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Kasachstan: Wirtschaftspolitik

 
 

Die Wirtschaftspolitik in Kasachstan

Voraussetzung für die Erfolge Kasachstans war in einem gewissen Maße der sich rasch entwickelnde Energiesektor in Kasachstan, ausschlaggebend waren jedoch die klug durchdachten Reformen, die guten Ernteerträge in Kasachstan und die hohen ausländischen Investitionen in Kasachstan. In den zurückliegenden fünfzehn Jahren realisierte die Wirtschaftspolitik in Kasachstan eine Reihe breit angelegter Reformen, die von der sozialistischen Planwirtschaft zur Marktwirtschaft führten.

Tiefreifende Wandlungen in der Wirtschaft Kasachstans vollzogen sich vor dem Hintergrund innenpolitischer Stabilität und fortschreitender demokratischer Reformen. Die größten Impulse für den Wirtschaftsaufschwung gaben die erhöhten Förderleistungen im Erdölsektor und der Anstieg der Erdölpreise.

Bruttoinlandsprodukt von Kasachstan

Das Bruttoinlandsprodukt von Kasachstan beträgt 6.868 Dollar (Datenstand 2007)

Das reale Wachstum des Bruttoinlandsproduktes von Kasachstan betrug im Jahre 2001 13,5 Prozent und im Jahre 2002 9,5 Prozent. 2003 und 2004 hielt sich das Wirtschaftswachstum in Kasachstan stabil bei neun Prozent. Im Jahre 2005 wurden 9,4 Prozent und im ersten Halbjahr 2006 9,3 Prozent Wachstum verzeichnet. Nach den vorgegebenen Zielen soll sich das Bruttoinlandsprodukt von Kasachstan 2010 im Vergleich zu 2000 verdoppelt haben und bis 2015 das 3,5fache gegenüber 2000 betragen, aber bereits heute zeichnet sich ab, dass es sich schon 2008 verdoppelt haben wird. Die reichen Naturvorkommen Kasachstans waren eine gute Grundlage für Reformen, doch war allen klar, dass sie nicht nur gewaltige Chancen, sondern auch große Risiken für ein sich entwickelndes Land bargen. Aus diesem Grunde setzte die kasachische Führung zu keinem Zeitpunkt nur auf den Abbau und die Verarbeitung der Naturressourcen in Kasachstan.

Die Privatisierung begann im Jahre 1991. Waren bis 1991 neunzig Prozent der Wirtschaft in staatlichem Eigentum, so überwiegt heute der Privatsektor der Wirtschaft Kasachstans. Achtzig Prozent der Unternehmen in Kasachstan sind in privaten Händen. In allen Wirtschaftszweigen, ausgenommen Industrie, Transport und Kommunikation, dominiert der Privatsektor. Im Jahre 1997 war das Programm der kleinen Privatisierung abgeschlossen. Staatliche Handelseinrichtungen, die öffentliche Lebensmittelversorgung und sämtliche Dienstleistungseinrichtungen waren privatisiert worden. Der öffentliche Verkehr, die meisten Apotheken und Tankstellen gingen in private Hände über. In allen Regionen entwickelte sich ein Wettbewerbsmarkt für Brenn- und Schmierstoffe. Fortgesetzt wurde die Entstaatlichung von Objekten im Sozialbereich, im Gesundheits- und Bildungswesen sowie den Bereichen Kultur, Tourismus und Sport, was die Wirtschaft in Kasachstan expandieren ließ.

Die Privatisierung Kasachstans führte zu höherer Effektivität und wachsender Produktion. Stabilisiert hat sich die Auszahlung der Löhne und Gehälter, verbessert hat sich die soziale Lage. Im Jahre 2000 war die zweite Privatisierungsetappe abgeschlossen. In einigen strategisch wichtigen Wirtschaftszweigen blieben die Unternehmen in staatlichem Eigentum, so bei Förderung, Transport und Verarbeitung von Erdöl, im Eisenbahn- und Flugverkehr, in der Elektroenergie und beim Abbau von Uran. Alle staatlichen Konzerne sind heute offene Aktiengesellschaften. Sie arbeiten nach der von der Regierung festgelegten Konzeption der Entwicklung der Wirtschaftszweige, die die Entmonopolisierung bestimmter Märkte und den Ausbau regulierender Gesetze und Institutionen vorsieht.

Im Ergebnis der Privatisierung Kasachstans entstand eine Schicht von Privateigentümern, die an der Steigerung und Modernisierung der Produktion ein ureigenes Interesse hat. Der Anteil des Privatsektors am Bruttoinlandsprodukt von Kasachstan liegt in der Industrie bei siebzig bis 75 Prozent, in der Landwirtschaft und der Bauindustrie bei jeweils 95 Prozent. Die Entwicklungsstrategie sieht bis 2030 den Abschluss der Privatisierung vor.

1997 legte die politische Führung das Entwicklungsprogramm „Kasachstan - 2030" auf, mit dem eine neue Etappe der Wirtschaftsreformen eingeleitet wurde. Im Rahmen des Entwicklungsprogramms änderte sich in erster Linie die Tätigkeit der staatlichen Organe, die den neuen Anforderungen gerecht werden mussten.

„Höchste Priorität der Wirtschaft Kasachstans hat die Schaffung eines Systems, in dem jedes Ministerium und jede Behörde seine Arbeit so gestalten, dass wir jeden Tag, jeden Monat, Jedes Jahr Schritt für Schritt dem gesteckten Ziel näher kommen",

heißt es im Strategie-Papier.

Die Krise von 1998, die den gesamten ehemaligen Raum der UdSSR ergriff, verlief in Kasachstan weniger schmerzlich als in Russland und anderen postsowjetischen Republiken. Kasachstan konnte die Krise auch schneller überwinden. In gewisser Weise halfen hier die relativ neuen Ausrüstungen. 1999 waren sie in Russland bereits zu 41,9 Prozent abgenutzt, in Kasachstan nur zu 33,2 Prozent. Dieser Unterschied geht auf den hohen Anteil des Maschinenbaus in der russischen Industriestruktur zurück. In Russland macht er 19,2 Prozent aus, in Kasachstan nur 2,4 Prozent. Aufgrund dieser Fakten sank das Bruttoinlandsprodukt in Kasachstan 1998 um zwei Prozent, in Russland aber um fünf Prozent, die Industrieproduktion ging in Kasachstan um 2,5 Prozent, in Russland aber um fünf Prozent zurück.

Vor allem war die Krise in Kasachstan mit weniger schmerzhaften sozialen Einschnitten verbunden als in Russland. Sanken die Realeinkommen der russischen Bevölkerung bis zum Jahre 2000 auf den Stand von 1997, nämlich um 21 Prozent, so stiegen sie in Kasachstan um 5,4 Prozent an. Seit 1999 ist das Wirtschaftswachstum in Kasachstan stabil hoch, seit dem Jahr 2000 liegt es nicht unter neun Prozent. Die Dynamik des Bruttoinlandsproduktes von 1998 bis 2006 beweist, dass der wirtschaftliche Niedergang überwunden und ein stabiles Wachstum der Wirtschaft Kasachstans eingetreten ist. Kasachstan hat die Systemkrise überwunden.

Kasachstan: Almaty

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