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Kasachstan: Die Ausgangslage

 
 

Die Ausgangslage der Wirtschaft in Kasachstan

Die Republik Kasachstan, einst nach Russland die zweitgrößte Republik der UdSSR, verfügt über beachtliche kohlenwasserstoffhaltige Ressourcen sowie mineralische und Metallvorkommen und galt schon damals als reichstes Land. Kasachstan besaß eine hochentwickelte Industrie, vor allem Schwerindustrie. Kasachstan war in der Sowjetzeit grundlegend modernisiert worden, und die Arbeitskräfte waren hochqualifiziert, deshalb blühte die Wirtschaft in Kasachstan einst sehr auf.

Trotz dieser positiven Ausgangslage sah die kasachische Führung Anfang der 90er Jahre die Schwierigkeiten beim Aufbau einer neuen Wirtschaft in der unabhängigen Republik Kasachstan. In den Jahren der Stagnation in Kasachstan und der letzten Krisen des Sowjetreiches ging es mit der Wirtschaft in Kasachstan ebenso wie in allen anderen Republiken rapide bergab. Auf das „freie Schwimmen" in der Weltwirtschaft war sie absolut nicht vorbereitet.

Destruktive Überregulierung, fehlendes Management, Übertreibungen, forcierte Zentralisierung, die Orientierung auf Moskau und andere Faktoren zerstörten das Industrie- und Landwirtschaftssystem Kasachstans in dem Moment, als das Land seine Unabhängigkeit erlangte. Die Jahre der Perestroika hatten die Wirtschaft von Kasachstan vollends desorientiert.

Die tiefe Wirtschaftskrise der UdSSR hatte die Wirtschaftsbeziehungen zwischen den früheren Unionsrepubliken zerstört, aber über andere Außenkontakte verfügten sie nicht Infolgedessen waren viele Betriebe, auch in Kasachstan zur Kurzarbeit oder zur Schließung gezwungen. Hinzu kamen andere ernste Probleme, die sich als großes Hindernis für die weitere Entwicklung Kasachstans erweisen sollten, darunter die katastrophalen ökologischen Probleme und die ungleiche Entwicklung der Regionen. Schließlich waren einige große Landesteile, die einst für Moskau nicht von Interesse waren, abgeschnitten von den Transport- und Kommunikationssystemen und verfügten nur über eine schlecht ausgebaute Infrastruktur.

Unter Berücksichtigung all dessen bemühte sich der Präsident von Kasachstan "Nursultan Nasarbajew" zum Zeitpunkt der Auflösung der Sowjetunion, die „Scheidung" zwischen den ehemaligen Sowjetrepubliken so schmerzlos wie möglich zu gestalten. Denn eine „neue" Wirtschaftsordnung aufzubauen, ist eine langfristige Aufgabe, die Zeit, gewaltige Kraftanstrengungen und viele Ressourcen erfordert Daher schlug Präsident Nursultan Nasarbajew seit 1991 immer wieder neue Formen der Integration und Zusammenarbeit der postsowjetischen Republiken vor, die einer tatsächlichen Unabhängigkeit Vorschub leisten konnten.

 Eine „Scheidung auf Raten" war die einzige Chance, eine schwere Wirtschaftskrise in der Republik Kasachstan zu verhindern und die Wirtschaft in Kasachstan zu ruinieren. Fakt ist, dass der Zerfall der Sowjetunion plötzlich kam, und die wirtschaftliche Lage landauf, landab verheerend war. Auch in Kasachstan war die Krise unaufhaltsam. Trotz aller Bemühungen, die Wirtschaftsbeziehungen zwischen den ehemaligen Sowjetrepubliken zu bewahren oder wiederzubeleben, mussten die Hoffnungen auf einen Integrationsweg verschoben werden. Man sprach von der „Souveränitätsparade", als jede Republik nur darauf aus war, sich von den alten „Brudervölkern" zu distanzieren. Diese Unabhängigkeit wurde durch die Einführung der nationalen Währungen gefestigt. Da machte auch Kasachstan keine Ausnahme, als es 1993 die nationale Währung in Kasachstan, den Tenge, in Umlauf brachte. Die Ergebnisse dieser Politik waren fatal. Viele Länder, darunter auch die zentralasiatischen, gerieten in eine noch tiefere Krise. Nachdem Kasachstan bei seinen Integrationsbestrebungen keine Unterstützung erhalten hatte, suchte es nach eigenen Wegen der wirtschaftlichen Wiederbelebung und der Transformation des Wirtschaftssystems von  Kasachstan.

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