Tempelküche in Korea
Bugeojjim |
Das Geheimnis guter Gesundheit:
Je weniger man isst, desto mehr nimmt man auf
Interview
„Bei der Tempelküche kommt es vor allem darauf an, dass nichts den Prinzipien der Natur zuwider läuft. Die Produkte werden zu ihrer jeweiligen Erntezeit frisch verarbeitet; Fertigprodukte werden so gut wie nicht verwendet. Die Küche ist einfach und schnörkellos. Es wird nur so viel zubereitet, wie man auch essen kann, da unsere Tradition keine Essensreste toleriert. Wir müssen dankbar für das uns gegebene Essen sein und uns immer der gemeinsamen Mühen von Natur und Bauern bewusst sein. Ohne diese Mühen gäbe es kein einziges Körnchen Reis auf dem Tisch."
-Buddh. Mönch Dae An (Betreiber des Tempelrestaurants Ваru Gongyang)-
Deodeok-Wurzeln und frisches Gemüse
Deodeok-Wurzeln und Gemüse werden mit einer Sauce auf Pinienkernbasis gewürzt. Die aromatischen Deodeok-Wurzeln und die nussige Sauce sind eine großartige Kombination, die die Geschmacksnerven tanzen lässt.
Yeonipbap (Reis im Lotosblatt)
Mönche nahmen früher dieses Gericht auf ihre langen Wanderungen, da das Lotosblatt als natürlicher Schutz und Kühlschrank diente; in ihm blieb der Reis, der mit Gingkonüssen, Datteln und Kastanien vermischt und dann gedämpft wird, frisch und schmackhaft. Das Lotosblatt gibt natürlich zusätzlich auch eine ganz besondere Aromanote an den Reis ab, die das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt.
Rotebohnen Reissuppe |
Süße Reiskuchen mit Shiitake-Pilzen
Shiitake-Pilze, die reich an Proteinen, Vitamin B, Mineralstoffen und Kalzium sind, werden frisier und in einer süßen Sauce geköchelt.
Neungijuk (Neungi-Pilzbrei)
Diese wilden Pilze sind sehr aromatisch, aber wenn man sie in einem Brei mit Reis kocht, balanciert dieser den Geschmack perfekt aus.
Pilz-Gemüse-Rollen Shiitake-Pilze, Bambussprossen, Gurken, Farne und andere, nach Jahreszeit verschiedene Pilz- und Gemüsesorten werden als Füllung in Reisrollen gegeben. Auch dieses Gericht hat sich aus der Reisenahrung der Mönche entwickelt.
Templestay
Templestay bezeichnet ein Programm, bei dem man für eine kurze Zeit den Lebensstil eines buddhistischen Mönchs in einem koreanischen Kloster selbst nachempfinden kann. Die Programme umfassen meist Andacht vor Morgengrauen, Tempelmahl, Teezeremonie, Meditation und Basteln von Lotoslaternen oder das Herstellen von Abrieben. Derzeit gibt es 44 Tempel landesweit, die ein solches Programm anbieten und Reservierungen können über die Homepage des Jogye-Ordens vorgenommen werden; www.templestay.com

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