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Kasachstan: Flora & Fauna

 
 

Natur und Tierwelt von Kasachstan


Kasachstans Flora

Kaindy See im Südosten von Kasachstan

Die natürliche Schönheit der Landschaft in Kasachstan wird ergänzt durch Tausende unterschiedliche Pflanzen- und Tierarten, die auf dem gesamten Territorium Kasachstans anzutreffen sind. Die Pflanzenwelt ist überaus reich und mannigfaltig. Sie unterteilt sich in die Flora der Waldsteppe (0,4 Prozent), der Trockensteppe (33,9 Prozent), der Halbwüste (23,1 Prozent), der Wüste (23,7 Prozent) und der Gebirge (9,1 Prozent). Kasachstan beheimatet aufgrund von Größe und Klima eine artenreiche Vielfalt an Fauna und Flora. Neben Adonis, Johanniskraut und Baldrian ist hier auch Wermut weit verbreitet.

In der Waldsteppe überwiegen Halm-, Steppen- und Wiesengräser. Wie kleine Inseln erheben sich Birken- und Espenwäldchen. Vornehmlich auf dem Sandboden am Irtysch und Tobol gibt es Kiefernhaine. In der Steppenzone wachsen in erster Linie Schafschwindel (Festucsovina), Steppengras und Sträucher, in den Flussniederungen finden sich Hanf- und Queckenwiesen, auf den Granitmassiven des Saryarka Kiefernwäldchen, in der Halbsteppe wachsen Beifuß und Halmpflanzen.

Die Naturvielfalt in Kasachstans ist sehr manigfaltig

In den Wüsten (Sand-, Lehm- und Steinwüsten) finden sich dürrefestes Buschwerk, Salzkraut, Beifuß und Gräser. In den Sandwüsten sind große Flächen von weißem und schwarzem Saksaul bedeckt (diese einzigartige Wüstenpflanze besitzt besondere Eigenschaften, um den Sand zu halten).

In den großen Flusstälern finden sich die Tugai-Wälder, Ulmen, Pappeln, verschiedenes Buschwerk. Um die Seen und an vielen Flüssen wächst Schilf. Für die Vorgebirgsebenen und die Vorgebirge sind Ephemeriden typisch. Die Vorgebirge der Gebirgsrücken Kasachstans sind mit Steppenpflanzen bedeckt. In höheren Lagen sind Sträucher sowie gelichtete Espen- und Birkenwälder zu finden, im Sailiisker Alatau zudem wilde Apfel- und Aprikosenbäume sowie Weißdorn. In den mittleren Gebirgshöhen Kasachstans finden sich typische Nadelwälder - im Altai sind es sibirische Lärchen, Tannen, Kiefern, Edeltannen und Zedern, im Shetyssuisker Alatau ist die Tienschan Tanne und stellenweise die sibirische Weißtanne verbreitet. Weiter südlich im Tienschan wächst nur noch die Tanne. Über den Waldstreifen erstrecken sich Subalpen- und Alpenwiesen. Hoch auf dem Gebirgskamm des Tienschan ist auch noch turkestanischer Wacholder anzutreffen. Wälder nehmen in der Flora Kasachstans rund zehn Millionen Hektar ein.

Kasachstans Fauna

Die Tierwelt Kasachstans ist ungemein vielfältig. Hier leben seltene Tierarten, die unter dem Schutz des Staates stehen. Im Rotbuch Kasachstans sind mehr als siebzig Pflanzenarten und rund neunzig Tierarten, davon 43 Vogelarten und 31 Säugetierarten eingetragen.

Der staatliche Schutz des natürlichen Reichtums zeitigt praktische Ergebnisse. So nahm der Bestand der Saigaantilope beachtlich zu. In Kasachstan gibt es sechzehn staatliche Naturschutzgebiete und Nationalparks mit einer Gesamtfläche von 2.815.800 Hektar. In den Jahren der Unabhängigkeit wurden zwei neue Naturschutzgebiete eingerichtet, nämlich das West Altai Naturschutzgebiet in Ost-Kasachstan im Jahre 1992 und das Alakölsker Naturschutzgebiet bei Almaty im Jahre 1998.

Ausgewiesen wurden vier Nationalparks: lli Alatau und Altyn Emel im Gebiet Almaty sowie Kokschetau im Gebiet Akmola wurden im Jahre 1996 und Karkaralin im Gebiet Karagandy 1998 eingerichtet. In Kasachstan sind 47.083 Tierarten verzeichnet, darunter Hasen, Kropfgazellen, sibirische Gebirgsziegen, Rehe, langstachelige Igel, Eichhörnchen, Saigaantilopen und Füchse. Von den seltenen und vom Aussterben bedrohten Arten haben sich erhalten: Arkary (Stierböcke), Kulan (Wildesel), Tienschan-Braunbären, Ust-jurtsker Muffelwild, Schneeleoparden und turkestanische Luchse. An kleinen Tieren sind insbesondere das Murmeltier, die Springmaus, der Hermelin oder der Dachs zu nennen. 

Kasachstans Naturschutzgebiete und das Rotbuch Kasachstan

In den Kasachischen Schutzgebieten und Nationalparks leben viele Vogelarten. Auf besonders geschützten Territorien nisten über 150.000 Vögel, darunter Enten, Birkhühner, Flamingos, Lämmergeier, Fasane, Rebhühner, Pelikane und Auerhähne. Im Korgalshinsker Naturschutzgebiet im Gebiet Akmola sind die seltenen Kolonien des rosa Flamingos und des Pelikans anzutreffen. Im Nationalpark Altyn-Emel gibt es Adler, Königsadler, Falken und Lämmergeier. Zu den vielen Vogelarten Kasachstans gehören auch Trappen und Habichte, die einheimische Steppe bewohnen. Adler und Falken nisten in den Bergen. Als die größten Vögel Kasachstans stehen Geier und Lerchen hervor.

Eine Besonderheit der kasachstanischen Fauna war schon immer der berühmte Schneeleopard oder Irbis, der heute noch im Tienschan vorkommt. Besonders häufig sind Kasachische Schneeleoparden in den Naturschutzgebieten Aksu-Dshabaglin und Almaty anzutreffen. Durch Wilderei war der Irbis vom Aussterben bedroht, heute aber lebt er wieder in den Bergen und macht Jagd auf Wildziegen.

Einer früheren Verbindung des Kaspischen Meeres zum Nordpolarmeer ist das heutige Vorkommen von großen Robbenkolonien am Kaspischen Meer zu verdanken. Es sind weltweit die einzigen außerpolaren Robbenarten der Erde. Fast die Hälfte der in Kasachstan beheimateten Tiere gehört zu den Nagetieren. Es sind neben Feldmäusen auch größere Arten wie beispielsweise der Flussbiber oder das Stachelschwein. Die beiden letzteren sind im Rotbuch Kasachstans verzeichnet. Die Saiga, eine seltene Antilopenart, lebt in den Steppen Kasachstans, wo auch Rehe, Wölfe, Füchse und Dachse vorkommen. Viele Tiere leben in den Wüsten, darunter Gazellen und Nagetiere sowie Reptilien wie Eidechsen und Schlangen. Wildschweine, Schakale und Hirsche leben in der Nähe von Flüssen und Seen. Die Berge sind Heimat der einheimischen Bergziegen und Wildschafe, von Luchsen, Wölfen, Wildschweinen und Braunbären.

Kasachstan: Land & Leute

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