Reiskuchen in der koreanischen Küche
Reiskuchen |
Normalerweise wird Reis schlicht gekocht gegessen, aber zu festlichen Anlässen wurde er schon immer auch zu Reiskuchen verarbeitet. An Feiertagen, Geburtstagen und anderen freudigen Ereignissen gehört Reiskuchen immer auf den Tisch. Weißes Reismehl ist die Ausgangszutat, je nach Geschmack und Art des Reiskuchens werden dann noch rote Bohnen, Beifuß, Datteln, Bohnen oder Kastanien hinzugefügt.
Sirutteok (Gedämpfter Reiskuchen)
Weißer Reis und zerbröselte rote Bohnen sind die Hauptzutaten für diesen einfachen Reiskuchen. Die roten Bohnen gelten als nützlich bei der Vertreibung von Unglück und bösen Geistern, deshalb ist diese Reiskuchen-Art symbolisch immer dabei, wenn wichtige Ereignisse begangen werden.
Injeolmi (in Bohnenpulver gewendeter Reiskuchen)
Injeolmi wird hergestellt, indem Klebreismehlteig gekocht und dann so lange geschlagen wird, bis er eine kaugummiartige Konsistenz erhält. Dann wird er in mundgerechte Stücke geschnitten und in Bohnenpulver gewendet. Der Reiskuchen ist sehr weich und einfach zu verdauen.
Hwajeon (Blumen-Reiskuchen)
Hwajeon ist ein angebratener Reiskuchen aus Klebreisteig. Der Teig wird zu kleinen runden Plättchen geformt und dann mit Blüten dekoriert. Die Blumen wiederum sind je nach Jahreszeit verschieden: Im Frühling kommen Azaleen auf den Teig, Rosen im Sommer, Chrysanthemen im Herbst. Im Winter werden aus Mangel an frischen Blumen Datteln und Beifuß verwendet.
Baekseolgi (Schneeweiße Reiskuchen)
Um die Baekseolgi zu dämpfen, wird Zuckerwasser verwendet. Traditionell bereiteten Eltern zum 100. Tag nach der Geburt eines Kindes diesen Reiskuchen und teilten ihn mit Freunden und Nachbarn. Heute wird er zusätzlich auch zu vielen anderen festlichen Gelegenheiten gereicht.
Koreanischer Reiskuchen |
Jeungpyeon (Hefe-Reiskuchen)
Reismehl und der Reis wein Makgeolli werden zu einem Teig geknetet, der dann stehen gelassen wird und fermentiert. Die Hefe, die dadurch produziert wird, macht den Reiskuchen weicher und er wird dadurch länger haltbar. Jeungpyeon ist fluffig und süß und schmeckt dabei nur unmerklich nach Alkohol.
Yaksik (Arzneihappen)
Wörtlich übersetzt „Arzneihappen", schmecken diese kleinen süßen Happen kein wenig nach bitterer Medizin. Hergestellt wird Yaksik, indem zu Klebereis verschiedene Nüsse, Honig, Sesamöl und Sojasauce hinzugefügt werden. Diese Süßspeise zeigt sehr gut die Umsetzung des koreanischen Gedankens, dass Medizin und Essen von der gleichen Wurzel stammen.
Gyeongdan (Reiskuchenball)
Auch Gyeongdan ist ein Reiskuchen, der zu festlichen Anlässen zubereitet wird. Klebereis- oder Maismehlteig wird geknetet und dann zu kleinen Bällchen geformt. Die Bällchen werden dann gekocht und anschließend mit einer Ummantelung aus Sojabohnen, roten Bohnen und/oder Bohnenpulver versehen.
Tteok-Museum
Das Tteok-Museum zeigt verschiedene Sorten von Reiskuchen und viele verwandte Ausstellungsstücke. Nach einer Tour durch das 1. und 2. OG kann man im EG verschiedene Reiskuchen vor Ort im Cafe ausprobieren.
Tel.:02-741-5447
www.tkmuseum.or.kr
Adresse.: Gegenüber vom Jongmyo-Schrein
(Bezirk Jongno-gu von Seoul)
Dongbyeongsangnyeon
Dieses Reiskuchencafe hat eine feine Auswahl an täglich frischen Reiskuchen. Das Cafe verkauft zudem auch Reiskuchen in echter Kuchenform, als Sandwich, Fusion-Reiskuchen und exotische Drinks, die zum modernen Leben in der Großstadt passen.
Tel.:E02-391-0077
www.ddock.co.kr
Adresse.:2. OG im Baeksang-Gebäude (Viertel Pyeongchang-dong, Bezirk Jongno-gu von Seoul)
Institut für Königlich-Koreanische Küche
Frau Chung Kil-ja gründete dieses Institut und ist Trägerin des Titels Immaterielles Kulturgut Nr. 38. Das Institut ist insbesondere beliebt, weil es Kochkurse für königliche Desserts wie Reiskuchen und traditionelle Kekse anbietet.
Tel.: 02-3673-4344
www.koreandessert.co.kr
Adresse.: Gegenüber der Donmi-Apotheke (Viertel Gahoe-dong, Bezirk Jongno-gu von Seoul)

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