesalzene Shrimps) werden als Sauce zum gekochten Schweinefleisch Bossam gereicht, da diese beim Fettabbau helfen.
Fermentierung verbessert Geschmack und Nährwert
Fermentierung ist ein wichtiger Punkt, wenn man verstehen möchte, was so wissenschaftlich an koreanischer Küche ist. Einfach gesagt: Durch gute Bakterien werden verschiedene Zutaten Fermentiert und dieser Prozess wiederum erhört deren Nährwert.
Die Koreanische Tafel
Alvin Toffler lobt fermentierte Speisen
Alvin Toffler, der bekannte Futurist und Autor des Buchs „Die dritte Welle" sagt voraus, dass demnächst ein „dritter Geschmack" die Welt erobern werde: Der erste sei reines Salz gewesen, der zweite verarbeitete Saucen und der dritte seien nun die fermentierten Speisen. Koreanische Gerichte wie Kimchi, Sojabohnenpaste, Chilipaste, Sojasauce und verschiedene Reisgetränke sind gute Beispiele für fermentierte Nahrungsmittel, die die Essenz der koreanischen Küche ausmachen. Sollte die vorhergesagte Revolution also tatsächlich eintreffen, ist Korea bei dieser Bewegung an erster Stelle.














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