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Kirgistan: Geschichte

 
 

Geschichte von Kirgistan

Das Gebiet Kirgistans, genauso wie das des gesamten Mittelasiens, ist als einer der ältesten Orte der menschlichen Zivilisation bekannt. Die Forschungen der Archäologen zeigen, dass die Urmenschen hier seit der Steinzeit gelebt haben. Die ältesten Spuren, die in dem Zentralen Tienschan nahe des Issyk-Kul und in dem Ferganaer Tal gefunden sind, zeugen sogar von Altsteinzeit.

Die Kyrgysen - ethnische Gruppe, die bereits in dem ersten Jahrtausend v. Chr. in Zentralasien bekannt war, haben im Laufe der Jahrhunderte ihren ursprüngliche Bezeichnung beibehalten. Die ersten staatlichen Strukturen auf dem Gebiet des heutigen Kirgistans entstanden im 2. Jh. v. Chr., als südliche landwirtschaftliche Bezirke dem Staat Parkan beigetreten sind. In den 4. und 3. Jh. v. Chr. gehörten die Kyrgysen den mächtigen nomadischen Bündnissen an, die damals den Chinesen ziemlich viele Sorgen bereiteten. Genau zu der Zeit begann man mit dem Bau der Chinesischen Mauer.

In den 2. und 1. Jh. v. Chr. befreite sich ein Teil der kyrgysischen Stämme von der Macht der Hunnen und ging nach Jenissej („Ene-saj“ bedeutet aus dem Kirgisischen „Mutter-Fluss“) und Baikal („Baj-kel“ bedeutet „der reiche See“). Genau hier gründeten sie ihren ersten Staat und den Kyrgysischen Kaganat.

Anfang bis Mitte des 10. Jh. umfasste das Großkirgisische Khantum den Süden Sibiriens, Mongolei, Baikal, die Oberläufer des Irtysch, einen Teil der Kaschgarien, Issyk-Kul und Talas. Die Blütezeit des Kyrgysischen Staates war nicht nur die Zeit der Eroberungen, sondern auch die Zeit der Handelsbeziehungen mit Chinesen, Tibetern, den Völkern des Südsibiriens, des Zentral- und Mittelasiens. Zu dieser Zeit betraten die Kyrgysen nach dem Sieg über dem Ujgurschen Kaganat zum ersten Mal das Gebiet des Tienschans. Im späten 10. Jh. blieben davon nur der Süden Sibiriens, Altai und der Südwesten der Mongolei. In den 11. und 12. Jh. waren es nur noch Altai und Sajan.

Anfang des 13. Jh. waren die Kirgisen von den Mongolen besiegt und erlangten erst im Jahre 1399 ihre Unabhängigkeit wieder, was nur durch blutige Kriege gegen die Eroberer möglich war.

In der zweiten Hälfte des 15. Jh. entstand auf dem Gebiet Kirgistans aus den verschiedenen kyrgysischen Stämmen zum ersten mal ein unabhängiges Khantum, dem die Mehrheit der kyrgysischen Völker beitrat.

Eine große Bedeutung hatte Kirgistan für die Alte Seidenstraße. Die Stadt Osch, die auch heute zu den Großstädten des Südens Kirgistans gehört, war aufgrund ihrer günstigen Lage viele Jahrtausende lang ein Transitpunkt des Ferganaer Zweiges der Alten Seidenstraße

Im Jahre 1863 wurde der Norden Kirgistans in das Russische Imperium miteinbezogen, im Jahre 1876 kam auch der Süden hinzu. Nach der Oktoberrevolution traten die Kirgisen zusammen mit den anderen Völkern des ehemaligen zaristischen Russlands der Sowjetischen Republik bei.

Im Oktober 1990 traf der Oberste Rat die Entscheidung, die Kirgisische SSR in die Kirgisische Republik umzubenennen. Am 15. Dezember 1990 verabschiedete der Oberste Rat die Deklaration über die Souveränität der Republik, und am 31. August 1991 die Deklaration über die Unabhängigkeit Kirgistans. Am 5. Mai 1993 wurde die erste Verfassung der Kirgisischen Republik als eines unabhängigen, souveränen Staates verabschiedet. Am 10. Mai 1993 wurde die nationale Währung eingeführt – der Som.

Nach dem Erhalt der Unabhängigkeit musste das Land zunächst mit etlichen wirtschaftlichen Schwierigkeiten fertig werden. Viele Einwohner waren mit der Politik des damaligen Präsidenten Askar Akajev unzufrieden, so fand am 24. März 2005 eine Revolution in Kirgistan statt. Askar Akajev war gezwungen, das Land zu verlassen, und floh nach Kasachstan. Der neue Präsident wurde der ehemalige Prämierminister Kurmanbek Bakiev.

Heute ist Kirgistan ein souveräner Präsidentenstaat, der auf dem Wege der demokratischen Entwicklung steht. Das politische Leben im Land bleibt allerdings immer noch gespannt.

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