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Kasachstan: Gesundheitswesen

 
 

Gesundheitswesen von Kasachstan

Als ein überaus wichtiges Anliegen der Strategie „Kasachstan - 2030" bezeichnete Präsident Nursultan Nasarbajew Verbesserungen im Gesundheits- und Bildungswesen von Kasachstan. Die Reformen im Gesundheitswesen Kasachstans waren die logische Folge des Übergangs zur Marktwirtschaft. In diesem Zusammenhang gab es einige juristische, institutionelle und strukturelle Veränderungen. Die Schaffung der neuen Infrastruktur des öffentlichen Gesundheitswesens von Kasachstans zieht die Entstehung eines Privatsektors im Gesundheitswesen nach sich.

Der vom Staat garantierte Umfang der kostenlosen medizinischen Betreuung wurde dabei beibehalten.
Nach dem Zusammenbruch der ehemaligen UdSSR stand das Gesundheitswesen von Kasachstan vor einer Vielzahl von Problemen, die zum Teil durch die soziale und wirtschaftliche Krise der 90er Jahre verursacht waren. Das strategische Ziel der kasachischen Regierung ist es, dass medizinische Dienstleistungen, wie Krankehäuser in Kasachstan, Ärzte in Kasachstan und Pflegeeinrichtungen in Kasachstan trotz marktwirtschaftlicher Reformen für alle zugänglich bleiben.

Im Jahre 1998 wurde das staatliche Programm „Gesundheit des Volkes" aufgelegt. Es sieht unterschiedliche Systeme der medizinischen Grundversorgung sowie eine verstärkte Vorsorge und die Bekämpfung sogenannter Armutskrankheiten wie Tuberkulose und Virusinfektionen in Kasachstan vor. Zudem gibt es darin Maßnahmen, mit denen ein Schadenersatzsystem bei Krankheiten infolge ungünstiger Umwelteinflüsse geschaffen, die Qualität der Trinkwasserversorgung verbessert sowie kostenlose Schutzimpfungen in Kasachstan durchgeführt werden.

Ein wichtiger Teil des Programms gilt der Aufklärung über eine gesunde Lebensweise. Vorbeugende Untersuchungen, Werbung für Sport, eine gesunde Ernährung und für die Einhaltung der Hygienevorschriften sowie die Bekämpfung des Alkohol- und Drogenmissbrauchs sind ebenfalls vorgesehen. Im Rahmen des Programms wird die ambulante Behandlung in Polikliniken ausgebaut, die weniger kostenaufwendig und für die Bürger erschwinglicher ist. Wert wird dabei auf den Erhalt beziehungsweise die Verbesserung des gegenwärtigen Niveaus der medizinischen Dienstleistungen gelegt.

Krankenhäuser, Ärzte und Apotheken in Kasachstan

Im Jahre 2001 praktizierten in den ambulanten Einrichtungen in Kasachstan 3.288 Ärzte, sieben Prozent mehr als 1999. Ihre Zahl wächst weiter. 2002 umfasste das Netz der Gesundheitsdienste in Kasachstan staatliche und nichtstaatliche Organisationen. Fast alle Apotheken in Kasachstan gingen in Privathand über. Seit 1998 geht infolge zielgerichteter Maßnahmen die Verbreitung von Infektionskrankheiten zurück. Auch ein Rückgang der Geschlechtskrankheiten ist zu verzeichnen. Um der Verbreitung von AIDS in Kasachstan entgegenzuwirken, werden in ganz Kasachstan über Laboratorien die Risikogruppen registriert. Problematisch sieht es mit einer besseren staatlichen Finanzierung des Gesundheitswesens aus.

Dennoch sind einige grundlegend positive Veränderungen zu verzeichnen. 2003 flossen im Vergleich zu 2002 41,8 Prozent mehr staatliche Mittel in das Gesundheitswesen von Kasachstan. Für den Bau von Tuberkuloseeinrichtungen und Krankenhäusern in den Gebieten Atyrau, Kysylorda, Westkasachstan und Südkasachstan wurden 2,32 Milliarden Tenge bereitgestellt. Eine große Rolle bei der Umsetzung der Gesundheitsreform spielen internationale Organisationen, darunter die Weltgesundheitsorganisation und das Kinderhilfswerk. Zum Zwecke einer engeren Zusammenarbeit beschloss das Europabüro der Weltgesundheitsorganisation, in Zentralasien ein Verbindungsbüro zu eröffnen. In den letzten Jahren entfaltete sich die Tätigkeit insgesamt erfolgreich, in Kasachstan insbesondere bei der Umsetzung des Immunitätsprogramms für Kinder, bei der Bekämpfung von Tuberkulose und bei der Reform des Gesundheitswesens.

Weltgesundheitsorganisation in Kasachstan

Die Weltgesundheitsorganisation in Kasachstan ist im Rahmen eines mittelfristigen Programms ihres Europabüros tätig, das auf der 53. Versammlung der Weltgesundheitsorganisation im Mai 2000 in Genf angenommen worden ist. Kasachstan arbeitet mit der Weltgesundheitsorganisation in vielen Bereichen zusammen. Bei der Einrichtung eines nationalen Pharmazeutischen Informationszentrums leistete das Europabüro mit der Auflistung dringend benötigter Medikamente große Hilfe. Im Rahmen des internationalen Netzwerkes „Gesunde Städte" fanden 1999 in Kasachstan ein internationales Seminar zu Fragen der Urbanisation und Gesundheit in Zentralasien und eine Konferenz statt, auf der das Projekt „Gesunde Städte - Partnerstädte" erörtert wurde, das vom dänischen Kooperationszentrum der Weltgesundheitsorganisation ausgearbeitet worden war.

Mit Unterstützung des Europabüros und des Internationalen Kooperationsbüros der Weltgesundheitsorganisation werden in Almaty regelmäßig Seminare in den Bereichen medizinische Grundversorgung Kasachstans und Anleitung des medizinischen Personals durchgeführt. Mit Unterstützung der amerikanischen Internationalen Gesundheitsassoziation wurde das Ressourcenzentrum für medizinisches Personal gegründet. Die Assoziation stellte dreißig Computer für die kasachische Schule für gesellschaftliche Gesundheit, die Führungspersonal für das Gesundheitswesen ausbildet, zur Verfügung.

Gemeinsam mit UNICEF, USAID und dem Europabüro der Weltgesundheitsorganisation wurden für 150 Kinderärzte vier Kurse in Gebieten und Rayons durchgeführt. Zwei Kontrollprojekte der Weltgesundheitsorganisation zur Bekämpfung der Tuberkulose werden in den Gebieten Almaty und Atyrau realisiert. Insgesamt konnten mit Unterstützung der Weltgesundheitsorganisation über 20.000 kasachische Fachleute aus und weitergebildet werden, darunter rund 6.000 in der Tuberkulosebekämpfung. Das Programm zeigt positive Ergebnisse, denn die Zahl der Tuberkuloseerkrankungen geht zurück. Laut Weltgesundheitsorganisation wurden seit Einführung des DOTS-Programms 45.000 Patienten von Tuberkulose geheilt. 7.000 Patienten mit schwerer Tuberkulose überlebten dank des Programmes. Die medizinische Grundversorgung muss erheblich verbessert werden. Dies soll schrittweise, angepasst an die soziale und wirtschaftliche Situation im Lande geschehen. Dabei darf das bestehende Modell der ambulanten Behandlung in Polikliniken, das sich über lange Zeit bewährt hat, keinen Schaden leiden.

In den letzten Jahren zeichnen sich bezüglich der Gesundheit der Bevölkerung positive Tendenzen ab. Die demographischen Kennziffern stabilisieren sich einigermaßen. Es sterben weniger Säuglinge, die Geburtenrate sinkt weniger schnell. Verbessert wurde vor allem die Gesundheitsfürsorge auf dem Land. Allen Dorfbewohnern wird medizinische Hilfe vor Ort garantiert. Den zentralen Gebiets- und Kreiskrankenhäusern in Kasachstan sind mobile medizinische Dienste angegliedert, die die Landbevölkerung mit Medikamenten versorgen.

Im Jahre 2006 gibt es in Kasachstan 104.968 Krankenhausbetten. Insgesamt 46.227 Ärzte kümmern sich um die Gesundheit der Patienten. In den medizinischen Einrichtungen arbeiten 106.836 Personen. Insgesamt gibt es 273 Stationen der Schnellen Medizinischen Hilfe in Kasachstan. Geplant ist ein neues Gesetz über die Krankenversicherung, nach dem die Versicherten kostenlose medizinische Betreuung im Umfang der Grundversorgung erhalten. Je mehr Mittel jedoch in die Krankenversicherung eingezahlt werden, desto umfassender werden die kostenlosen medizinischen Leistungen. Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen staatlich subventionierter und aus der Krankenversicherung finanzierter Gesundheitsfürsorge wird es dann erlauben, den garantierten Umfang der kostenlosen medizinischen Angebote langsam, aber stetig zu erweitern, was der Gesundheit der Bevölkerung zugute kommt.

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