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Kasachstan: Wissenschaft

 
 

Wissenschaft Kasachstan

Die Republik Kasachstan verfügt über ein leistungsstarkes Potential in Wissenschaft und Technik. In der Zeit vor den Reformen wurden wissenschaftliche Schulen auf vielen Wissenschaftsgebieten begründet, darunter in der Buntmetallurgie, der Katalyse, der Mathematik, der Physik, der Weltraumforschung, dem Bergbau, der Chemie, der Biologie aktiver Stoffe, der hochmolekularen Verbindungen, der Biochemie und der Physiologie von Menschen, Tieren und Pflanzen sowie der Geographie und der Botanik. Auch die Gesellschaftswissenschaften Kasachstans entwickelten sich erfolgreich.

Anfang der 90er Jahre begann eine neue Etappe in der Entwicklung der Wissenschaft Kasachstans. Denn 1992 wurden das Gesetz „Über die Wissenschaft und die wissenschaftlich-technische Politik" angenommen und das Ministerium für Wissenschaft in Kasachstan und neue Technologien geschaffen. 1992 und 1993 entstanden die Strukturen, die Wissenschaft und Technik bestimmen: darunter für die Standardisierung, für die Prüfung wissenschaftlicher Mitarbeiter, für die staatliche Registrierung wissenschaftlicher Forschungs- sowie von Versuchs- und Konstruktionsarbeiten, für die Hinterlegung von Manuskripten und Dissertationen sowie für das Patentwesen in Kasachstan.

1993 wurde das Programm „Entwicklung des staatlichen Systems der wissenschaftlich-technischen Information der Republik Kasachstan" beschlossen. Im gleichen Jahr entstanden mehrere Wissenschaftszentren in Kasachstan, darunter für Radioelektronik und Nachrichtenwesen, für komplexe Mineralstoffverarbeitung und für Biotechnologie, zudem das Nationale Kernforschungszentrum.


Organisatorische Umwandlung

Veränderungen gab es bei der Organisation der Finanzierung von wichtigen wissenschaftlichen Forschungen sowie von Versuchs- und Konstruktionsarbeiten. Staatliche Aufträge für die Durchführung wissenschaftlicher Untersuchungen werden heute auf Wettbewerbsgrundlage beziehungsweise nach Ausschreibungen vergeben, wissenschaftlich-technische Gutachten müssen erstellt werden, und die Ausführung der Projekte wird begleitet und kontrolliert. 1996 bis 1999 wurde das Steuerungssystem von Wissenschaft und Technik mehrmals organisatorisch umgewandelt. Heute untersteht die staatliche Regelung der Wissenschaften dem Ministerium für Bildung und Wissenschaft. Gegründet wurde die Nationale Akademie der Wissenschaften der Republik Kasachstan.

Im Jahr 2000 wurde die Konzeption für wissenschaftliche und wissenschaftlichtechnische Politik ausgearbeitet. 2001 wurde das Gesetz „Über die Wissenschaft" angenommen, das die gesellschaftlichen Verhältnisse im Bereich von Wissenschaft und wissenschaftlich technischer Tätigkeit regelt sowie Rechte und Pflichten der Akteure des Wissenschaftsbereichs festlegt. Ebenfalls 2001 wurde das Programm für Innovationsentwicklung bis 2015 bestätigt.


Ziele der Innovationspolitik Kasachstans

Im Juli 2002 wurde zudem das Gesetz „Über die Innovationstätigkeit" angenommen. Das Ziel der staatlichen Innovationspolitik besteht in einer kontinuierlichen Analyse der Infrastruktur in der Produktion, damit in den verschiedenen Gebieten der Produktion und der Leitung der Gesellschaft wettbewerbsfähige, hochtechnologische Produkte überwiegen.

Die Innovationspolitik Kasachstans zielt auf die Lösung folgender Aufgaben:
- Bestimmung der Formen und Methoden der staatlichen Förderung der Innovationstätigkeit und Schaffung von Bedingungen, um eine sozialökonomische Entwicklung vorwiegend auf der Basis wissenschaftlicher und technischer Erkenntnisse zu ermöglichen;

- Erarbeitung der rechtlich-normativen Basis, die die Entwicklung der Innovationstätigkeit   und den Schutz der Interessen ihrer Akteure sichert;
staatliche Unterstützung der Akteure der Innovationstätigkeit und Schaffung der Innovationsinfrastruktur;

- Herausbildung neuer High-Tech-Bereiche der Wirtschaft, Modernisierung und Schaffung exportorientierter Produktionen;

- Einbeziehung kleiner und mittlerer Unternehmen in die Innovationstätigkeit;

- Gewährleistung der Zusammenarbeit von Wissenschaft und Bildung mit dem Finanz-und Kreditwesen;

- Förderung der internationalen Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Innovation sowie beim Schutz der nationalen Interessen und des geistigen Eigentums.

In der Republik Kasachstan führen 267 wissenschaftliche Einrichtungen wissenschaftlich-technische Forschungsarbeiten durch. Sie beschäftigen insgesamt 16.000 Menschen, davon 9.360 spezialisierte Forscher, 1.360 Ingenieure und Techniker, 3.000 wissenschaftliche Mitarbeiter und 2.280 andere Mitarbeiter. Von den Forschern hatten 942 einen Doktor und 2.688 waren Kandidaten der Wissenschaften.

Unter der Ägide des kasachischen Ministeriums für Bildung und Wissenschaften arbeiten 55 Wissenschaftseinrichtungen. Sie beschäftigen mehr als 5.000 Menschen, darunter 2.300 Wissenschaftler. Von diesen sind fast 600 Doktoren der Wissenschaften und mehr als tausend Kandidaten der Wissenschaften. In den letzten zehn Jahren erreichte die kasachische Wissenschaft in einzelnen Bereichen ein hohes Niveau und erzielte weltweit beachtete Erfolge.


Ergebnisse der Forschungsarbeit

Als Ergebnis der Forschungsarbeiten wurden in Kasachstan 877 Patente angemeldet, 136 technische Prototypen ausgearbeitet, 193 landwirtschaftliche Kulturen und vierzehn neue Nutztierrassen gezüchtet. Vorbereitet wurden die Projektkonstruktions- und technischen Dokumentationen für 36 wissenschaftsintensive Produktionszweige.

Auf der Grundlage neuer Technologien ist die Wiederaufnahme und der Ausbau der chemischen und petrochemischen Produktion geplant. Wettbewerbsfähige kleine und mittlere Betriebe sollen im Bereich der Erdöl-, Erdgas- und Kohleverarbeitung Kasachstans entstehen. In den Gesellschaftswissenschaften wurden Fragen wie die Entstehung des ethnischen Territoriums der Kasachen, die Geschichte der kasachischen Staatlichkeit und der nationalen Befreiungsbewegung untersucht. „Weiße Flecken" in Literatur und Kunst Kasachstans Anfang des 20. Jahrhunderts wurden beseitigt.

Auf dem Gebiet der Physik und Mathematik wurden das automatisierte Prognosesystem für die Luftverschmutzung in Industriestädten und eine Theorie des automatischen Steuerungssystems technologischer Prozesse entwickelt, die Grundprinzipien der computergestützten Konstruktion neuer Stoffe geschaffen, ein elektrostatischer Energie-Analysator und ein kombiniertes Spektrometer konstruiert, auf der Basis von Satellitenaufnahmen eine Prognosemethode für die Getreideernte ausgearbeitet und das Territorium Kasachstans unter dem Aspekt landwirtschaftlich relevanter Klimaeigenschaften erfasst sowie der ökologische Zustand und die Ursachen der ökologischen Krisen in den Regionen am Kaspischen Meer und am Aralsee erforscht.

Auf dem Gebiet der Geowissenschaften wurden Grundlagen für Perspektivanalysen von Bodenschätzen geschaffen und wirtschaftlich relevante geologische Landkarten erstellt, die den Zustand und die Aussichten auf Entdeckung von Rohstoffvorkommen aufzeigen, sowie eine Landkarte zur Prognostizierung der Erdöl- und Erdgasfunde herausgegeben. Neue moderne Geoinformationssysteme und Datenbanken zur Erfassung der Wasservorräte entstanden ebenso wie physikalische und dynamische Modell zur Erdbebenvorhersage. Auch in anderen wirtschaftlich relevanten Bereichen, darunter jener, die für die Buntmetallurgie wichtig sind, erzielten die Wissenschaftler bedeutende Fortschritte.

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